Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschen etc. werden mit vier bis fünf Trieben (Stammverlängerung plus drei Leittriebe, ggf. + einer in Reserve) gepflanzt. Auf dem Bild sind frisch gepflanzte Stöcke irgendeiner verholzenden Pflanze (mehr lässt sich nicht sagen, die Auflösung ist zu schlecht, so dass man auch mit Zoom nicht mehr von den Stöcken sehen kann) mit acht bis zehn Leittrieben zu sehen. Die Anordung der Triebe an der Stammverlängerung ist viel zu dicht für alle gängigen Stein- und Kernobstarten, ausgenommen allenfalls Sauerkirschen.
Die große Zahl von Trieben und der stark humose, wahrscheinlich tiefgründige Boden hat mich auf Kiwis gebracht. Dazu würde auch die Bespannung in etwa zwei Meter Höhe passen, die nicht eindeutig erkennbar, aber zu vermuten ist: Kiwis blühen nur an einjährigen Trieben, so dass man anders als bei Stein- und Kernobst eine große Zahl schwacher Triebe anstrebt, die geeignete Unterstützungen brauchen. Bei geringerer Besonnung wie z.B. im Alten Land dürfte eine Spaliererziehung günstiger sein, ausreichend besonnte Kiwianlagen werden in Dachlauben erzogen, sieht ungefähr aus wie Südtiroler Pergl im Weinbau.
Hallo Blumepeder,
nein, wenn ich mir das Bild ansehe kann das kein Hopfen gewesen sein, da hast Du recht. Aber was dann, wir sind die Strecken öfter gefahren,
ich habe es also öfter gesehen?
Zwar immer nur im Vorbeifahren aber ich war auch noch 40 Jahre jünger.
Trotzdem danke für die Aufklärung.
Gruß aria
gerade weil sie offenbar frisch gepflanzt sind, halte ich Kern- oder Steinobst für nahezu ausgeschlossen: Auch bei Knip-Bäumen für Spindelerziehung, wo mindestens sechs Seitentriebe bei Pflanzung gewünscht sind, stehen diese in mindestens 30 cm Entfernung zueinander an der Stammverlängerung.
Bäume für eine klassische Spaliererziehung (die heute in so großem Maßstab wie in der gezeigten Anlage so gut wie nicht mehr praktiziert wird) sehen so ähnlich wie die gezeigten aus, wenn sie aus der Baumschule kommen, sollten aber außer der Stammverlängerung nicht mehr als vier Seitentriebe haben.
Es wäre halt schon schön, wenn man an den gezeigten Büschen oder Bäumen die Knospen erkennen könnte. Und wenn es nur wäre, um mir vorzuführen, dass ich ins Blaue lauter Unsinn geschrieben habe
das können Obstpflanzungen mit Spindelbüschen gewesen sein, damit hat man in D (West und Ost) vor etwa fünfunddreißig Jahren angefangen; vielleicht auch Bohnen, die im gewerblichen Anbau zur leichteren und damit schnelleren, also billigeren Ernte (und auch für rationellere und präzisere Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln) nicht mehr an den klassischen hohen Stangen, sondern an Schnüren nicht mehr als zwei Meter hoch gezogen werden. Vielleicht auch Freilandtomaten - es gibt Fleischtomatensorten, die auch in einjähriger Kultur im Freiland und auch in deutschem Klima zwei Meter hoch werden.
Ich dachte ja auch zuerst an Kiwis
Moin!
Gefühlsmäßig dachte ich zuerst an Kiwis.
Die kenne ich aber eigentlich nur noch kletternder (Carports in Slowenien oder Kroatien kenne ich mit Kiwis berankt), weniger als Bäumchen…
Die Rinde sieht ja auch zu hell aus für Kirsche oder Apfel oder Zwetschge…
Bitte noch ein Bld
Moin!
Du siehst, wir sterben hier schon selber vor Neugier und möchten Dir gern weiterhelfen…
Bitte bitte mach nochmal ein paar Fotos für uns!
HIlfreich wäre außerdem, wo die Plantage in etwa steht (dann könnte man rückschließen, ob Kiwi und Pfirsich überhaupt in Frage kommen)
Ich sage das sind Hopfenfelder.
habe ich in Bayern so gesehen
Gruss Snnblu
Dann solltest du bei deinem nächsten Besuch in Bayern mal etwas genauer hingucken. Ganz sicher sind das keine Hopfen"felder" (wurde in einigen Beiträgen ja aber schon geschrieben - man kann ja auch mal lesen, was die Vorschreiber so von sich geben).
Evtl. ein Weg herauszufinden was da wachsen soll
Hallo Interessierte,
falls jemend, wie durchaus geschrieben, wissen möchte
was denn da angebaut wird, so ist noch ein Bild möglicherweise
hilfreich aber bietet schon die Gefahr der Fehldeutung.
Mir würde so ein Bild auch nicht mehr sagen
Wer es wissen will, sollte mal hier: http://www.g-net.de/content/landesverbaende.php
die Gärtnerei-Landesverbände der Bundesländer kontaktieren.
Äh, die der Hessen lohnt sich nicht, keine Antwort auf meine Mail
wo ich das Bild zeigte und um Rat bat am 3.12
May be, wo annnerster hat man mehr Glück.
Oder sind das nur noch Funktionäre die den letzten Spaten
1960 in der Hand hielten und noch benutzen konnten ohne
Einweisung?
@Anfrager, rück bitte heraus in welchem Bundesland das Foto entstand.
Mittelgroße oder mehr Stadt in der Nähe, Name?
Du hast mittlerweile ausführlich lesen können, dass präzisere Aufnahmen der Bäume, Büsche, Heister oder Stöcke in der von Dir gezeigten Kultur ziemlich hilfreich wären, um Deine Frage zu beantworten.
Siehst Du eine Möglichkeit, solche Aufnahmen vorzulegen?
er hat die Frage ja auch in der „Expertensuche“ gestellt (siehe sein Profil).
Das hat ihm wohl gereicht.(Auch dort gibt es noch nicht mal ein feedback!) Geschmackssache…
Ich fange jetzt nicht an zu lamentieren…
Spannend fand ich die Diskussion hier im Forum allemal und werde meine Augen offen behalten, ob Kirsche hier auch unter Netzen angebaut wird (bisher nicht gesehen).
OT: Wie war das noch? „Wissen auf Gegenseitigkeit“?
Das war wohl mal… Obstfliegen…
in der Tat sieht man in Rheinhessen und der Pfalz recht wenige Hagelschutznetze. Das Gerüst für eine Anlage kostet halt, was es kostet, und seinen Nutzen kann man im Vorhinein bloß spekulativ schätzen - wenn es über Jahre weg keinen Hagelschlag gibt, der ohne Schutznetz einen Totalschaden für ein Jahr und Einschränkungen für das kommende Jahr gäbe, hat man den Aufwand dafür in den Sand gesetzt.
Das könnte sich in den kommenden Jahren ändern: Gerüste mit geeigneten Konstruktionen lassen sich in Einem für Hagelschutznetze und auch für die Installation von Wassersprühanlagen zum Schutz vor Spätfrösten verwenden. Die Technik, die Kulturen durch Versprühen von Wasser mit einem Eispanzer vor Frost zu schützen, war vor einigen Jahren in der Pfalz und auch in Rheinhessen ziemlich verbreitet, aber extrem selten gebraucht, so dass die Investition sich nicht recht rechnete. Im späten, anhaltenden Frost Ende Winter 2011/12 waren sehr viele dieser Anlagen teils nicht mehr gewartet, teils schon abgebaut: Und da hätte man sie im Wein und auch im Obst gut brauchen können. Dumm gelaafe…
ich komme nicht aus der Landwirtschaft, nehme es nur beim Spazieren gehen mit dem Hund wahr.
Dieses „überdachte Feld“ hier hat überschlagen 500m x 300m.
Und ja, hier machen es auch andere seit neuestem (muss mir das noch genauer anschauen…)
Im letzten Jahr (2011) war Null Ernte, weil es Spätfröste gab. Der Anblick war sehr traurig.
Ja, da hätte vielleicht Frostberegnung etwas bringen können. Ist das nicht ein „alter Hut“? Hier in der Anlage sind Bewässerungssysteme angelegt, allerdings im Boden.
Ich kann leider kein polnisch, sonst hätte ich mal gefragt.