Was verschlechtert Polyneuropathie?

Hallo
ich habe seit Anf. April die Diagnose PNP. Die Erkrankung schleicht sich schon seit Jahren so durch meinen Körper und nun habe ich gangstörungen und ganz aktuell lässt die kraft in meinen Händen nach. Welche Form von PNP es ist weiss ich ( noch) nicht. Derzeit befinde ich mich in Reha. ICh habe auch Asperger Syndrom ( zur erklärung warum ich meine Frage hier stelle und nicht in der Reha) Nun will ich wissen, gibt es etwas das den Verlauf verschlechtert, das man vermeiden sollte. Gibt es auch schädliche Medikamente? Ich habe kein Diabetes, kein Krebs und auch kein Alkoholismus ( wg. der Vermeidungs-sachen) Die Ursache ist noch unklar, aber solange würd ich gern alles vermeiden das es verschleichtern könnte.

Vielen Dank für alle Hinweise.
Mützi

Hallo schlafmütze

Diabetes und Alkohol, dann wohl auch Krebserkrankungen sind die häufigsten Ursachen der PNP; in etwa 25% der Fälle jedoch bleibt die Ursache wie bei dir ungeklärt.

Mir ist kein Medikament bekannt, dass den Verlauf der PNP günstig beeinflussen kann. Natürlich wird man alles vermeiden, was für die Nerven schädlich ist. Also keinen Alkohol trinken und nicht rauchen, und alle Medikamente, die man aus anderen Gründen einnehmen muss, auf ihre eventuell neurotoxische Wirkung überprüfen (lassen).

Von Zeit zu Zeit empfiehlt sich außerdem eine Kontrolle des Blutzuckers. Denn mitunter geht die PNP dem Diabetes voraus.
Leider kann man keine spontane Rückbildung der PNP erwarten, allenfalls einen Stillstand. Ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Aspergersyndrom besteht nicht.

Viele Grüße
Montanus

Hallo,
das es kein medikament gibt das die PNP günstig beeinflussst ist mir klar, aber ich wollte ja auch wissen welches das evtl ungünstig beeinflusst.

Ich kann mir höchstens vorstellen das die Medis gegen Narkolepsie auf jeden fall nicht so gut sind…aber wer würde mir das bestätigen??

Mützi

Hallo, Mützi

… ich wollte ja auch wissen welches das evtl
ungünstig beeinflusst.

Ich kann mir höchstens vorstellen das die Medis gegen
Narkolepsie auf jeden fall nicht so gut sind…aber wer würde
mir das bestätigen??

In meinem medizinischen Fachbuch sind zahlreiche chemische Stoffe und Medikamente genannt, die eine PNP verursachen können, also wohl auch in der Lage sind, eine bestehende PNP ungünstig zu beeinflussen; zu viele, um sie hier aufzuführen. Hast du eine bestimmte Substanz im Verdacht, kann ich dir gerne eine gezielte Auskunft geben.

Im übrigen kannst du den Beipackzetteln der Medikamente entnehmen, ob das eine oder andere eine schädliche Nebenwirkung auf das Nervensystem ausübt.

Grüß
Montanus

Hallo Montanus
vielen Dank schon mal für den Hinweis, ich bin mittlerweile wohl auch darauf gestossen das Chemikalien eine PNP evtl. auslösen könnten - dabei fällt mir ein das ich bereits eine anerkannte Berufskrankheit wegen Chemikalien habe, das betrifft aber meine Lunge. Hm…*grübel*

Aktuell interessiert mich, sollte ich mal wieder im Krankenhaus sein, das ich gleich sage was ich nicht bekommen sollte/ darf. Ich kann mich erinnern vor Jahren als die Beschwerden anfingen, das ich oft glaubte es seien Nebenwirkungen von Medis, damals war die Narkolepsie aber auch noch nicht festgestellt und noch nicht so ausgebrochen. Da wurde ich nur Jährlich „wegen Lunge“ behandelt. V a. mit Cortison, Theophyllin - gelegentlich mit Sedativa, als man das noch nicht als Kontraindiziert ansah. Ich weiss definitiv, wenn man Theophyllin, mit einem medikament - dessen Substanz ich grad nicht kenne nur den Handelnahmen, zusammen gibt, das es für mind 5 stunden quälende PNP Empfindungen auslöst!. Aber das ist nicht so das was mich gerade interessiert, weil das weiss ich ja nun. Mich interessiert der schleichende Schaden, den man ja nicht gleich bemerkt.

Wegen der Narkolepsie bekam ich auch einen Stoff namens „venlafaxin“ das war auch so ein Fehler! ich bekomme eine Serotonin-syndrom der unschönsten art! Nach nur einer Kapsel einnahme, weil es sich im zusammenhang mit dem Medis die ich so gegen die Narkolepsie schon nehme - entsprechend auswirkt.

speziell interessiert mich Methylphanidat, und Modafinil, wie sich das bei längerer Einnahme auf PNP auswirkt.

Mützi

Hi,

bist du schon auf perniziöse Anämie getestet worden? Das macht nämlich Vitamin B12-Mangel —&gt:stuck_out_tongue_winking_eye:NP.
Mononukleose oder Borreliose können auch die Symptome hervorrufen.
Ich will dir hier nicht eine ganze Liste von mehr oder weniger seltenen Erkrankungen reinschreiben aber du solltest die Suche nach der Ursache vielleicht ausweiten.
Sprich doch in der Reha mal mit den Ärzten welche möglichen Ursachen eigentlich abgeklärt wurden.

viele Grüße
Susanne

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Hallo Schlafmütze,

solltest Du Dich näher über die Borreliose, die Sue angesprochen hat, informieren wollen, so kannst Du das im Borreliose-Forum tun (Selbsthilfegruppe mit vielen Experten; auch Ärzten!)

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Schnelle Besserung und der Wunsch, dass Du diese heimtückische Krankheit nicht haben mögest

wünscht

Alexander

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Hallo Mützi

speziell interessiert mich Methylphanidat, und Modafinil, wie
sich das bei längerer Einnahme auf PNP auswirkt.

Ich gehe davon aus, dass du Methylphenidat meinst.Die genannten Medikamente finden sich nicht in meiner Liste von PNP auslösenden Arzneimitteln. Auch in Artikeln, die sich mit diesen beiden Medikamenten befassen, habe ich keinen entsprechenden Hinweis aufgetan.

Bei der hier schon angesprochenen Neuroborreliose fehlen selten nachweisbare Antikörper im Serum, aber wie gesagt: selten! also nicht immer. In einer Häufigkeitsanalyse betrug die Zahl der borelliosebedingten PHP-Fälle 0,9%. Das wird regional jedoch unterschiedlich sein.

Viele Grüße
Montanus

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