Was würde passieren, wenn

ab morgen kein Auto mehr in Deutschland produziert würde und das führen eines privaten PKW verboten würde???

Sicher etwas abwegig, aber dieses Ansinnen wurde an mich in einem anderen Brett herangetragen, das Szenario wäre doch sicher nicht uninteressant! Auswirkung auf Börse, Zahl der Arbeitslosen?, MIndereinnahmen des Staates, der Versicherungen, der Kranken häuser und die Tausend anderen Berufe die dadurch in Mitleidenschaft gezogen würden… Könnte dies nicht in einem
Volkszorn mit radikalen Veränderungen münden??
Bin neugierig welche Dinge und Zahlen Euch einfallen!!!
Würde es überhaupt eine Wahl im September geben?

Gruss irgendwieundsowieso

Was passiert mit einer Firma, der man das Geld wegnimmt?
Was passiert mit einem Menschen, dem man die Niere wegnimmt?
Was passiert mit einem Kind, dem man das Spielzeug wegnimmt.
Was passiert mit Leuten, denen man verbietet dumme Fragen zu stellen?

gruss
winkel

Deine Hobbys aus deiner Vika passen hier ja prima!!!
Philosopieren und intelligente Gespräche! 1A!

Gruß
Jens

Wer sagte noch: „Es gibt keine dummen Fragen, sondern…“???
…wie recht doch dieser Mensch hat!

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Hallo Jesch,

das möchte ich doch nicht gerade auf mir sitzen lassen:

Manchmal antwortet eine umformulierte frage mehr, als eine aufgrund der Fragestellung nicht zu gebende Antwort.

So laß mich schlicht ergänzen: Es gibt keine dummen Fragen (by the way, ich hab ja auch nur gefragt :wink: ), aber es gibt dumme Kommentare zu Fragen und deren nachfragen!

gruss
winkel

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Die Reaktionen sind verschieden wie die Menschen, aus JEDER
Antwort kann man etwas lernen. Ich bin dem „Engwinkligen“ deswegen nicht Gram, er hätte wahrscheinlich ähnlich gekonnt
reagiert, wenn ihm jemand vor ca 2 Jahren einen NEMAX unter 600 prophezeit hätte.
Also bin immer noch neugierig auf Eure Szenarien…

Gruss irgendwie…

hallo irgendwie…,

Dann lass mich doch mal fragen, was das mit BWL zu tun hat oder mit Marketing?

Die Volkswirtschaft allenfalls könnte so ein Szenario beleuchten, doch bliebe die Frage warum sollte sie das tun.

Ich kann die Wirtschaft eines Volkes oder wie hier angesprochen im automobilbereich nicht absolut losgelöst sehen vom Rest der Gesamtwirtschaftlichen Tätigkeit.

Siehe meine Fragebeispiel: Was passiert, wenn man einem Menschen die Niere wegnimmt?

Mögliche Antwort: Erkann sterben, bestimmt sogar, füher oder später auf jedenfall. Zunächst werden einige Organe betroffen sein. Geschädigt oder gar zerstört. Es kann sein, daß sich einiges regeneriert, anderes ganz ausgefallen bleibt.

Es könnte sein, daß dem armen menschen die Zähne ausfallen oder die Haare oder die Fußnägel sich aufrollen, diese faktoren könnten einzeln gesamt oder garnicht auftreten.

Und nun? Was sagt uns das? Nix!

Allenfalls ließe sich halbwegs sinnvoll ein Szenario entwickeln, daß zeigen könnte, wie sich eine Verminderung der Abnahme der Umsätze der Automobilindustrie auf die Volkswirtschaften auswirkt, um rechtzeitig Gegen- oder Kompensationsmaßnahmen einzuleiten (entwicklung anderer Fortbewegungsmittel; mögliche andere produkte, die in autowerken produziert werden könnten etc.)

Im übrigen bleibe ich dabei, daß deine Fragestellung so jedes weiteren Gedankenganges nicht würdig ist.

Und wenn mir einer nen Nemax von 600 voraussgesagt hätte, hätte ich gesagt: wir werden sehen und nötigenfalls reagieren!

gruss
winkel

Hallo …,

ab morgen kein Auto mehr in Deutschland produziert würde und
das führen eines privaten PKW verboten würde???

Die Lohnnebenkosten würden sinken, da die Krankheiten, die durch Ozon, Stickoxide etc. sich vermindern würden. Weiterhin würde durch die vermehrte Bewegung (mehr Fahradfahren, Wege zum ÖPNV) auch weitere Volkskrankheiten wie Übergewicht zurückgehen.

Weiterhin würden die Steuerbelastung sinken,
-da die Kosten für Infrastrukturmassnahmen geringer würden (weniger Strassen)
-da weniger Schäden an Wald, Baudenkmälern, Bauten durch Abgase entstehen
so dass die Staatsausgaben sinken können.

Dies sind nur einige Effekte.

Tschuess Marco.

Hallo Marco,

Die Lohnnebenkosten würden sinken, da die Krankheiten, die
durch Ozon, Stickoxide etc. sich vermindern würden. Weiterhin
würde durch die vermehrte Bewegung (mehr Fahradfahren, Wege
zum ÖPNV) auch weitere Volkskrankheiten wie Übergewicht
zurückgehen.

Weiterhin würden die Steuerbelastung sinken,
-da die Kosten für Infrastrukturmassnahmen geringer würden
(weniger Strassen)
-da weniger Schäden an Wald, Baudenkmälern, Bauten durch
Abgase entstehen
so dass die Staatsausgaben sinken können.

Dies sind nur einige Effekte.

Und was würde mit den mehr als 1 Mio. Menschen passieren die in Deutschland Unmittelbar oder mittelbar in dem Automobilbereich beschäftigt sind? Diese würden mit größter Wahrscheinlichkeit Arbeitslos werden. Dies würde die Lohnnebenkosten sowie die Steuerabgaben drastisch steigen lassen, weil mehr Arbeitslosen/Sozialhilfe gezahlt werden müsste. Der Automobilbereich ist in Deutschland der wichtigste Industriezweig, wir sind immerhin Weltmarktführer beim Automobilexport.

Grüße

Bernd

machen wir noch ein paar Schritte weiter

Und was würde mit den mehr als 1 Mio. Menschen passieren die
in Deutschland Unmittelbar oder mittelbar in dem
Automobilbereich beschäftigt sind?

Nicht zu vergessen die Leute, die ihr Geld mit dem Steuern von motorisierten Gefährten verdienen: Busfahrer, Taxifahrer, Kurierfahrer, Lastwagenfahrer usw. Dazu Tankstellen- und Waschanlagenbetreiber und deren Angestellte, Politessen usw. Dazu kommt die halbe Bauindustrie, denn Autobahnen usw. brauchen wir ja auch nicht mehr, sowie die Schalttechnik, denn Ampeln werden ja auch so viele nicht mehr gebraucht.

Außerdem gäbe es eine Landflucht, denn mit dem KfZ pendeln ginge auch nicht mehr. D.h. wiederum massiver Anstieg der Bautätigkeit in den Städten, sowie entsprechender Anstieg der Mietpreise. [1]

Weitere Effekte: Boom bei Schustern (es wird mehr gegangen), Orthopäden (es wird mehr gegangen und damit auch mehr gestolpert), Wagon- und Gleisbauern.

[1] Und hier wird es erst richtig spannend. Konsequenzen könnten u.a. erhöhte Lohnforderungen sein oder geringere Konsumausgaben. Beides wird letztlich die Wirtschaft plattmachen.

Gruß
Christian

Hi Christian

Yepp, für Leute mit Phantasie fügen sich hier kettenartig richtig
schaurige volkswirtschaftliche Szenarien zusammen! Interessieren würde mich die Zahl der „freigesetzten“ Arbeitskräfte, wobei ich glaube, dass die Zahl der mittelbar betroffenen grösser ist als die Zahl derer an die man zuerst denkt ( Automobiler, Zulieferer ). Zig-Tausende Beamte, Versicherer, Strassenbau-Betriebe, Konstruktionsbüros, Hard und Software-Häuser. Einige Grosse (IBM) würden vielleicht ins Wanken geraten…

Schön, dass auch in diesem Board (VWL gibt’s leider nicht) auch mal abseits mitdenken…

Dank und Gruss irgendwie…

hie i…

Ich denke mal, das da so ziemlich die Hälfte oder mehr der abeitenden Bevölkerung keinen Job mehr haben wird.
allerdings dürfte sich das rasch erholen, da man zu alternativen Transportmitteln greifen müßte und hätte danach garantiert eine Vollbeschäftigung erreicht (allerdings mit ner Menge Scheißjobs).
wenn es derzeit vielleicht 100.000 LÖKW-Fahrer gibt, wird es dann wohl 5.000.000 Arschgucker und 500.000 Pferdezüchter geben.
1.000.000 mehr Bauern, die Hafer anpflanzen und ähnliche Branchen. die Supermärkte müssen ja irgendwie beliefert werden.

Frank

schaurige volkswirtschaftliche Szenarien zusammen!
Interessieren würde mich die Zahl der „freigesetzten“
Arbeitskräfte, wobei ich glaube, dass die Zahl der mittelbar
betroffenen grösser ist als die Zahl derer an die man zuerst
denkt ( Automobiler, Zulieferer ). Zig-Tausende Beamte,
Versicherer, Strassenbau-Betriebe, Konstruktionsbüros, Hard
und Software-Häuser. Einige Grosse (IBM) würden vielleicht ins
Wanken geraten…

Ich denke auch, dass die Zahl der mittelbar betroffenen größer wäre als die Zahl der Unmittelbar betroffenen. Unmittelbar betroffen wären wohl die Angestellten und Arbeite der großen deutschen Automobilhersteller (Volkswagen, BMW, DaimlerChrysler, Porsche,Ford, Adam Opel AG et cetera). Mittelbar KFZ-Zulieferbetriebe, das gesamte Transportgewerbe, Autobahnmeistereien, Tankstellen et cetera. Desweiteren würden die Dienstleistungszweige rund um Stuttgart/Wolfsburg/Kaiserslautern/Rüsselsheim zusammen brechen, dem Staat würden Steuern und SV Einnahmen in einer dreistelligen Milliardensumme fehlen, der Export würde zusammenbrechen, etc. etc.

Die Folgen wären wohl verherrend für Deutschland, aber dieses Szenario ist ja doch relativ unwahrscheinlich *g*

Grüße

Bernd

Schön, dass auch in diesem Board (VWL gibt’s leider nicht)
auch mal abseits mitdenken…

Dank und Gruss irgendwie…