Was wenn bei ZVG 50%,70% grenze nicht mehr sind?

Was ist eigentlich wenn man bei der ZVG nicht mehr auf die 50 udn 70 % grenze achten muss. Kann man dann bei einer 60000€ wohnung 10000 bieten. Natürlich kann man bieten aber kann das Gericht oder die Bank was dagegen machen.

mfg Tim

wohnung 10000 bieten. Natürlich kann man bieten aber kann das
Gericht oder die Bank was dagegen machen.

Der betreibende Gläubiger kann ein Gebot zurückweisen, wenn es ihm zu niedrig ist. Ob der Rechtspfleger das auch darf weiß ich nicht. Es ist ganz nützlich vor so einer Versteigerung mit der betriebenden Bank zu sprechen und zu erfragen, wo deren Schmerzgrenze ist.

Der betreibende Gläubiger kann bei jedem Gebot (theoretisch auch 150% d. Verkehrswertgutachtens) einstellen lassen…er ist immer „Herr des Verfahrens“.

Wenn die 50% Grenze gefallen ist, gibt es nur noch eine weitere,eigentlich zu vernachlässigende Grenze: die des geringsten Gebots. Ist meistens eine "Minimal"summe: Verfahrenskosten u.ä., nennt der Rechtspfleger zu Beginn der Bietungsstunde.
Der Tipp die Bank nach der Schmerzgrenze zu fragen ist nach meinen Erfahrungen eher wenig erfolgversprechend: Natürlich nennen die nicht ihre wirklichen Grenzen!
Gruß n.

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Hallo,
die Bank, die das Verfahren betreibt, kann selbst als Bieter auftreten und damit den Preis treiben. Falls kein Bieter mitgeht, kann sie immer noch nach ihrem eigenen Hoechstgebot den Zuschlag sich selber verweigern und in ein paar Monaten erneut versteigern. Oder die Bank holt sich die Immobilie guenstig als Eigentum und verkauft sie ueber die eigene Immobilienabteilung.
Gruss Helmut

Oder die Bank holt sich die Immobilie
guenstig als Eigentum

???

Oder die Bank holt sich die Immobilie
guenstig als Eigentum

???

Die Bank ersteigert die Immobilie selber, damit sie ihr gehört und sie sie dann selber vermarkten kann. Kein unübliches Verfahren.

Sind alle Grenzen gefallen, dann müssen die Kosten des Verfahrens gedeckt werden. Das ist die Mindestgrenze. Allerdings kann der Eigentümer noch Einwendungen machen. Das ist jedoch meist nicht der Fall.

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