Was wollen wir auf dem Mars?

Hallo,

um mal etwas Schwung in das Sommerloch zu bringen, schlage ich eine Diskussion über das Thema Mars vor:

  • Was bringt es den Mars zu besuchen? (neuer Lebensraum in der Zukunft? gemeinsames symbolisches Ziel aller Menschen? oder ist es nur völliger Quatsch?)

  • Was ist auf dem Flug zum Mars zu beachten? Wie lange wird er dauern und worauf kommt es bei der Auswahl des Teams an?

  • Wie muss eine Forschungsstation auf dem Mars ausgestattet sein?Welche medizinischen Probleme entstehen für das Marsteam?

  • Kann man mit vernnünftigen Aufwand eine Atmosphäre aufbauen? (Stichwort: Terraforming)

  • Wie viele Menschen müßten bei diesem Projekt mit arbeiten?

und schließlich:

  • Wer bezahlt das alles?

Was ist eure persönliche Meinung zu dem Thema? Auch ist die Expertenmeinung von Philosophen, Psychologen, Medizinern u.s.w. gefragt.
In der Hoffnung auf eine schöne Diskussion
Gruß
Oliver

hallo oliver,

eine erste kurze antwort

  • Was bringt es den Mars zu besuchen? (neuer Lebensraum in der
    Zukunft? gemeinsames symbolisches Ziel aller Menschen? oder
    ist es nur völliger Quatsch?)

hmmm zurzeit wohl nur arbeitsplaetze und erhalt der hobbies der derzeitigen wissenschaftler und ingenieure. und ein wenig prestige fuer die jeweiligen staaten. wie damals, als kolumbus loszog :wink:

spaeter? lebensraum? hmmm wohl erst in 2 000 jahren vielleicht pi mal daumen fuer 100 000 menschen. keine ahnung bis dahin. rohstoffe? nein, denn recycling wird auf der erde immer billiger sein.

  • Was ist auf dem Flug zum Mars zu beachten? Wie lange wird er
    dauern und worauf kommt es bei der Auswahl des Teams an?

ein halbes jahr bis ein jahr ca. summa ca. 1.5 bis 2 jahre.
stabiles team. es ist zum beispiel stabiler, wenn mehr maenner denn frauen dabei sind, ernsthaft. irre menge an pschygrammen und ein aufeinander abstimmen, auch gegensaetze muessen rein.

  • Wie muss eine Forschungsstation auf dem Mars ausgestattet
    sein?Welche medizinischen Probleme entstehen für das Marsteam?

keime, insbesondere wider den menschen, wird es kaum geben. wenn doch war die aktion ein erfolg :wink:. ein kleiner OP, 2 aerzte. gravitation ist erdaehnlich, und da schwaecher aber koennen die astronauten, wenn sie ankommen, gleich loslaufen. problem aber bei erdrueckkehr. psychische probleme?

  • Kann man mit vernnünftigen Aufwand eine Atmosphäre aufbauen?
    (Stichwort: Terraforming)

hui das dauert. dazu braeuchte man erstmal etliche hunderte wasserstofffusionskraftwerke. vielleicht kommt man schneller hin mit gentechnisch angepassten pflanzen, die auch moeglichst schnell das albedo erniedrigen, die rueckstrahlung also erniedrigen um den mars zu erwaermen, meinetwegen sondern die pflanzen kohlenstoffkuegelchen ab, die lange ueber die oeberflaeche fliegen, halt irgendsoetwas abgefahrenes in 300 jahren. und dann dauert es 500 - 10 000 jahre bis zu einem guten fortschritt und einer halbwegs stabilen biosphaere.

  • Wie viele Menschen müßten bei diesem Projekt mit arbeiten?

wie war das bei mondlandung? 100 000 ca?
ich schaetze fuer eine landung auf dem mars ca. 10 000 menschen. fuer eine koloniebildung von 100 menschen dann 50 000 menschen.

und schließlich:

  • Wer bezahlt das alles?

wir.

Was ist eure persönliche Meinung zu dem Thema? Auch ist die

anfangen bzw langsam weitermachen, aber halt langsam. da haben wir noch ganz andere probleme. aber die forschung hat an abwegigen problemen immer schon auch vorteile fuer den alltag gebracht.

viele gruesse, lego

die links habe ich spontan gesucht und nicht alle mir angesehen:

halt der erste link jetzt ist es wohl :wink:
http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/mars/mars_colon…

.http://www.geocities.com/marsterraforming/

.http://www.google.de/search?q=mars+terraforming+mission oder man nehme noch nasa hinzu

http://www.lpi.usra.edu/education/MarsMillennium/mar…

.

nur ‚medizinisch‘
hallo!!

leicht übertrieben: die medizinischen probleme alleine des hinfluges sehen so aus dass keiner von denen je wieder einen fuss auf die erde setzen kann. die haben am ende knochen wie ein 100 jähriger.

was aber wesentlich wichtiger ist-und worauf man erst jetzt mehr wert legt sind die auswirkungen psychischer natur. und da sehen die forscher keine guten aussichten. die „russen“ mussten aus diesen gründen mehrere „ausflüge“ abbrechen-und keiner hat so lange gedauert wie der geplante marsflug.
man hat vergleichbare daten in der antarktis gesammelt, aber auch in diesem „ecosphere“-teil. die ergebnisse der letzten „bed-rest“ studie waren in der hinsicht ja auch nicht gerade berauschend.

hier übrigens der komplettbericht der sich mit allen medizinischen problemen befasst:

Safe Passage: Astronaut Care for Exploration Missions herausgegeben von der The National Academy of Sciences (NAS) Institute of Medicine und verfasst von einem speziell dafür kreirten team „Committee on Creating a Vision for Space Medicine During Travel Beyond Earth Orbit“

http://books.nap.edu/books/0309075858/html/index.html

meine meinung: der hinweg mal vielleicht noch gehen-aber spätestens auf dem rückweg drehen die durch.

tschüss

matthias

Hallo!

Nur ganz kurz: vor kurzem gings bei alpha-centauri (eine kurze Sendung (viertelstunde) die in der Space-Night auf Bayern3 nachts läuft: Professor Harald Lesch (er-)klärt Fragen auf dem Gebiet der Astrophysik; wirklich sehr(!) empfehlenswert) um dieses Thema. Der Link zu der Sendung (allgemein) ist glaub ich in der Linkliste angegeben.
Die Sendung war wieder mal sehr interessant. Kurz zusammengefasst: Leben auf dem Mars können wir sowieso nicht (kein Magnetfeld); neben den Erfahrungen auf dem Gebiet der Raumfahrt nützt dieses Projekt der Menschheit im allgemeinen. Geht in die Richtung Zusammengehörigkeitsgefühl… hört sich so vielleicht bisschen blöd an, war aber in der Sendung gut ausgeführt…
Wenns dich interessiert findest du vielleicht mehr Infos auf der Homepage; die Sendungen werden auch relativ oft wiederholt, dürfte also in nächster Zeit irgendwann mal laufen…

Schönen Gruß
Andre

HAllo Lego.

Danke für die Antworten

  • Wie muss eine Forschungsstation auf dem Mars ausgestattet
    sein?Welche medizinischen Probleme entstehen für das Marsteam?

keime, insbesondere wider den menschen, wird es kaum geben.
wenn doch war die aktion ein erfolg :wink:. ein kleiner OP, 2
aerzte.

Was ist mit der Strahlung von geladenden Teilchen? Denn ein schützendes Magnetfeld wie auf der Erde gibt es ja nicht.

  • Wie viele Menschen müßten bei diesem Projekt mit arbeiten?

wie war das bei mondlandung? 100 000 ca?

Ich glaub es waren sogar bis zu einer Million. Vor allem müßten viele Staaten eng zusammenarbeiten, was bei einem Erfolg das Bewusstsein der gesamten Menschheit für die Erde sehr stark positiv verändern wird. Ich glaube, dass ist auch der Hauptgrund wieso wir das auf lange Sicht anpacken sollten…

Gruß und danke für die Links
Oliver

Hallo matthias,

leicht übertrieben: die medizinischen probleme alleine des
hinfluges sehen so aus dass keiner von denen je wieder einen
fuss auf die erde setzen kann. die haben am ende knochen wie
ein 100 jähriger.

Wenn man das Raumschiff in Rotation versetzt, hast du eine künstliche Garvitation. „Unten“ ist dann halt in Richtung „Aussen“, aber das spielt ja keine Rolle. Aber das Problem mit den Knochen und so tritt nicht mehr auf.
Das medizinische Problem beschränkt sich dann auf die kosmische Strahlung, „normale“ Krankheiten und Unfälle.

MfG Peter(TOO)

gibts auch im Internet
http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centaur…

Gruß
Frank