Hi,
Also, ich habe schon vieles gehört, aber wie in aller Welt
kommst Du bitte schön auf die Idee, daß Gott die Bibel
geschrieben hat??? *grübel*
mit geschrieben meine ich nicht handschriftlich, sondern er inspirierte Schreiber mit heiligem Geist die Sachen aufzuschreiben, die er aufgeschrieben habn möchte. Wie das geschehen ist und wie weit er dabei eingegriffen hat kann ich nicht sagen.
Es ist erwiesen, daß die Bibel größtenteils nach Jesus Tod
entstanden ist.
Wohert hast du diese Behauptung? Nur das NT ist nach seinem Tod erschienen. Abschriften, die vor Jesu Tod datiert sind beweisen das gegenteil. Außerdem waren zu diesem Zeitpunkt keine Einzelheiten über die schon vernichteten Weltreiche bekannt, welche aber in der bibel drinstehen.
Es dürfte auch niemandem, der jemals einen
Blick in das Buch geworfen hat, entgangen sein, daß es von der
ersten bis zur letzten Zeile in der Vergangenheitsform
geschrieben ist. Logisch, meinst Du nicht?
das ist nicht richtig. Es stehen auch viele Prophetische Aussagen drin, die in der Zukunft geschrieben sind.
Das jetzt bitte nicht als Blasphemie nehmen, es ist nicht so
gemeint: Abgesehen davon, daß Gott - als ewiges und
allgegenwärtiges spirituelles Wesen - meines Erachtens schon
aufgrund fehlender „körperlicher Voraussetzungen“ gar nicht in
der Lage gewesen wäre, auch nur einen Buchstaben zu schreiben,
warum hätte er dann auch noch gleich drei wenig miteinander
verwandte Sprachen in einem Buch verwenden sollen? Damit es
lustiger/interessanter wird? Oder damit sich die Leute mit der
Übersetzung mehr Mühe geben? Wohl kaum.
wie gesagt, er hat es nicht selber geschrieben. Ausserdem lebten die Bibelschreiber in diesen 3 verschiedenen Epochen.
Im Zusammenhang mit der Bibel im Allgemeinen bin ich übrigens
auf eine ungemein interessante HP gestoßen, deren Autor sich
mit der Widersprüchlichkeit der Bibel beschäftigt:
http://nobi.ethz.ch/bibel/Bibel.html
ich werde einige Aspekte wiederlegen:
- Die Wiederkunft
Ich konnte nie verstehen, weshalb es noch Zeugen Jehovas gibt, obwohl sie genaue Daten (z.B. 1925) für Jesu Wiederkunft angaben und nichts geschehen ist. Was aber hat Jesus versprochen?
„Wahrlich ich sage euch: Es gibt einige von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes in Kraft haben kommen sehen“ (Mark. 9.1).
„Wahrlich ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die werden den Tod keinesfalls schmecken, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich.“ (Matth. 16.28)
Jesus hat sein Versprechen nicht gehalten, alle jene Menschen sind gestorben und er ist nicht gekommen. Diese zwei Verse würden schon genügen, die Bibel und Jesus zu verwerfen! Trotzdem haben über 2000 Jahre Menschen auf Jesus gewartet - vergeblich natürlich! Vor 2000 Jahren hat Johannes folgende Verse geschrieben, die heute die Bibel abschliessen „Der diese Dinge bezeugt, (Jesus) spricht: Ja, ich komme bald. Amen, komm, Herr Jesus“. Ist das nicht tragisch?
das ist ganz einfach. Er meinte mit dieser Prophezeiung
die Umgestaltungsszene einige Tage später.
Gebetserhöhrung:
Gott erhört Gebete seiner Diener, dafür gibt es viele Beweise.
wissenschaftliche Fehler:
ist leider auch nicht korrekt. Die angeführten Beispiele sind Gleichnisse und nicht wörtlich zu verstehen. Im Gegenteil, die Bibel ist wissenschaftlich äußerst Korrekt. Schon Hiob äußerte Einzelheiten über die Erde, die erst JAhrtausende später entdeckt wurden.
…
so könnte ich durch alle dort angeführten Punkte gehen.
hier hänge ich noch einige Ausschnitte an, die die Echtheit der Bibel stützen:
Ist das Buch vertrauenswürdig?
„Ich finde mehr sichere Kennzeichen von Echtheit an der Bibel als an irgendeinem weltlichen Geschichtsbuch“ (Sir Isaac Newton, bekannter englischer Wissenschaftler).1
IST dieses Buch - die Bibel - vertrauenswürdig? Ist darin von Menschen die Rede, die wirklich gelebt haben, von Orten, die es tatsächlich gab, und von Ereignissen, die wirklich eingetreten sind? Wenn dem so ist, dann müßten Beweise dafür zu finden sein, daß die Bibel von gewissenhaften, ehrlichen Personen geschrieben wurde. Und solche Beweise gibt es. Viele wurden durch Ausgrabungen freigelegt, doch noch mehr sind in dem Buch selbst zu finden.
Beweismaterial ausgegraben
Durch die Entdeckung alter Artefakte, die man in biblischen Ländern ausgegraben hat, ist die geschichtliche und geographische Genauigkeit der Bibel bestätigt worden. Betrachten wir nur einige dieser von Archäologen zutage geförderten Beweise.
David, ein mutiger junger Hirte, der König von Israel wurde, ist Bibellesern kein Unbekannter. Sein Name kommt in der Bibel 1 138mal vor, und der Ausdruck „Haus Davids“, mit dem häufig das Herrschergeschlecht gemeint ist, erscheint 25mal (1. Samuel 16:13; 20:16). Bis vor kurzem gab es jedoch keinen außerbiblischen Beweis dafür, daß David wirklich gelebt hat. War er nur eine fiktive Gestalt?
Eine Gruppe Archäologen unter der Leitung von Professor Avraham Biran machte 1993 eine erstaunliche Entdeckung, über die im Israel Exploration Journal berichtet wurde. Auf einem alten Schutthügel im nördlichen Teil Israels, Tel Dan genannt, legten sie einen Basaltblock frei. In diesen Stein waren unter anderem die Worte „Haus Davids“ und „König von Israel“ eingemeißelt.2 Die Inschrift, die ins 9. Jahrhundert v. u. Z. datiert wird, soll Teil eines Siegesdenkmals gewesen sein, das die Aramäer errichteten, die Feinde Israels waren und östlich davon lebten. Warum ist diese alte Inschrift so bedeutsam?
In einem Artikel der Zeitschrift Biblical Archaeology Review hieß es, gestützt auf einen Bericht von Professor Biran und seinem Kollegen Professor Joseph Naveh: "Zum ersten Mal wurde damit der Name David in einer außerbiblischen alten Inschrift gefunden."3 An der Inschrift ist noch etwas anderes beachtenswert. Der Ausdruck „Haus Davids“ erscheint als e i n Wort. Der Sprachwissenschaftler Professor Anson Rainey erklärt, daß "ein Trennungszeichen . . . häufig weggelassen wird, vor allem wenn es sich dabei um einen allgemein bekannten Eigennamen handelt. ,Das Haus Davids’ war Mitte des 9. Jahrhunderts v. u. Z. ohne Zweifel ein solcher politischer und geographischer Eigenname."5 Somit waren König David und sein Herrschergeschlecht in der Welt des Altertums offensichtlich gut bekannt.
Hat Ninive, die in der Bibel erwähnte große Stadt Assyriens, wirklich existiert? Noch im 19. Jahrhundert zogen einige Bibelkritiker das in Zweifel. Aber 1849 legte Sir Austen Henry Layard in Kujundschik die Ruinen des Palastes von König Sanherib frei. Wie es sich herausstellte, gehörte dieser Ort zum alten Ninive. So wurden die Kritiker in dieser Hinsicht zum Verstummen gebracht. Aber diese Ruinen hatten noch mehr auszusagen. An den Wänden eines gut erhaltenen Raumes war dargestellt, wie eine stark befestigte Stadt eingenommen wurde und Gefangene dem König der Eroberer vorgeführt wurden. Über dem König ist die Inschrift zu sehen: „Sanherib, König der Welt, König von Assyrien, saß auf seinem Thron und musterte die Beute aus Lachis“.6
Dieses Wandrelief mit der Inschrift ist im Britischen Museum zu besichtigen. Es entspricht dem Bibelbericht über die Einnahme der judäischen Stadt Lachisch durch Sanherib, von der in 2. Könige 18:13, 14 die Rede ist. Layard schrieb über die Bedeutung des Fundes: "Wer hätte es vor diesen Entdeckungen für wahrscheinlich oder möglich gehalten, unter dem Erd- und Schutthaufen an der Stelle Ninives die Geschichte des Krieges zwischen Hiskia [König von Juda] und Sanherib zu finden, die - niedergeschrieben zu ebenjener Zeit, da Sanherib ihn führte - den Bibelbericht sogar bis in alle Einzelheiten bestätigt?"7
Archäologen haben viele weitere Artefakte ausgegraben, die die Genauigkeit der Bibel belegen: Töpferwaren, Trümmer von Bauwerken, Tontafeln, Münzen, Urkunden, Denkmäler und Inschriften. Ausgräber legten die chaldäische Stadt Ur frei, wo Abraham gewohnt hatte, eine Stadt, die eine Handelsmetropole und ein religiöses Zentrum war8 (1. Mose 11:27-31). Die Nabonid-Chronik, die im 19. Jahrhundert entdeckt wurde, beschreibt den Sturz Babylons durch Cyrus den Großen im Jahre 539 v. u. Z., worüber in Daniel, Kapitel 5 berichtet wird.9 Im alten Thessalonich fand man auf einem Torbogen eine Inschrift (Bruchstücke davon werden im Britischen Museum aufbewahrt) mit den Namen von Stadtvorstehern, die als „Politarchen“ bezeichnet werden - ein Wort, das in der klassischen griechischen Literatur nicht vorkommt, aber vom Bibelschreiber Lukas gebraucht wurde (Apostelgeschichte 17:6, Fußnote).10 Wie schon in vielen anderen Einzelheiten war Lukas auch an dieser Stelle äußerst genau. (Vergleiche Lukas 1:3.)
Archäologen sind sich allerdings untereinander nicht immer einig, und sie stimmen auch nicht immer mit der Bibel überein. Dessenungeachtet enthält die Bibel selbst genügend stichhaltige Beweise dafür, daß sie vertrauenswürdig ist.
Offenheit in den Aussagen
Von ehrlichen Historikern würde man erwarten, daß sie nicht nur über Siege berichten (wie in der Inschrift über die Einnahme Lachischs durch Sanherib), sondern auch über Niederlagen; nicht nur über Erfolge, sondern auch über Fehlschläge; nicht nur über Stärken, sondern auch über Schwächen. Aber nur wenige weltgeschichtliche Aufzeichnungen lassen eine solche Ehrlichkeit erkennen.
Über die assyrischen Historiker schreibt Daniel D. Luckenbill: "Öfter wird deutlich, daß es die königliche Eitelkeit verlangte, die geschichtliche Genauigkeit zu opfern."11 Diese „königliche Eitelkeit“ zeigt sich in den Annalen des assyrischen Königs Assurnasirpal, der sich mit den Worten rühmte: "Ich bin königlich, ich bin edel, ich bin erhaben, ich bin mächtig, ich bin geehrt, ich bin herrlich, ich bin hervorragend, ich bin stark, ich bin tapfer, ich bin kühn wie ein Löwe, und ich bin ein Held!"12 Würden wir alles, was wir in diesen Annalen lesen, als geschichtlich zuverlässig ansehen?
Im Gegensatz dazu bewiesen die Bibelschreiber eine erfrischende Offenheit. Moses, der Führer Israels, berichtete unverhohlen sowohl über die Sünden seines Bruders Aaron, seiner Schwester Mirjam, seiner beiden Neffen Nadab und Abihu und die Sünden seines Volkes als auch über seine eigenen Fehler (2. Mose 14:11, 12; 32:1-6; 3. Mose 10:1, 2; 4. Mose 12:1-3; 20:9-12; 27:12-14). Die schwerwiegenden Fehler König Davids wurden nicht zugedeckt, sondern schriftlich festgehalten, und das zu einer Zeit, in der David als König herrschte (2. Samuel, Kapitel 11 und 24). Matthäus, der das gleichnamige Evangelium schrieb, berichtet, daß sich die Apostel (zu denen er gehörte) über ihre persönliche Stellung stritten und Jesus in der Nacht seiner Verhaftung verließen (Matthäus 20:20-24; 26:56). Die Schreiber der Briefe in den Christlichen Griechischen Schriften gaben offen zu, daß es in einigen frühen Christenversammlungen Probleme gab, zum Beispiel geschlechtliche Unmoral und Uneinigkeit. Und sie nahmen kein Blatt vor den Mund, als sie diese Probleme ansprachen (1. Korinther 1:10-13; 5:1-13).
Solche freimütigen, offenen Berichte lassen ein aufrichtiges Interesse an der Wahrheit erkennen. Wenn die Bibelschreiber bereit waren, Unvorteilhaftes über ihre Angehörigen, ihr Volk und sogar über sich selbst zu berichten, haben wir dann nicht allen Grund, ihren Schriften zu vertrauen?
In Einzelheiten genau
Die Glaubwürdigkeit einer Zeugenaussage vor Gericht ist häufig an Nebensächlichkeiten zu erkennen. Werden durch eine Aussage unbedeutende Einzelheiten bestätigt, kann das anzeigen, daß das Zeugnis genau und zuverlässig ist, während schwerwiegende Abweichungen eine Aussage als eine Erfindung entlarven mögen. Allerdings kann sich auch ein übergenauer Bericht, bei dem sich selbst die letzte Kleinigkeit wunderbar einfügt, als ein falsches Zeugnis herausstellen.
Was ist diesbezüglich über das „Zeugnis“ der Bibelschreiber zu sagen? Ihre Aufzeichnungen weisen eine bemerkenswerte Harmonie auf. Selbst in unwesentlichen Einzelheiten stimmen sie überein. Aber diese Harmonie ist nicht sorgfältig ausgeklügelt, was den Verdacht einer Absprache nahelegen würde. Die Übereinstimmung ist keiner erkennbaren Absicht zuzuschreiben, sondern ergibt sich eher zufällig. Betrachten wir einige Beispiele.
Der Bibelschreiber Matthäus schrieb: „Und als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er dessen Schwiegermutter fieberkrank daniederliegen“ (Matthäus 8:14). Matthäus erwähnt hier eine interessante, aber unwesentliche Einzelheit: Petrus war verheiratet. Diese unbedeutende Tatsache wird durch Paulus bestätigt, der schrieb: „Hätte ich nicht das Recht, eine christliche Ehefrau auf meine Reisen mitzunehmen, wie es die anderen Apostel tun . . . und auch Petrus?“ (1. Korinther 9:5, Die Bibel in heutigem Deutsch). Der Zusammenhang läßt erkennen, daß sich Paulus gegen ungerechtfertigte Kritik verteidigte (1. Korinther 9:1-4). Die Tatsache, daß Petrus verheiratet war, hat Paulus also nicht deshalb angeführt, weil er die Genauigkeit des Matthäusevangeliums stützen wollte, sondern nur beiläufig.
Alle vier Schreiber der Evangelien - Matthäus, Markus, Lukas und Johannes - berichten darüber, daß in der Nacht, als Jesus verraten wurde, einer seiner Jünger ein Schwert zog und damit einen Sklaven des Hohenpriesters schlug und ihm das Ohr abhieb. Nur im Johannesevangelium wird eine scheinbar unwichtige Einzelheit erwähnt: „Der Name des Sklaven war Malchus“ (Johannes 18:10, 26). Warum nennt nur Johannes den Namen des Mannes? Einige Verse weiter wird auf eine unbedeutende Tatsache verwiesen, die sonst nirgendwo erscheint: Johannes war „dem Hohenpriester bekannt“. Auch der Hausgemeinschaft des Hohenpriesters war er bekannt; die Diener kannten ihn, und er kannte sie (Johannes 18:15, 16). Es ist also ganz natürlich, daß Johannes den Verwundeten mit Namen nennt, wohingegen die anderen Evangelienschreiber, für die er ein Fremder war, es nicht tun.
Bisweilen fehlen in einem Bericht bestimmte Einzelheiten, die aber anderswo ganz nebenbei erwähnt werden. Matthäus berichtet zum Beispiel über Jesu Verhör vor dem Sanhedrin und erwähnt, daß Anwesende "ihm Backenstreiche [gaben] und sprachen: ,Prophezeie uns, du Christus: Wer ist es, der dich schlug?’ " (Matthäus 26:67, 68). Wieso forderten sie Jesus auf, zu „prophezeien“, wer ihn geschlagen hätte, wenn doch der Schläger vor ihm stand? Matthäus geht nicht darauf ein. Aber zwei andere Evangelienschreiber führen die fehlende Einzelheit an: Jesu Verfolger verhüllten sein Gesicht, bevor sie ihm Backenstreiche gaben (Markus 14:65; Lukas 22:64). Matthäus war in seinem Bericht nicht so sehr daran gelegen, alles bis ins letzte Detail zu erwähnen.
Im Johannesevangelium wird davon berichtet, daß sich eine große Menschenmenge einfand, um Jesu Lehren zu lauschen. Gemäß dem Bericht sagte Jesus, als er die Volksmenge sah, "zu Philippus: ,Wo sollen wir Brote kaufen, damit diese essen können?’ " (Johannes 6:5). Warum fragte Jesus von allen anwesenden Jüngern ausgerechnet Philippus, wo sie Brot kaufen könnten? Der Schreiber gibt darüber keine Auskunft. Aber im Parallelbericht erwähnt Lukas, daß sich das in der Nähe von Bethsaida zutrug, einer Stadt am Nordufer des Galiläischen Meeres, und an einer früheren Stelle des Johannesevangeliums heißt es: „Philippus nun war aus Bethsaida“ (Johannes 1:44; Lukas 9:10). Jesus fragte also logischerweise jemand, dessen Heimatort in der Nähe lag. Die Übereinstimmung in den Einzelheiten ist wirklich bemerkenswert, jedoch völlig unbeabsichtigt.
In einigen Fällen unterstreicht das Fehlen bestimmter Einzelheiten sogar noch die Glaubwürdigkeit der Bibelschreiber. Der Schreiber von 1. Könige berichtet zum Beispiel von einer großen Dürre in Israel. Sie war so groß, daß der König für seine Pferde und Maultiere nicht genug Wasser und Weide fand, um sie am Leben zu erhalten (1. Könige 17:7; 18:5). Im gleichen Bericht ist aber davon die Rede, daß der Prophet Elia so viel Wasser (das in Verbindung mit einem Opfer verwendet werden sollte) zu sich auf den Karmel bringen ließ, daß damit ein Graben gefüllt werden konnte, der sich um ein Gebiet von wahrscheinlich 1 000 Quadratmetern zog (1. Könige 18:33-35). Woher stammte in der Dürre all das Wasser? Der Schreiber von 1. Könige machte sich nicht die Mühe, das zu erklären. Aber jeder, der in Israel wohnte, wußte, daß der Karmel an der Küste des Mittelmeeres liegt, was später noch aus einer beiläufigen Bemerkung hervorgeht (1. Könige 18:43). Meerwasser stand also ohne weiteres zur Verfügung. Wenn in diesem sonst so genauen Buch einfach Erdichtetes als Tatsache hingestellt worden wäre, warum hätte dann der Schreiber, der in diesem Fall ein schlauer Fälscher gewesen wäre, einen solchen Stolperstein im Text belassen?
Kann man also der Bibel vertrauen? Archäologen haben genügend Artefakte ausgegraben, die bestätigen, daß in der Bibel von Menschen, Orten und Ereignissen die Rede ist, die es tatsächlich gegeben hat. Noch überzeugender sind sogar die Beweise in der Bibel selbst. Freimütige Schreiber verschonten niemand - nicht einmal sich selbst - und berichteten die unumstößlichen Tatsachen. Die innere Harmonie der Schriften einschließlich der unbeabsichtigten Übereinstimmungen verleiht dem „Zeugnis“ den deutlichen Klang der Wahrheit. Mit solch „sicheren Kennzeichen von Echtheit“ ist die Bibel tatsächlich ein vertrauenswürdiges Buch.
Stimmt das Buch mit der Wissenschaft überein?
Die Religion hat die Wissenschaft nicht immer gerade als Freund betrachtet. In früheren Jahrhunderten widerstanden Theologen mitunter neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die ihre Bibelauslegung zu gefährden schienen. Ist die Wissenschaft aber wirklich bibelfeindlich?
WENN die Bibelschreiber die wissenschaftlichen Ansichten vertreten hätten, die zu ihrer Zeit allgemein verbreitet waren, wäre ein Buch mit krassen wissenschaftlichen Irrtümern entstanden. Aber das, was sie schrieben, verrät keine unwissenschaftlichen Vorstellungen. Ganz im Gegenteil! Sie hielten Aussagen fest, die nicht nur wissenschaftlich genau waren, sondern auch den damals anerkannten Vorstellungen völlig widersprachen.
Welche Form hat die Erde?
Diese Frage hat Menschen jahrtausendelang beschäftigt. Im Altertum war man allgemein der Ansicht, die Erde sei flach. Die Babylonier glaubten zum Beispiel, das Universum sei ein Kasten oder ein Raum, dessen Boden die Erde bilde. Wedische Priester Indiens stellten sich die Erde als eine flache Scheibe vor, die nur auf einer Seite bewohnt sei. Ein Naturvolk in Asien hatte die Vorstellung, die Erde sei ein riesiges Tablett.
Schon im 6. Jahrhundert v. u. Z. stellte der griechische Philosoph Pythagoras die Theorie auf, die Erde müsse eine Kugel sein, da auch der Mond und die Sonne kugelförmig seien. Dem stimmte Aristoteles (4. Jahrhundert v. u. Z.) zu, indem er erklärte, die Kugelform der Erde werde durch die Mondfinsternisse bewiesen. Der Erdschatten auf dem Mond sei schließlich rund.
Aber die Vorstellung von einer flachen, nur auf der Oberseite bewohnten Erde verschwand nicht vollständig. Einige konnten die logische Schlußfolgerung, daß es, wenn die Erde rund sei, Antipoden geben müßte, einfach nicht akzeptieren. Lactantius, ein christlicher Apologet des 4. Jahrhunderts u. Z., spottete besonders über diesen Gedanken. Er argumentierte: "Könnte jemand so unvernünftig sein, zu glauben, es gebe Menschen, deren Fußspuren über ihren Köpfen sind . . . die Feldfrüchte und Bäume würden nach unten wachsen, der Regen, der Schnee und der Hagel würden nach oben fallen?"2
Die Vorstellung von Antipoden war für einige Theologen ein Dilemma. Wenn es Antipoden gebe, so besagten bestimmte Theorien, könnten sie keine Verbindung zu bekannten Menschen haben, weil entweder das Meer für eine Überquerung zu groß sei oder eine unpassierbare heiße Zone um den Äquator liege. Woher sollten die Antipoden also stammen? Einige Theologen glaubten angesichts dieser verwirrenden Auffassungen lieber, es könne keine Antipoden geben, und Lactantius argumentierte sogar, die Erde könne überhaupt keine Kugel sein.
Dennoch setzte sich die Vorstellung von der kugelförmigen Erde durch und wurde schließlich weithin akzeptiert. Aber erst mit dem Anbruch des Raumfahrtzeitalters im 20. Jahrhundert war es Menschen möglich, weit genug in den Weltraum vorzudringen, um mit eigenen Augen die Bestätigung dafür zu erhalten, daß die Erde eine Kugel ist.
Und welcher Standpunkt wird in der Bibel zu dieser strittigen Frage vertreten? Im 8. Jahrhundert v. u. Z., als die Vorstellung von einer flachen Erde vorherrschte, das heißt, Jahrhunderte bevor griechische Philosophen die Theorie von einer kugelförmigen Erde aufstellten und Tausende von Jahren bevor Menschen die Erde vom Weltraum aus als Kugel sahen, machte der hebräische Prophet Jesaja die bestechend einfache Aussage: „Da ist EINER, der über dem Kreis der Erde wohnt“ (Jesaja 40:22). Das hier mit „Kreis“ wiedergegebene hebräische Wort chugh kann auch mit „Kugel“ übersetzt werden.3 In anderen Bibelübersetzungen steht „Erdkugel“ (Douay Version) oder „Erdenrund“ (Pattloch-Bibel).
Der Bibelschreiber Jesaja griff nicht auf die mythischen Vorstellungen zurück, die man damals von der Erde hatte. Die von ihm festgehaltene Aussage wurde durch fortschreitende wissenschaftliche Entdeckungen nicht zum Wanken gebracht.
Worauf ruht die Erde?
Den Menschen früherer Zeiten stellten sich auch noch andere verwirrende Fragen über den Kosmos: Worauf ruht die Erde? Was hält die Sonne, den Mond und die Sterne in ihrer Stellung? Sie kannten noch nicht das später von Isaac Newton formulierte universelle Gravitationsgesetz, über das er im Jahre 1687 eine Abhandlung veröffentlichte. Sich Himmelskörper vorzustellen, die frei im Raum schweben - so etwas war ihnen völlig fremd. In ihren Erklärungen werden daher die Erde und die anderen Himmelskörper oft von stofflichen Objekten oder Substanzen gestützt.
Von Inselbewohnern stammte wahrscheinlich die in alter Zeit vertretene Auffassung, die Erde sei von Wasser umgeben und schwimme darin. Die Hindus wiederum stellten sich vor, die Erde habe mehrere Grundlagen - eine über der anderen. Nach ihrer Vorstellung ruhte die Erde auf vier Elefanten, die auf einer Riesenschildkröte standen, diese stand auf einer riesigen Schlange, und die zusammengeringelte Schlange schwamm im kosmischen Meer. Empedokles, ein griechischer Philosoph des 5. Jahrhunderts v. u. Z., glaubte, die Erde ruhe auf einem Wirbel, der die Bewegung der Himmelskörper verursache.
Die Ansichten des Aristoteles übten mit den größten Einfluß aus. Er stellte zwar die Theorie auf, die Erde sei eine Kugel, doch bestritt er, daß sie im leeren Raum hänge. In seiner Abhandlung Über den Himmel widerlegte er die Vorstellung, die Erde ruhe auf Wasser, und führte aus: "Auch das Wasser bleibt ja seiner Natur nach nicht schweben, sondern braucht eine Unterlage."4 Worauf „lag“ also die Erde? Aristoteles lehrte, die Sonne, der Mond und die Sterne befänden sich auf der Oberfläche von festen, durchsichtigen Sphären. Eine Sphäre umschließe die nächste, wobei die unbewegliche Erde den Mittelpunkt bilde. Während die Sphären rotierten, eine in der anderen, würden sich die Objekte darauf - Sonne, Mond und Planeten - über den Himmel bewegen.
Die Erklärung des Aristoteles erschien logisch. Wie sollten die Himmelskörper in ihrer Stellung bleiben, wenn sie nicht an irgend etwas befestigt waren? Die Ansichten des hochgeachteten Aristoteles wurden 2 000 Jahre lang als Tatsachen gelehrt. Gemäß der New Encyclopaedia Britannica erreichten seine Lehren im 16. und 17. Jahrhundert in den Augen der Kirche „den Status eines religiösen Dogmas“.5
Nach der Erfindung des Teleskops begannen Astronomen die Theorie des Aristoteles anzuzweifeln. Eine Erklärung erhielten sie aber erst durch Sir Isaac Newtons Aussage, daß die Planeten im leeren Raum mittels einer unsichtbaren Kraft auf ihren Umlaufbahnen gehalten werden: durch die Gravitation. Das erschien unglaublich, und mehreren Kollegen Newtons fiel es schwer, sich den Raum als eine große Leere vorzustellen, weitgehend frei von Materie.6
Was sagt die Bibel zu dieser Frage? Seit nahezu 3 500 Jahren heißt es darin unmißverständlich, daß die Erde „an nichts“ aufgehängt ist (Hiob 26:7). Das im hebräischen Originaltext an dieser Stelle gebrauchte Wort für „nichts“ (belimáh) bedeutet wörtlich „ohne (= nicht) etw[as]“.7 In der Contemporary English Version steht dafür der Ausdruck „an leerem Raum“.
Die meisten Menschen stellten sich damals die Erde keineswegs als einen Planeten vor, der „an leerem Raum“ hing. Aber der Bibelschreiber zeichnete eine Aussage auf, die nicht nur seiner Zeit weit voraus, sondern auch wissenschaftlich korrekt war.
Stimmt die Bibel mit medizinischen Erkenntnissen überein?
Durch die moderne Medizin wissen wir heute vieles über die Ausbreitung und Verhütung von Krankheiten. Im 19. Jahrhundert führten die Fortschritte auf medizinischem Gebiet dazu, daß man keimtötende Maßnahmen ergriff, durch größere Reinlichkeit auf die Verringerung von Infektionen bedacht war. Die Ergebnisse sprachen für sich. Es gab daraufhin viel weniger Infektionen und Fälle von vorzeitigem Tod.
Die Ärzte im Altertum verfügten weder über ein umfassendes Wissen darüber, wie sich Krankheiten ausbreiten, noch war ihnen bewußt, welche Bedeutung der Hygiene bei der Verhütung von Krankheiten zukommt. Es verwundert daher nicht, daß viele ihrer Heilmethoden im Vergleich zu den heutigen geradezu barbarisch anmuten.
Einer der ältesten medizinischen Texte ist der Papyros Ebers, eine Zusammenstellung von medizinischem Wissen der alten Ägypter aus der Zeit um 1550 v. u. Z. Diese Schriftrolle enthält etwa 700 Heilmittel für die unterschiedlichsten Leiden, „von Krokodilbissen bis Zehennagelschmerzen“.8 In dem Werk The International Standard Bible Encyclopaedia heißt es, daß „das medizinische Wissen dieser Ärzte rein empirisch und völlig unwissenschaftlich war und größtenteils auf Magie beruhte“.9 Zwar waren die meisten Heilmittel lediglich unwirksam, allerdings gab es auch einige, die äußerst gefährlich waren. In einem Rezept zur Wundbehandlung wurde empfohlen, ein Gemisch aus Menschenkot und verschiedenen anderen Substanzen aufzutragen.10
Der Text mit den medizinischen Heilmitteln der Ägypter wurde etwa zur selben Zeit aufgezeichnet wie die ersten Bücher der Bibel, die unter anderem das mosaische Gesetz enthielten. Moses, der im Jahre 1593 v. u. Z. geboren wurde, wuchs in Ägypten auf (2. Mose 2:1-10). Als Mitglied der Hausgemeinschaft des Pharaos wurde er „in aller Weisheit der Ägypter unterwiesen“ (Apostelgeschichte 7:22). Er kannte die „Ärzte“ Ägyptens (1. Mose 50:1-3). Zeugen seine Aufzeichnungen davon, daß er sich von deren unwirksamen und gefährlichen Heilmethoden beeinflussen ließ?
Nein. Im Gegenteil, das mosaische Gesetz enthielt Hygienevorschriften, die ihrer Zeit weit voraus waren. Zum Beispiel verlangte ein für Militärlager geltendes Gesetz, Exkremente außerhalb des Lagers zu vergraben (5. Mose 23:13). Das war eine äußerst fortschrittliche Präventivmaßnahme. Dadurch wurde das Wasser nicht verschmutzt, und man war vor der Bakterienruhr geschützt, die durch Fliegen übertragen wird, sowie vor anderen Durchfallerkrankungen, die in Ländern mit beklagenswerten hygienischen Verhältnissen immer noch jedes Jahr Millionen Menschenleben fordern.
Das mosaische Gesetz enthielt auch noch weitere Hygienevorschriften, die die Israeliten vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten schützten. Wer eine ansteckende Krankheit hatte oder jemand, bei dem Verdacht auf eine solche Krankheit bestand, kam in Quarantäne (3. Mose 13:1-5). Kleider und Gefäße, die mit einem Tier in Berührung kamen, das (möglicherweise an einer Krankheit) verendet war, mußten entweder vor erneutem Gebrauch gewaschen oder sie mußten vernichtet werden (3. Mose 11:27, 28, 32, 33). Jeder, der eine Leiche berührte, galt als unrein und mußte sich einer Reinigung unterziehen, die ein Bad und das Waschen seiner Kleider einschloß. An den sieben Tagen seiner Unreinheit sollte er es vermeiden, andere Personen zu berühren (4. Mose 19:1-13).
Diese Reinheitsgesetze verraten eine Weisheit, wie sie die Ärzte der damaligen Nachbarnationen nicht aufwiesen. Tausende von Jahren bevor die Mediziner schließlich entdeckten, wie sich Krankheiten ausbreiten, machte die Bibel vernünftige Verhütungsmaßnahmen zur Vorschrift. Kein Wunder, daß Moses zu seiner Zeit von den Israeliten sagen konnte, daß sie im allgemeinen ein Alter von 70 bis 80 Jahren erreichten (Psalm 90:10).
Daß die hier erwähnten biblischen Aussagen wissenschaftlich genau sind, wird wahrscheinlich jeder anerkennen. Allerdings enthält die Bibel auch Aussagen, die sich wissenschaftlich nicht beweisen lassen. Steht sie deshalb aber unbedingt im Widerspruch zur Wissenschaft?
Das Unbeweisbare akzeptieren
Eine Aussage, die nicht bewiesen werden kann, muß deshalb noch nicht falsch sein. Wissenschaftliche Beweisführungen können dadurch an ihre Grenzen stoßen, daß man nicht genügend Beweismaterial zutage fördern kann oder Einzelheiten nicht richtig zu interpretieren weiß. Aber es gibt auch gewisse Tatsachen, die nicht bewiesen werden können, weil keine Beweise erhalten geblieben sind, das Beweismaterial noch verborgen oder unentdeckt ist oder weil die Fähigkeiten und Sachkenntnisse der Wissenschaftler nicht ausreichen, um zu einem unbestreitbaren Ergebnis zu kommen. Könnte das nicht auch auf bestimmte biblische Aussagen zutreffen, für die es keine greifbaren, voneinander unabhängigen Beweise gibt?
Zum Beispiel kann die Aussage der Bibel über die Existenz eines unsichtbaren, von Geistpersonen bewohnten Bereichs wissenschaftlich weder bewiesen noch widerlegt werden. Dasselbe trifft auf die in der Bibel erwähnten Wunder zu. Für die weltweite Flut der Tage Noahs liegen ebenfalls nicht genügend eindeutige geologische Beweise vor, die auch den letzten Menschen zufriedenstellen würden (1. Mose, Kapitel 7). Muß das heißen, daß es die Sintflut überhaupt nicht gegeben hat? Zeit und Veränderungen können geschichtliche Ereignisse in tiefes Dunkel hüllen. Könnte es beispielsweise nicht sein, daß durch geotektonische Aktivität im Verlauf von Tausenden von Jahren viele Beweise für die Sintflut verlorengegangen sind?
Die Bibel enthält zugegebenermaßen Aussagen, die weder durch verfügbare greifbare Beweise bestätigt noch widerlegt werden können. Sollte uns das aber überraschen? Die Bibel ist kein wissenschaftliches Lehrbuch. Sie enthält jedoch die Wahrheit. Wir haben bereits überzeugende Beweise dafür betrachtet, daß ihre Schreiber ehrliche und vertrauenswürdige Menschen waren. Und wenn sie von Dingen sprechen, die wissenschaftliche Themen berühren, sind ihre Aussagen genau und völlig frei von den „wissenschaftlichen“ Theorien des Altertums, die sich als reine Mythen erwiesen haben. Die Wissenschaft ist also keineswegs bibelfeindlich. Wir haben somit allen Grund, die Aussagen der Bibel unvoreingenommen zu erwägen.
gruss alex
Tessa
PS. Was mir gerade noch einfällt: an den Bibel-Zitaten arbeite
ich noch - ist doch nicht so einfach, wie ich dachte.
das freut mich 