Was verdient ein Lehrer?

Hallo Ihr Wisser,

vielleicht kann mir hier einer helfen - ich müsste wissen, was ein Lehrer (Oberstudienrat / Studiendirektor) etwa verdient. Ich kann zwar die Tabellen lesen, weiss aber nicht, wo ein erfahrener Lehrer hinpasst und - besonders - wie das bei den Beamten brutto / netto aussieht.

Vielen Dank im voraus

Felix

Hallo Ihr Wisser,

vielleicht kann mir hier einer helfen - ich müsste wissen, was
ein Lehrer (Oberstudienrat / Studiendirektor) etwa verdient.

Ein Oberstudienrat hat die Besoldungsstufe A14, der StD A15.
Dann ist der verdienst noch vom Alter abhängig.
Du gehst in der Tabelle bei der Besoldungststufe so lange nach rechts, bis du beim der Spalte für das entsprechende Alter bist.
Dienstaltersstufen fsangen bei 1 (bis 21J.) an. In den Zwanzigern alle zwei, bei den 30ern alle drei und dann alle vier Jahre eine mehr.

Ich kann zwar die Tabellen lesen, weiss aber nicht, wo ein
erfahrener Lehrer hinpasst und - besonders - wie das bei den
Beamten brutto / netto aussieht.

Zu den in der Tabelle stehenden Beträgen kommen noch Ortszuschlag und andere sachen hinzu, aber so viel wie bei einem Angstellten darfst du vom Brutto nicht abziehen. Beamte sind Soz.-Vers.-frei.

Ich kann die ein Beispiel aus meiner Verwandschaft geben.
33 Jahre, A12, über 2000,- netto
35 jahre, A12, 2/3-Stelle, über 1600,- netto.
hier mußt du aber noch die Privatkrankenversicherung abziehen.
Beamte sind nicht Arbeitslosen- und Rentenversichert.

Vielen Dank im voraus

Felix

Hallo Michl,

vielen Dank erst einmal. Jetzt kann ich mit den Tabellen besser umgehen. Und das mit den Sozialbeiträgen bedeutet, dass die etwa 22% Sozialbeiträge nicht vom Gehalt abgezogen werden, richtig?

Wie ist es denn dann mit der Krankenversicherung? Sind die Leistungen der Beamten-Versicherungen (oder was die haben) vergleichbar mit denen der GKV?

Cheers, Felix

Hallo.

Wie ist es denn dann mit der Krankenversicherung? Sind die
Leistungen der Beamten-Versicherungen (oder was die haben)
vergleichbar mit denen der GKV?

50 % der Leistungen werden über die PKV abgedeckt, die anderen 50 % über die Beihilfe. Teilweise sind die Leistungen besser, gerade beim Zahnersatz. der Nachtei: Bei der Beihilfe muss ein Beamter jährlich eine „Kostendämpfungspauchale“ von 300 € selbst zahlen. Soll heißen: Bei einer Arztrechnung von 600 € werden 300 € von der PKV gezahlt, der Rest aus der eigenen Kasse.
Noch ein Nachteil: Kinder können nicht kostenlos mitversichert werden, sondern müssen mit 20% bei der PKV versichert werden. (Wenn ich also für 50% 200€ zahle, bedeuten 100% 400€ somit 20% 80€, die ich dann für die Versicherung meines Kindes zahlen darf.

Vom nervigen Einreichen der Rechnungen will ich gar nicht erst reden…

Ich wäre lieber gesetzlich versichert.

Cheers, Felix

Ebenso,
Aragorn

Wie ist es denn dann mit der Krankenversicherung? Sind die
Leistungen der Beamten-Versicherungen (oder was die haben)
vergleichbar mit denen der GKV?

Beamte müssen sich privat versichern. Die Leistungen der privaten Versicherungen sind unterschiedlich.

Gruß ivo

Hi Aragorn,

Vom nervigen Einreichen der Rechnungen will ich gar nicht erst
reden…

Ich wäre lieber gesetzlich versichert.

Geht mir genauso !

Heidi

Hallo,
damit ich nicht falsch verstanden werde: ich gehöre sicherlich nicht zu denjenigen, die den Lehrern ihr Gehalt, ihre Arbeitszeiten etc. neiden… ich habe Respekt vor jedem, der sich traut, diesen Beruf auszuüben.

Vom nervigen Einreichen der Rechnungen will ich gar nicht erst
reden…

Ich wäre lieber gesetzlich versichert.

Geht mir genauso !

Gerade angesichts der Kürzungen, Zuzahlungen etc., die ein gesetzlich Versicherter über sich ergehen lassen muß, solltet Ihr vielleicht lieber über das Privileg, privat versichert zu sein, freuen. Schließlich habt ihr nicht die vollen Kosten, die ein anderer PKVler hätte. Solange man Single ist, zahlt ein privat versicherter Beamter sicherlich auch weniger als ein gesetzlicher mit ähnlichem Verdienst.
Es mag Euch einfacher vorkommen, gesetzlich versichert zu sein… Ich wäre lieber wieder privat versichert, was ich noch über meine Studienzeit hinweg war, da ich vom Lehrersein meiner Mutter profitierte.
Der Wechsel zur gesetzlichen Kasse bedeutete:

  1. Der einzige Hautarzt, der mir nach jahrelangem Marathon durch Arztpraxen endlich geholfen hatte, durfte mich nicht mehr behandeln (Kassenzulassung)
  2. Urplötzlich mußte ich auf Termine um Wochen (!) länger warten
  3. Was ich vorher nie erlebt hatte: bei denselben Ärzten wie zuvor mußte ich trotz Termin länger warten - offensichtich hat man mich als privat Versicherte vorgelassen. Auch warte ich nicht mehr bei den Sprechstundenhilfen (was man wohl gemacht hat, damit es keine Revolte im Wartezimmer gibt), sondern muß auch ins „normale“ Wartezimmer
  4. Mittlerweilige ehemalige Ärzte beklagen sich allen Ernstes bei mir, daß sich meine Behandlung für sie nicht mehr lohne und raten mir zu irgendwelchen Sonderleistungen
  5. Mein Zahnarzt erklärte mir, daß ich sehr dumm gewesen sei, mir nicht eine Komplettsanierung meiner Zähne von der PKV+Beihilfe gegönnt zu haben
  6. Es wird von der GKV längst nicht jedes Rezept anerkannt, was die PKV und Beihilfe anstandslos bezahlt haben

Und zum Schluß eine schöne Geschichte aus dem Krankenhaus: Meine Schwiegermutter, schwerst hüftkrank, brauchte eine OP. Ging ins Krankenhaus zur Anmeldung. Wir wurden in ein stinkendes Wartezimmer verbannt, warteten, warteten und erfuhren von einem OP-Termin in 3 Monaten. Erst in diesem Augenblick stellte sich heraus, daß sie privat zusatzversichert war. Zurückgeschickt in ein anderes, helles, freundliches Wartezimmer. Neuer Termin: Zwei Wochen später wurde sie operiert.

Also bitte, klar kostet Euch die PKV was, aber das was Ihr im Gegenzug dafür bekommt, ist eine bei weitem qualitativ bessere ärztliche Versorgung.
Genießt dieses Privileg, solange Ihr das noch habt…

Grüße,
Taju

Hi Aragorn,

Dann wird sich mein Kandidat wahrscheinlich über die PKV versichern. Nächste Frage - wieviele Monatsgehälter hat ein Beamter? Die Bundesbesoldungsordnung zeigt mir nur Monatsgehälter, aber nicht, wieviele davon bezahlt werden.

Vielen Dank,

Felix

Hallo Ihr Wisser,

vielleicht kann mir hier einer helfen - ich müsste wissen, was
ein Lehrer (Oberstudienrat / Studiendirektor) etwa verdient.
Ich kann zwar die Tabellen lesen, weiss aber nicht, wo ein
erfahrener Lehrer hinpasst und - besonders - wie das bei den
Beamten brutto / netto aussieht.

50 Jahre alt, StD, 4600,- Euro netto

Herbert

Klasse!
Hi!

Klasse, dass Du das ohne Kenntnis des Familienstandes oder der Steuerklasse pauschal beantworten kannst!

Unseriös wäre ja noch geschmeichelt für diese Antwort!

Gruß
Guido

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Hallo Herbert,

vielen Dank - ich weiss, dass ich hier nur Anhaltspunkte kriege, aber das ist was ich brauche.

Cheers,

Felix

Hi!

Klasse, dass Du das ohne Kenntnis des Familienstandes oder der
Steuerklasse pauschal beantworten kannst!

Unseriös wäre ja noch geschmeichelt für diese Antwort!

Da Herbert selbst Physiklehrer ist, wird er wohl wissen, was er verdient.
Was daran unseriös ist, musst du aber noch nachreichen.

Gruß
Aragorn

Hi.

Dann wird sich mein Kandidat wahrscheinlich über die PKV
versichern. Nächste Frage - wieviele Monatsgehälter hat ein
Beamter? Die Bundesbesoldungsordnung zeigt mir nur
Monatsgehälter, aber nicht, wieviele davon bezahlt werden.

Im Jahr 2003 wurde noch ein Urlaubsgeld von 255 € gezahlt. Für 2004 soll es ganz wegfallen.
Das Weihnachtsgeld wurde 2002 in einer Höhe 86,31 % des Grundbetrages gewährt. Aufgrund der Öffnungsklausel wird sich das in 2003 ändern. Laut LBV NRW wird es voraussichtlich für 2003 60% des Grundbetrages, für 2004 50 % des Grundbetrages betragen.
(Die Zahlung richtet sich natürlich nach Dauer und Umfang des Beschäftigungsverhätnisses. => Halbe Stundenzahl, halbes Weihnachtsgeld.
Änderungen sind bei unserer unsteten Politik bis kurz vor der Überweisung nicht auszuschließen.

Hoffe, das hilft.
Gruß,
Aragorn.

Ganz einfach
Hi!

Wenn ein nicht verheirateter in der Kirche angemeldeter Mensch 4600 € netto verdienen möchte, dann muss er knapp 8000 € brutto bekommen.

Bei einem verheirateten Menschen, der nicht in der Kirche ist und Steuerklasse III hat kommen da über 5700 € netto bei rum! Oder andersrum: Ihm würden 6000 € brutto für die 4600 € netto reichen!!!

Ganz genau:
StKl I, in der Kirche, 8000€ brutto = 4601,27 € netto
StKl III, nicht in der Kirche, 8000 € brutto = 5749,52 € netto
Stkl III, nicht in der Kirche, 6000 € brutto = 4599,67 € netto

Ich sagte ja nicht, dass es bei ihm nicht zutrifft, aber pauschal kann man eine solche Aussage ganz einfach nicht treffen!

Liebe Grüße
Guido

Hi Aragorn,

ja, das hilft - jetzt mache ich ihm mal ein Angebot.

Noch mal vielen Dank,

Felix

Klasse, dass Du das ohne Kenntnis des Familienstandes oder der
Steuerklasse pauschal beantworten kannst!

Unseriös wäre ja noch geschmeichelt für diese Antwort!

hmm, Pardon. Es kommt dazu: Verheiratet, Alleinverdiener, ein erwachsenes Kind, das steuerlich nicht mehr zählt. Steuerklasse 3 wird wohl zutreffen, weiss ich aber nicht auswendig. Brutto? Da habe ich echt keine Ahnung, es reicht auch so.

Herbert