Was wissen Gymnasiasten über Uni´s?

Das meinte ich nicht. Nur, wenn ich nicht studieren will,
sondern ne Ausbildung mache, dann brauch ich kein Abi, viele
Arbeitgeber sehen Gymnastiasten als Theoretiker und wollen sie
gar nicht soooo gern haben.

Das stimmt so pauschal einfach nicht, um es mal ganz kurz zu sagen…Schule bringt allgemein nicht eben Praktiker hervor und nicht jeder der gerne liest ist ein handwerkliche Idiot. :wink: Abiturienten verfügen schon wegen der längeren Schulzeit über ein wenig mehr Allgmeinbildung, sind älter und damit vergleichsweise reifer. Das reicht schon, um sie für viele Berufe zu qualifizieren und Ausbildung heißt ja auch nicht nur Handwerk und Produktion.

Klar gibt es auch Ausbildungsberufe die Abitur vorraussetzen,
aber grundsätzlich geh ich davon aus, dass ein Abiturient
studieren will.

Das mag sein, dass Du davon ausgehst, aber das ist bei weitem nicht so. :wink: Viele begraben einen Gedanken ans Studium zwar nicht völlig und lernen Berufe, die ihnen später die Möglichkeiten für ein weiterführendes Studium offen lassen, aber es sind doch etliche, die sich Ausbildungsplätze suchen und nicht nur die, die unterhalb jedes NC liegen.

Nö nicht wirklich, vielleicht auch weil bei uns „recht“ viele
keinen Zugang hatten. Also zum Internet, gedrucktes sah man
schon lieber.

Das wundert mich, weil Abitur natürlich eine Vorbereitung auf wissenschaftliches Arbeiten sein soll, da gehören die Fertigkeiten mit den vielfältigen Inforationen der Medien…und zwar aller…fertig zu werden dazu.

Bücherquellen waren grundsätzlich lieber gesehen als
Internetquellen, und das ist sogar an meiner Uni so. Jedes www
wird skeptisch betrachtet.

Das hat aber seine Ursache in anderen Dinge als die über die wir hier sprechen…ich persönlich halte Bücher auch für wissenschaftlich zuverlässigere Quellen als Internet, aber wir reden ja nicht nur von wissenschaftlicher Arbeit sondern och eher von reiner Informationsbeschaffung. Da ist Internet ein Mittel zum Zweck, das man einfach beherrschen muss.

Ich weiß, das es nicht sinnvoll ist, aber es gibt diese und
man könnte den Leuten ja ein bisschen helfen…

Zuerst muss man sich auch selber helfen. Wie gesagt, um an der eigenen Schule eine entsprechende Infoveranstaltung zu organisieren benötigt man nur Eigeninitiative…die wiederum ist der Grundpfeiler eines Studiums. Selber denken, fragen und die Antworten suchen, das ist der richtige Weg, nicht warten, bis die Antworten alleine vorbeispaziert kommen.

Vielleicht bin

ich ja auch einfach zu nett, aber wenns wo hapert kann man ja
doch nicht einfach sagen „Ja, Fick dich ins Knie und guck wo
du bleibst“.

Wer dort Hilfe benötigt, sie aber nicht mal selber organisieren kann, muss sich fragen lassen, ob er als hilfsbedürftiger nicht andere Wege gehen muss. Es ist keine Schande Realist zu sein. :wink:

In meinem Seminar hatte ich Leute, die kein richtiges Deutsch
konnten. Sogar Deutsche, die das nicht konnten, oder Probleme
hatten eine simple Zusammenfassung zu schreiben, oder die
nicht wussten was ein KOnjunktiv ist. Da habe ich einzelnen
auch geholfen und siehe da, sie verbesserten sich.

An dieser Stelle kannst Mal der Schule und den verantwortlichen Lehrern Vorwürfe machen…DAS zu vermitteln wäre Aufgabe der Schule gewesen. :wink:

Gute Nacht
Maid

Hi
Anja

Schön für dich. Vielleicht solltest du dir meine Postings noch
einmal durchlesen, denn deren Sinn ist dir offenbar entgangen.

–> das musst du mir grade sagen nach DEM hier?:

Das betraf auch Direktoren, Eltern, Bekannte, und
eigentlich allem dem man so begegnet ist mit ausnahe eines
einzigen Wirtschaftsprüfers seineszeichens Vater eines Sohnes.

Äh, jetzt wird’s noch mysteriöser. Warum sollten
Bekannte sich darum reißen, den Abiturienten Wissen
über Unis vorzukauen? Warum sollen sich die Eltern darüber
informieren (denn falls sie nicht gerade an der Uni arbeiten,
werden sie von der derzeitigen Situation wohl auch kaum Ahnung
haben), wenn es doch den erwachsenen Sohnemann/die erwachsene
Tochter betrifft? Der Schuldirektor gehört in meinen Augen zu
der Lehrerschaft. Also, was wolltest du uns mit diesem deinen
Satz sagen? Insgesamt klingt es jedenfalls so, als müssten
sich alle informieren bis auf die Schüler selbst, die das
Recht hätten, die Informationen auf silbernem Tellerchen
serviert zu bekommen. Imho sollte es genau andersherum laufen.

–> hättest du nämlich meinen ersten sowie zweiten Beitrag tatsächlich gelesen, wüsstest du, dass ich hier vom Latinum sprach.

Wirklich brauchen tut man es auch nicht, es ist nur ein
Stempel.

Wovon sprichst du jetzt?

Hier übrigens auch.

Es GIBT Unis die viele Fächer auch ohne diese Anforderung
gestalten, aber die sind (von hier aus zumindest) weit weg.

In dem Alter sollte man auch schon selbstständig genug sein,
um, falls es für seinen beruflichen Werdegang günstig ist, von
zu Hause wegziehen zu können… Ich habe das jedenfalls auch
überlebt…

Klar, weil alles so günstig ist und jeder reiche Eltern hat und sofort einen Job findet, weil wir haben ja kein Arbeitslosenproblem in Deutschland und wenn man nicht umsonst arbeitet will einen jeder haben, vor allem wenn man frisch vom Gymnasium kommt und keine bis kaum Arbeitserfahrung vorzuweisen hat. Klar, geht bei jedem absolut glatt. Darum campen bei uns auch Studenten auf dem Campus. Heißt ja auch so.

Wozu aber bitteschön Latein im vollen Umfang bei Anglistik gut
sein soll, wobei weder Altenglisch und Mittelenglisch, classic
modern english oder modern english auch nur ansatzweise was
mit romanischen Sprachen zu tun haben, um DAS zu
rechtfertigen. Aber so ist das halt, eine Aussiebmethode.

Keine Ahnung, interessiert mich auch nicht wirklich, weil ich
etwas ganz anderes studiere. Und genauso wenig hätte es mich
bei einer Info-Veranstaltung in der Schule interessiert.

Ja, ist natürlich schrecklich wenn man für 5 Minuten dann mal weghören muss, die armen Häschen die dann in einer evtl. mehrstündigen evtl. freiwilligen Veranstaltung für 5-10 Minuten mit etwas gequält werden das sie nicht interessiert…

Du warst doch auch an der Schule. Hat DICH da etwa ALLES super interessiert? Also ich fand den Physikunterricht auch absolut langweilig, trotzdem musste ich mitmachen und letztendlich hat es ja auch was gebracht.

Es ist ja auch, wie du vielleicht gelesen hast, falls du nicht
nur ein Ventil für deine „Oh die armen Lehrer jeder hackt auf
ihnen rum“ Propaganda suchtest,

(diesen garstigen Ton überlese ich mal wieder)

Liebe Anja, wenn du einen Beitrag, der nichts mit Antilehrerpropaganda zutun hat mit einem „Ja die Lehrer sind wieder schuld“ unterschreibst, und das gleich zweimal, sehe ich das eher als defensive Hetze denn sinnvoll.
Wenn ich von der Schule als Institution spreche heißt das nicht „der und der Lehrer passt mir nicht und überhaupt sind die alle doof“ Ich weiß nicht ob du es mitbekommen hast, aber für viele Dinge können Lehrer auch nichts. Zum Beispiel, wenn nicht genug Geld da ist, was können Lehrer dafür?
Blöde curricula, was kann der Lehrer dafür?
Zentralabitur, haben die Lehrer sich auch nicht drum gerissen.
Lehrermangel? Wer isses denn, der keine anstellt? In meinem Falle Düsseldorf, die zwei Biologielehrer meiner Ex-Schule wären jedenfalls froh nicht auch noch den Unterricht für die Partnerschule mitschmeißen zu müssen, weils dort keine Biolehrer gibt.

Es gibt viele Faktoren auf die Lehrer allein keinen Einfluss haben. Wenn DU es bist die daran nicht denkt und überall gleich einen Angriff auf Lehrer reinliest, sorry, dann ist das DEIN Problem.

lg
Kate

Hi Anja (das 2. Mal)

.

Genauso wie das Latinum einen minimalen Anteil von Fächern
abdeckt, der Chemieunterricht, der Sport-LK usw. Genau davon
habe ich doch gesprochen: Es GEHT gar nicht anders, als dass
sich jeder selbstständig darüber informiert, was er machen
will. Die Lehrer können einem beim besten Willen an dieser
Stelle nicht alles vorkauen.

Ich habe nicht gesagt, dass sich die Schüler überhaupt nicht informieren sollen. Aber ob du es glaubst oder nicht es gibt noch viele die man einen Monat vorm Abi fragt, was sie machen wollen und sie sagen: Weiß nicht.
Denen kann man durchaus eine Orientierungsmöglichkeit geben, eine kleine Vorstellung. Muss ja keine Zwangsveranstaltung sein.

Ja, was habt ihr denn erwartet? Dass euch 19-Jährigen jemand
alle Infos zum Studium vorkaut?

Was spricht denn bitte gegen EINE grobe Veranstaltung?

Und was soll dort erzählt werden? Allgemeines Blabla, das eh
schon jeder, der sich auch nur ansatzweise mit dem Gedanken an
ein Studium befasst hat, kennt?

Von diesem „jeder“ bin ich grad nicht überzeugt. Aber man könnte kurz allgemeine Fächerprofile vorstellen. Wie sieht ein technisches/naturwissenschaftliches/geisteswissenschaftliches Studium aus, wie ein Sportstudium? Wirft man da wirklich nur Bälle? Kann man die Uni explodieren lassen?
An anderen Unis wurde der Bachelor/Master Studiengang erklärt, was ich nicht schlecht finde, weil ich merke dass hier Leute im 3. 5. 6. Semester rumlaufen die immer noch nicht richtig wissen was jetzt wie läuft, dabei sind es teilweise wirklich einfache Strukturen. Und ich glaube nicht das die alle einfach nur blöd sind.
Allerdings ist das natürlich ein tolles, einfaches Argument.

Wir hatten noch in der 12 (!) Klasse Aufklärungsunterricht,
nach 4 mal (4. Klasse, 6. Klasse, 8. klasse und 10. Klasse)
und da willst du mir erzählen dass eine kleine Infostunde zum
Thema Uni zuviel verlangt wäre?

Nee, ich will umgekehrt erzählen, dass man AUCH den
Aufklärungsunterricht hätte weglassen können. :smile:

Dem stimm ich an der Stelle gerne zu … :wink:

Man konnte nur auf eigene Faust was machen,

Das sollte man einem Abiturienten schon zutrauen.

Aber muss man ihnen auch immer Steine in den Weg legen?

Wer spricht hier von Steinen?

Ich, ich habs ja gemerkt, und ich bin nicht die einzige, das grade wenn einzelne Schüler sich informieren wollen (und das nicht die Mehrzahl ist) da gerne mal etwas rumgezickt wird, sprich, Tage der Offenen Tür und so.
Unser Geschilehrer hatte einen Bekannten der an der Uni arbeitete, der uns evtl. was erzählt hätte aber die Leitung meinte, dafür sei ja keine Zeit mehr (März vor Abitur)

Und du weißt ja schon dass diese Zeile:

Und natürlich sind die bösen Lehrer an allem schuld…

Und diese:

Reg dich bitte ab. Anscheinend habe ich da bei dir eine wunde
Stelle getroffen, dass du sofort so grantig wirst. Aber weil
ich nett bin,

sich ein klein wenig widersprechen?
Natürlich werde ich ein wenig gereizt wenn mir wild irgendwo Vorwürfe gemacht werden, die ziemlich haltlos sind.

antworte ich dir trotzdem in einem freundlichen

Ton. Wenn es darum geht, Schüler an einer Schule zu
informieren, wer wird da deiner Meinung nach stillschweigend
als „Informant“ vorausgesetzt? Der Heilige Geist? Oder doch
der Lehrer? Dass du das Wort „Lehrer“ nirgends explizit
erwähnt hast, bedeutet nicht, dass dass sich der Leser nun ein
abstraktes Wesen vorstellen sollte. Falls du die Damen und
Herren vom Arbeitsamt meintest, hättest du das jedenfalls
explizit dazuschreiben sollen.

Ich hatte von meinem Gegenüber etwas mehr geistige Denkkraft erwartet, als dass es sich mit den schulischen Strukturen etwas auskennt und weiß, das Lehrer nicht allmächtig sind.
Außerdem gibt es noch andere Möglichkeiten, z.B. Leute an die Schule einladen, die solche Veranstaltungen schmeißen, wir hatten jedenfalls auch jeden anderen Kram z.B. Selbstverteidigungskurse, das waren keine schulischen Lehrer! Oder Versicherungsberatung mit Leuten von Barmer und AOK. Oder Arbeitsberatung vom Arbeitsamt, ja. Oder Sprachwahlveranstaltungen mit Leuten von der VHS. Sogar verdammte Impfberatungen mit richtigen Ärzten. Und „Sternenguckerevents“ mit Astronomen.
Sind das alles die üblichen „doofen“ Lehrer? Mhm?
Haben die Lehrer Einfluss darauf, ob sowas stattfindet oder nicht?
Klar kann man viel, viel mehr reißen wenn die Lehrer engagiert sind und mithelfen, aber wer hat gesagt, dass das nie der Fall ist?
Sie sind halt nur nicht auf dem obersten Treppchen der Genehmigungsleitung.
Ich empfand meine Schule leider sehr am Gurgel Düsseldorfs. Und das da keine Lehrer sitzen kann ich mir gut vorstellen, wie sonst könnte man gleichzeitig sagen, die Klassen sollen kleiner werden uns sich weigern, bei einem Schrumpftum von (innerhalb 3 Jahren) 112 (oder so?) Lehrern --> 84 --> 53 keine Lehrer einzustellen und das bei immer größerern Oberstufen?
Wir haben uns eine neue Englisch- und Biolehrerin über ein halbes Jahr selbst finanziert, die Frau bekam so wenig Geld, die bekam teilweise Würstchen etc. geschenkt! Wie Postboten vor 40 Jahren!

Wie kann man sich mit so einer „Ich weiß zwar nicht worum es
geht aber ich motz jetzt mal“ Einstellung überhaupt an
Diskussionen beteiligen?
Ich weiß es ist nicht auf mich gemünzt, jeder wär dir recht
gewesen, blöd nur, dass du grade bei mir keine Lehrerhetze
findest.

Von diesem Forum bin ich einen reiferen Umgangsstil gewohnt.
Deine Ausdrucksweise passt nicht recht hier rein.

Dann solltest du eventuell auch nochmal deine Umgangsart überdenken und erst mal überlegen, ob das, was dir so durch den Kopf springt, wirklich auch vor deiner Nase auf dem Bildschirm STEHT und nicht, nur weil etwas NICHT da steht, irgendwas reininterpretieren.

lg
Kate

Gruß,
Anja

Hallo Kate,

Genauso wie das Latinum einen minimalen Anteil von Fächern
abdeckt, der Chemieunterricht, der Sport-LK usw. Genau davon
habe ich doch gesprochen: Es GEHT gar nicht anders, als dass
sich jeder selbstständig darüber informiert, was er machen
will. Die Lehrer können einem beim besten Willen an dieser
Stelle nicht alles vorkauen.

Ich habe nicht gesagt, dass sich die Schüler überhaupt nicht
informieren sollen. Aber ob du es glaubst oder nicht es gibt
noch viele die man einen Monat vorm Abi fragt, was sie machen
wollen und sie sagen: Weiß nicht.

Dann haben diese Personen wohl kein besonderes Interesse am Studium. Ich sehe keinen Sinn darin, Leuten, die noch einen Monat vor dem Abi nicht wissen, ob sie überhaupt studieren wollen und wenn ja, was, Infos über die Uni vorzukauen. Denn mit fehlender Motivation (die hier vorliegt) wird es nichts mit dem Studium. Davon zeugen auch die hohen Abbrecherquoten.

Ja, was habt ihr denn erwartet? Dass euch 19-Jährigen jemand
alle Infos zum Studium vorkaut?

Was spricht denn bitte gegen EINE grobe Veranstaltung?

Und was soll dort erzählt werden? Allgemeines Blabla, das eh
schon jeder, der sich auch nur ansatzweise mit dem Gedanken an
ein Studium befasst hat, kennt?

Von diesem „jeder“ bin ich grad nicht überzeugt.

Siehe oben.

Aber man
könnte kurz allgemeine Fächerprofile vorstellen. Wie sieht ein
technisches/naturwissenschaftliches/geisteswissenschaftliches
Studium aus, wie ein Sportstudium? Wirft man da wirklich nur
Bälle? Kann man die Uni explodieren lassen?

Genau das verstehe ich unter allgemeinem Blabla. Konkrete Informationen zu dem, was die Einzelnen studieren wollen, können dabei nicht vermittelt werden. Allgemeines Zeugs findet man nun wirklich an jeder Ecke im Internet.

An anderen Unis wurde der Bachelor/Master Studiengang erklärt,
was ich nicht schlecht finde, weil ich merke dass hier Leute
im 3. 5. 6. Semester rumlaufen die immer noch nicht richtig
wissen was jetzt wie läuft, dabei sind es teilweise wirklich
einfache Strukturen. Und ich glaube nicht das die alle
einfach nur blöd sind.

Blöd nicht, das habe ich gar nicht behauptet. Aber es interessiert sie offensichtlich nicht, denn sonst gäbe es genügend Möglichkeiten, sich zu informieren. Davon zeugen die vielen anderen, die das ja immerhin geschafft haben.

Man konnte nur auf eigene Faust was machen,

Das sollte man einem Abiturienten schon zutrauen.

Aber muss man ihnen auch immer Steine in den Weg legen?

Wer spricht hier von Steinen?

Ich, ich habs ja gemerkt, und ich bin nicht die einzige, das
grade wenn einzelne Schüler sich informieren wollen (und das
nicht die Mehrzahl ist) da gerne mal etwas rumgezickt wird,
sprich, Tage der Offenen Tür und so.
Unser Geschilehrer hatte einen Bekannten der an der Uni
arbeitete, der uns evtl. was erzählt hätte aber die Leitung
meinte, dafür sei ja keine Zeit mehr (März vor Abitur)

Wenn diese Veranstaltung zu Lasten des Unterrichts gegangen wäre, finde ich die Reaktion der Leitung ok. Wenn nicht, dann wäre eben euer Engagement gefragt, um alles zu organisieren. Und klar, man engagiert sich nur, wenn man wirklich Interesse daran hat…

Und du weißt ja schon dass diese Zeile:

Und natürlich sind die bösen Lehrer an allem schuld…

Und diese:

Reg dich bitte ab. Anscheinend habe ich da bei dir eine wunde
Stelle getroffen, dass du sofort so grantig wirst. Aber weil
ich nett bin,

sich ein klein wenig widersprechen?
Natürlich werde ich ein wenig gereizt wenn mir wild irgendwo
Vorwürfe gemacht werden, die ziemlich haltlos sind.

Ich habe dich nirgends persönlich angegriffen. Wenn du Ironie schon als Vorwurf interpretierst, dann kann ich auch nichts dafür.

antworte ich dir trotzdem in einem freundlichen

Ton. Wenn es darum geht, Schüler an einer Schule zu
informieren, wer wird da deiner Meinung nach stillschweigend
als „Informant“ vorausgesetzt? Der Heilige Geist? Oder doch
der Lehrer? Dass du das Wort „Lehrer“ nirgends explizit
erwähnt hast, bedeutet nicht, dass dass sich der Leser nun ein
abstraktes Wesen vorstellen sollte. Falls du die Damen und
Herren vom Arbeitsamt meintest, hättest du das jedenfalls
explizit dazuschreiben sollen.

Ich hatte von meinem Gegenüber etwas mehr geistige Denkkraft
erwartet, als dass es sich mit den schulischen Strukturen
etwas auskennt und weiß, das Lehrer nicht allmächtig sind.
Außerdem gibt es noch andere Möglichkeiten, z.B. Leute an die
Schule einladen, die solche Veranstaltungen schmeißen, wir
hatten jedenfalls auch jeden anderen Kram z.B.
Selbstverteidigungskurse, das waren keine schulischen Lehrer!
Oder Versicherungsberatung mit Leuten von Barmer und AOK. Oder
Arbeitsberatung vom Arbeitsamt, ja. Oder
Sprachwahlveranstaltungen mit Leuten von der VHS. Sogar
verdammte Impfberatungen mit richtigen Ärzten. Und
„Sternenguckerevents“ mit Astronomen.

Und an wem bleibt letztlich die ganze Organisation hängen? Doch nicht etwa an den Lehrern? Hättet ihr das alles selbstständig organisiert? Dann hätte bestimmt auch niemand etwas dagegen gehabt.

Haben die Lehrer Einfluss darauf, ob sowas stattfindet oder
nicht?

Ja.

Wie kann man sich mit so einer „Ich weiß zwar nicht worum es
geht aber ich motz jetzt mal“ Einstellung überhaupt an
Diskussionen beteiligen?
Ich weiß es ist nicht auf mich gemünzt, jeder wär dir recht
gewesen, blöd nur, dass du grade bei mir keine Lehrerhetze
findest.

Von diesem Forum bin ich einen reiferen Umgangsstil gewohnt.
Deine Ausdrucksweise passt nicht recht hier rein.

Dann solltest du eventuell auch nochmal deine Umgangsart
überdenken und erst mal überlegen, ob das, was dir so durch
den Kopf springt, wirklich auch vor deiner Nase auf dem
Bildschirm STEHT und nicht, nur weil etwas NICHT da steht,
irgendwas reininterpretieren.

Wie gesagt, alle Veranstaltungen, die an der Schule stattfinden, müssen von jemandem organisiert sein, selbst wenn die Information von jmd. anderem durchgeführt wird. Normalerweise sind das entweder Lehrer oder Schüler. Da es dir offensichtlich nicht um die eigenverantwortliche Organisation durch Schüler ging, richtet sich die Kritik automatisch an die Lehrerschaft. Aber du hättest in meinem Satz „die Lehrer“ durch „die anderen“ ersetzen können, am Sinn hätte es nichts geändert. Meine Kernaussage war, dass ich Abiturienten Initiative und selbstständige Recherche zutraue, ohne, dass ihnen die Infos andere Leute vorkauen müssen.

Gruß,
Anja

Hallo Kate,

–> hättest du nämlich meinen ersten sowie zweiten Beitrag
tatsächlich gelesen, wüsstest du, dass ich hier vom Latinum
sprach.

nö, du hast dich nicht nur über das Latinum, sondern auch über den Chemie-LK, über den Lehrermangel und über viele andere Sachen aufgeregt, die mit der Schule zu tun haben. Deine Gedanken kann ich nicht lesen und, wie du siehst, führt dein Schreibstil immer wieder zu Unklarheiten. Also solltest du schon voraussetzen, dass dein Gegenüber keine Glaskugel besitzt.

Wirklich brauchen tut man es auch nicht, es ist nur ein
Stempel.

Wovon sprichst du jetzt?

Hier übrigens auch.

Ich hatte das auf den Chemie-LK gemünzt.

Es GIBT Unis die viele Fächer auch ohne diese Anforderung
gestalten, aber die sind (von hier aus zumindest) weit weg.

In dem Alter sollte man auch schon selbstständig genug sein,
um, falls es für seinen beruflichen Werdegang günstig ist, von
zu Hause wegziehen zu können… Ich habe das jedenfalls auch
überlebt…

Klar, weil alles so günstig ist und jeder reiche Eltern hat
und sofort einen Job findet, weil wir haben ja kein
Arbeitslosenproblem in Deutschland und wenn man nicht umsonst
arbeitet will einen jeder haben, vor allem wenn man frisch vom
Gymnasium kommt und keine bis kaum Arbeitserfahrung
vorzuweisen hat. Klar, geht bei jedem absolut glatt. Darum
campen bei uns auch Studenten auf dem Campus. Heißt ja auch
so.

Ok, ich ergänze meinen letzten Satz: Ich habe das jedenfalls überlebt, obwohl meine Eltern ALGII-Empfänger sind. Besser?
Eine Kommilitonin von mir lebt von genau 500 Euro monatlich, die sie von ihrer Mutter bekommt. Damit kommt sie gut aus. Und HiWi-Jobs gibt es übrigens auch noch (so einen habe ich z.B., und interessanterweise konnten sie später eine ähnliche Stelle sehr lange nicht besetzen, weil es nicht genug studentische Bewerber dafür gab!), genauso wie typische Studentenjobs. Wenn man will, kann man das schaffen.
Also, mir musst du wirklich nicht erzählen, wie finanziell unmöglich das doch ist.

Wozu aber bitteschön Latein im vollen Umfang bei Anglistik gut
sein soll, wobei weder Altenglisch und Mittelenglisch, classic
modern english oder modern english auch nur ansatzweise was
mit romanischen Sprachen zu tun haben, um DAS zu
rechtfertigen. Aber so ist das halt, eine Aussiebmethode.

Keine Ahnung, interessiert mich auch nicht wirklich, weil ich
etwas ganz anderes studiere. Und genauso wenig hätte es mich
bei einer Info-Veranstaltung in der Schule interessiert.

Ja, ist natürlich schrecklich wenn man für 5 Minuten dann mal
weghören muss, die armen Häschen die dann in einer evtl.
mehrstündigen evtl. freiwilligen Veranstaltung für 5-10
Minuten mit etwas gequält werden das sie nicht interessiert…

Ja, eben, jede StudiumRICHTUNG (also nicht das Fach an sich, sondern ganz allgemein z.B. „Sprachen“) hätte dann 5-10 min Zeit. Außer allgemeines Zeugs kannst du da eben nichts erzählen.

Du warst doch auch an der Schule. Hat DICH da etwa ALLES super
interessiert? Also ich fand den Physikunterricht auch absolut
langweilig, trotzdem musste ich mitmachen und letztendlich hat
es ja auch was gebracht.

Ja, und? Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Es ist ja auch, wie du vielleicht gelesen hast, falls du nicht
nur ein Ventil für deine „Oh die armen Lehrer jeder hackt auf
ihnen rum“ Propaganda suchtest,

(diesen garstigen Ton überlese ich mal wieder)

Liebe Anja, wenn du einen Beitrag, der nichts mit
Antilehrerpropaganda zutun hat mit einem „Ja die Lehrer sind
wieder schuld“ unterschreibst, und das gleich zweimal, sehe
ich das eher als defensive Hetze denn sinnvoll.

Habe ich dich IRGENDWO in meinem Beitrag persönlich angegriffen, dass du so garstig geworden bist? Warum reagierst du auf meine ironische Aussage so garstig? Wie gesagt, genauso gut kannst du das Wort „Lehrer“ durch „andere“ ersetzen, der Sinn hätte sich nicht geändert. Aber dafür hättest du meinen Beitrag eben nicht Wort für Wort durchgehen, sondern als Gesamtheit sehen müssen.

Es gibt viele Faktoren auf die Lehrer allein keinen Einfluss
haben. Wenn DU es bist die daran nicht denkt und überall
gleich einen Angriff auf Lehrer reinliest, sorry, dann ist das
DEIN Problem.

Ich sehe nicht einen Angriff speziell auf Lehrer, sondern ich sehe in deiner Position viel eher, dass du den Abiturienten jegliche Eigenverantwortung absprichst. Ich habe die Lehrer in meinen Beiträgen jeweils nur in einem Satz erwähnt, während ich ziemlich viel von Motivation, Selbstständigkeit etc. geschrieben hatte. Genussvoll suchst du dir nur die Sätze raus, wo „Lehrer“ drinsteht und greifst mich persönlich an. Sehr guter Diskussionsstil, wirklich.

Gruß,
Anja

Hallo!

Ich habe dieses Jahr Abi gemacht.
Ich muss dazu sagen, dass ich etwa ab der 9. Klasse wusste, dass ich Psychologie studieren will. Insofern hab ich es in den letzten Jahren auch geschafft, im Internet mal n bisschen rumzugucken, es gibt eine Seite, die den (Diplom-)Studiengang super erklärt hat, und die ZVS-Seite kenn ich auch, mit den NCs der letzten Jahre … insofern wusste ich auch, wo’s hingehen muss mit der Abinote. Ab diesem Jahr ist die ZVS für mich nicht mehr zuständig, naja, meine Güte, ne gute Note schadet ja nie (außer dem Ruf in der Schule *g*) und ne nette Motivation war es außerdem.

Wenn man ein bisschen nen Plan davon hat, wo es hingehen soll, fallen einem natürlich auch gewisse Dinge eher auf. In einem Raum in meiner Schule lagen regelmäßig schon genannte Abi- und Uni-Magazine aus, die ich in den Freistunden meistens auch gelesen hab, außerdem auch Flyer, wo Unis sich vorstellten, zu den Infotagen einluden (die meines Wissens nach, war letztendlich nur bei zweien, meistens am Wochenende waren …) usw.
Über so einen Flyer mit Infotag-Einladung bin ich, als ich mich auf der Homepage der Uni Magdeburg etwas umgesehen hab, sogar zu einem sehr interessanten Praktikum gekommen, habe (in der 10. Klasse!) zum ersten Mal Vorlesungen erlebt, EEGs gemacht (als Proband und als „Mitarbeiterin“ *g*, also die Haube angelegt und so) und konnte mich sehr ausführlich mit einem Dozenten unterhalten.

Desweiteren kann man, wenn man schon Fach und evt. sogar Uni weiß, sich in der Zeit nach den Abiprüfungen ja auch in die Vorlesungen mal reinsetzen. Ich wohne auch weit entfernt von jeder Uni und die FH hier bringt mir nichts, aber durch Kontakte nach Jena war ich 2 Wochen da und hab mir anderthalb Wochen lang jede verfügbare Vorlesung angehört, von Klinischer Psychologie für’s 6. Semester bis zur Methodenlehre 8. Semester. Hab mich dort auch etwas mit den Studenten unterhalten und konnte Fragen stellen, auch die Dozenten, die wussten, dass Schüler anwesend sind, boten sich an, nach der VL noch Fragen zu beantworten.

Bei mir an der Schule hingen am Schwarzen Brett auch ständig Plakate von Unis und FHs, wo sie für neue Studiengänge werben, die Flyer und Zeitschriften lagen in ausreichendem Maße und regelmäßig aus, Mitschüler haben frei bekommen für Infotage, auch wenn’s in der Zeit vorm Abi war. Meine Leute wissen auch alle, was sie studieren werden, sie wissen wo und sie haben sich informiert, waren bei den Infotagen usw.

Von der Schule aus hatten wir in der 9. Klasse einen Ausflug-Elternabend-Mix ins BIZ und in der 10. Klasse eine Frau von der Berufsberatung in der Schule, die mir persönlich allerdings nicht viel gebracht hat. Weiß grad auch nur von einer Mitschülerin, die das Angebot angenommen hat, sich in der Schule mal mit dieser Berufsberaterin zu unterhalten.

Insgesamt stand meine Schule der Information also nicht im Weg, große Infoveranstaltungen in der Schule gab es allerdings auch nicht. Trotz allem bin ich gut informiert, weiß, wohin ich will und was ich dort machen will und hatte schon einen ersten Einblick, wie das dann so abläuft.
Man muss also nicht blauäugig an die Uni kommen, wenn man das nicht will.

Thorid

egal…
Hallo Backs,

nach meiner Erfahrung ist es der Masse ziemlich egal, was sie machen könnten, bis sie dann vor die Wahl gestellt werden. Ich habe mir aus nämlicher Fragestellung mit einigen ehemaligen Mitschülern die Mühe gemacht, eine Studienberatung an unserer alten Schule aufzuziehen. D.h. wir waren Studenten aller, naja fast aller möglichen Fächer, sind extra in unsere Heimatstadt angereist und haben uns nachmittags mit den Interessenten an der Schule getroffen.

Die Veranstaltung fand zweimal statt: das erste und das letze Mal. Es interessierte ca. 10% der Angesprochenen. Und warum auch nicht. Bisher sind alle Akademiker mit 0 an der Uni angekommen. Wo war das Problem?

Gruß,
Andreas

hi

Mein vorschlag an gymnasiallehrer wäre, dass man (z.b. im
rahmen einer projektwoche) mal die lehrmethoden an einer uni
vorstellt. Eine woche frontalunterricht, anwesenheit egal und
der stoff der abschlussklausur ist mehr oder weniger bekannt
(eher weniger als mehr) Da sollten dann aber auch so 100-150
seiten stoff rumkommen, der dan de facto mitsamt fußnoten
nahezu auswendig beherrscht werden muss.

macht kein lehrer mit. wegen der vorbereitung. wär aber mal lustig gewesen.
übrigens: auswendig lernen gibt es wohl auch nur bei einigen fächern. meine 2 (oder besser 3) sind z.b. eher verstehensfächer, aber bei medizin kann ich mir das gut vorstellen.

Und hier sind wir schon beim punkt. Welcher gymnasiast ist für
so etwas zu begeistern, zumal es ja noch so coole projekte wie
sackhüpfen und dreibeinlauf gibt…

ganz in echt, ich hab meine schule geliebt, ich bin jetzt noch öfters dort, wenn irgend ein „event“ steigt, ich hab zu vielen lehrern und noch-schülern noch kontakt und fühle mich dort nach wie vor wohl.
…ich bin trotzdem lieber an der uni. die eigenständigkeit und eigenverantwortung und vor allem das eigene tempo sind einfach super, auch wenn einen jedes semester wieder eine art „mega-abi“ mit 7 prüfungen erwartet (bin modularisiert, ich armes schwein).

LG Alex:smile:

gruß
yvi