Was würde man von sojemandem halten? LANG

Hallo!

Ich habe echt ein Problem mit einem Menschen. Der Kerl ist nicht „ganz normal“. Was soll man davon halten?

Grundsätzlich:

  • Sein Handeln hat den Charakter von Willkür, er ändert von einem zum nächsten Satz ständig seinen Standpunkt
  • Auch von Tag zu Tag ist er so wechselhaft, das habe ich noch nicht bei einem Menschen erlebt.
  • Neigt stark zum Rumschreien
  • Er hat einen sehr großen Hang zu Verschwörungstheorien und ähnlichem
  • Er hat imense Angst, „indoktriniert“ zu werden
  • Er meint immer, wir seien auf dem Weg zu einer Diktatur etc…
  • Er sagt, dass es sein Ziel ist, die sozialen Normen zu brechen
  • Er bezeichnet andere Menschen nur zu leicht als zu einfach gestrickt, von gestern, „indoktriniert“

Ich versuche das mal an ein paar Dingen zu illustrieren:

Politisches:

  • Er ist irgendwie extrem links, was immer das bei ihm heißen mag, das ist es aber noch nicht an sich :wink:
  • Er sagt im einen Satz, alle Menschen sollten genausoviel haben und kriegen unabhängig ihrer Arbeit.
  • Zwei Sätze später sagt er, Arbeit müsse finanzielle Anreize bieten.
  • Er sagt, wir sollten besser nichtmehr spezialisiert leben, sondern jeder sollte die gleiche Arbeit machen, bzw die Arbeit sollte wechseln
  • Dazu meint er auch, in Kauf nehmen zu wollen, dass wir fast nix mehr haben

Zusammenleben/Soziales Leben

-Er geht seit nem Jahr in fast keine Vorlesung mehr (Vielleicht zwei Vorlesungen pro Woche, aber wirklich nicht mehr)

  • Er fordert immerzu Basisdemokratie

  • Dann meint er aber plötzlich, Aktionismus betreiben zu müssen, Die Straße vor unserem Wohnheim sperren zu müssen, Regeln, die von allen Bewohnern gemeinsam getroffen wurden, zu brechen (was er auch tut), Fleisch von Leuten oder Hühnereier aus Bodenhaltung ohne „BIO“ aus dem Fenster werfen zu müssen

  • Es sagt immer, die Leute seien so egosistisch und er wolle sich zB für die WG einsetzen. (Das tut er auch, soweit er dazu fähig erscheint, finde ich und auch andere. Anfangs verstand ich mich auch gut mit ihm, aber anscheinend braucht es etwa 8 Monate bis er so wird wie jetzt, denn wegen seiner Spinnerein ist auch mein Vormieter ausgezogen, mit dem ich mich mich blendend verstehe)

  • Er kauft sich, wenn er einkauft immer nur sehr wenig und oft sehr „feinen“ Kram, erzählt mir dann wie toll das doch sei, was er sich gekauft habe

  • An anderer Stelle sagt er plötzlich wir würden in zu viel Luxus leben

  • Er sagt, er kaufe keinen Saft, da unnötiger Luxus

  • Er äußert sich immer als großer Luxusfeind (Ob er das ist, das bezweifle ich. Er hat sich für 3000 Euro ein Klavier gekauft zB. Oft meint er dann aber, den Leuten verbieten zu wollen, wofür sie ihr Geld ausgeben…)

  • Mich fragt er aber oft, ob er dann doch was vom Saft haben könnte

  • Er meckert mich oft an, ich würde schlechtes Essen etc einkaufen

  • Er nimmt sich aber oft von meinem Essen, auch ohne zu fragen

  • Wenn ich mal nach etwas von ihm bitte, was selten vorkommt, dann ist er immer so merkwürdig, als würde ich ihm jetzt seinen wertvollen Schatz nehmen, auch wenn es wirklich nur mal ein Glas Milch ist oder so. Er ist wirklich richtig GEIZIG.

  • Er meint, er müsse bekämpfen, dass die Leute falsch handeln etc.

Er ist auch nicht fähig Entscheidungen zu treffen oder etwas durchzuziehen:

Er sprach mich an, ob wir nicht einen Kuchen oder sowas backen könnten, ich sagte JA, und ich habe sogar alle Zutaten (für nen Kirschkuchen) und wir machten eine Uhrzeit am Abend aus. Ich fragte noch einen anderen Mitbewohner mitzumachen, weil das mit dem einen Nachbarn ja nicht so einfach ist Was tat der spezielle Mitbewohner?

Er rief seine Freundin an, ohne mich zu fragen, ob sie zum Kuchenessen komme (hab ich nichts dagegen gehabt, ich finde sie auch sehr nett, aber dennoch fragt man normalerweise nach, wenn man die Zutaten von jemandem geschenkt bekommen hat).
Als es dann Abend war, musste er just in dem Moment, als es losgehen sollte sein Zimmer aufräumen (ohne speziellen Anlass) und erst zwei Stunden später erschien er wieder aus seinem Zimmer, gerade als der Kuchen fertig war.

  • Einen Tag später fragte er mich, ob wir nicht einen allgemeinen WG-Kochabend einführen wollen ?!?!?!?!

Vor einigen Tagen sagte ich ihm mal, dass das so nicht ginge:

Ich kaufe für ihn ein, schleppe den Kram an und bereite ihm das noch zu…
Dazukommend, dass er für sich immer nur das kaufe, wozu er just gerade Lust hat (Er läuft manchmal zum Laden, nur um sich ne Tafel Schokolade zu kaufen und kauft auch nicht mehr). Wenn ich was von ihm möchte, sei er immer gleich so knickerig. (Ich bin selbst sparsam, aber der ist geizig, va wenn es um andere geht. Sich selbst kauft er idR wirklich nur das teuerste, schimpft aber auf die „Snobs“. Dabei ist anzumerken, dass sein Vater Diplomat und Jurist ist, ein Snob wie aus dem Buche und Mein Mitbewohner sein Leben lang oft in der Welt rumgezogen ist und fast immer auf Privatschulen etc. ging. Es kommt auch oft hervor, dass er dso denkt, „wenn das Volk kein Brot hat, soll es Kuchen essen“)
Ich sagte auch, er könne ja selbst mal einkaufen gehen. Er macht sich geradezu lustig darüber wenn ich nach nem langen Unitag noch mit vollen Taschen ankomme und mich abschleppe wie nix gutes. (Er lernt ja nicht die ganze Zeit sondern hängt rum oder geht zu irgendwelchen linksaktivistischen Veranstaltungen. Das ist ernstgemeint, kein Scherz.)

Er tat so, als seie er einsichtig.

Zwei Tage später komm ich aus der Uni und er „empfängt mich“ von seinem Balkon aus, der einzige des Wohnheims, über dem Hauseingang mit einem Hitlergruß. Die Straße davor ist groß und von Fußgängern und Autos stets belebt. (Er weiss, ich bin nicht rechtsradikal und er unterstellt es mir auch nicht)

Als ich dann oben bin, sagt er mir folgende Worte:

„Ich heb einen deiner Äpfel genommen. Der hat voll scheiße geschmeckt, hätte ich mir aber auch eigentlich vorher denken können.“

Dazu ist zu sagen, der Sack Äpfel war zu und ganz oben in meinem Fach. Vorher hat er mich schonmal angemacht, als ich mir Äpfel gekauft hatte und ihm welche anbot, dass diese Äpfel von PLUS nicht schmeckten. Er hatte recht, sie schmeckten nicht besonders, weswegen ich sie erst nicht gegessen hab. In der Zeit hat er mich andauernd angemacht, wieso ich diese Äpfel gekauft hätte und gemeint, ich solle sie sofort essen oder wegwerfen, obwohl ich sie in mein Fach tat. (Wie gesagt, mir bietet er von sich nie was an…)
Irgendwann hab ich dann mit nem alten Schulkameraden der zufällig 30 Meter entfernt wohnt und seiner Freundin (auch Schulkameradin) die Äpfel in nem Kuchen verarbeitet. Mein werter Mitbewohner war dann irgendwann geradezu traurig als ich ihm sagte, ich habe die Äpfel zum Backen benutzt.

Und JA, die Äpfel schmecken diesmal auch nicht besonders, aber es waren schon andere Sorten zB.

Ich bin bestimmt nicht der einzige, der meinen Mitbewohner so einschätzt. Er zerwürft sich mit allen mehr und mehr. Auch seine Freundin und andere meinen das. Die Großzahl der Menschen spricht eh nicht mit ihm.

Dann sprachen die Freundin von ihm und ich gestern mit ihm und wollten ihm erklären, was es für Leute bedeutet „Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul“

Er hält den Spruch für dämlich, er lehnt es auch ab zwischen Dein und Mein zu unterscheiden, was er offen sagte. (offensichtlich aber nur, wenn es nicht um seine eigenen Dinge geht)

Er sagt „Einem geschenkten Gaul…Maul“ sei ein dämlicher Spruch, weil das Probleme produzieren könnte, wenn jemand ein Fahrrad klaue mit kaputten Bremsen und stelle es zurück ohne zu sagen, es sei kaputt etc.
Wir meinten, er müsse versuchen rücksichtsvoll zu handeln. Er sagt, wir seien zu einfach gestrickt, dass wir so kleingeistig denken würden und dass wir so emotional reagieren und dass ich die Sachinfo bezüglich des Apfels sachlich werten muss. Ich sagte dann, man könne es auch anders sagen, zB mach die Äpfel besser auch auf nen Kuchen, die schmecken net so…

Er sagte dann, er wolle die Menschen zu einer anderen Sprache erziehen um die Wahrheit zu fördern und Emotionalität aus der Sprasche zu nehmen, regte sich wieder totall auf, schrie wieder oft und lauthals rum und drehte sich zigmal im Kreis.

Schließlich sagte er zu seiner Freundin und mir:

„Ihr seid nicht würdig mit mir zu reden. Ihr könnt mich am Arsch lecken“

Dann verließ er die Küche und schlug die Tür zu.

Ich könnte noch viel von ähnlichem Format schreiben, glaubt mir. Ich bin eh einer der wenigen Menschen, die noch mit ihm sprechen.

Irre ich mich, oder kann man bei diesem Menschen eine verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit vermuten? Diesen Verdacht habe nicht nur ich. Ich meine, so wie der drauf ist, auch dass er so schnell die Lust an Dingen verliert in Sekunden, so wird den auch niemand einstellen, der nicht bekloppt ist.

Ich weiss nicht. Fällt jemandem was dazu ein?

Vielen Dank für das lange Lesen,
Stefan

Lieber Stefan

Ich lese und schätze Deine Beiträge und bin meistens der gleichen Meinung wie Du.
Ich frage mich aber diesmal: Was will er von uns hören? Warum lebt er weiter in einer WG mit dem Kerl? Warum gibt es kein WG-Meeting, welches darüber diskutiert, ob der Kerl da noch weiter in Eurer WG leben kann?

Leicht verwundert:
Branden

Hallo Branden!

Es geht um mehr als das, was Du jetzt vermutest.

Er wird eh bald ausziehen, da seine Wohnzeit weg ist. Das sein Verhalten nicht hinnehmbar ist, das ist ja keine Frage.
Die Frage war mehr: „Was kann das sein, dass jemand soeinen an der Waffel hat?“

Ich sehe ja selbst von Minute zu Minute, dass er einmal echt sozial sein will und dann ein paar Sekunden später sowas usw.

Ich habe mit dieser Mitleid. Und auch seine Freundin weiss natürlich nichtmehr, wie dem noch zu helfen ist.

Ich will es dann wenigstens verstehen, wie jemand so sein kann. Ist da etwas GANZ FUNDAMENTALES schief gegangen mit der Beziehung zum Vater? Ich rede nicht von Ödipus, sondern einfach davon, dass es ja nicht normal ist, wenn die eigenen Spießereltern das Feindbild schlechthin sind (Er hasst seinen Vater sagt er oft. Er hasst alle Juristen…)

Ich bin auch enttäuscht von ihm, da er anfangs vor acht Monaten noch etwas anders war. Da konnte er es noch auf die Reihe bekommen mit zwei oder drei anderen eine Pizza zu backen zB. und war noch nicht ganz so knauserig wie jetzt.

Und er ist auch nicht so wie einige aus der WG leider, für die die WG eine reine Zweckgemeinschaft ist, die mit keinem aus der WG ein Wort wechseln etc. Das kanns doch auch nicht sein. Aber im Wohmheim locken die niedrigen Preise manchmal anscheinend die Leute in der Weise an.

Ich weiss, wenn der nicht in ner WG mit EXTREM verständnisvollen Menschen wohnt, seine jetztige Freundin nichtmehr haben sollte und nichtmehr studiert, mit dem spricht keiner mehr als drei Sätze mehr!

Ich frage mich halt, wie kann sowas sein?
Ich habe echt noch nie einen Menschen erlebt, der so ist.

VG, Stefan

schlichtweg lebensuntüchtig …

trägt Halbwissen vor sich her, hat keine eigene stabile Meinung und projeziert von sich auf andere.

Die Frage war mehr: „Was kann das sein, dass jemand soeinen an
der Waffel hat?“

Die Welt wimmelt doch von gestörten Leuten, Stefan.

Er hasst alle Juristen…)

Das wiederum spricht für gesunde Anteile in ihm :wink:

Ich frage mich halt, wie kann sowas sein?
Ich habe echt noch nie einen Menschen erlebt, der so ist.

Wenn man dicht mit einem der vielen Gestörten zusammenwohnt, kriegt mans halt besser mit.
Gruß,
Branden

unangenehmer Geselle
Hallo Stephan,

ich hab diese spezielle Form Existenz für mich vor einiger Zeit schon mit dem Begriff Nazipunk kategorisiert. Nazi, weil solche Leute ständig an die Gemeinschaft appelieren und die Notwendigkeit des Zurückstellens von persönlichen Interessen gegenüber der Gemeinschaft probagieren. Punk, weil sie sich selbst als autonome, führende und richtungsweisende Einheit betrachten, die sich über die Gemeinschaftsregeln hinwegsetzen darf, weil sie in der Gemeinschaft etwas besseres, höheres ist.

Das „Nazipunk“ schon anders belegt ist ist mir klar.

Grüße
Kroeger

Ps.: wie ich neulich festellen musste gibt es auch immer mehr Commerzpunks - auch so ne unangenehme Spezies :wink:

Hallo Kroeger!

An unserer früheren Schule gab es auch eine witzige Welle Modelinker (Die gibts da aber immernoch neben den Snobs)

Ein Beispiel:

Immer sone völlig allgemeinbleibenden Forderungen, möglichst radikal, in Richtung Kommunismus etc, aber zur Schule fahren mit nem 1500-Designerfahrrad, ANDAUERND in die Disko oder Kneipe saufen gehen (natürlich ohne selbst dafür zu arbeiten)

Bei einem war es so krass, der meinte dann in der 1. großen Pause um 9:40. Ach ne, heute keine Lust mehr auf Schule, wat andres machen. Dann sind zwei „Linke“ aus unserer Schule (bei dem einen setzte ich die Elternschaft aus einem Art und einer Psychologin zusammen) zum Bahnhof gegangen, haben ne Fahrkarte nach Hamburg genommen (keine Ahnung - Hin und Zurück vielleicht 12 Euro) und sind fast ne halbe Stunde Zug gefahren.

Dort in Hamburg sind sie zur Alster gegangen und haben dann an der Alster (war das jetzt das Vier-Jahreszeiten? Ich weiss nicht mehr) einen Kaffee getrunkn und sind dann wieder zurück gefahren, als die Schule dann halt etwa vorbei war. Tja, so sind die Menschen :wink:

VG, Stefan

Hallo Stefan,

könnte es sein, dass Du dich durch den WG-Mitbewohner mit dir selbst konfrontierst siehst, mit der Sorge davor, hoffentlich nicht auch nur ansatzweise so zu werden? Das gelingt uns allen nur mehr oder weniger gut.

Aber wer will, hofft nicht :smile:.

guvo

ßen

hallo stefan,

beachtenswert an deiner personenbeschreibung finde ich folgende merkmale:

  • Er hat einen sehr großen Hang zu Verschwörungstheorien und
    ähnlichem

-Er geht seit nem Jahr in fast keine Vorlesung mehr

kann sein, das sich das zu einer richtigen psychose auswächst. falls das so ist, wird sich seine persönlichkeit weiter verändern. kann sein, er fühlt sich irgendwann persönlich verfolgt ( von wem auch immer ), es können sich zeichen der verwahrlosung zeigen, ein normales zwiegespräch, bei dem man das gefühl hat, die eigenen worte werden vom gegenüber wahrgenommen und verstanden wird seltener bzw irgendwann nicht mehr möglich sein. wie gesagt, das kann sein, muß aber nicht. mach aber auf jeden fall nicht den versuch, diesen menschen rational verstehen zu wollen und erwarte auch nicht das er dich versteht. geh ihm besser aus dem weg und denk nicht darüber nach. wenn sich sein verhalten allerdings auffällig verändert ( siehe oben ), sollte man sich vielleicht doch gedanken machen, ob und wie man helfen kann ( was schwierig ist ). bis dahin gilt: abwarten und vor allem NICHT AUFREGEN!

gruß,
susanne

ps: hab da meine persönlichen erfahrungen

Hallo Guvo!

könnte es sein, dass Du dich durch den WG-Mitbewohner mit dir
selbst konfrontierst siehst, mit der Sorge davor, hoffentlich
nicht auch nur ansatzweise so zu werden?

Ich habe über die Frage nachgedacht, aber ich bin mir total sicher, nie so zu werden. Die Umstände sind einfach zu verschieden:

-Er ist aus nem Aristokratie-Umfeld (Großmutter Prinzessin haste-nicht-gesehen)
-Er denkt überhauptnicht legalistisch
-Seine Gedanken sind extrem wechselhaft

Das gelingt uns

allen nur mehr oder weniger gut.

Ich kann mich nur schwer verformen. Nichtmahl wenn ich es versuchte, könnte ich so dreist sein wie der.

Ich bin wirklich sicher. Nie werde ich so enden wie der. Natürlich macht man sich so seine Gedanken, aber das wird nicht kommen können.

Ich versteh es einfach nicht: An dessen Stelle würde ich sofort zu heulen beginnen und mich ne Woche ins Bett legen und dann würde ich mal zum Endokrinologen und/oder Psychologen gehen. Sieht der die Realität nicht? So wie der jetzt drauf ist gibt es nur ein Ziel für ihn: Urteil lebenslänglich - Hartz IV, allein in ner winzigen Bruchbude

Ich glaube auch nicht, so zu enden.

VG, Stefan

Hallo Susanne!

Danke erstmal für deine Worte.

Wie gesagt, ich bin kein Psychologe. Und die Vielschichtigkeit seiner Verhaltensauffälligkeiten ist so ausgeprägt, dass ich BEI WEITEM noch nicht alles geschrieben habe, was mir sehr absonderlich vorkommt.

Ich bin bestimmt nicht der einzige, der ihn für persönlichkeitsgestört hält. Das tut auch mein Vormieter und seine Freundin. Mit uns allen zerwürft er sich auch mehr und mehr.

Man kennt ja solche Leute aus der Schule, bei denen man sagt, die haben einen an der Waffel. Bin ja selbst so. Aber der ist nochmal von einem ganz anderen Kaliber.

Er wird ja bald ausziehen. Dann kann ich nichtmehr mit ihm sprechen oder ihn animieren was zu ändern. Ich habe ihn ja aufgefordert etc. aber er meint, den richtigen Weg zu fahren sagt er.

Ich werde eh nicht mehr mit ihm sprechen, da er für das „Ihr seid unwürdig mit mir zu sprechen“ nicht um Entschuldigung bitten will. Das geht jetzt einfach zu weit. Ich habe einmal im Leben jemanden beleidigt und mich danach so geschämt, dass ich sofort als es ging um Entschuldigung bat und mein Bedauern ausgedrückt habe. Ich mach doch nicht für ihn zum Affen.

Die Forderung aufzustellen, dass er seine Freundin und mich achten soll, das ist doch wohl selbstverständlich. Das als „unwürdiges“ rückständiges Denken zu bezeichnen ist einfach nicht hinnehmbar, da er ja für sich in Anspruch nimmt, beleidigt sein zu dürfen :wink:

VG, Stefan

hallo stefan,

meine erfahrung sagt mir, daß solche leute schnell normal werden, wenn sie einen job haben und jeden tag malochen gehen. für solch seltsame theorien hat man meist nur als student zeit und gehirnkapazität frei.
dann heißt es oft, willkommen im leben.
du würdest erstaunt sein, wie sich der mensch wandelt.
oder er wird ein dauersoziologiestudent, mit brennender tüte labernd…

strubbel
L:open_mouth:)