Was zeichnet eine Kreditorenbuchhaltung aus?

Hallo,
ich habe eine Verständnisfrage: Kreditoren sind die, denen man selbst Geld schuldet (z.B. Lieferanten). In der Buchhaltung bucht man die noch nicht bezahlten Rechnungen unter Verbindlichkeit und gegen das entsprechende Sachkonto (z.B. Ware). Das ist ja wohl noch keine Kreditorenbuchhaltung?
Wenn man nicht als Verbindlichkeit bucht, sondern extra ein Kreditorenkonto hat für einen bestimmten Lieferanten, würde man also buchen: Kreditorenkonto/Sachkonto z.B. Ware?
Und wenn dann die Rechnung bezahlt wird, bucht man Bankkonto/Kreditorenkonto? Und somit ist das Kreditorenkonto wieder ausgeglichen. So hat man wohl einen besseren Überblick über die eigenen Verbindlichkeiten oder welchen Sinn soll sonst die Kreditorenbuchhaltung haben?
Würde heißen, normalerweise würde man gar nicht mehr an Verbindlichkeiten buchen oder macht man nicht für jeden Lieferanten ein Kreditorenkonto auf?
Ich weiß, viele Fragen, vielleicht hat hier Jemand auch viele Antworten für mich.

Viele Grüße

Miezekatze

Hallo,

die Frage passt hier nicht so wirklich.

Kreditoren sind Deine Lieferanten.

Im Buchhaltungskurs lernt man so schön, dass Eingangsrechnungen auf dem Verbindlichkeitskonto verbucht wird.

Dies stimmt auch. Allerdings wird eigetnlich nicht direkt auf dem Sachkonto Verbindlichkeiten gebucht, sondern auf dem Kreditorenkonto (Personenkonto). Alle Buchungen, die dort gemacht werden, erscheinen aber auf dem Sachkonto Verbindlichkeiten.

Wenn Du auf T-Konten im Buchführungskurs buchst, werden die Personenkonten irgendwann aufs Sachkonto abgeschlossen.

Eine Buchführungssoftware übernimmt diese Arbeit und bebucht parallel das Personenkonto und auch das Sachkonto Verbindlichkeiten.

Bei den Debitoren passiert das gleiche mit dem Sammelkonto Forderungen.

VG
Monroe

Hallo Miezekatze,

ich habe eine Verständnisfrage: Kreditoren sind die, denen man
selbst Geld schuldet (z.B. Lieferanten).

richtig

Wenn man nicht als Verbindlichkeit bucht, sondern extra ein
Kreditorenkonto hat für einen bestimmten Lieferanten, würde
man also buchen: Kreditorenkonto/Sachkonto z.B. Ware?

Kreditor an Sachkonto wäre die Buchung einer Gutschrift,
da Aufwand im Soll erfasst wird, muss die Buchung daher richtig heißen: per Sachkonto (Waren) an Kreditor.

Und wenn dann die Rechnung bezahlt wird, bucht man
Bankkonto/Kreditorenkonto?

s.o. verkehrt herum! Wenn die Bank im Soll bebucht wird, ist es ein Eingang auf dem Konto.
Richtig ist also:stuck_out_tongue:er Kreditor an Bank

Exkurs Buchführung: „Bank“ ist ein Aktivkonto, Mehrungen werden im Soll erfasst, Minderungen im Haben.

Und somit ist das Kreditorenkonto
wieder ausgeglichen. So hat man wohl einen besseren Überblick
über die eigenen Verbindlichkeiten oder welchen Sinn soll
sonst die Kreditorenbuchhaltung haben?

genau. Wenn du Hunderte von Kreditoren hast, dann wäre das Konto „Verbindlichkeiten aus LuL“ sehr sehr unübersichtlich und kaum noch abzustimmen. Daher werden die Personenkonten als Unterkonten des Verbindlichkeitskonto eingerichtet. Die Salden der Personenkonten fließen dann wieder auf dem Verbindlichkeiten zusammen. Dieses erscheint dann in der Bilanz auf der Passivseite (Passivkonto).

Würde heißen, normalerweise würde man gar nicht mehr an
Verbindlichkeiten buchen oder macht man nicht für jeden
Lieferanten ein Kreditorenkonto auf?

richtig. Das Konto "Verbindlichkeiten aus LuL " ist daher nicht direkt ansprechbar.

Für jeden einzelnen Lieferanten braucht man nicht unbedingt ein eigenes Kreditorenkonto einzurichten, möglich wären auch Sammelkonten, z.B. „A - Diverse“, „B - Diverse“ usw.

Ich weiß, viele Fragen, vielleicht hat hier Jemand auch viele
Antworten für mich.

Die sind jetzt hoffentlich beantwortet.

Gruß
Sonja