Hallo Peter,
da Du so gegen Zahlen und Belege bist
Dagegen nichts.
Na das ist ja gut.
und das als Schütt-zu-Taktik bezeichnest,
Was mich daran stört, ist das ein Großteil davon trivial ist
oder zur Fragestellung so gut wie nichts beiträgt.
Welcher Teil? Der, der belegt, dass Deine Vermutungen über die Nordmeergeleitzugroute falsch bzw. unvollständig sind, d.h. dass Dur von einem falschen Bild ausgehst? Oder der Teil, indem ich belegte warum Du nicht hunderte von Tagjägern, die nicht an der russischen Front wären, ohne Leiteinrichting bei Nacht losschicken kannst?
gebe ich Dir also nur ein paar kleine Hinweise:
a.) Die Zahl von 85 verlorenen Schiffen umfasst nur die
Schiffe, die durch U-Boote versenkt wurden, nicht aber alle.
Die Flieger waren da auch ganz schön tätig.
Quatsch! Das waren alle Verluste.
Jetzt trittst du wohl blind um dich?
Von den 85 versenkten Schiffen wurde tatsächlich
überproportional viel durch Flugzeuge versenkt, nämlich etwa
30.
Ja, mein Freund, und jetzt doch mal wieder Zahlen. 15 Schiffe in PQ 17, 4 in PQ 16, 7 in QP 13 und 8 in QP 14. Durch die Flieger. Das macht ebenfalls einen überproportionalen Anteil, nämlich 34 Deiner angeblich 30 Versenkungen durch Flugzeuge. Nur das die alle im Frühsommer '42 waren, während Du ja nur 30 für die Zeit von '41 bis '45 zugibst.
b.) Um den Preis einer transportierten Tonne in strategischen
Größenordnungen herauszufinden muss Du versenkte Schiffe +
stillliegende Schiffe plus beschädigte Schiffe rechnen. Denn
wirklich transportieren tun nur fahrende Schiffe. Eine der
wenig beachteten Nachteile des Konvoysystems.
Du hast nicht von Versenkungen gesprochen!
Das hier war deine Aussage:
Wenn Du Dir die Versenkungsziffern ansiehst, dann
wurde eine Gewichtstonne auf der Eismeerroute mit beinahe
einer Registertonne verlorenem Schiffsraum bezahlt.
(hervorhebung durch mich)
Stimmt, der Ausdruck war mißverständlich. Da muss ich mich entschuldigen. Die Versenkungsziffern sind ja die durch Kampfmittel variable Größe. Die Tonnage durch Wartezeiten ergibt sich ja nicht aus dem Kampfmitteleinsatz sondern der Organisation des Geleitzugssystems und der Anzahl und Größe der eingesetzten Schiffe. Zu derartig grundsätzlichen strategischen Erwägungen im Seekrieg mag ich Nimitz, Rohwer & Hümmelchen’s „Seemacht“ ganz besonders. Ich fürchte aber, das gibts nur noch im Antiquariat.
Auch wenn du das nun umdeuten willst, hast du hier schlicht
Unsinn erzählt oder deine Quelle nicht richtig verstanden.
Und hier haben wir den Punkt erreicht, an dem die Diskussion endet und die Schlammschlacht beginnt. Also Du, der den Luftkrieg über Deutschland mit Tagjägern bei Nacht gewinnen will, Du, der einfach außer Acht läßt, dass Schiffe die beschädigt sind für Monate in der Werft liegen und daher nicht einsatzbereit sind, Du, der hier das Märchen einer pazifischen Transportroute auftischt, in dem Wissen, dass die TransSib nicht die Transportkapazität hatte, Du erzählst, ich hätte meine Quellen nicht richtig verstanden? Lass es mich mal ganz einfach ausdrücken, so einfach, dass auch Du es verstehst: Bullshit! Schau mal weiter oben. 34 Deiner 30 im Krieg auf der Nordmeerroute versenkten 30 Schiffe wurden im Sommer 42 versenkt. Noch Fragen, Hauser?
Ich schlage vor, da Du meine Rechnerei nicht magst, dass Du
Dir also das notwendige Fachwissen selbst beschaffst und mal
auf eigene Faust rechnest. Vielleicht kommt ja was dabei raus.
Mit deiner Recherche war es ja offensichtlich nicht viel. Als
ich mich darauf verließ, dass deine Zahlen stimmen würden, bin
ich im finsteren Wald gelandet.
Was die großen Kriegsshciffe anging, habe ich sie sogar namentlich aufgeführt. Das ist für jeden, der hier mitliest nachvollziehbar. Das Du nicht rechnen kannst, ein offensichtliches Problem mit Register- und Gewichtstonnen hast (bist ja so ein richtiger Experte, gelle) und so tust, als sei die Nordmeerroute eine Sonnenscheinfahrt, hängt weniger damit zusammen, dass die Zahlen falsch wären (die habe ich auch belegt, Du hast bisher keine Belege gebracht) sondern eher damit, dass Du Dich, in Relation zu Deinem Fachwissen, scheinbar etwas übernommen hast.
Du wolltest z. B. durch das Einsparen der Nordmeerkonvois
allein 1941 6000 zustätzliche Bomber nach England bringen. Mal
ganz abgesehen von der nicht vorhandenen Produktionskapazität
um 1941 in 6 Monaten 6000 zusätzliche Bomber zu bauen, willst
du diesen Zuwachs aus sage und Schreibe 45
Frachtschiffsladungen rausholen, denn soviele wurden 1941
überhaupt nur in den Konvois nach Russland gebracht.
Herr Superexperte, hast Du eigentlich jemals die Länge der Routen verglichen? Plus den Wartezeiten bis die Geleite zusammengestellt waren? Plus den Ausfällen durch Beschädigungen aller Art? Plus die Wartezeit in Murmansk, das ja mit den Geleiten deutlich überfordert war? Hast Du getan, was ich Dir als Hinweis nahegelegt habe?
Nien, natürlich nicht, Du bist ja der Experte. Also muss ich es Dir wieder erzählen und Du kannst Dich wieder aufregen.
Ein Geleit auf der Route Halifax nach Liverpool (HX bzw. SC für die langsamen Geleite) brauchte je nach Saison (sprich Wetterlage, auch in den Seegebieten aus denen die Schiffe kamen) etwa 10 Tage. Aber das war nur die Spitze des Eisberges. Denn die Logistik in Halifax war ja auch nicht ganz einfach. Du kannst also von dem Moment an, in dem ein leeres Schiff ankam, bis zu dem Moment, in dem es beladen war und hätte mit einem Geleitzug auslaufen können, ein bis zwei Wochen Extra rechnen können. Nur lief das Schiff dann nicht sofort aus, weil es ja warten musste, bis der nächste Gleitzug zusammen war. Also wieder Wartezeit. Für den Rückweg war es etwas einfacher, weil ja die Schiffe meistens in Ballast zurückführen.
So, das war die HX-Route. Du kannst als Durchschnittswert davon ausgehen, dass ein Schiff durch so einen Konvoy rund vier bis fünf Wochen gebunden war, bevor es wieder in Halifax beladen werden konnte.
Die HX-Route war die einfache Route.
Ein Schiff für einen PQ-Konvoy wurde entweder in Halifax beladen und fuhr nach Island oder es wurde in England beladen und fuhr nach Island. D.h. es hatte die gleichen Wartezeiten in den Häfen, musste dann aber erst mal in ein Geleit nach Island. Dort wartete es, bis der PQ-Geleitzug zusammen war. Bei PQ 17 wissen wir, dass der Auslauftermin mehrfach verschoben wurde. D.h. alleine das machte für die Schiffe vier Wochen mehr aus. Aber die meisten hatten ja bereits vor dem ursprünglich geplanten Auslauftermin auf Reede gelegen, weil sie ja mit Geleiten erstmal hatten von Halifax oder Liverpool kommen müssen. Und so ging es munter weiter. Die Fahrt selbst, die ja je nachdem, wie weit man den Bogen ziehen musste (im Sommer weiter weil die Eisgrenze nördlicher lag) dauerte alleine 10-12 Tage, also länger als der HX-Weg. Dazu kam, dass ein Drittel der Schiffe, die mit einem QP, also den zurücklaufenden Geleiten, kamen werftreif war. Weil da oben nördlich der Bäreninsel nämlich kein Kaffeefahrtgebiet ist.
Dazu die Abfertigung in Murmansk, das seinerseits ja auch oft genug unter heftigen Luftangriffen lag, was die Abfertigung weiter verzögerte. Ist Dir jemals aufgefallen, dass der Rückkonvoy für PQ-16 der QP-13 war? Nicht etwa, weil so viele Schiffe die Route schon auf dem Hinweg nicht überlebt haben, obwohl das sachlich nicht falsch wäre. Aber die QP-Geleite waren sowieso kleiner. Nein, der Grund hatte sich so aus der Geschichte ergeben. Bis genug Schiffe der ersten Murmansk-Geleite entladen und fertig für den Heimweg waren, also für QP-1, war beinahe ein halbes Jaher vergangen. Später wurde man etwas schneller, aber schneller bedeutete nicht schnell.
Vergleiche nun die Gesamtzeit eine Schiffes auf der HX-Route mit einem auf der PQ-Route. Von dem Moment, bis es beladen werden kann, bis zu dem Moment, bis es wieder beladen werden kann. Fällt Dir was auf? Selbst wenn es ein sehr glückliches Schiff ist, keine Beschädigung durch Bomber und keine Seeschäden davongetragen hat, dann stehen etwa 28 Tage auf der HX-Route etwa 150 Tagen auf der PQ-Route gegenüber. Alleine das, ohne Werftliegezeiten, Wartung, Beschädigung, Versenkung, verlängerten Fahrten weil man sich eine Weile im Eis versteckt hatte, ist irgendwo ein Fakto um die 5.5 herum. Du kannst es ja genauer ausrechnen. Es bedeutet, dass ein Schiff auf der PQ-Route auf der HX-Route schon zum sechsten Mal wieder in England sein konnte (denn der Rest zur 6 wäre ja ohnehin nur der Rückweg nach Halifax). Die 45 Frachtschiffladungen entsprechen also etwa 270 Ladungen auf der HX-Route. Und da mit 45 Ladungen unter anderem (neben Panzern, Ammo und Infanteriewaffen) auch 1500 Flugzeuge transportiert wurden, die aber kleiner waren, nämlich in der Hauptsache Jäger, sollte es, da man ja den ganzen anderen Kram nicht transportieren hätte müssen, keine Problem sein können mit 270 zusätzlichen Ladungen 6000 große Flugzeuge zu transportieren.
Was die Produktionskapazitäten anging, so wurden viele Lancasters ja in Kanada produziert. Allerdings auch die Jäger für Russland (die man dann nicht hätte produzieren müssen), die Panzer (die man dann nur in geringerer Stückzahl hätte produzieren müssen, viele der leichteren Infanteriewaffen die nach Russland gingen. Alleine das Material im PQ 17 entsprach einem Wert von 700 Mio Dollar. Es war genug um eine Armee von fünfzigtausend Mann auszurüsten (Karweina, Bowman, Roskill, Hümmelchen und Rohwer nennen hier alle vergleichbare Zahlen). Das Zeug war produziert worden, das Zeug ist in Richtung Russland in Marsch gesetzt worden. Da beißt die Maus keinen Faden ab, da kannst Du Dich endlos winden. Das war so! Und was hätte man stattdessen für England produzieren können? Natürlich mehr als 6000 Bomber, aber dann wäre der Transport wieder zum Engpass geworden.
Ein wahrhaft strategischer Aderlass, genau wie die gesamten
etwa 800 Schiffsladungen (bei den 1400 Gesamtzahl sind auch
die Rückkonvois mitgezählt) die nach Russland gingen.
Da sieht man mal wieder, wie Du mit Zahlen umgehen kannst. Also 800 Ladungen nach Russland, 600 zurück? Macht 200 Verlust. Das sind 200 von den 85, die Du weiter oben als Gesamtzahl annimmst. Hast Du vielleicht irgendwo nochmehr versteckt? Aber ich nehme einfach mal Deine Zahlen, obwohl sie offensichtlich mit der Intention getürkt sind, sie künstlich klein zu halten.
800 Ladungen auf der PQ- (später ja JW-) Route. Das entspricht bei einem Faktor von 5.5, wie oben von mir aufgeführt 4400 Schiffsladungen auf der HX-Route. 4400 Schiffsladungen nach der Durchschnittsgröße der damaligen Schiffe (4800 Tonnen auf der PQ-Route, 4200 auf der HX-Route) entsprechen einem Schiffsruam von 21.120.000 Registertonnen.
Also, wie Du richtig sagst, ein wahrhaft strategischer Aderlass.
Natürlich war all das, auch der Aufwand für die militärische
Sicherung der Konvois, nicht unerhebelich. Auch die
Materiallieferungen an die UdSSR werden ihre Auswirkungen
gehabt haben, aber zugunsten der Alliierten.
Das hatten wir doch schon, zumal ich davon ausgehe, dass die Russen selbst ohne deutschen Angriff ab 1943 ohnehin dabei gewesen wären. Was allerdings die Auswirkungen antraf, so trafen die ja zunächst das Heer. Das war die Stelle, wo Du die 6.Armee gleichzeitig in voller Stärke überall einsetzen wolltest und Dich das erste Mal als echtes strategisches Genie gezeigt hast.
Aus dem Fehlen der Lieferungen einen vorzeitigen Zusammenbruch
des dritten Reiches zu konstruieren ist haltlos.
Gibt’s dafür auch ein Argument oder ist das Deine eigene bisher unbewiesene Behauptung?
Vielleicht
wäre die Strategische Bomberflotte tatsächlich schneller
aufgebaut worden, wenn man statt der 21 000 Flugzeuge (4/5
Jäger) für Russland, Bomber für sich selbst gebaut hätte.
Das ist ja wieder die Gesamtzahl und dann wieder nur die der Flugzeuge. Nimm stattdessen doch mal nur die 1500 von 1941. Plus etwa 2000 Panzern plus die ganze Munition, plus Infanteriewaffen ohne Ende (Ich habe mal gelesen bis Kriegsende wurden alleine 2.5 Mio Gewehre und Maschinenpistolen an die UDSSR geliefert, aber ich müsste es wieder raussuchen). Der Wesentliche Pnukt ist, dass Russland 1941 erst angefangen hatte, seine Streitkräfte zu modernisieren und die Rüstung hochzufahren. D.h. als es dort losging brauchten die erstmal alles. Und Am Anfang liefert England erstmal alles. Denn Amerika war erst ab 7.Dezember 1941 offiziell im Krieg.
Mit
dem entsprechenden Willen wären vielleicht auch rechtzeitig
die Besatzungen ausgebildet gewesen.
Die Besatzungen gab es ja. Es gab bereits ab Frühjar 1939 ein entsprechendes Ausbildungsprogramm. Lediglich die Jägerpiloten wurden 1940 zeitweilig knapp. Aber mir ist keine Quelle bekannt, die irgendwann während des Krieges von einer Knappheit an Bomberbesatzungen berichtet. Natürlich, man hätte auch immer noch mehr gebrauchen können. Logisch, wer viel hat braucht auch mehr.
Aber da hätte keinen
durchschlagend anderen Verlauf des Luftkrieges gebracht,
jedenfalls nicht 41. und nicht mal 43
Natürlich nicht, mit einem Vielfachen an Maschinen und Besatzungen … Bisher bist Du den Beweis für Deine kategorische Ablehnungstheorie schuldig geblieben.
, als wenigstens die
Thunderbold als Begleitjäger zur Verfügung stand und die von
dir gelobten B17F. Da hatten die Amerikaner bei dem
„Double-Strike“ auf Schweinfurt und Regensburg noch etwa 1/6
ihrer Bomber verloren und nochmal etwa 1/3 zum Teil schwer
beschädigte Maschinen.
Gutes Beispiel, in mehr als einer Hinsicht. Denn die Verluste der B17D lagen nicht bei 1/6 sondern selbst bei eher regulären Angriffen bei 1/4. Ein Ding wie Double-Strike nur mit B-17D hätte die wahrscheinlich die Hälfte gekostet. Aber bei genauem Nachsehen, viele der Machinen waren D und einige E, nur etwa ein Drittel der Bomber bei Double-Strike war F.
Aber welche Auswirkungen hatte Double-Strike? Der Angriff auf Regensburg stoppte die Produktion der Me-109 für Wochen. Erst im Dezember wurden wieder volle Produktionsquoten erreicht (also über fünf Monate später).
Hier sind die Details wieder sehr interessant. a.) Die Thunderbolts drehten wegen Treibstoffmangel lange vor Erreichen des Ziel ab, waren also, wie die meisten Deiner Argumente, zu dem Zeitpunkt, als die Abwehr einsetzte, ohnehin warme Luft. Von 146 Bombern über Regensburg gingen 24 verloren, knapp 50 wurden beschädigt. Interessant wiederum, wer die schwersten Verluste hatte, die 100ste, die zu diesem Zeitpunkt noch B-17D aka „Flying Coffin“ flog. Aber auch interessant, wie diese Verluste entstanden.
Es war ein Tagangriff, da die Amerikaner ja die Nacht den Briten überließen. Zum ersten Mal kamen wirksam Luft-Luft-Raketen zum Einsatz, mit denen die Deutschen einen unerwarteten Trumpf in der Hand hatten (das machte alleine die Hälfte der Verluste aus) weil mit einem Einschlag gleich eine viel höhere Trefferwirkung erzielt wurde. Wie schade, dass es diese Waffe 1941 noch nicht gegeben hatte, sie war nicht einmal in der Entwicklung. D.h. ein schwerer Bomberangriff auf Regensburg 1941, wohl möglich während der Nacht weil 1941 noch keine Tageinsätze geflogen wurden, hätte die gleichen Auswirkungen auf deutscher Seite gehabt, aber nicht die Verluste auf alliierter Seite gehabt weil die meisten über Regensburg erfolgreichen Abwehrwaffen noch nicht einmal in der Entwicklung waren. Die erste Hälfte Deines Beispiels zeigt also nur genau auf, was ich versuche, Dir die ganze Zeit klar zu machen.
Der Angriff auf Schweinfurt war verbockt. Diese Bombergruppe startete mit Stunden Verzögerung und lief im Gegensatz zur Regensburg-Gruppe bereits in eine voll alarmierte und vorbereitete Abwehr. Im Nachhinein muss man sagen, dass eigentlich nach taktischen Gesichtspunkten der zweite Teil tot war bevor diese Maschinen abhoben. Trotzdem: Die meisten Verluste erfolgten nicht auf dem Hinweg oder über dem Ziel, wo man die Schäden ja noch hätte begrenzen können. Von 230 Maschinen gingen 36 verloren und über 120 wurden schrottreif, aber brachten die Besatzungen zurück. Auf der anderen Seite war die Kugellagerindustrie Deutschlands weitestgehend zerstört. Wenn nicht über neutrale Länder in gewaltigem Ausmaß hätte importiert werden können (was insbesondere die Rolle Schwedens und der Schweiz beleuchtet), wäre Deutschland lange Zeit nicht in der Lage gewesen irgendwelches größere Rüstungsmaterial zu produzieren. Ob im Motor eines Jägers, eines Panzers, eines LKWs, überall sind Kugellager drin. Nichteinmal die Würzburgs für die Nachtjagd hätten weitergebaut werden können, denn die verwendeten auch Kugellager aus Schweinfurt.
Aber auch hier, viele der wirksamen Abwehrwaffen gab es 1941 noch nicht. Für die normalen MK der Jäger war die B-17 immer schon hart, aber die F-Variante war kaum zu knacken. Man hätte also ohne die schwereren Raketen und ohne das berühmte Verzweiflungsding mit der Fw-190 und verstärktem Motorkranz B-17 zu rammen überhaupt keinen Stich gemacht. Und wie in Regensburg, so auch in Schweinfurt, kein einziger Belgeitjäger begleitete die Bomber bis über das Ziel, die Einsätze zeigten aber trotz der 1942 besseren Abwehrwaffen immer noch schwere Auswirkungen. Stell Dir vor, das wäre 1941 passiert. Glaubst Du, Deutschland hätte diesen Auswirkungen lange stand halten können?
Wenn sie da mehr geschickt hätten wären
wahrscheinlich nur noch mehr verloren gegangen inclusive ihrer
Besatzungen.
Die meisten Besatzungen kehrten zurück
1941 mit mehr wären die Verluste geringer gewesen weil die wirksamen Abwehrwaffen nicht zur Verfügung gestanden hätten.
Der Erfolg hätte nicht größer sein können, vor allem, da die Ziele ja zerstört wurden und die Folgeschäden sich zeigten. Man hätte sich also neue Ziele suchen müssen. Andere kriegswichtige Rüstungsanlagen. 1941 gab es die ja noch, erst ab 1943 wurden die Ziele knapp.
Und bei Fehlen der Ostfront - da muss ich mich noch mal
wiederholen - hätte auch auf deutscher Seite eine anders
Luftflotte gestanden.
1941 wären es keine Tag- sondern Nachtangriffe gewesen! Nun rauch doch endlich mal die Tagjäger gegen Nachtangriffe in der Pfeife. Man hats doch versucht, siehe „Wilde Sau“. Es hat nicht geklappt. Und selbst bei Tagangriffen. Ein paar Tausend Bomber mehr gengen ein paar hundert Jäger mehr die noch nicht über die wirksamen Abwehrwaffen von einem Jahr später verfügt hätten. Da hätte auf deutscher Seite noch mehr Zeug gestanden ohne wirklich Wirkung zu erzielen. Das wäre alles gewesen.
Es wird zunehmend deutlich, dass deine ganze Argumentation
hier auf fehlerhaften Annahmen und abenteuerlichen
Schlussfolgerungen aufbaut.
Also ich habe nicht alle Zahlen getürkt, versehentlich 200 von 85 Schiffen versenkt, Tag- und Nachtjäger verwechselt, eine Armee überall in Europa gleichzeitig eingesetzt, usw. Das warst Du. Es wird also nurt zunehmend deutlich, dass Du Dir offensichtlich noch Fachwissen aneignen musst. Du bist die Art von Experte, die nicht mal weiß wo das Nordmeer liegt, aber sicher ist, wie die Dinge dort waren. Daran hindert Dich auch nicht, dass Du selbst den Beweis bringst, dass Deine künstlich heruntergelogenen Zahlen falsch sind (einmal sagst Du, es wurden nur 85 Schiffe versenkt, beim naächsten Mal fehlen Die aber 200 Frachtschiffe), dass Du offensichtlich als strategischer Genius der Du zu sein vorgibst übersiehst, dass die 6.Armee, wenn sie nicht bei Stalingrad draufgegangen wäre trotzdem hätte nicht gleichzeitig Italien (inklusive Sizilien), Griechenland und die Normandie hätte bewachen können (zuzüglich aller anderen Landungsmöglichkeiten) und als Geschichtsexperte freizügig mal eben die Waffen für 1941 annimmst, die erst 1942 entwickelt wurden.
Es tut mir also herzlich leid, wenn das Datenmaterial nicht zu Deinen selbstgebauten „Fakten“ passt. Nein, tut es natürlich nicht, mein Mitleid mit Leuten die aus Trotz gegen eine Wand rennen ist begrenzt.
Das kann passieren, ich schau auch nicht alles erst nach und
mach manches aus dem Gedächtnis, was dann auch mal in die Hose
gehen kann. Dann steht es einem aber besser mit dem Fehler
offen umzugehen, anstatt Diskussionspartner so anzugehen, wie
du es hier tust.
Also, ich rede hier über eine „Was-wäre-wenn“-Situation auf der Basis von Quellen, Argumenten und Zahlen. Wenn es um den Stil der Diskussion geht, so habe ich mich lediglich dem Deinen angepasst. Du hast zuerst von „Quatsch“ und „abenteuerlichen Überlegungen“ geschrieben. Also bei Stilfragen, fass Dich mal an die eigene Nase. Vor allem, wenn Du Dich dadurch schon lächerlich machst, dass Du Deine eigenen Zahlen von Absatz zu Absatz neu machst. Ok, wenn das Dein Weg ist mit einem Fehler offen umzugehen indem Du einfach im nächsten Absatz neue Zahlen machst? Du hast ja ohnehin trotzmehrmaliger Nachfrage nicht gesagt, woher Deine märchenhaften Zahlen stammen. Wäre das hier nicht auf diesem Board sondern irgendwo in freier Wildbahn müsste ich annehmen, dass Du sie Dir einfach aus den Fingern saugst.
Aber nicht wieder Tag- und Nachtjäger verwechseln, gelle?
Jetzt Phantasierst du auch noch.
Nee, das hast Du bisher in jedem Posting getan, es wird langsam langweilig, zumal ich wirklich nicht mehr weiß, wie ich Dir den Unterschied zwischen Tag und Nacht, einer einsitzigen einmotorigen Jagdmaschine und einem Zweimot mit Nachtjagdradar und den grundsätzlich anderen Einsatzparametern erklären soll. Dir fehlt einfach jeder Hintergrund. So langsam sollte jeder (außer Dir) doch Folgendes begriffen haben:
Tag -> hell -> optischer Sichtkontakt möglich
Nacht -> dunkel -> optischer Sichtkontakt unmöglich -> wie Bomber finden?
Aber Du schwafelst zwei Absätze weiter oben schon wieder über die andere Luftflotte, die man dann nicht hätte in Russland einsetzen müssen, obwohl das Tagjäger waren.
Aber was soll es, ich gebe auf. Mir soll es Recht sein, dann hätte Deutschlend eben 1952 den Krieg gewonnen und wäre 1967 auf dem Mond gelandet. Die hatten ja noch Ersatzteile von den eingesparten Fliegern in Russland über … Thema ex.
Peter B.