Was tun gegen Hunde?

Richtigstellung
Hallo Carlos,

komm mal wieder runter, ja? Nur mal zur Richtigstellung:

Du verbietest einem Radfahrer auf einenm öffentlichen Weg
zügig zu fahren,

Ich habe dem Fragesteller einen RAT gegeben, wie er sich schützen kann, klar? Wenn du gleich ein Verbot draus machst ist das dein persönliches Problem.

weil du es nicht einsiehst, deinen Hund
anzuleinen.

Halt mal die Luft an. Ich habe einen Hund, ja, aber der hat in seinem ganzen Leben noch keinen Mensch gehetzt, er interessiert sich nicht im Geringsten für Jogger oder Radfahrer. Wenn Menschen ängstlich darauf reagieren, dass er frei läuft, rufe ich ihn zu mir.

Du schränkst die Freiheit anderer Menschen ein um
dir selber ein besonderes Maß an Freiheit rauszunehmen.

Carlos, wenn du einen guten Rat nicht als solchen erkennen kannst, solltest du einfach lieber still sein. Einem Menschen, der vor Hunden Angst hat zu raten, im gegebenen Fall das Tempo zu drosseln, hat wahrhaftig nichts damit zu tun, andere Leute einschränken zu wollen.
Das Problem ist: Die meisten Leute zetern lieber über Andere anstatt sich um sich selbst zu kümmern. Es wird - leider! - immer rücksichtslose Hundehalter geben, die Hunde, welche gern hinter oder neben Joggern/Radlern her hetzen, trotzdem ständig frei laufen lassen. Wenn du lieber über diese schimpfst anstatt dich selbst zu schützen, kann dir einfach keiner helfen.
Mir fällt da gerade eine Begebenheit ein, ich war wohl ca. 10 Jahre alt, ein Nachbarsjunge hatte einen Neufundländer. Ich hatte Angst vor dem Riesentier und rannte davon, der Junge lachte sich kaputt, weil der Hund mich natürlich jagte. So ein Neufundländer ist schon ziemlich gigantisch für ein Kind. Und was nützt es nun, sauer auf den Jungen zu sein? Hätte ich frühzeitig gelernt, vor Hunden nicht wegzulaufen, hätte ich keine Angst haben müssen. Das wäre viel hilfreicher gewesen.

Matilda

Hallo Matilda,

Ich habe dem Fragesteller einen RAT gegeben, wie er sich
schützen kann, klar?

Das stimmt.

Ich habe diesen Rat in die falsche Kehle bekommen.
Ich möchte auch erläutern wieso.

Man hört in solchen Diskussionen von Hundehaltern immer wieder Hinweise zum richtigen Umgang mit fremden Hunden. Man hört auch immer wieder, dass sowas jeder wissen muss.
Wenn sich jemand nun aber nicht sachgerecht verhält, kommt mehr oder weniger der Vorwurf, dass er selber schuld ist.
Von vielen Hundebesitzern hört man dies immer wieder,„Verhalter euch richtig und alles ist in Ordnung“.

Hier muss ein allgemeines Umdenken einsetzen.
Es wäre fein wenn jeder als Kind gelernt hätte, wie man sich bei einem Brand, einer Entführung, einem Seenotfall, einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall, einer Autopanne, einem Notruf, einer Unterzuckerung eines Diabetikers, einer Verletzung, usw. usw. verhält.
Aber dies ist äußerst unrealistisch.
Genauso wenig, kann man verlangen, dass sich jeder im richtigen Umgang mit Hunden auskennt, insbesondere wenn die ein großer Teil der Hundebsitzer nicht weiss.

Die Verantwortung liegt ALLEINE bei den Hundebesitzern.
Die Gefährdungshaftung liegt beim Hundebesitzer.
Wenn es nicht anders geht, muss eine Leinenpflicht oder ein Hundeführerschein eingeführt werden.

Hätte ich
frühzeitig gelernt, vor Hunden nicht wegzulaufen, hätte ich
keine Angst haben müssen. Das wäre viel hilfreicher gewesen.

Wenn du also angstschlotternd völlig verkrampft dagestanden hättest, wäre es also in Ordnung gewesen?

Ich drücke es mal drastisch aus: „Wenn jemand als Hundebesitzer zulässt, dass sein Hund Menschen jagd, ist er assozial und ungeeignet zu Haltung von Hunden!“.

Gruß
Carlos

Hallo Carlos,

Die Verantwortung liegt ALLEINE bei den Hundebesitzern.

Das stimmt, aber wenn diese sie nicht wahrnehmen, nützt eben das Zetern nichts - man muss sich selbst helfen.

Wenn du also angstschlotternd völlig verkrampft dagestanden
hättest, wäre es also in Ordnung gewesen?

Ähm - ja. :smile:
Ich finde es nicht schlimm, mal Angst zu haben. Denn wenn man merkt, dass nichts passiert, hat man nächstes Mal schon viel weniger Angst.
Kann eine gute Lebenserfahrung sein.

(Andere Leute gehen zum Angst haben in die Achterbahn oder zum Bungee-Jumping. Vielleicht, weil uns die drastischen Gefühle im Alltag abgehen…) Naja, das führt jetzt zu weit :smile:

Viele Grüße,

Matilda

Angst sollte man nicht ignorieren
Hallo Matilda,

Ich finde es nicht schlimm, mal Angst zu haben. Denn wenn man
merkt, dass nichts passiert, hat man nächstes Mal schon viel
weniger Angst.

Oder auch nicht. Angst erzeugt Mißtrauen, Abscheu und Hass (ich spreche hier von richtiger Angst und nicht von Thrill). Wenn solche Situationen nicht durch positive Erfahrungen besetzt werden, bessert sich da nichts. Wenn jemand bei einer angstvollen Begegnung mit einem Hund keinen Schaden davon getragen hat, wird es im Gedächtnis dennoch als „es war gefährlich, ist aber noch mal gut gegangen“ gespeichert.

Ein konkretes Beispiel: Dein Hund läuft über eine Planke über einen Bach. Die Planke rutscht ab, aber der Hund kann noch auf die andere Seite springen. Wie merkt sich der Hund nun die Planke:
a) Die Planke ist ein sicherer Weg, weil ich beim letzten mal die andere Seite erreicht habe. Die nehme ich wieder.
b) Die Planke ist unsicher. Die meide ich.

Hast du denn schon mal Menschen, die etwas gegen frei laufende Hunde haben, gefragt warum? Hast du sie jemals gefragt, welche persönliche Erfahrungen sie gemacht haben? Warum gibt es so viele Menschen die Hundebesitzer aggressiv anpflaumen, dass sie ihre Hunde anleinen sollen?

Gruß
Carlos