Hallo,
als ausländische Person mit 81er-Jahrgang, möchte ich mal fragen, was denn diese RAF überhaupt für (politische) Ziele verfolgten ?
Ich denke mal irgendwas Linkes…
Hallo,
als ausländische Person mit 81er-Jahrgang, möchte ich mal fragen, was denn diese RAF überhaupt für (politische) Ziele verfolgten ?
Ich denke mal irgendwas Linkes…
Ein Link als Anfang
Hallo Roger!
Ich denke mal irgendwas Linkes…
So ungefähr … 
Als Einstieg zum Thema ist vielleicht der entsprechende Beitrag bei wikipedia geeignet: http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee_Fraktion
Grüße,
Christiane
Ulrike Mainhof
war eine treibende Kraft und sie hatte auch moralische Ziele
war eine treibende Kraft und sie hatte auch moralische Ziele
Interessante Moral Leute zu entführen und umzubringen.
Ulrike Meinhof
Ulrike M e inhof schrieb sie sich. Mit „e“.
Hallo Roger,
ein paar Literaturhinweise hierzu - gänzlich unsystematisch, aber vielleicht zu ein wenig Illustration geeignet:
Ulrike Marie Meinhof, „Die Würde des Menschen ist antastbar“ - Polemiken, hauptsächlich aus ihrer journalistischen Tätigkeit für die Zeitschrift „konkret“.
Ulrike Marie Meinhof, „Bambule - Fürsorge - Sorge für wen?“ - Manuskript zu einem wohl 1974 ausgestrahlten Fernsehfilm.
Aus der viel weniger theoriefreudigen Nachbarschaft zur RAF, dem „2. Juni“: Bommi Baumann, „Wie alles anfing“.
Aus einem anderen politischen Lager, aber - von heute aus gesehen - überraschender persönlicher Nähe:
Heinrich Albertz, „Blumen für Stukenbrock“
Und noch ein anderer Blickwinkel, mit ziemlich viel zeitgenössischem Material: Fritz Erik Hoevels (Hg.), „30 Jahre Ketzer“.
Und der Blick über den Zaun eines Niederländers, betreffend das Ende: Pieter Bakker Schut, „Stammheim“.
Schöne Grüße
MM
_Was heißt: Die Konflikte auf die Spitze treiben? Das heißt: Sich nicht abschlachten lassen. Deshalb bauen wir die Rote Armee auf. Hinter den Eltern stehen die Lehrer, das Jugendamt, die Polizei. Hinter dem Vorarbeiter steht der Meister, das Personalbüro, der Werkschutz, die Fürsorge, die Polizei. Hinter dem Hauswart steht der Verwalter, der Hausbesitzer, der Gerichtsvollzieher, die Räumungsklage, die Polizei. Was die Schweine mit Zensuren, Entlassungen, Kündigungen, mit Kuckuck und Schlagstock schaffen, schaffen sie damit. Klar, daß sie zur Dienstpistole greifen, zu Tränengas, Handgranaten und MPs, klar, daß sie die Mittel eskalieren, wenn sie anders nicht weiterkommen. Klar, daß die GIs in Vietnam auf Guerilla-Taktik umgeschult wurden, die Green-Berretts auf Folterkurs gebracht. Na und? Klar, daß der Strafvollzug für Politische verschärft wird.
Ihr habt klarzumachen, daß das sozialdemokratischer Dreck ist, zu behaupten, der Imperialismus samt allen Neubauers und Westmorelands, Bonn, Senat, Landesjugendamt und Bezirksämtern, der ganze Schweinkram ließe sich unterwandern, nasführen, überrumpeln, einschüchtern, kampflos abschaffen. Macht das klar, daß die Revolution kein Osterspaziergang sein wird. Daß die Schweine die Mittel natürlich so weit eskalieren werden, wie sie können, aber auch nicht weiter. Um die Konflikte auf die Spitze treiben zu können, bauen wir die Rote Armee auf._
(Gudrun Ensslin 1970)
Die Bildung der RAF 1970 hatte in der Tat spontaneistischen Charakter. Die Genossen, die sich ihr anschlossen, sahen darin die einzige wirkliche Möglichkeit, ihre revolutionäre Pflicht zu erfüllen. Angeekelt von den Reproduktionsbedingungen, die sie im System vorfanden, der totalen Vermarktung und absoluten Verlogenheit in allen Bereichen des Überbaus, zutiefst entmutigt von den Aktionen der Studentenbewegung und der APO hielten sie es für nötig, die Idee des bewaffneten Kampfes zu propagieren. Nicht weil sie so blind waren, zu glauben, sie könnten diese Initiative bis zum Sieg der Revolution in Deutschland durchhalten, nicht weil sie sich einbildeten, sie könnten nicht erschossen und nicht verhaftet werden. Nicht weil sie die Situation so falsch einschätzten, die Massen würden sich auf ein solches Signal hin einfach erheben. Es ging darum, den ganzen Erkenntnisstand der Bewegung von 1967/68 historisch zu retten; es ging darum, den Kampf nicht mehr abreißen zu lassen.
(Ulrike Meinhof 1975)
Es ist erlaubt, nach den Zielen zu fragen.
An erster Stelle sollte aber die Information über die Verbrechen der RAF stehen:
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/01/29/poli…
Gruß, Infotalk
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Moin Roger,
Interessante Moral Leute zu entführen und umzubringen.
bevor Du solche Argumente bringst, solltest Du ein wenig die Geschichte der Leute anschauen, dann verstehtst Du auch die ursprüngliche Aussage.
Der spätere Weg der RAF ist für mich übrigens auch verwerflich!
Gandalf