Was verdient ein katholischer Pfarrer ?

Hallo.

Mich würde mal interessieren, was ein katholischer Pfarrer (vielleicht auch gleich noch Bischof, Erzbischof und Kardinal) so verdient. Solche Fragen darf man ja nicht öffentlich stellen… Der Beruf ist zwar Berufung, aber davon allein kann man ja auch nicht leben. Für Antworten mit evtl. Quellenangabe wäre ich dankbar.

ein evangelischer/katholischer pfarrer:
lt. http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/E/B8911104einko… und http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/K/B8911103einko… verdient er oder sie Der Grundgehaltssatz in der Stufe 3 der Besoldungsgruppe A 14 beträgt € 2.809

mit zuschlägen etwas mehr (noch in DM) lt. http://bfgb.de/schwarzbuch/pfarrerverdienst.htm

tabelle aus 2002 nach dienstjahren abgestuft:
http://www.bistum-goerlitz.online.de/archiv/amtsblat…

Hallo !

Wenn Du jetzt erfährst, was so ein Priester verdient, denk auch mal drüber nach, unter welchen Bedingungen.
Ich bin nicht katholisch, weiß aber, dass hier in der Gegend sich oft mehrere Priester eine Stelle teilen. Auch finanziell, damit jeder was zu beißen hat.
Und, dass hier in der Gegend oftmals ein Priester mehrere Planstellen mit seiner Person ausfüllt. Also an Predigttagen, wie Schumi von einer Kirche zur anderen rast und dort seinen Job macht.
Dass sie vor lauter Beerdigungen in den verschiedenen Pfarrstellen bald nicht mehr wissen, wen sie da beerdigen. Der Urlaubsvertreter des hiesigen Pfarrers kommt für ein paar Wochen aus Indien. Ein Inder.

Das Geld ist ganz bestimmt nicht zuviel!!!
Gruß max

Was jetzt?

Ich bin nicht katholisch, weiß aber, dass hier in der Gegend
sich oft mehrere Priester eine Stelle teilen. Auch finanziell,
damit jeder was zu beißen hat.
Und, dass hier in der Gegend oftmals ein Priester mehrere
Planstellen mit seiner Person ausfüllt. Also an Predigttagen,
wie Schumi von einer Kirche zur anderen rast und dort seinen
Job macht.
Dass sie vor lauter Beerdigungen in den verschiedenen
Pfarrstellen bald nicht mehr wissen, wen sie da beerdigen.
Der Urlaubsvertreter des hiesigen Pfarrers kommt für ein paar
Wochen aus Indien. Ein Inder.

Teilen sich jetzt mehrere ein Amt oder macht einer mehrere Ämter? Ich entdecke einen gewissen Widerspruch.

Grüße Dusan

mehrere Priester eine Stelle teilen.

Und, dass hier in der Gegend oftmals ein Priester mehrere
Planstellen mit seiner Person ausfüllt.

Seh da auch einen gewissen Widerspruch. Ich würde sagen, letzteres trifft zu. Die katholische Kirche hat ZU WENIG Pfarrer, weil das niemand mehr studieren will (Zölibat etc.). Dass es einen Run auf die Jobs gibt bzw. dass sich mehrere Priester eine Stelle teilen hört sich für mich etwas lächerlich an…

letzteres trifft zu. Die katholische Kirche hat ZU WENIG
Pfarrer, weil das niemand mehr studieren will (Zölibat etc.).
Dass es einen Run auf die Jobs gibt bzw. dass sich mehrere
Priester eine Stelle teilen hört sich für mich etwas
lächerlich an…

Für Dich vielleicht! Für den Nachwuchspriester ist das die einzige Möglichkeit, in die Praxis zu kommen.

Teilen sich jetzt mehrere ein Amt oder macht einer mehrere
Ämter? Ich entdecke einen gewissen Widerspruch.

Grüße Dusan

Beides. Es gibt die sogenannte Diaspora, wo es an Priestern mangelt. Dann gibt es rein katholische Gegenden, wie Bayern (Teile), wo es zuviele gibt.

Gruß max

Hört sich aber nicht an, als ob du Insider wärst…
Wenns woanders wohl keine Pfarrer gibt, ist es natürlich einfacher, Leute aus Indien zu holen als aus Bayern. Glaubst du das wirklich ?! Kann ja nicht dein ernst sein. Denke nicht, dass man sich das aussuchen kann, wo man später als Pfarrer eingesetzt wird (zumindest beschränkt). Wenns also nen Mangel gibt, dann wird der ausgefüllt. Und das ist mir echt neu, dass es (sogar im tiefkatholischen Bayern) ZU VIELE Pfarrer gibt.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wenns woanders wohl keine Pfarrer gibt, ist es natürlich
einfacher, Leute aus Indien zu holen als aus Bayern. Glaubst
du das wirklich ?! Kann ja nicht dein ernst sein. Denke nicht,
dass man sich das aussuchen kann, wo man später als Pfarrer
eingesetzt wird (zumindest beschränkt). Wenns also nen Mangel
gibt, dann wird der ausgefüllt. Und das ist mir echt neu, dass
es (sogar im tiefkatholischen Bayern) ZU VIELE Pfarrer gibt.

Als Nichtkatholik bin ich natürlich kein Insider. Habe ich auch nie behauptet. Nur - dass der indische Pfarrer jetzt im Ort für ein paar Wochen Dienst macht, steht/stand hier groß in der Zeitung.

Es teilen sich nicht mehrere Priester eine Stelle, sondern mehrere Pfarreien sind zusammengelegt worden. D.h. zuvor hatten beispielsweise vier Pfarreien vier Priester; jetzt haben sie nur noch einen. Dafür aber manchmal Diakone oder Pastoralreferenten.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Es gibt in Deutschland nirgendwo zuviele Priester. Deshalb werden Priester aus Drittweltländern auf Dauer nach Deutschland geholt (insbes. aus Afrika und Indien).

Kaum irgendwo gibt es eine so latente Kirchenverfolgung wie in Deutschland, teilweise auch in der EU. Weltweit ist das Christentum in der Zunahme begriffen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Kaum irgendwo gibt es eine so latente Kirchenverfolgung
wie in Deutschland, teilweise auch in der EU.

Was genau meinst Du damit?

Weltweit ist das Christentum in der Zunahme begriffen.

Ahja?

"Im Kampf um die Seelen hat sich das Christentum in den vergangenen Jahrhunderten nur durchschnittlich erfolgreich erwiesen. Seit 1900 stagniert sein Anteil an der Weltbevölkerung bei ziemlich genau einem Drittel.

Quelle: http://www.jesus.ch/www/index.php/D/article/55/6557/

Gruß,

Malte.

Hallo Malte!

Ich fürchte du hast bei deiner Rechere etwas nicht berücksichtigt: Katholiken sind nur ein Teil der Christen. Soweit ich weiss, gibts gerade in China eine ständig wachsende Christenbewegung.

Die Katholiken werden wohl(hoffentlich) früher oder später aussterben.

Grüße Dusan

Hallo dusan!

Ich fürchte du hast bei deiner Rechere etwas nicht
berücksichtigt: Katholiken sind nur ein Teil der Christen.
Soweit ich weiss, gibts gerade in China eine ständig wachsende
Christenbewegung.

Ich fürchte, Du hast nur die Überschrift des Absatzes gelesen: Mein Zitat bezieht sich wohl auf die gesamte Christenschaft. Das Katholikentum wird später im Absatz behandelt, das hab ich extra rausgelassen.

Aber um da Klarheit zu schaffen: Hast Du zufällig grobe Zahlen zur Entwicklung der Anhängerschaft des Christentums parat? Ich hab auf die Schnelle keine gefunden, nur diese Aussage.

Die Katholiken werden wohl(hoffentlich) früher oder später
aussterben.

Da sind wir uns wohl einig :smile:

Gruß,

Malte.

Hi,

Kaum irgendwo gibt es eine so latente Kirchenverfolgung
wie in Deutschland, teilweise auch in der EU.

Was genau meinst Du damit?

Ich meine damit folgendes, und es handelt sich um eine Aussage von Joseph Kardinal Ratzinger:

„Natürlich ist das noch keine Christenverfolgung; es wäre Unsinn, diesen Ausdruck hier anzuwenden. Aber es gibt sehr wohl Lebensbereiche – und gar nicht wenige – in denen heute bereits wieder Mut dazu gehört, sich als Christ zu bekennen. Vor allem wächst die Gefahr angepaßter Christentümer, die dann als menschenfreundliche Weise des Christseins von der Gesellschaft freudig aufgegriffen und dem vorgeblichen Fundamentalismus derer gegenübergestellt werden, die so stromlinienförmig gar nicht sein mögen. Die Gefahr einer Meinungsdiktatur wächst, und wer nicht mithält, wird ausgegrenzt, so daß auch gute Leute nicht mehr wagen, sich zu solchen Nonkonformisten zu bekennen. Eine etwaige künftige antichristliche Diktatur würde vermutlich viel subtiler sein als das, was wir bisher kannten. Sie wird scheinbar religionsfreundlich sein, aber unter der Bedingung, daß ihre Verhaltens- und Denkmuster nicht angetastet werden.“

Das bestätigt sich ja immer wieder durch die undifferenzierten Angriffe und Schmähungen der katholischen Kirche und des Papstes. Zuletzt bei dem Vatikan-Papier zu der Homo-Ehe.

Solche Angriffe und eine derartige Herabwürdigung wären hierzulande undenkbar, wenn es sich um das Judentum oder den Islam handeln würde.

1 „Gefällt mir“

Dusan, Du irrst Dich. Gerade in China ist der Katholizismus enorm in der Zunahme begriffen. Vielleicht rührt das daher, daß unter dem Kommunismus die Religion unterdrückt wurde. In jedem totalitären Staat ist für Religion kein Platz.

Ich hatte das Vergnügen, an Weihnachten letztesn Jahres und an Ostern dieses Jahres in Peking in einer katholischen Kirche an Gottesdiensten teilnehmen zu dürfen.

Zur Weihnachtsmesse waren in der hoffnungslos überfüllten Kirche auch der Bürgermeister von Peking und zahlreiche Vertreter der Buddhisten anwesend.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Gerade in China ist der Katholizismus
enorm in der Zunahme begriffen. Vielleicht rührt das daher,
daß unter dem Kommunismus die Religion unterdrückt wurde. In
jedem totalitären Staat ist für Religion kein Platz.

wieso werden sie dann nicht protestantisch, wenn schon christlich? ich habe da meine eigene theorie. der katholizismus ist ja eine der strengeren abteilungen des christentums, du kannst es „konsequenter“ nennen, oder boshaft „fundamentalistisch“. wie auch immer, einige ex-kommunisten neigen zur gründlicheren religiosität, um das mal vorsichtig auszudrücken. ich kenne da einige real life beispiele, allerdings sind es ortsbedingt weder chinesen noch christen.

gruß datafox

Hi,

Kaum irgendwo gibt es eine so latente Kirchenverfolgung
wie in Deutschland, teilweise auch in der EU.

Was genau meinst Du damit?

Ich meine damit folgendes, und es handelt sich um eine Aussage
von Joseph Kardinal Ratzinger:

„Natürlich ist das noch keine Christenverfolgung; es wäre
Unsinn, diesen Ausdruck hier anzuwenden. Aber es gibt sehr
wohl Lebensbereiche – und gar nicht wenige – in denen heute
bereits wieder Mut dazu gehört, sich als Christ zu bekennen.
Vor allem wächst die Gefahr angepaßter Christentümer, die dann
als menschenfreundliche Weise des Christseins von der
Gesellschaft freudig aufgegriffen und dem vorgeblichen
Fundamentalismus derer gegenübergestellt werden, die so
stromlinienförmig gar nicht sein mögen. Die Gefahr einer
Meinungsdiktatur wächst, und wer nicht mithält, wird
ausgegrenzt, so daß auch gute Leute nicht mehr wagen, sich zu
solchen Nonkonformisten zu bekennen. Eine etwaige künftige
antichristliche Diktatur würde vermutlich viel subtiler sein
als das, was wir bisher kannten. Sie wird scheinbar
religionsfreundlich sein, aber unter der Bedingung, daß ihre
Verhaltens- und Denkmuster nicht angetastet werden.“

Das geht ja schon selbst in eine faschistoide Richtung, was der Typ da schreibt.

Das bestätigt sich ja immer wieder durch die undifferenzierten
Angriffe und Schmähungen der katholischen Kirche und des
Papstes. Zuletzt bei dem Vatikan-Papier zu der Homo-Ehe.

Meinst Du die Angriffe AUF die Kirche und den Papst?
Oder die Angriffe und Schmähungen DURCH die Kirche in Bezug auf das Vatikan-Papier zur Homo-Ehe?

Solche Angriffe und eine derartige Herabwürdigung wären
hierzulande undenkbar, wenn es sich um das Judentum oder den
Islam handeln würde.

Uh? Ich find alle drei Religionen - flapsig gesagt - für’n Arsch.
Keiner verbietet einem, Christ zu sein. Wenn Du aber meinst, daß es vermehrt Stimmen gibt, die (auch und u.a.) das Christentum bzw. vielmehr die Kirchen (da ist ein Unterschied!) voll daneben finden, dann muß ich sagen: Was für ein Glück. Und die Angriffe auf die katholische Kirche in Bezug auf die Stellung zur Homo-Ehe können imho nicht scharf genug sein. Ich sehe nichts schlechtes daran, die Kirche sachlich anzugreifen.

Im Sinne von Ratzinger: Antichristlich? Kann sein, Definitionssache. Ich denke, Kirche an sich ist (was die großen Konfessionen angeht) selbst antichristlich im eigentlichen Sinne. Antikirchlich? Auf jeden Fall. Diktatorisch? Nö.

Malte.

Hallo Malte!

Einen Absatz weiter:

Ende der Pioniermission?
Gewaltiges Wachstum erlebt indessen das Christentum in Gemeinden, die von den traditionellen Konfessionen und Kirchenbünden unabhängig sind. In Afrika und Asien boomt der Glaube an Jesus Christus, und seine neuen Anhänger sammeln sich vornehmlich in solchen unabhängigen Gemeinden. In 40 Jahren werden fast 80 Prozent aller Kirchenmitglieder nichtwestlich sein, vor 40 Jahren waren es nur 33 Prozent. Das bleibt nicht ohne Einfluss auf die Mission. Der Pioniermissionar wird nahezu aussterben und lediglich noch bei unerreichten Indianerstämmen Südamerikas oder entlegenen Bergvölkern Asiens sein klassisches Berufsbild finden. Umgekehrt werden vor allem die agilen Kirchen Ostasiens der Mission neuen Schub verleihen. Singapur hat statistisch mehr als einen Missionar pro evangelischer Gemeinde.

Andere Links:
http://www.ref.ch/rna/meldungen/4252.htm
http://www.evangelikal.de/statistik.html

Ich hätte es selbst auch nicht für möglich gehalten aber scheinbar ist in Asien eine sehr starke Christliche Bewegung im Gang. Vielleicht ist es auch nur eine Modeerscheinung. So wie es bei uns ja auch gerade in ist Buddhist zu sein, oder zumindest so zu tun:wink:

Hallelujagobble
Dusan

Uh? Ich find alle drei Religionen - flapsig gesagt - für’n
Arsch.
Keiner verbietet einem, Christ zu sein. Wenn Du aber meinst,
daß es vermehrt Stimmen gibt, die (auch und u.a.) das
Christentum bzw. vielmehr die Kirchen (da ist ein
Unterschied!) voll daneben finden, dann muß ich sagen: Was für
ein Glück. Und die Angriffe auf die katholische Kirche in
Bezug auf die Stellung zur Homo-Ehe können imho nicht scharf
genug sein. Ich sehe nichts schlechtes daran, die Kirche
sachlich anzugreifen.

Solche Angriffe finde ich einfach nur … primitiv. Wo kommst Du nur her? Für mich auch nicht diskussionswürdig.