Was zeichnet einen guten Kindergarten aus?

Hallo!

Sicherlich eine etwas naive Frage, da es natürlich unterschiedliche Kindergartenarten gibt (Waldkindergarten etc.), nicht jedes Kind gleich ist und bei allen Menschen (Eltern) die Ansprüche an den Kindergarten anders sind.

Doch nach welchen grundsätzlichen Kriterien sollte man einen Kindergarten auswählen? Wir sind da absolute Rookies und sind daher für Tipps, Anregungen und Meinungen dankbar.

Was war für Euch wichtig, als Ihr für Eure Kiddis die Wahl treffen mußtet?

Unser Zwerg ist jetzt 5 Monate alt und wir leben in einer Großstadt (über 1 Mio.).

Vielen Dank im Voraus!

Gruß

Andreas

Hallo,

ich habe einfach den nächsten Kindergarten genommen und hatte Glück. Im Nachgang habe ich mir schon überlegt, was so gut ist.
Hier meine Überlegungen:

Gibt es altersgerechte Gruppen? Ich fand es schon wichtig, dass die Kinder in der Gruppe das gleiche Alter hatten, da so die Erzieherin auch alle Kinder bei Spielen oder Ausflügen mit einbeziehen konnte.

Die Öffnungszeiten waren für mich ebenfalls nicht uninteressant, da ich voll berufstätig bin.

Die Versorgung mit Essen erfolgte bei uns aus der eigenen Küche. Oft ist es so, das die Erzieher sich um Frühstück und Vesper kümmern müssen und das Essen angeliefert wird. Da aber in den Gruppenräumen keine Küche eingebaut ist, gestaltet sich das oft schwierig.

Die Erzieher hatten bei uns alle eine pädagogische Ausbildung. Sie haben darauf geachtet, dass sich das Kind altersgerecht entwickelt. War dies nicht der Fall, wurden weitere Einrichtungen empfohlen.

Sicherlich kommt es auch immer auf die Menschen an die dort arbeiten. Wichtig ist auch, dass sich das Kind wohlfühlt. Aber einen Erzieherin, die ihr selbst nicht mögt sollte es auch nicht sein.

Unsere Kita war eine Fröbel e.V. Kita. Vielleicht gibt es so eine Einrichtung in eurer Nähe.

Leider ist bei meiner Tochter die Kita-Zeit schon vorbei und die Schule konnten wir nicht aussuchen.

Viele Grüße

Susanne

Hallo Andreas!

Was war für Euch wichtig, als Ihr für Eure Kiddis die Wahl
treffen mußtet?

Ich habe hier in München einfach nach dem nächstgelegenen gesucht. Das war ein städtischer, gleich in die Schule integriert, in die meine Tochter dann später (auch in den Hort dort) gegangen ist.

Vorteil dieser Regelung ist, dass das Kind dann schon eine ganze Menge Freunde hat, wenn es in die SChule kommt.

Es war nichts extra Umwerfendes, aber im Großen und Ganzen OK. Auch die gemischte Altersstruktur ist ganz OK, in Familien leben ja auch nicht ganz gleichaltrige Kinder zusammen, wenn es mehrere davon gibt.

Unser Zwerg ist jetzt 5 Monate alt und wir leben in einer
Großstadt (über 1 Mio.).

Dann habt ihr ja noch ein kleines bisschen Zeit.

Gruß, Karin

„Wie wir mit den Kindern heute umgehen, das wird die Welt von morgen prägen“ (Zitat Hans Jonas). Nun, mir wäre es ein bißchen zu wenig einfach „nur den nächstbesten“ Kindergarten auszuwählen obwohl das auch seine Vorteile hat. Junge Eltern wissen oft doch ganz genau, was sie ihrem Kind mitgeben möchten, welche Werte ihnen selber in der Erziehung wichtig ist. Und dementsprechend wählt man auch das Angebot für sein Kind aus, oder - Freizeit, Spiele, Fernsehprogramm usw. Wenn Du also gar keine Präferenzen bezüglich Pädagogik hast, z.B. Montessori, Walddorf etc. - geh einfach hin (ich würd immer einen Termin vereinbaren) und schnupper nach der Atmosphäre, wie fühlst du dich dort? Andere Attribute sind bestimmt: Gruppengröße, Raumangebot, Spielplatz, Garten - pädagogisches Angebot … - ich such dir auch gerne noch ein paar links aus; Lb. Gruss, Daniela

ein paar Gedanken dazu …

Gibt es altersgerechte Gruppen? Ich fand es schon wichtig,
dass die Kinder in der Gruppe das gleiche Alter hatten, da so
die Erzieherin auch alle Kinder bei Spielen oder Ausflügen mit
einbeziehen konnte.

VIEL MEHR ALS VON ERWACHSENEN LERNEN KINDER VON KINDERN, UND DA IST EINE ALTERSGEMISCHTE GRUPPE IMMER VON VORTEIL. UND SIE LERNEN MIT DER GRUPPE UMZUGEHEN:ES GIBT GRÖSSERE; STÄRKERE; SOLCHE DIE SCHON MEHR WISSEN UND AUCH IN DER ANDEREN RICHTUNG _ JÜNGERE; KLEINERE; MAN MUSS MEHR RÜCKSICHT NEHMEN USW. ES IST AUCH EINE TOLLE ERFAHRUNG WENN SIE REINWACHSEN „JETZT AUCH BEI DEN GROSSEN ZU SEIN“.

Die Öffnungszeiten waren für mich ebenfalls nicht
uninteressant, da ich voll berufstätig bin.

DAS DILEMMA IST LEIDER IMMER, DASS SICH ÖFFNUNGSZEITEN NACH DEN BEDÜRFNISSEN DER ERWACHSENEN RICHTEN UND NICHT NACH DEN KINDERN UND DEREN ENTWICKLUNG, WIEVIEL IHNEN ZUMUTBAR IST. STELLT EUCH MAL VOR, z.B. EIN DREIJÄHRIGER 8 STUNDEN IM „BÜRO“ PLUS ANFAHRT…

Die Versorgung mit Essen erfolgte bei uns aus der eigenen
Küche. Oft ist es so, das die Erzieher sich um Frühstück und
Vesper kümmern müssen und das Essen angeliefert wird. Da aber
in den Gruppenräumen keine Küche eingebaut ist, gestaltet sich
das oft schwierig.

Sicherlich kommt es auch immer auf die Menschen an die dort
arbeiten. Wichtig ist auch, dass sich das Kind wohlfühlt. Aber
einen Erzieherin, die ihr selbst nicht mögt sollte es auch
nicht sein. UND OFT ÜBERNEHMEN KINDER DIE GEFÜHLE DER ERWACHSENEN UND DRÜCKEN SIE AUS, OBWOHL ES NICHT DIE IHREN SIND…

Leider ist bei meiner Tochter die Kita-Zeit schon vorbei und
die Schule konnten wir nicht aussuchen. JA, ABER JE JÜNGER DIE KINDER SIND, UMSO WENIGER KANN MAN IHNEN „ZUMUTEN“ - ICH VERGLEICHE GERNE MIT DEM WACHSTUM DER PFLANZE: AUF EIN KLEINES PFLÄNZCHEN MUSS MAN GUT ACHTEN, ES PFLEGEN u. HEGEN - WEHE, ES TRITT EINER DRAUF, DANN KÖNNTE ES KAPPUTT SEIN. EINE GROSSE STARKE PFLANZE HINGEGEN KANN DANN SCHON SO MANCHEM STURM TROTZEN …

Liebe Grüsse an alle hier, Daniela

Hallo Andreas,

das wichtigste an einem guten Kindergarten ist, was die Eltern der Abgänger von ihm halten.
Wenn z.B. von einer hohen Personalfluktuation berichtet wird, dann läßt das Rückschlüsse auf ein möglicherweise weniger gutes Betriebsklima zu.

Vielleicht gibt es in Eurer Nähe ein kommunales Familienzentrum, das wöchentliche Treffs in Form von Still- und Krabbelgruppen usw. veranstaltet. Da redet es sich leicht, und man erfährt so dies und das – so von Frau zu Frau.

Was die besonderen Kindergärten anbelangt, wie eben Waldkindergarten, Montessori, Anthroposophie, Kiga ohne Spielzeug, integrativer Kiga, vielleicht gibts inzwischen schon die ersten homosexuell orientierten Kigas … das kostet tendentiell mehr Zeit und Nerven als normale Kindergärten, zu denen ich auch die meisten konfessionellen zählen würde.

Gruß,

Wolfgang Berger

[OT] nicht zum Thema, sondern zur Form…

VIEL MEHR ALS VON ERWACHSENEN LERNEN KINDER VON KINDERN, UND
DA IST EINE ALTERSGEMISCHTE GRUPPE IMMER VON VORTEIL. UND SIE
LERNEN MIT DER GRUPPE UMZUGEHEN:ES GIBT GRÖSSERE; STÄRKERE;
SOLCHE DIE SCHON MEHR WISSEN UND AUCH IN DER ANDEREN RICHTUNG
_ JÜNGERE; KLEINERE; MAN MUSS MEHR RÜCKSICHT NEHMEN USW. ES
IST AUCH EINE TOLLE ERFAHRUNG WENN SIE REINWACHSEN „JETZT AUCH
BEI DEN GROSSEN ZU SEIN“.

DAS DILEMMA IST LEIDER IMMER, DASS SICH ÖFFNUNGSZEITEN NACH
DEN BEDÜRFNISSEN DER ERWACHSENEN RICHTEN UND NICHT NACH DEN
KINDERN UND DEREN ENTWICKLUNG, WIEVIEL IHNEN ZUMUTBAR IST.
STELLT EUCH MAL VOR, z.B. EIN DREIJÄHRIGER 8 STUNDEN IM „BÜRO“
PLUS ANFAHRT…

JA, ABER JE JÜNGER DIE KINDER SIND, UMSO WENIGER KANN MAN IHNEN
„ZUMUTEN“ - ICH VERGLEICHE GERNE MIT DEM WACHSTUM DER PFLANZE:
AUF EIN KLEINES PFLÄNZCHEN MUSS MAN GUT ACHTEN, ES PFLEGEN u.
HEGEN - WEHE, ES TRITT EINER DRAUF, DANN KÖNNTE ES KAPPUTT SEIN.
EINE GROSSE STARKE PFLANZE HINGEGEN KANN DANN SCHON SO MANCHEM
STURM TROTZEN …

Liebe Grüsse an alle hier, Daniela

Liebe Daniela,

Durchgängige Großschreibung wird im Internet als „Schreien“ verstanden und gilt als sehr, sehr unhöflich. Außerdem leidet die Lesbarkeit.
Um einzelne Wörter oder Wortgruppen hervorzuheben, kann man sich hier in w-w-w folgender Mittel bedienen:

Text führt (ohne die Leerzeichen dazwischen) zu Fettdruck: B wie "Bold"

Text führt (ohne die Leerzeichen dazwischen) zu Kursivdruck: I wie „Italic“

Text führt (ohne die Leerzeichen dazwischen) zu Unterstreichung: U wie „Underlined“

Ansonsten kann man überall im Netz folgendes benutzen:

Eingrenzende Unterstriche:
„Was ich _besonders_ betonen möchte.“

Ausrufungszeichen:
„Den Anweisungen muß genau(!!) gefolgt werden.“

Oder _vereinzelt_ auch mal die Großschreibung:
„Das KANN gar nicht so sein!“

Natürlich kann man auch beliebig kombinieren:
"Bitte achte in Zukunft darauf, nicht DURCHGÄNGIG(!!) groß zu schreiben."

Gruß,

Doc.

PS: Nicht als blöde Anmache verstehen, sondern als freundlichen Hinweis, okay?

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Hi Andreas,

wir haben uns einige Kindergärten in der Umgebung angeschaut und uns dann für einen Waldorfkindergarten entschieden, bzw. meine Frau hat das so entschieden und ich hab mich später gefreut, daß sie so entschieden hat.
Ettliche Feunde und Bekannte haben momentan auch Kindergartenkinder und wir haben uns schon des öfteren ausgetauscht, welche Erfahrungen gemacht wurden.
Fazit:
Der WaldorKiGa schnitt fast immer am besten ab.

Wir sind beileibe keine Antroposophen und Rudolf Steiner kannte ich zwar hatte aber nur wenig von ihm gelesen. Aber die Praxis hat überzeugt.

Kostet zwar etwas mehr als eine kommunaler KiGa, ist aber m.E. jeden € wert.

Gandalf

Richtungsentscheidung Antroposophie
Hallo Gandalf,

für Abgänger des Waldorf-Kindergartens ist natürlich die Waldorfschule die erste Wahl, gleiches gilt für Montessori u.m.a.

Bei einer solchen Weichenstellung sollte man nicht nur den Kiga selber beurteilen, sondern auch nicht außer acht lassen, was wird, wenn das Kind aus dieser Sonderpädagogik herauskommt, z.B. nach der Grundschule oder auch erst mit dem letzten Schulabschluß.
Damit will ich keinesfalls die anthroposohische Pädagokik verdammen. Nur: wir haben uns damals sehr intensiv mit Steiner usw. beschäftigt und uns daraufhin dagegen entschieden.

Auch Montessori haben wir geprüft und abgelehnt, weil die Kinder da schlicht zuwenig lernen. Später konnten wir an Montessori-Grundschulabsolventen in den ersten Klassen eines musischen Gymnasiums sehr gut beobachten, wie sehr wir damals recht hatten.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

für Abgänger des Waldorf-Kindergartens ist natürlich die
Waldorfschule die erste Wahl,

das stimmt soweit schon, aber die nächste Waldorfschule ist leider zu weit entfernt, daß sie mit vertretbaren Mitteln erreichbar wäre.

Was das Lernpensum betrifft:
Waldorfschüler haben beim PISA-Test sehr gut abgeschnitten, weit über dem Schnitt der ‚normalen‘ Schulen.
Ein weiterer Punkt, der uns zur Wahl einer Waldorfschule geneigt hätte, waren Gespräche mit früheren und gegenwärtigen Schülern.

Die Lehrer schaffen es sehr häufig, die Schüler so zu motivieren, daß sie verstehen, warum sie zur Schule gehen (nicht für die Schule lernt ihr … (obwohl das eine Verdrehung des Originalzitats von Seneca ist)). Kaum einer, der über die Schule motzt, Leistung wird gerne erbracht.
Und im ‚echten‘ Leben kommen die meisten dann doch erstaunlich gut zurecht.
Aber das ist leider erst mal graue Theorie.

Gandalf

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Hallo Daniela,

VIEL MEHR ALS VON ERWACHSENEN LERNEN KINDER VON KINDERN, UND
DA IST EINE ALTERSGEMISCHTE GRUPPE IMMER VON VORTEIL. UND SIE
LERNEN MIT DER GRUPPE UMZUGEHEN:ES GIBT GRÖSSERE; STÄRKERE;
SOLCHE DIE SCHON MEHR WISSEN UND AUCH IN DER ANDEREN RICHTUNG
_ JÜNGERE; KLEINERE; MAN MUSS MEHR RÜCKSICHT NEHMEN USW. ES
IST AUCH EINE TOLLE ERFAHRUNG WENN SIE REINWACHSEN „JETZT AUCH
BEI DEN GROSSEN ZU SEIN“.

Das sind eindeutig Vorteile. Es kann aber auch sein, dass sich durch die „grösseren“, älteren Kinder Cliquen im KiGa gebildet haben und diese jüngere Kinder nicht aufnehmen. Wenn dann ein zurückhaltendes Kind in die Gruppe kommt und es auch wenig Unterstützung von den Erzieherinnen gibt, diese Cliquen aufzubrechen, dann kommen solche schüchternen Kinder zu kurz. In unserem Fall scheinen die Erz. nicht in der Lage oder willens, diese Cliquen aufzubrechen bzw. diesen Kindern beibringen zu wollen, auch auch andere Kinder zuzugehen, udn nicht nur immer mit ihrer/n Lieblingsfreunden/innen zu spielen…

Es kommt sehr auf die Erzieher/innen an. Man hört manchemal viel über den Erz.-stil der Erzieher, davon sollte man sich aber nicht allzusehr beeinflussen lassen. Nach einem Jahr KGa-Besuch hat man sich dann seine Meinung gebildet, lässt es, wie es ist, oder muss etwas ändern…

Viele Grüsse,
Deborah

ja mei … alles kann man doch nicht wissen … hab was dazu gelernt. danke. d.

Hallo Gandalf.

entschuldige bitte, wenn ich - wie bereits angedeutet - jetzt nicht weiter auf das Pro und Kontra von Waldorfschule und antroposophischer Pädagogik eingehen möchte.

Wenn Ihr nun schon einen Waldorf-Kindergarten in der Nähe habt: M.W.n. ist es nicht besonders schwierig, z.B. eine Waldorfschule zu gründen und zu betreiben. Die organisatorischen und finanziellen Probleme dürften a.j.F. geringer sein als bei unserer japanischen Samstagsschule.

Gruß,

Wolfgang Berger