Was tun? Langweilige Arbeit

Hallo!

Ich habe ein Problem mit meinem Job und würde gerne einen Rat wissen.

Also seit ich mein Wirtschaftsstudium beendet habe ist das mein zweiter Job. Mein erster war noch langweiliger.

Meine Erfahrung ist, dass meine Bewerbungen für Management-Positionen, die ich für weniger langweilig halte i.d.R. mangels Erfahrung immer abgelehnt werden. Positionen, wie die jetzige, als Spezialist, erhalte ich dagegen leichter.

In jeder sogenannten Spezialisten-Rolle fühle ich mich nach kurzer Zeit unterfordert. Meistens fallen mir so viele Möglichkeiten ein meine eigene Arbeit effizienter zu gestalten und Prozesse umzuschichten, dass die anfallende Arbeit immer weniger wird und ich quasi anfange rumzusitzen.

Meine Manager spreche ich schon darauf an, dass ich gern mehr Arbeit hätte, aber daran mangelt es meist (oder die Arbeit die vorhanden ist, kann auch eine Aushilfskraft für weniger Geld erledigen).

Jetzt denke ich gerade darüber nach, ob ich meinem Manager nicht Vorschläge unterbreite, die quasi meine Stelle obsolet macht. Anstatt mich als Vollzeitkraft zu haben, könnte man meine Arbeit leicht outsourcen und mindestens 50% an Kosten sparen, ich denke eher an 80%.

Da meine Spezialistenrolle wegfallen würde und ich dem Unternehmen als Spezialist weiter nicht gebraucht würde, wäre das quasi der freiwillige Weg in die Arbeitslosigkeit, was dann wieder absurd erscheint.

Dann wäre ich wieder als Spezialist auf dem Arbeitsmarkt und könnte vielleicht relativ schnell eine neue Position finden, aber meinem Ziel endlich mal Personalverantwortung zu tragen, strategische und organisatorische Entscheidungen zu treffen etc. komme ich kein Stück näher.

Würde gerne Eure Meinung oder Kommentare hören,
danke.

Gruß
Skyver

Hi Skyver,

Du rationalisiert dir selber deinen Job weg!
Dass ich sowas in Hartz IV-Zeiten mal lesen müsste, hätte ich nicht gedacht.

Mein Tipp: Unterlasse deine Vorschläge an deinen Boss und such dir in Ruhe einen neuen Arbeitsplatz, der deinen Vorstellungen entspricht!

Servus

Mr. White

Also seit ich mein Wirtschaftsstudium beendet habe ist das
mein zweiter Job. Mein erster war noch langweiliger.

Mit diesem Job-Hopping ruinierst Du Dir auf Dauer Deinen Lebenslauf. Das kann sich noch in 10 Jahren auswirken.

Meine Erfahrung ist, dass meine Bewerbungen für
Management-Positionen, die ich für weniger langweilig halte
i.d.R. mangels Erfahrung immer abgelehnt werden.

Natürlich nicht, einen Anfänger setzt man auch nicht auf eine Gruppenleiterstelle. Abgesehen davon ist Leitung auch mit einem gutteil Routine ausgestattet.

aber meinem Ziel endlich mal Personalverantwortung zu tragen,
strategische und organisatorische Entscheidungen zu treffen
etc. komme ich kein Stück näher.

Dazu brauchst Du Berufserfahrung. Unter 5 Jahren läuft da wenig. Und dann muß immer noch eine Stelle frei sein, in die Du befördert werden könntest. Und Dein Chef muß das auch wollen. Dazu muß er davon überzeugt sein, daß Du ein guter Mitarbeiter bist und nicht jemand, der ihm ständig erzählt wie langweilig ihm ist und wie man seinen Job besser machen könnte.

Hallo Skyver,

Meine Erfahrung ist, dass meine Bewerbungen für
Management-Positionen, die ich für weniger langweilig halte
i.d.R. mangels Erfahrung immer abgelehnt werden. Positionen,
wie die jetzige, als Spezialist, erhalte ich dagegen
leichter.

Esgibt bei vielen Firmen „Trainee-Programme“ wie bei Aldi, Lidl, BMW, Siemens, Ikea. Schau Dir mal die Internetseiten an.
Man wird auf die Positionen in 6 bis 18 Monaten vorbereitet.

In jeder sogenannten Spezialisten-Rolle fühle ich mich nach
kurzer Zeit unterfordert. Meistens fallen mir so viele
Möglichkeiten ein meine eigene Arbeit effizienter zu gestalten
und Prozesse umzuschichten, dass die anfallende Arbeit immer
weniger wird und ich quasi anfange rumzusitzen.

Ich kenne diesen Spruch: „Ein Manager, der sich selbst wegrationalisieren kann, muss befördert werden.“
Die Frage ist, ob das alle Manager beherzigen. Prinzipiell ist das (aus Sicht der Unternehmen) klasse, wenn jemand wie Du solche Optimierungen vornimmt.
Tue gutes uns rede darüber.

Beispiel
„Chef, ich konnte durch meine Arbeit der Firma 100.000 Euro einsparen pro Jahr. Ich denke, es ist eine Gehaltserhöhung angebracht. Desweiteren stelle ich mir vor, dass ich in höheren Positionen mit meinen Fahigkeiten noch mehr einsparen könnte. Interessiert?“

Meine Manager spreche ich schon darauf an, dass ich gern mehr
Arbeit hätte, aber daran mangelt es meist (oder die Arbeit die
vorhanden ist, kann auch eine Aushilfskraft für weniger Geld
erledigen).

Vielleicht möchtest Du Dich nach der Arbeitszeit weiterbilden?
Abendstudium? Oder zwei Jobs gleichzeitig?

Da meine Spezialistenrolle wegfallen würde und ich dem
Unternehmen als Spezialist weiter nicht gebraucht würde, wäre
das quasi der freiwillige Weg in die Arbeitslosigkeit, was
dann wieder absurd erscheint.

siehe oben

MFG
Yonkyu

Esgibt bei vielen Firmen „Trainee-Programme“ wie bei Aldi,
Lidl, BMW, Siemens, Ikea. Schau Dir mal die Internetseiten an.
Man wird auf die Positionen in 6 bis 18 Monaten vorbereitet.

Vielen Dank, ich beherrsche auch sehr gut Learning-on-the-Job. Mit meinen 31 komme ich mir für Trainee-Programme zu alt vor. Ich werde wegen Erfahrungsmangel wohl abgelehnt, weil mein Lebenslauf dahingehend nicht viel hergibt. Meine private Führungserfahrung zählt in der Personalabteilung nix.

Ich kenne diesen Spruch: „Ein Manager, der sich selbst
wegrationalisieren kann, muss befördert werden.“
Die Frage ist, ob das alle Manager beherzigen.

Ich bin gar nicht so scharf auf die Beförderung! Ich schätze die Arbeit von Spezialisten sehr und ein guter Spezialist sollte ruhig mehr verdienen als sein Manager. Das sind zwei verschieden Rollen und darum geht es mir. Wollte ich jemals Spezialist werden, dann hätte ich meinen Dr. gemacht und so weiter und so fort.

Prinzipiell ist
das (aus Sicht der Unternehmen) klasse, wenn jemand wie Du
solche Optimierungen vornimmt.
Tue gutes uns rede darüber.

Beispiel
„Chef, ich konnte durch meine Arbeit der Firma 100.000 Euro
einsparen pro Jahr. Ich denke, es ist eine Gehaltserhöhung
angebracht. Desweiteren stelle ich mir vor, dass ich in
höheren Positionen mit meinen Fahigkeiten noch mehr einsparen
könnte. Interessiert?“

Tue gutes und rede darüber, ja, das wird hier sogar verlangt. Das finden die auch gut was ich so tue und da sie denken ohne mich gehts nicht würde 1. mein Manager keinen Handschlag tun mich wegzubefördern 2. keiner auf die Idee kommen, dass es ohne mich doch geht, ausser wenn ich es sage

Meine Manager spreche ich schon darauf an, dass ich gern mehr
Arbeit hätte, aber daran mangelt es meist (oder die Arbeit die
vorhanden ist, kann auch eine Aushilfskraft für weniger Geld
erledigen).

Vielleicht möchtest Du Dich nach der Arbeitszeit weiterbilden?
Abendstudium? Oder zwei Jobs gleichzeitig?

Ich sage Dir das rumsitzen strengt genauso an wie das arbeiten, letztendlich benutze ich mein Hirn den ganzen Tag. Weiterbildung läuft sowieso immer nebenbei. Ich habe mehrere Ideen was ich selbständig machen könnte, aber dazu fehlt mir die eigene Überzeugung, dass es auch gut klappt. So ein Unternehmensmantel trägt sich schon ganz nett.

MFG
Yonkyu

Danke für die Hinweise