Was tun, wenn der Laden wächst

Hallo Experten,

ob ich bei den Existenzgründern ganz richtig bin, weiss ich nicht. Immerhin läuft unser Ing.-Büro (E.-Technik für Sondermaschinen) schon seit über 6 Jahren. Die Umsätze im letzten Jahr und die Aufträge für dieses Jahr legen aber nahe, dass es mit unserem 1,5 Mann/Frau Betrieb nicht mehr machbar ist.
Unsere kaufmännische Seite (ich bin die 0,5) habe ich gut im Griff, aber verstehe NICHTS von Arbeitsrecht und ähnlichem. Selbst für Fragen fehlen mir oft Begriffe …

Die erste Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang aufdrängt: ob es nicht angebracht wäre, eine Ausbildung in der Richtung (Fachwirt, etc.) zu machen. Woher ich die Zeit nehmen soll, weiss ich allerdings nicht recht … Abendkurs evtl.
Hat jemand Erfahrungen damit?

Das Engenieering und die Angebotserstellungen lasten meinen Mann derart aus, dass nicht daran zu denken ist, auch noch die mechanische Seite (Elektrik, Installation etc.) selbst zumachen. Eine Zeit lang habe ich versucht, diese Lücke zu schließen. Na ja, ich BIN eben keine Elektriker, da kann ich noch so schön installieren :wink:
Derzeit behelfen wir uns mit einem Leiharbeiter. Das geht schon 6 Monate so und ich denke nicht, das das eine Dauerlösung sein sollte.

Varianten, die ich bezüglich Personalbedarf klären möchte wären:
* befristete Beschäftigung eines Facharbeiters auf 3 Monate
* befristete Beschäftigung eines Facharbeiters auf Geringverdienerbasis auf 6 Monate
* unbefristete Beschäftigung eines Facharbeiters

FRAGEN:

Welche Einschränkungen und Möglichkeiten gibt es bezüglich befristeter Arbeitsverträge
* Wie und wie oft ist es möglich, einen befristeten Arbeitsvertrag zu verlängern
* Gesetzliche Regelungen bezüglich Kündigungsschutz in Firmen unter …(?) Beschäftigten …? Un wie könnte man Arbeitszeiten gegebenenfalls verkürzen (Kurzarbeit?). Das wäre GANZ wichtig, denn Auftragsgarantien gibt es nicht und hin und wieder wirde evtl. ein gewisser „Leerlauf“ des Facharbeiters überbrücken sein.
* Gibt es staatliche Forderungen für die „Schaffung einer Festanstellung…“? (keine Umschulung!)
* Was wären dabei die Voraussetzungen / Bedingungen?
* Einer der Infrage-Kommenden (befristet) würde nach dieser Zeit ein Studium aufnehmen wollen und fürchtet um seine Freibeträge.
Was wäre hierbei zu beücksichtigen?

Allgemein bezüglich Arbeitsstättenrichtlinien u. Ä. :
* der Facharbeiter arbeitet nicht in unseren Räumen, sondern ausschließlich bei unseren Kunden.
* Gibt’s da ein Problem? Wessen Verantwortungsbereich ist das dann?
* Wirkt es sich in irgendeiner Weise auf den Versicherungsschutz aus?
* Was ist mit der Berufsgenossenschaft (derzeit nicht Mitglied und das ist auch gut so …)

Davon ausgehend, dass sich Umsatzvolumen, Personalsituation etc. sich deutlich verändert haben / werden:
* Ist es überhaupt sinnvoll, die jetzige Gesellschaftsform (GBR) beizubehalten?
* Wäre die Gründung einer GmbH nicht die sicherere Seite ?
* Was gäbe es sonst für Möglichkeiten?

Mir ist schon klar, dass ich mit diesem ganzen Fragen auch zu meinem Steuerberater gehen muss (und zwar bald), aber ich möchte auch andere Informationen sammeln und vielleicht sogar erfahren: wie machen es Andere aus vergleichbaren Sparten/Situationen.

In der Vorschau habe ich eben gesehen, was das für eine Monster-Anfrage geworden ist!
Ich bitte um Nachsicht, falls das aus dem hier üblichen Rahmen fallen sollte.

LG
Heidi

Hallo,

nur allgemein. Was wollt Ihr, wie sehen die Banken einen eventuellen Expansionskurs (neue Büros, Hardware etc.), das heißt macht Euch einen Plan bzgl. Kosten, Umsätze etc. und lasst euch bei Eurer IHK mal einen Termin geben, denn zumindest bei uns (mannheim) sind die ganz nett und zuvorkommend und beraten einen gut.

Hallo chab,

danke für deine Antwort, aber wir sind wie gesagt ja schon länger im Geschäft und daher :

Was wollt Ihr,

verschiedene Möglichkeiten einer sinnvollen Erweiterung gegeneinander abwägen

wie sehen die Banken einen
eventuellen Expansionskurs (neue Büros, Hardware etc.),

Deren Meinung ist völlig uninteressant.
Die Expansion ist ja im Umsatz- und Gewinnbereich auch bereits gegeben.
Investitionen müssen nicht getätigt werden, ausser hin und wieder mal Hardware, ok, aber dazu brauchen wir wirklich keine finanzierende Bank.

macht Euch einen Plan bzgl. Kosten, Umsätze etc.

Den haben wir seit 6 Jahren, wobei „anzunehmende Umsatze“ in meinen Augen unsinnig sind, da es Umsatz- bzw. Auftragsgarantien nicht gibt. Da hilft nur, Kosten flexibel halten und möglichst keine Verpflichtungen einzugehen.

lasst euch bei Eurer IHK mal einen Termin geben,

  • heisst doch Industrie-und-HANDELS-Kammer?
    Da wir keinen Handel betreiben, sind die denn dann zuständig?

LG
Heidi

Hallo Heidi!

Warum willst Du Dich mit Arbeitsrecht abgeben? Weshalb suchst Du nach Möglichkeiten der befristeten Einstellung?
Warum möchtest Du unbedingt gelbe Scheine abheften? Warum willst Du für anderer Leute Lohnfortzahlung und Rente sorgen müssen? Kurz: Warum möchtest Du die traumhafte Effizienz des kleinen Ing.-Büros aufs Spiel setzen?

Mit dem Leiharbeiter hast Du eine nicht ganz billige, aber eine brauchbare Lösung. Der Mann weiß im Laufe der Zeit, worum es geht, ist eingearbeitet. Andererseits bist Du wieder kapazitätsmäßig beschränkt. Ein weiterer Leiharbeiter müßte auch wieder eingearbeitet werden. Zudem bist Du im dauernden Investitionsdruck, mußt für Werkzeuge, Aufenthaltsraum etc sorgen. Das ist nicht Euer Kerngeschäft! Das Kerngeschäft ist die Projektierungsarbeit Deines Mannes. Dabei wird das Geld verdient. Daß er mit Angeboten vollgestopft ist, ist leider unumgänglich, denn sobald es nicht Standard-08/15-Sachen sind, kann man derartige Dinge praktisch nicht in Angestelltenhand geben. Das müßte ein Vollblut-Ing. sein, der von der Elektrik, über Mechanik bis zur kaufmännischen Seite alles überblickt. Solche Leute findest Du nicht und wenn, dann nicht unter 100 T€ p. a. und in letzter Konsequenz nützt er Dir wenig, denn er kann niemals die Verantwortung übernehmen, die Dein Mann mit seiner ganzen Existenz notfalls in die Waagschale wirft.

Es ist natürlich eine Frage der persönlichen Prioritäten, der Wünsche und Ziele. Aus der eigenen Erfahrung kann ich berichten, daß es nichts Effektiveres als genau die 1,5-Man-Show gibt, eben diese Kombination mit unbedingtem Vertrauen zwischen Lebenspartnern. Dabei ist die Überlast vorprogrammiert. Dafür würde ich mir einen E-Installationsbetrieb suchen. Wenn es um Industrie- und Sondermaschinen geht, kann das gewiß nicht jeder Installateur, der sonst am Bau Strippen zieht. Es gibt aber überall kleinere Schaltschrank- und Anlagenbauer. Suche die Zusammenarbeit mit so einem Betrieb. Nach kurzer Zeit weiß man dort mit den in Eurem Büro projektierten Dingen umzugehen und dann ist es Sache des externen Betriebes, für ausreichende Personalkapazität zu sorgen. Wenn wenig zu tun ist, ist das nicht Dein Problem und wenn viel anliegt, muß sich der Externe eben drehen. Ganz ohne eigene Praxis gehts nicht, Dein Mann wird Inbetriebnahmen vor Ort selbst machen müssen. Mußte er aber auch mit Leiharbeiter und würde er auch mit Festangestellten selbst machen.

Auch wenn es sich hart anhört (wer es in den falschen Hals bekommen möchte, hat selbst Schuld), habe ich in vielen Jahren gelernt, daß es der Effektivität und letztlich auch dem eigenen Einkommen abträglich ist, wenn man sich mit Angestellten umgibt, die versorgt werden wollen. Es läuft runder, wenn man die Dinge von Selbständigen erledigen läßt. Die bekommen Geld nach Erfolg, genau so wie Du und Dein Mann. Angestellte bekommen Geld, weil der Monat zu Ende ist. Wenn Du diejenige bist, die bezahlen soll, weil der Monat zu Ende ist, paßt das nicht in ein kleines, ausschließlich am Erfolg orientiertes Büro.

Der Angestellte führt Dich und Deinen Mann auch von den hauptsächlichen Dingen weg. Plötzlich müssen Dich Dinge des Arbeitsrechts interessieren. Du wirst Dich mit Urlaubsansprüchen, Überstundenvergütungen, Krankmeldungen, Tarifen, Arbeitszeiten beschäftigen müssen. Du mußt Dich plötzlich für Gefahrenklassen bei der Berufsgenossenschaft interessieren, mußt Dir Betriebsstättenbesichtigungen gefallen lassen, einen Vertrag mit einem Arzt für Arbeitssicherheit abschließen, wirst Dich um vermögenswirksame Leistungen kümmern müssen, um rechtzeitig zu erstellende Lohnabrechnungen, um lauter Kleinigkeiten, die Sand im Getriebe sind.

Die eigene Installationsabteilung mit einem einzigen Angestellten ist ineffizient. Von der kompletten Werkstatt bis zum Fahrzeug mußt Du alles vorhalten und hast dennoch für mindestens 6 Wochen im Jahr keinen Zugriff. Realistischer sind volle 2 Monate, die durch Urlaub und Krankheit ausfallen. Du wirst bemerken: Angestellte sind 10 Tage in einem Jahr krank, Selbständige sind einen Tag in 10 Jahren krank. Ist einfach so.

Ich würde mir die zukünftige Richtung noch einmal überlegen. Entweder kontrolliertes Wachstum, das sich an Markteinschätzungen und an den Finanzierungsmöglichkeiten zu orientieren hat. Oder die dauerhaft stabile Know-How-Zelle aus 1,5 Mann und alles andere als Unterauftrag vom Hals halten. Das ist auch noch ein wesentlicher Aspekt: Das kleine Ing.-Büro kann man schuldenfrei halten, ist damit unabhängig von Banken. In einem wachsenden Betrieb ist nur sehr schwer auf Fremdkapital/Darlehen zu verzichten.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

da ich deine Postings hier im Brett regelmäßig mit Vergnügen lese, hatte ich schon auf eine Antwort von dir gehofft.

Warum willst Du Dich mit Arbeitsrecht abgeben? Weshalb suchst
Du nach Möglichkeiten der befristeten Einstellung?

Will ich nicht wirklich …

Warum möchtest Du unbedingt gelbe Scheine abheften?

Keine Ahnung was das ist - muss aber auch nicht … :wink:

willst Du für anderer Leute Lohnfortzahlung und Rente sorgen
müssen?

OH NO

Kurz: Warum möchtest Du die traumhafte Effizienz des
kleinen Ing.-Büros aufs Spiel setzen?

hmmm …

Mit dem Leiharbeiter hast Du eine nicht ganz billige, aber
eine brauchbare Lösung. Der Mann weiß im Laufe der Zeit, worum
es geht, ist eingearbeitet. Andererseits bist Du wieder
kapazitätsmäßig beschränkt. Ein weiterer Leiharbeiter müßte
auch wieder eingearbeitet werden.

Vielleicht sollten wir bei Bedarf wirklich nur einen zweiten Leiharbeiter nehmen. Geht das unbegrenzt?

Investitionsdruck, mußt für Werkzeuge, Aufenthaltsraum etc
sorgen.

Ist alles Obliegenheit unseres Kunden, da vor Ort montiert wird, auch Schaltschränke. Werkzeug wird gestellt, da Maschinenbaubetrieb im Background. Unser eigenes Equippment ist lächerlich klein und das ist auch gut so.

die Projektierungsarbeit Deines Mannes. Dabei wird das Geld
verdient. Daß er mit Angeboten vollgestopft ist, ist leider
unumgänglich, denn sobald es nicht Standard-08/15-Sachen sind,
kann man derartige Dinge praktisch nicht in Angestelltenhand
geben.

Würden wir nie im Erwägung ziehen, nicht zuletzt wegen der verfahrenstechnischen Entwicklungen die wir, bzw. unser Kunde, am laufen haben.

Aus der eigenen Erfahrung kann ich
berichten, daß es nichts Effektiveres als genau die
1,5-Man-Show gibt,

Bisher ja

Dabei ist die Überlast
vorprogrammiert.

That´s it!

Es gibt aber überall kleinere
Schaltschrank- und Anlagenbauer. Suche die Zusammenarbeit mit
so einem Betrieb.

Gibt es wohl, aber die in Frage kommenden (vor Ort, oder in erreichbarer Nähe) kochen ihr eigenes Süppchen, verkaufen selbsterstellte Programmierungen und drücken mit Fantasiepreisen (und letztlich nicht haltbaren Ausführungen) auf dem Markt.
Ausserdem ist hier tiefe Provinz, jeder kennt jeden und ich kann unmöglich mit jemanden von der Firma XY bei meinem Kunden auftauchen, mit denen man dort aus guten Gründen nicht oder nicht mehr arbeitet.
Dann ist da noch die Sache mit der Vor-Ort-Montage. Jemanden mit erweiterten Kenntnissen, über dessen Lojalität ich mit nicht ohne jeden Zweifel klar sein könnte, würde ich mit gutem Gewissen weder zu unseren Kunden schicken wollen, noch wäre er dort willkommen
Und ohne jemanden was Böses unterstellen zu wollen - es würde zwangsläufig unser Know-How bei der Hintertüre rauslaufen.

Ganz ohne eigene Praxis gehts nicht, Dein Mann
wird Inbetriebnahmen vor Ort selbst machen müssen.

Ohne Frage. Das ist aber nicht tragisch, denn unsere Projekte sind groß, sehr komplex und haben oft lange Laufzeiten. Es kommt also nicht alle naselang vor und ist zudem für uns ein wichtiger Bestandteil des Kundenservice und der Kontaktpflege zum Endkunden - von dem ja auch letztlich unsere Auftragslage abhängt. Ausserdem liebt er diesen Part (meistens …)

Plötzlich müssen Dich Dinge des
Arbeitsrechts interessieren. Du wirst Dich mit
Urlaubsansprüchen, Überstundenvergütungen, Krankmeldungen,

Danke fürs Augen-Öffnen! Alles ein Albtraum …
Es interessiert mich auch von der Materie her nicht im geringsten - und wäre ohne Zusatzausbildung kaum wohl zu bewältigen.

Ich würde mir die zukünftige Richtung noch einmal überlegen.

Mach ich!

Entweder kontrolliertes Wachstum, das sich an
Markteinschätzungen und an den Finanzierungsmöglichkeiten zu
orientieren hat.

Markteinschätzungen über 2 Jahre hinaus sind in diesem Bereich m.E. nach nicht realistisch.

alles andere als Unterauftrag vom Hals halten.

Ja, wir werden erst mal die Erstellung der Stromlaufpläne vergeben. Da wird wohl jemand zu finden sein, der das als freien Auftrag annimmt.
Vielleicht kriege ich dann noch den Einkauf auf die Reihe und aus 1,5 wird 2. Der Rest wie gehabt über Leiharbeiter, zumal es am derzeitigen (fast) gar nichts zu meckern gibt und auch noch ein zweiter Mann gleicher Qualifikation dort zu bekommen wäre.

Ein Sache ist auch noch die mit dem jungen Mann, der nur übergangsweise bei uns arbeiten würde und später studieren möchte.
Wir kennen ihn schon lange, haben auch bereits während seiner Ausbildung hin und wieder was von ihm machen lassen und sind fachlich und menschlich so angetan, dass wir uns diesen Kontakt für „irgendetwas Späteres“ (evtl. Partnerschaft etc.) halten möchten. Und da wir gerade jemand bräuchten und er gerne die Zeit überbrücken möchte …
Mit einer geringfügigen Beschäftigung, die zeitlich befristet kann doch nicht allzuviel passieren, oder
Wo gibts dazu die Infos?

Vielen Dank für deine umfangreiche Stellungname!

LG
Heidi

Hallo Heidi,

Derzeit behelfen wir uns mit einem Leiharbeiter. Das geht
schon 6 Monate so und ich denke nicht, das das eine
Dauerlösung sein sollte.

Ihr 6 Monate lang Arbeit für einen Leiharbeiter!!!

Varianten, die ich bezüglich Personalbedarf klären möchte
wären:
* befristete Beschäftigung eines Facharbeiters auf 3 Monate

wozu, wenn ihr doch schon jemanden 6 Monate beschäftigt?

* befristete Beschäftigung eines Facharbeiters auf
Geringverdienerbasis auf 6 Monate

Wozu, wo ihr doch schon einen 6 Monate voll beschäftigt?

* unbefristete Beschäftigung eines Facharbeiters

  1. Also 3 Monate Probezeit sind fast üblich heutzutage.
    Befristung zunächst auf ein jahr, kannste 2mal verlängern!

  2. Wenn du einen Arbeitslosen einstellst, (und dann noch einen alten erfahrenen) bezahlt das erste Jahr, das Arbeitsamt zur Hälfte!!! (AA fragen),

  3. Wenn der vielleicht noch Krank und behindert ist, dann bezahlt das AA/LVA das erste Jahr u.U. bis zu 80% (incl. aller Lohnnebenkosten. Wenn du für den Neuen einen Arbeitsplatz einrichten mußt, wird dieser durch die Integrationsämter mit bis zu 50% der Kosten gefördert. (Integrationsfachdienste fragen!)
    Billiger kommste an nen Arbeitnehmer zur Zeit nicht ran.

FRAGEN:

Welche Einschränkungen und Möglichkeiten gibt es bezüglich
befristeter Arbeitsverträge

siehe vorher!

* Wie und wie oft ist es möglich, einen befristeten
Arbeitsvertrag zu verlängern

bis zu 2 mal

* Gesetzliche Regelungen bezüglich Kündigungsschutz in
Firmen unter …(?) Beschäftigten …?

ab 5 Beschäftigte!!!

Un wie könnte man

Arbeitszeiten gegebenenfalls verkürzen (Kurzarbeit?). Das wäre
GANZ wichtig, denn Auftragsgarantien gibt es nicht und hin und
wieder wirde evtl. ein gewisser „Leerlauf“ des Facharbeiters
überbrücken sein.

Auf den Seiten des AA gibt es ein PDF zum thema Kurzarbeit.

* Gibt es staatliche Forderungen für die „Schaffung
einer Festanstellung…“? (keine Umschulung!)

Forderungen nicht aber Förderungen siehe oben.

* Einer der Infrage-Kommenden (befristet) würde nach dieser
Zeit ein Studium aufnehmen wollen und fürchtet um seine
Freibeträge.
Was wäre hierbei zu beücksichtigen?

Daß dieser Knilch nicht eingestellt werden sollte, denn: 1. Er kennt alle seine Rechte und 2. ist es ihm wichtiger Zuschüsse abzuschnorren, als Geld zu verdienen! Der feiert direkt nach der Probezeit 6 wochen krank, weil er sich aufs Studium vorbereiten muss!!! VORSICHT!

Allgemein bezüglich Arbeitsstättenrichtlinien u. Ä. :
* der Facharbeiter arbeitet nicht in unseren Räumen, sondern
ausschließlich bei unseren Kunden.
* Gibt’s da ein Problem? Wessen Verantwortungsbereich ist das
dann?

Der des Kunden, denn eure Arbeitsstätte ist euer Büro!

* Wirkt es sich in irgendeiner Weise auf den
Versicherungsschutz aus?

Ja, denn die Haftpflicht und die Berufsgenosenschaften berechnen entweder nach dem Unmsatz oder nach der Lohnsumme!

* Was ist mit der Berufsgenossenschaft (derzeit
nicht Mitglied und das ist auch gut so …)

Wenn du da nicht irrst, denn dort gibt es eine Zwangsmitgliedschaft. Und für jeden Beruf (auch für Ingineure) gibt es einen solchen Laden. Ausnahme sind meines Wissens nur Freiberufler als Einzelkämpfer.

Davon ausgehend, dass sich Umsatzvolumen, Personalsituation
etc. sich deutlich verändert haben / werden:
* Ist es überhaupt sinnvoll, die jetzige Gesellschaftsform
(GBR) beizubehalten?

Ja, es sei denn die Haftungsrisiken für eure Arbeiten gehen in die Millionen.

* Wäre die Gründung einer GmbH nicht die sicherere Seite ?

sicher für was?

* Was gäbe es sonst für Möglichkeiten?

wie wärs mit ner Unternehmensberatung?

Mir ist schon klar, dass ich mit diesem ganzen Fragen auch zu
meinem Steuerberater gehen muss

genau der falsche Ansprechpartner!!!

(und zwar bald), aber ich

möchte auch andere Informationen sammeln und vielleicht sogar
erfahren: wie machen es Andere aus vergleichbaren
Sparten/Situationen.

Rechnen!!!

Übrigens: Wenn der Leiharbeiter eine gute Kraft ist, dann soll der doch kündigen und bei Euch anfangen. Die Kosten für Euch sind die selben und ihr könnt ihm sogar noch ne Gehaltserhöhung geben!!!

gruss
winkel

besser eine lange detaillierte Frage, wo man erfährt was der Hintergrund ist.

Hallo Winkel,

besser eine lange detaillierte Frage, wo man erfährt was der
Hintergrund ist.

Ich dachte schon, dass in meinem Posting Fragen stehen. Zum Beispiel die: wie ich reagiere wirtschaftlich sinnvoll auf einen Zuwachs, mit dem ich nicht gerechnet habe.

erfahren: wie machen es Andere aus vergleichbaren
Sparten/Situationen.

Rechnen!!!

Weisst du, mit rechnen allein kommt man darauf, dass Angestellte auf Dauer günstiger sind als Leiharbeiter.
Das alleine erscheint mir jedoch arg simpel.

Ausnahme sind meines Wissens nur
Freiberufler als Einzelkämpfer.

Wir sind als Freiberufler in unserer jetztigen Situation (mit Leiharbeiter) defintiv nicht verpflichtet, einer Berufsgenossenschaft anzugehören. Meine Fragestellung war dahingehend gemeint, ob es sich für uns ändern könnte, wenn wir Angestellte hätten. Dass die Angestellte einer Berufsgenossenschaft angehören ist klar.

abzuschnorren, als Geld zu verdienen! Der feiert direkt nach
der Probezeit 6 wochen krank, weil er sich aufs Studium
vorbereiten muss!!! VORSICHT!

Wenn das Satrie gewesen sein soll, kam sie hier nicht an. Ansonsten find ichs menschlich daneben, sowas abzulassen ohne den Betreffenden überhaupt zu kennen.
Die Frage ging um die Freibeträge, übersehen?

Mir ist schon klar, dass ich mit diesem ganzen Fragen auch zu
meinem Steuerberater gehen muss

genau der falsche Ansprechpartner!!!

Und was bringt dich zu dieser Erkenntnis, auf deren Ausführung du so großzügig verzichtest?

wie wärs mit ner Unternehmensberatung?

Toll. Zum Steuerberater, den ich kenne und der meine Daten kennt, zu gehen wäre von Übel. Einen externen Berater aus Irgendwo hinzuzuziehen ware richtig?
Ich glaube nicht, dass ich verstehe was du mir sagen möchtest.

befristete Beschäftigung eines Facharbeiters auf 3 Monate …

wozu, wenn ihr doch schon jemanden 6 Monate beschäftigt?

Weil nach den 6 Monaten immer wieder neue Monate - mit neuen Bedingungen - kommen.
Weil es keine Garantie für „Daueraufträge“ gibt.
Weil ich eine 100%ige Beschäftigungsgarantie über 1,5 Jahre hinaus mit gutem Gewissen gar nicht geben kann.
Weil ich abschätzen möchte, ob ich es mir leisten kann, Zeiten ohne Arbeit im Sinne einer Lohnfortzahlung finanziell zu überstehen.
Weil ich verschiedene Modelle vergleichen möchte, um eine passende Lösung zu finden.
Weil ich es für überdenkenswert halte, wie ich wen in Zukunft weiterbeschäftige.
Ich weiss nicht, was dich daran zu stören scheint. Aufträge waren da und mussten bearbeitet werden. Diese Lösung war naheliegend. Deshalb muss sie doch nicht die einzige sein.

Billiger kommste an nen Arbeitnehmer zur Zeit nicht ran.

Ich will nicht billig an einen Arbeitnehmer „rankommen“, sondern meine Rechte und Pflichten als Arbeitgeber kennen.
Und in diesem Zusammenhang:

Übrigens: Wenn der Leiharbeiter eine gute Kraft ist, dann soll
der doch kündigen und bei Euch anfangen.

Eine Möglichkeit, sicher. Nur würde ich das in diesem Fall nie anstreben. Der Mann ist nicht mehr der jüngste und hat Angehörige zu versorgen. Wenn bei uns was schief läuft bekommt er keine Arbeit mehr. Vielleicht habe ich versäumt zu schreiben, dass er nicht etwa aus einer Zeitarbeits-Vermittlung kommt, sondern aus einem E.-Installationsbetrieb. Den Schutz, den er jetzt hat kann ich ihm nicht bieten, also lass ich es.
Das bedeutet für mich auch Pflichten wahrnehmen, selbst wenn sie in keinem Gesetzestext stehen.

LG
Heidi

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Hallo Heidi,

besser eine lange detaillierte Frage, wo man erfährt was der
Hintergrund ist.

Ich dachte schon, dass in meinem Posting Fragen stehen. Zum
Beispiel die: wie ich reagiere wirtschaftlich sinnvoll auf
einen Zuwachs, mit dem ich nicht gerechnet habe.

Ich wollte eigentlich nur sagen, daß du dich nicht für das lange Posting entschuldigen brauchst! auf welchem falschen Fuß ich dich erwischt habe weiß ich nicht. entschuldige bitte, wenn ich deine vielen Fragen als „eine Frage“ verkürzt habe.

erfahren: wie machen es Andere aus vergleichbaren
Sparten/Situationen.

Rechnen!!!

Weisst du, mit rechnen allein kommt man darauf, dass
Angestellte auf Dauer günstiger sind als Leiharbeiter.
Das alleine erscheint mir jedoch arg simpel.

Siehste, das wollte ich sagen: Rechnen ist die simople Antwort die zu einem konkreten Ergebnis führt:

1 Leiharbeiter 6 monate innerhalb eines Jahres: heißt 50% auslastung
Ziel ist hundert% Auslastung
Also muss doppelt soviel Arbeit her
Wenn doppelt soviel Arbeit, dann wieviel % mehr Kosten (neben dem Volzeitarbeitnehmer), dann wieviel % mehr Zeitaufwand, dann wieviel Notwendigkeit für weitere Ingineur-Arbeitsplätze, dann wieviel neue Struktur bei wieviel % Umsatz-/Arbeitszuwachs, dann wieviel marketing/Werbung notwendig, dann volumen vergleichen mit Nutzen: dann entscheiden.

So machen es andere: Rechnen.

Ausnahme sind meines Wissens nur
Freiberufler als Einzelkämpfer.

Wir sind als Freiberufler in unserer jetztigen Situation (mit
Leiharbeiter) defintiv nicht verpflichtet, einer
Berufsgenossenschaft anzugehören. Meine Fragestellung war
dahingehend gemeint, ob es sich für uns ändern könnte, wenn
wir Angestellte hätten. Dass die Angestellte einer
Berufsgenossenschaft angehören ist klar.

Richtig, ich konnte nicht erkennen, daß ihr rein freiberuflich arbeitet.

abzuschnorren, als Geld zu verdienen! Der feiert direkt nach
der Probezeit 6 wochen krank, weil er sich aufs Studium
vorbereiten muss!!! VORSICHT!

Wenn das Satrie gewesen sein soll, kam sie hier nicht an.
Ansonsten find ichs menschlich daneben, sowas abzulassen ohne
den Betreffenden überhaupt zu kennen.
Die Frage ging um die Freibeträge, übersehen?

Nun, Satire war es nicht, sondern jahrelange Erfahrung mit Personal, daß bei den Einstellungsgesprächen vorrechnet, was es für Nachteile hat, wenn es arbeitet.

Mir ist schon klar, dass ich mit diesem ganzen Fragen auch zu
meinem Steuerberater gehen muss

genau der falsche Ansprechpartner!!!

Und was bringt dich zu dieser Erkenntnis, auf deren Ausführung
du so großzügig verzichtest?

Etwas weiter unten unten kannste in der Diskussion lesen, daß ein Steuerberater lediglich die vorhandenen Zahlen sortieren und bewerten kann.

Er hat keine Ausbildung darüber wie man eine Firma organisiert, einen Umsatz-/Personalausbau plant, Risiken und Erträge miteinander vergleicht, Perspektiv-Planungen zeitlich gestaltet, kontrolliert und u.U. die Planung abbricht und kostenneuttral rückgängig macht.

wie wärs mit ner Unternehmensberatung?

Toll. Zum Steuerberater, den ich kenne und der meine Daten
kennt, zu gehen wäre von Übel. Einen externen Berater aus
Irgendwo hinzuzuziehen ware richtig?
Ich glaube nicht, dass ich verstehe was du mir sagen möchtest.

Ein Unternehmensberater kann mit deiner Bilanz/BWA innerhalb weniger Minuten deinen Status erkennen, wenn dein Steuerberater, die zahlen korrekt und aussagekräftig aufbereitet hat. Aber auch wenn er das nicht getan haben sollte, kann der UB an den Eckdaten deine Planungen überprüfen und ableiten und dir die richtige Empfehlung für den Weg zum, „größeren Betrieb“ (Personal und/oder umsatzmäßig)

befristete Beschäftigung eines Facharbeiters auf 3 Monate …

wozu, wenn ihr doch schon jemanden 6 Monate beschäftigt?

Weil nach den 6 Monaten immer wieder neue Monate - mit neuen
Bedingungen - kommen.

Dann ist der Leiharbeiter die beste Lösung, aber eine teure!

Weil es keine Garantie für „Daueraufträge“ gibt.
Weil ich eine 100%ige Beschäftigungsgarantie über 1,5 Jahre
hinaus mit gutem Gewissen gar nicht geben kann.

Wie wärs denn, wenn ihr in die Planung einbezieht, solche „Garantien“ zu schaffen.

Weil ich abschätzen möchte, ob ich es mir leisten kann, Zeiten
ohne Arbeit im Sinne einer Lohnfortzahlung finanziell zu
überstehen.

Ändere doch mal die Betrachtungsrichtung: Anstatt zu planen, was ihr in Zeiten ohne Arbeit macht, plane doch, was ihr macht, damit es keine Zeiten ohne Arbeit gibt.
(Aus betrieblichen Gründen - keine Aufträge: kann man immer kündigen)

Ich weiss nicht, was dich daran zu stören scheint. Aufträge
waren da und mussten bearbeitet werden. Diese Lösung war
naheliegend. Deshalb muss sie doch nicht die einzige sein.

Das habe ich auch nie gesagt und gestört hat mich auch nichts.
Meine Ideen waren ja auch keine Garantielösung, sondern nur zu bedenken.

Billiger kommste an nen Arbeitnehmer zur Zeit nicht ran.

Ich will nicht billig an einen Arbeitnehmer „rankommen“,
sondern meine Rechte und Pflichten als Arbeitgeber kennen.

Eine betriebswirtschaftlich riskante Antwort. Was ist daran verwerflich einen geförderten Arbeitnehmer einzustellen, um die Ersparnis in die Sicherstellung seiner Langzeitanstellung zu investieren.

Und in diesem Zusammenhang:

Übrigens: Wenn der Leiharbeiter eine gute Kraft ist, dann soll
der doch kündigen und bei Euch anfangen.

Eine Möglichkeit, sicher. Nur würde ich das in diesem Fall nie
anstreben. Der Mann ist nicht mehr der jüngste und hat
Angehörige zu versorgen. Wenn bei uns was schief läuft bekommt
er keine Arbeit mehr. Vielleicht habe ich versäumt zu
schreiben, dass er nicht etwa aus einer
Zeitarbeits-Vermittlung kommt, sondern aus einem
E.-Installationsbetrieb. Den Schutz, den er jetzt hat kann ich
ihm nicht bieten, also lass ich es.

Da gäb es ja noch die Möglichkeit, mit dem E-Betrieb zu verhandeln, daß die eure Lösungen als Lohnunternhemen/Sub-Unternehmen installieren. Dann könnt ihr der Firma Arbeit geben wenn ihr sie habt, und ansonsten hab ihr keine Verpflichtungen.

Das bedeutet für mich auch Pflichten wahrnehmen, selbst wenn
sie in keinem Gesetzestext stehen.

Da ist moralisch löblich. Jedoch sollte man unternehmerisch zuerst an seine eigene Brieftasche denken. Denn wenn man nachher aus Freundlichkeit pleite ist, wird man sehen, daß die, zu denen man nett war, sich einen Dreck um den ehemaligen AG kümmern.

gruss
winkel