Politik
Hallo,
- Aus meiner Sicht verdienen Politiker für die erbrachten
Leistungen viel zu viel.
Naja, das kann man so oder so sehen.
Die Politiker wussten sicherlich
schon vor Beginn der pol. Laufbahn was sie verdienen. Also
brauchen sie auch nicht zu jammern.
Für die meisten Parlamentarier wären die Bezüge normalerweise nie erreichbar gewesen (siehe Wolfgangs Artikel). Daß hinterher gejammert wird, ist normal: Den Hals kriegen die meisten Menschen nicht voll. Andererseits: Wenn Du den Stundensatz ausrechnest, sieht das wohl bei vielen Politikern gar nicht mal so witzig aus.
- Politiker sollten eigentlich nur langjährige Prof. werden,
in der Hoffnung, daß wenigsten die ihr Wissen richtig
einsetzen.
Um das mal aufzurollen: Normalerweise beginnt politisches Engagement in jungen Jahren und wird während Ausbildung/Studium weiter verfolgt. Wenn dann später die eigentliche Arbeit immer mehr Zeit in Anspruch nimmt, bleibt weniger Zeit für die politische Arbeit. Hinzu kommt meistens noch Frustration aufgrund der einbetonierten Strukturen schon bei den Verbänden vor Ort, so daß der Wille, sich zu engagieren, gegen die äußeren Umstände in der Regel nur bei Leuten ankommt, die eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aufweisen:
gewohnheitsmäßiger Umgang mit verkrusteten Strukturen
geregelte oder flexible Arbeitszeit bzw. finanzielle Unabhängigkeit
besonders großes Engagement
Welche Personen da übrig bleiben, kann man sich ja ausrechnen. Außerdem darfst Du eines nicht vergessen: Nur weil man in der Politik was werden will (Berufsziel Bundeskanzler oder Parteivorsitzender), wird man noch lange nicht was. D.h. es kann gut passieren, daß man sich 10 Jahre engagiert, aber über die erfolgreiche Organisation eines Tages der offenen Tür nicht hinaus kommt. D.h. wenn man seinen Parteifreunden bzw. später den Wählern nicht gefällt, hat man die ganze Zeit umsonst gearbeitet, wenn einem das Engagement nicht Belohnung genug ist.
Was die Idee mit den Professoren angeht: Die sind völlig ungeeignet, weil die in ihrem Leben in den allermeisten Fällen überhaupt noch keinen Kontakt zum wirklichen Leben, will sagen: Zur Wirtschaft, hatten. Allenfalls die angeblich bei einigen Professoren vorhandene Fähigkeit zu freien Rede wäre ein Argument. Leider ist das, was da geredet wird, oft sehr langweilig, oder besser: Wird langweilig vorgetragen.
Vielleicht ist es auch so:
Wer in der Wirtschaft nichts wird, geht in die Politik.
Das würde ich genau andersrum formulieren: Wer in der Wirtschaft was werden will, kann nicht in die Politik gehen. Ausnahmen sind natürlich - wie immer - möglich.
Gruß
Christian
P.S.
Den vorherigen Artikel habe ich selber gelöscht. Inhaltlich sehe ich das immer noch so, aber evtl. war es vom Ton her nicht ganz so nett.