Hallo Ihr Lieben,
ist hier jemand ein professioneller Uebersetzer? Ich wuerde gerne wissen mit wieviel man ungefaehr fuer eine gute Uebersetzung Englisch-Deutsch mit ca. 250 Woertern rechnen muss?
Gruss
Matti
Hallo Ihr Lieben,
ist hier jemand ein professioneller Uebersetzer? Ich wuerde gerne wissen mit wieviel man ungefaehr fuer eine gute Uebersetzung Englisch-Deutsch mit ca. 250 Woertern rechnen muss?
Gruss
Matti
Hallo Mattilda,
ist hier jemand ein professioneller Uebersetzer? Ich wuerde
gerne wissen mit wieviel man ungefaehr fuer eine gute
Uebersetzung Englisch-Deutsch mit ca. 250 Woertern rechnen
muss?
was soll übersetzt werde?
Prose
Lyrik
Verträge
Fachtexte
Patente
Gesetzestexte
…
Das macht einen erheblichen Unterschied
Gandalf
Guten Abend,
nein, ich bin kein Übersetzer, weiß aber so ungefähr wie es läuft weil ich früher Kontakt zu einigen Übersetzern hatte.
Das nur als grobe „Denkrichtung“. Wir brauchten vor vielen Jahren für einen Verwaltungsakt eine Übersetzung durch einen staatlich geprüften und vereidigten Übersetzer, die meist für Gerichte arbeiten. Den haben wir durch vieles Fragen gefunden, und er hat uns die Arbeit recht günstig gemacht.
Du siehst, dass die Kosten von sehr vielen Faktoren abhängen. Hier noch ein Text für die aktuelle Vergütung bei Gerichten:
…
„§ 11 Honorar für Übersetzungen
(1) Das Honorar für eine Übersetzung beträgt 1,25 Euro für jeweils angefangene 55 Anschläge des schriftlichen Textes. Ist die Übersetzung, insbesondere wegen der Verwendung von Fachausdrücken oder wegen schwerer Lesbarkeit des Textes, erheblich erschwert, erhöht sich das Honorar auf 1,85 Euro, bei außergewöhnlich schwierigen Texten auf 4 Euro. Maßgebend für die Anzahl der Anschläge ist der Text in der Zielsprache (…)“
http://www.bdue-bayern.de/fr/Pour_les_clients/JVEG/j…
Und hier kannst Du selbst noch ein wenig wühlen
http://www.google.de/search?as_q=Honorar+%C3%9Cberse…
Tschüs
Pit
Hi!
verdient nicht verdiehnt…
Wie gut kannst du Dich verkaufen? Hast du gute Kontakte?
Wie gut bist Du? Kennt man Dich?
Gruß
Siân 
Servus Matti,
an diesem PC arbeitet eine Übersetzerin, wenn ich ihn nicht grade mit meinen exzessiven wer-weiss-was-Sitzungen in Beschlag nehme.
Die Staatsprüfung ist kein zwingendes Kriterium; für sinnvoll halte ich das Kriterium „Mitgliedschaft im BDÜ“ bzw. ADÜ Nord. Beide nehmen nicht jeden, alldieweil sie versuchen, den überschwemmten und durch nichts regulierten Markt vor dem Abschmieren zu bewahren.
Mit elf bis fünfzehn Cent pro Wort kannst Du rechnen, je nach Inhalt, Niveau, Schwierigkeitsgrad. Das Paar Englisch-Deutsch kann drunter liegen, weil es sehr häufig ist. Was deutlich drunter liegt, ist tendenziell Ramsch. Deutlich drüber liegen Werbetexte, bei denen man oft an einem einzelnen Wort sehr lang feilt.
Jeder ordentliche Übersetzer kann Dir innerhalb kürzester Zeit einen Kostenvoranschlag machen.
Schöne Grüße
MM
Hallo,
also hier möchte ich doch einiges korrigieren.
- das Honorar richtet sich nicht nach der Anzahl der Wörter,
sondern nach der Zahl der Anschläge in der Zielsprache
So etwas habe ich ja noch nie gehört. Nach der Zahl der Anschläge??? Und dann auch noch in der Zielsprache? Vielleicht rechnet jemand so ab, aber wesentlich geläufiger ist die Abrechnung nach der Zahl der Wörter oder Normzeilen in der Ausgangssprache. Bei literarischen Texten wird auch gerne nach Normseiten abgerechnet.
- je seltener die Übersetzer für eine Sprache sind, um so
teurer wird die Übersetzung
Stimmt.
- frei- oder nebenberufliche Übersetzer sind billiger als
Übersetzungsbüros; bei denen kannst Du allerdings eher sicher
sein, eine gute Übersetzung zu bekommen.
Das sehe ich anders. Bei der Arbeit für ein Übersetzungsbüro verdient ein Übersetzer weniger als wenn er/sie gleich freiberuflich arbeitet. (Übersetzungsbüros arbeiten auch mit freiberuflichen Übersetzern zusammen.) Warum arbeitet jemand also für ein Übersetzungsbüro, und nicht direkt für den Kunden? Vielleicht, weil derjenige Schwierigkeiten hat, Direktkunden zu bekommen. Und warum hat derjenige Schwierigkeiten …?
Ich habe jedenfalls einige dieser durch ein Übersetzungsbüro angefertigten Übersetzungen zu Gesicht bekommen. Manchmal waren sie gut bis sehr gut. Aber manchmal … bei einem Übersetzungsbüro weiß man nie, welche Qualität man bekommt, da man nicht weiß, welchem Übersetzer sie diesen Auftrag geben.
Eine Stilblüte möchte ich kurz zum Besten geben:
„Nothing is easier than to take a bag of cereal out of the box to find the pri z e at the bottom.“
Übersetzt mit:
„Nichts ist leichter, als einen Sack Getreide aus der Kiste zu nehmen, um den Preis am Boden zu finden.“
Gemeint war aber, dass man einen Beutel Cornflakes aus der Schachtel nimmt, und das Spielzeug unter der Tüte findet. Soviel zur überragenden Qualität …
Schöne Grüße
Petra
Hallo Gandalf,
Prose
Lyrik
Verträge
Fachtexte
Patente
Gesetzestexte
…Das macht einen erheblichen Unterschied
Bin nicht einverstanden und in meinen augen, zum teil, widerspricht sich das, was Du sagst. Denn ist ein Gesetzestext nicht Prose??? Oder ein Patenttext nicht Fachtext??? (Um nur zwei Beispiele zu nennen)
Aber einen Fachtext (sei es aus dem Bereich „legal“ oder meinetwegen Biologie oder gar Geschichte) hat idR keine so verschiedene Unterscheidungen. Will heissen: Man kann einen guten Uebersetzer fuer Fachtexte aus dem Bereich „Jura“, die genauso viel kostet wie einen Uebersetzer, der allgemeine Texte uebersetzt. Die Qualitaet erfaehrt man eh erst hinterher. Davor kann man nichts sagen, denn es gibt viele Faktoren, die die Qualitaet einer Uebersetzung beeinfluessen.
Liebe Gruesse aus einer Stadt bzw. ein Land, wo vermutlich die meisten Forum-Mitleser eh einen Dolmetscher braeuchten,
Helena ;o)))
(Heute mal aus Budapest) ;o))
Gandalf
Hi Gargas,
- das Honorar richtet sich nicht nach der Anzahl der Wörter,
sondern nach der Zahl der Anschläge in der Zielsprache
Ich kenne es auch nach Woerter. Und nach Anschlaege ist es mir ebenfalls bekannt, aber beide in der Quellsprache.
- Texte in Alltagssprache sind billiger als Fachtexte; und je
spezieller das Fach, um so teurer wird die Übersetzung
Nicht immer…
- frei- oder nebenberufliche Übersetzer sind billiger als
Übersetzungsbüros; bei denen kannst Du allerdings eher sicher
sein, eine gute Übersetzung zu bekommen. Bei den freien
solltest Du darauf achten, dass sie staatlich geprüft sind.
DAs in meinen Augen widerspricht sich: Weshalb soll eine Uebersetzung eine andere Qualitaet haben, je nachdem wem der Kunde zahlt? Will heissen: Es gibt viele freiberufler die AUCH fuer Agenturen arbeiten. Betonung liegt auf AUCH. Warum soll ein Unterschied geben? (Abgesehen von persoenlichen Faktoren)???
Das nur als grobe „Denkrichtung“. Wir brauchten vor vielen
Jahren für einen Verwaltungsakt eine Übersetzung durch einen
staatlich geprüften und vereidigten Übersetzer, die meist für
Gerichte arbeiten.
Ein beeidigter Uebersetzer wird grundsaetzlich von einem Gericht beeidigt. D.h. idR arbeiten sie alle fuer Gerichte. Natuerlich muessen sie nciht nur das machen und koennen auch Texte uebersetzen und nicht beeidigen, wenn der Kunde das nicht braucht.
Du siehst, dass die Kosten von sehr vielen Faktoren abhängen.
Das stimmt allerdings.
Hier noch ein Text für die aktuelle Vergütung bei Gerichten:
Wenn jemand aber den Liebesbrief seiner auslaendische Angebetete vestanden braucht, muß das ganz sicher nicht beeidigt sein und schon gar nicht vor Gericht uebersetzt werden…
Darueber hinaus, freiberufler duerfen die Preise selbst bestimmen und das zum Aeger von den allen anderen…
Und hier kannst Du selbst noch ein wenig wühlen
Hier auch:
http://www.proz.com
Schoene Gruesse,
Helena (die vor vielen Jahren Uebersetzer studiert hat) ;o))
Hallo,
also hier möchte ich doch einiges korrigieren.
Hihi. Ich auch ;o)))
- das Honorar richtet sich nicht nach der Anzahl der Wörter,
sondern nach der Zahl der Anschläge in der ZielspracheSo etwas habe ich ja noch nie gehört. Nach der Zahl der
Anschläge???
Ganz genau und das ist gar nicht so selten. Zumal es ist auch gerechter.
Und dann auch noch in der Zielsprache?
…nein. eher in die Ausgangsprache, damit man dem Kunde gleich einen Vorschlag unterbreiten kann.
Vielleicht rechnet jemand so ab, aber wesentlich geläufiger
ist die Abrechnung nach der Zahl der Wörter oder Normzeilen in
der Ausgangssprache.
Und darf ich fragen wie du auf eine „Normzeile“ kommst??? Ich will sagen: Es kann doch nicht sein, daß einen Vers pro Zeile genauso kostet wie einen Fachtext ueber die „Techniken zur Bestimmung von Anzahl der Zellen nach einer Chemotherapie zur Behandlung von…“ oder gar den Briefverkehr zwischen einen Markisenhaendler und einen Kunden. (Um nur drei erfundenen Themen zu erwaehnen).
Bei literarischen Texten wird auch gerne
nach Normseiten abgerechnet.
SEITEN??? Sorry Petra aber das habe ich noch nie gehoert. Allein deshlab weil: wie definiert man eine Seite??? Was ist wenn ich zB mit Schriftgroesse 38 arbeite oder der Text nur aus Grafiken besteht??
- frei- oder nebenberufliche Übersetzer sind billiger als
Übersetzungsbüros; bei denen kannst Du allerdings eher sicher
sein, eine gute Übersetzung zu bekommen.Das sehe ich anders.
Das sehe ich auch anders…
Bei der Arbeit für ein Übersetzungsbüro
verdient ein Übersetzer weniger als wenn er/sie gleich
freiberuflich arbeitet.
Nicht unbedingt.
(Übersetzungsbüros arbeiten auch mit
freiberuflichen Übersetzern zusammen.)
Ja, klar.
Ich habe jedenfalls einige dieser durch ein Übersetzungsbüro
angefertigten Übersetzungen zu Gesicht bekommen. Manchmal
waren sie gut bis sehr gut. Aber manchmal … bei einem
Übersetzungsbüro weiß man nie, welche Qualität man bekommt, da
man nicht weiß, welchem Übersetzer sie diesen Auftrag geben.
…Bei einem freiberufler auch nicht.
Oder andes gesagt: Warum soll ein freiberufler schlechter oder besser arbeiten, wenn es fuer einen direkten Kunden oder einen Buero ist??
Eine Stilblüte möchte ich kurz zum Besten geben:
„Nothing is easier than to take a bag of cereal out of the box
to find the pri z e at the bottom.“Übersetzt mit:
„Nichts ist leichter, als einen Sack Getreide aus der Kiste zu
nehmen, um den Preis am Boden zu finden.“Gemeint war aber, dass man einen Beutel Cornflakes aus der
Schachtel nimmt, und das Spielzeug unter der Tüte findet.
Soviel zur überragenden Qualität …
Dann sage mir, warum sollte der Uebersetzer wissen, daß „die Belohnung“ ein spielzeug war und nichetwas anders…???
Schöne Grüße
Helena
Hi,
das Schreiben der Rechnung dürfte länger dauern als die Übersetzung. 250 Wörter sind nicht viel mehr als deine Frage und meine Antwort. Sofern das kein Fachchinesisch ist, müßtest du oder jemand aus deinem Bekanntenkreis das doch in wenigen Minuten selber übersetzen können?
Gruß
Nils
Hallo,
Und darf ich fragen wie du auf eine „Normzeile“ kommst???
Das ist in vielen englischen Übersetzungen gang und gäbe.
Ich
will sagen: Es kann doch nicht sein, daß einen Vers pro Zeile
genauso kostet wie einen Fachtext ueber die „Techniken zur
Bestimmung von Anzahl der Zellen nach einer Chemotherapie zur
Behandlung von…“ oder gar den Briefverkehr zwischen einen
Markisenhaendler und einen Kunden. (Um nur drei erfundenen
Themen zu erwaehnen).
Darüber wird man sich einigen müssen. Dennoch gibt es durchaus die Möglichkeit pro Zeile oder auch pro Seite (ja, tatsächlich) abzurechnen. Seiten werden definiert mit z.B. 60 Anschläge à 30 Zeilen (das wäre mit 1 1/2 Zeilen Abstand). Übrigens kein Problem mit einem Textverarbeitungsprogramm jeden beliebigen Text auf diese Art umzurechnen.
Was ist wenn ich zB mit Schriftgroesse 38 arbeite oder der
Text nur aus Grafiken besteht??
Dann spricht man darüber vorher mit dem Kunden.
Dann sage mir, warum sollte der Uebersetzer wissen, daß „die
Belohnung“ ein spielzeug war und nichetwas anders…???
Ich glaube, du kannst diese Frage nur stellen, weil Englisch nicht eine deiner Hauptsprachen ist.
Cereals ist schon mal klar, dass es sich um „Frühstückscerealien“ handelt. Die kommen in Schachteln. Also Getreide in Säcken ist total daneben, und jeder, der halbwegs Englisch versteht, weiß das.
Und normalerweise ist der „prize“ in einer solchen Box eben ein Spielzeug, man könnte zwar auch „Werbegeschenk“ dazu sagen, aber ich hatte noch etwas in den Cornflakes, das kein Spielzeug war. Auf jedenfall kein „Preis“ (das wäre „price“, weshalb Petra ja auch das z extra hervorgehoben hat).
Gruß
Elke
Servus,
hmmm; die Idee, einen nicht zu umfangreichen Text könne man mal eben runterschreiben, ist ziemlich verbreitet. Wie man einen Text mit nicht sehr vielen Wörtern so bodenschlecht übersetzen kann, dass man damit einen kompletten Werbeauftritt versaubeutelt, kann man z.B. hier sehen:
http://de.franceguide.com/reisethemen/natur/partenai…
(Bin in anderem Zusammenhang grade drüber gestolpert und war ziemlich entsetzt, dass diese eigentlich seriöse und professionelle Organisation auf Deutsch so brutal daneben auftritt.)
Da wäre es sicher nicht verkehrt gewesen, einen Übersetzer zu bemühen, der seriös genug ist, dass er ausschließlich hin zur eigenen Muttersprache arbeitet. Ob der Text überhaupt von einem Übersetzer stammt, ist ungewiß; ich glaube eher, dass die Assistentin des Werbechefs eine Freundin im Elsaß hat, die das mal eben runtergeschrieben hat.
Schöne Grüße
MM
Hallo Nils,
die 250 Woerter sind auch nur ein Richtwert… es geht um 38 texte mit 250 woertern… und ich wollte wissen wieviel ich dafuer verlangen kann und nicht uber Sinn und Unsinn diskutieren.
Gruss Matti