Was tun gegen 'Känguru-Sprit'

Hallo
Ich habe einen Golf 2 Bj 1990 und der hat nun etwas über 100.000 km gelaufen (Tanten-Auto).
Jetzt ist es seit ein paar Wochen so, das der Wagen „Kängurusprit“ hat.
Also wenn ich ihn morgens starte (nur nachdem er mehrere Stunden gestanden hat - Egal wie kalt oder warm es draußen ist), und entweder geht er dann nach dem ersten Gas geben/anfahren wieder aus oder er wehrt sich und hoppelt ruckartig vor und bremst gleich wieder. Eben „Kängurusprit“ :smile:
Wenn er ausgeht und ich ihn wieder anmache ist auch wieder alles in Ordnung (bleibt an, ruckelt nicht)
Diese „Morgenmuffeligkeit“ hat der Wagen nur die ersten 50m und dann fährt er ganz normal. Nach der Arbeit (etwa 4 Stunden später) fährt er auch wieder ganz normal. Wie gesagt, nur wenn er mehrere Stunden steht.
Vor kurzen habe ich neue Zündkerzen bekommen. Vor 2 Jahren hat er einen Kaltstartbegrenzer bekommen, der sich aber noch nie negativ ausgewirkt hat.
Hat jemand eine Ahnung woran das liegen könnte und was man dagegen tun kann ? Fahre den Wagen jetzt 6 Jahre, aber das hat er noch nie gemacht.
Gruß
Andreas

Kondenswasser im Tank
… in den Tanks der „Lieblingstankstelle“?

Mit den Jahren sammelt sich in den kühlen Tanks gerne Kondenswasser an, dass beim Tanken dann in die Fahrzeuge gelangt. Zuhause gab es da eine billige Supermarkt-Tankstelle, die für diesen Effekt bekannt war. nach der Sanierung war alles wieder OK.

D.h. da dürfte jetzt auch Wasser im Fahrzeugtank sein. Frag mal deine Werkstatt, ob sie einen guten Trick kennen.

Gruß

Stefan

Hallo !!
Vergaservereisung??

Ist die Luftklappe auf Winter gestellt? (Wenn es das gibt bei Dir).

Sieh doch mal nach!

mfgConrad

Moin!

Hat jemand eine Ahnung woran das liegen könnte und was man
dagegen tun kann ? Fahre den Wagen jetzt 6 Jahre, aber das hat
er noch nie gemacht.

Könnte ein Feuchtigkeitsproblem sein. Ist der Motor warm, ist die Feuchtigkeit verdampft und alles schnurrt, wie es soll. Abhilfe:

Verteilerkappe und -Finger inspizieren/austauschen, Zündkabel mit Silikonspray behandeln, Steckkontakte der Zündanlage reinigen/fetten.

Munter bleiben… TRICHTEX

Hallo
Ich habe einen Golf 2 Bj 1990 und der hat nun etwas über
100.000 km gelaufen (Tanten-Auto).
Jetzt ist es seit ein paar Wochen so, das der Wagen
„Kängurusprit“ hat.
Also wenn ich ihn morgens starte (nur nachdem er mehrere
Stunden gestanden hat - Egal wie kalt oder warm es draußen
ist), und entweder geht er dann nach dem ersten Gas
geben/anfahren wieder aus oder er wehrt sich und hoppelt
ruckartig vor und bremst gleich wieder. Eben „Kängurusprit“ :smile:
Wenn er ausgeht und ich ihn wieder anmache ist auch wieder
alles in Ordnung (bleibt an, ruckelt nicht)

Welchen Motor ist in deinem Golf verbaut (PS/KW evtl. Motorkennbuckstabe)? Oder hängt in deinem Auto im Motorraum eine grüne Kugel (Unterdruckbehälter - links neben dem Luftfilter)?

So würde ich sagen das das Rückschlagventil defekt ist, welches im Unterdruck Verbindungsschlauch sitzt.

Gruß
Holger

… in den Tanks der „Lieblingstankstelle“?

Mit den Jahren sammelt sich in den kühlen Tanks gerne
Kondenswasser an, dass beim Tanken dann in die Fahrzeuge
gelangt. Zuhause gab es da eine billige Supermarkt-Tankstelle,
die für diesen Effekt bekannt war. nach der Sanierung war
alles wieder OK.

Über wieviele Jahre redest Du?
Da muß dann aber schon sehr viel Wasser im Tank stehen. Ein Standrohr in einem Tank geht nicht bis zum Boden so das kein Dreck evtl. Wasser angesaugt wird. Ein Tank kann über die Saugleitung niemals ganz entleert werden.

Gruß
Holger

> 10 Jahre

Über wieviele Jahre redest Du?

Die Tanke war noch sehr alt. Und im Tank werden durch die Bewegung beim Fahren durchaus immer wieder mal Schlämme und auch angesammelte Feuchtigkeit aufgeschüttelt. Die Schlämme bleiben im Filter hängen - bis der auch mal zu sein kann. Die Feuchtigkeit kann bis „vorne“ durchkommen.

Wie gesagt, nach komplettem Umbau der Tanke (alles Neu) waren die Effekte komplett weg.

Gruß

Stefan

Hallo,

Vergaservereisung??

Vergaser beim Baujahr 1990? Ich weiß zwar nicht, welche Motoren im Golf in der Zeit verbaut wurden, aber ich glaube nicht, dass da noch Vergasermotoren drin waren.
Aber die Richtung würde ich auch bei der Fehlersuche mit einschließen.
Evtl. mal vor dem morgendlichen Kaltstart die Zündung ein paar Mal für ca. 5 Sekunden ein- und wieder ausschalten und dann erst den Motor starten. Dadurch kann die Benzinpumpe mehr Benzindruck aufbauen.
Das würde erklären, dass das Problem nur besteht, wenn der Wagen lange Zeit steht. Nach ein paar Stunden ist noch einigermaßen Druck vorhanden, über Nacht wird der aber abgebaut.

Probleme im Bereich der Zündung müssten eigentlich länger auftreten als nur die ersten paar Meter.

Ansonsten gilt: Geize nicht mit Fahrzeugdaten, dann geizen wir auch nicht mit guten Ideen :wink:

Beste Grüße
Guido

Über wieviele Jahre redest Du?

Die Tanke war noch sehr alt. Und im Tank werden durch die
Bewegung beim Fahren durchaus immer wieder mal Schlämme und
auch angesammelte Feuchtigkeit aufgeschüttelt. Die Schlämme
bleiben im Filter hängen - bis der auch mal zu sein kann. Die
Feuchtigkeit kann bis „vorne“ durchkommen.

Ich meine das Standrohr der Tanks im Erdboden der Tankstelle. Irgendwann würde (nach deinen Angaben) so viel Wasser im Tank stehen, das die Zapfsäulen nur noch Wasser ansaugen.

Wie gesagt, nach komplettem Umbau der Tanke (alles Neu) waren
die Effekte komplett weg.

Das kann ich nicht glauben. Alle fünf Jahre muss eine wiederkehrende Prüfung der Tanks gemacht werden. Hierzu werden die Tanks komplett geleert.
Ich würde eher sagen, das es an der Tanke miserablen Sprit gab.

Gruß
Holger

Wer weiss …
… was damals noch an unlustigen Absonderungen im Benzin dort war.

Hat sich ja auch schon lange erledigt. Aber das Kondenswasser in undichten Tankbehältern in Fahrzeugen nicht.

Ich konnte das damals noch nicht nachtvollziehen. War noch zu „klein“. Die Effekte schon beim Papa im Auto und manchmal bei mir … Aber ist ja auch ca. 20 Jahre her seit ich da nicht mehr wohne und tanke.

Don’t panic

Stefan

Hallo an Alle:

D.h. da dürfte jetzt auch Wasser im Fahrzeugtank sein. Frag

Dieser Effekt ist nur allzu häufig, z.B. Betanken der Erdtanks bei strömendem Regen, dabei wird die Domklappe geöffnet und bei der Peilung kommt schon Wasser rein.Ich kenne Dutzende Fälle und war schon dreimal das Opfer.

mal deine Werkstatt, ob sie einen guten Trick kennen.

Der Trick besteht darin, dem Benzin ca. 1/4 bis 1/3 Methanol hinzuzufügen. Das Methanol bindet das Wasser und nach einer gewissen Zeit rennt die Kiste wieder. Eine etwas höhere Leerlaufdrehzahl ist zu erwarten.
Das hat speziell bei älteren Autos gut funktioniert (MB 250 Bj 88- Ford Transit Bj 93- VW Golf Bj 99), weil es ja auch nicht dauernd eingesetzt wird.

Gruß

Rochus