Was zeichnet seriösen berater aus?

hallo leute,

eure meinung ist gefragt.
was zeichnet eurer meinung einen guten und seriösen anlageberater aus?
reicht es, daß ich ihm eine gewisse summe nenne?
als antwort sagt er mir:
soundsoviel in diesen aktienfonds, dieses cash, das in geldmarkt, den rest in optionsscheine, futures, hedgefonds?
ab welcher beruflichen qualifikation darf man sich denn anlageberater nennen?
eure persönliche meinung würde mich mal interessieren.

vielen dank schon mal jetzt

strubbel
Q:open_mouth:)

Hallo,

reicht es, daß ich ihm eine gewisse summe nenne?
als antwort sagt er mir:
soundsoviel in diesen aktienfonds, dieses cash, das in
geldmarkt, den rest in optionsscheine, futures, hedgefonds?

Nein, die gesamte finanzielle Situation muß beleuchtet werden. Zukunftspläne, berufliche Stellung, zukünftige Ereignisse, etc. also eine komplette Bedarfsanalyse.

ab welcher beruflichen qualifikation darf man sich denn
anlageberater nennen?

Soweit ich weiß ist dies kein geschützter Beruf. Ich plädiere für Erfahrung, gute Geschäftsbeziehungen, Idetifikationsbereitschaft mit dem Kunden, etc. Grundsätzlich sollte er jedoch aus dem Geschäft kommen, also Bankkaufmann, Fachmann aus der Versicherung mit Zusatzqualifikation Bankprodukte (also kein Maurer der sich durch 4 Seminare eines Struckivereins als Anlageberater berufen fühlt). Je mehr Geld du anlegen willst desto größer muß die fachliche Kompetenz sein. Natürlich gibt es viele die sich dann zur Beratung einen Spezialisten des Hauses mit ranhohlen (mach ich immer ab einer bestimmten Summe und bei bestimmten Geschäften, bin aber kein Anlageberater!!!)

eure persönliche meinung würde mich mal interessieren.

Mich würde interessieren, warum du danach fragst??

Viele Grüße sendet

Martin

hallo strubbel,

eigentlich das, was Martin gesagt hat. Gründliche Ist-Analyse, deine Ziele und Wünsche, deine Möglichkeiten. Als Ergebnis eine Vision bis zu deiner Tage Ende und konkrete Handlungsvorschläge für jetzt. Aber wirklich nur für jetzt, kein starres Vertragswerk, was dich schon heute bis zum Ruhestand bindet. Finanzberatung ist ein Prozeß, kein Abschlußakt.
Und wenn es nicht gerade um ein großes Vermögen geht, dann will ich Dir auch von den Bankberatern abraten.
Seriös ist subjektiv. Wichtig ist die Chemie zum Berater. Finanzberatung ist Vertrauenssache. Ohne wirkliches Vertrauen funktioniert das nicht, auch nicht beim seriösesten Berater.
Boris

PS: Kunden mit dem größten Vertrauen sind die glücklichsten. Die machen alles was der Berater empfielt und erfreuen sich an den Erfolgen. Kunden ohne Vertrauen zweifeln an, ändern teilweise und ärgern sich über ausgebliebene Erfolge, woran dann natürlich wieder der Berater die Schuld trägt.
Also, jetzt bist Du so schlau wie zuvor.
Es gibt nicht für Alles eine objektive und geeichte Meßlatte.
Mir geht es so bei Oma und Opa. Entweder ich werde akzeptiert, dann voll und ganz, oder ich werde abgelehnt, dann ebenso ganz. Und das bedeutet nicht, daß diese mit einem Anderen nicht doch glücklich werden

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PS: Kunden mit dem größten Vertrauen sind die glücklichsten.
Die machen alles was der Berater empfielt und erfreuen sich an
den Erfolgen. Kunden ohne Vertrauen zweifeln an, ändern
teilweise und ärgern sich über ausgebliebene Erfolge, woran
dann natürlich wieder der Berater die Schuld trägt.

Hallo Boris,

ich hoffe dieser Satz in deinem Popsting war zumindest teilweise ironisch gemeint.
Blindes Vertrauen zu einem Berater ist halte ich für extrem schlecht schlecht. Zumindest sollte man verstehen was man da für Produkte kauft und auch jederzeit wissen worüber wann verfügt.
Ansonsten ist Betrug und schlechter Beratung Tür und Tor geöffnet.

Gruß Ivo

PS: Kunden mit dem größten Vertrauen sind die glücklichsten.
Die machen alles was der Berater empfielt und erfreuen sich an
den Erfolgen. Kunden ohne Vertrauen zweifeln an, ändern
teilweise und ärgern sich über ausgebliebene Erfolge, woran
dann natürlich wieder der Berater die Schuld trägt.

Hallo Boris,

ich hoffe dieser Satz in deinem Popsting war zumindest
teilweise ironisch gemeint.
Blindes Vertrauen zu einem Berater ist halte ich für extrem
schlecht schlecht. Zumindest sollte man verstehen was man da
für Produkte kauft und auch jederzeit wissen worüber wann
verfügt.
Ansonsten ist Betrug und schlechter Beratung Tür und Tor
geöffnet.

Hallo ihr beiden,
ich gehe auch davon aus, das Boris das in einem anderen Zusammenhang meint. Ich gebe dir auch Recht, das ein Kunde der nicht kritisch hinterfragt, ein gefundenes Fressen für Betrüger wäre.

Nochmal zum Beratungsthema. Wenn ein Kunde eine Anlage nicht versteht, sich damit nicht identifiziert, nicht nachvollziehen kann und diese Anlage einzig dem zweck tätig viiiiel Geld zu verdienen (weil im das der Berater gesagt hat), dann sollte der Kunde als auch ein seriöser Berater die Finger davon lassen und lieber Dinge anbieten, die für den Kunden klar und nachvollziehbar sind.

Liebe Grüße

Martin

Hallo Ivo,

Du hast ja Recht. Ich habe auch Recht, glaube ich. Vertrauen muß erarbeitet werden. Blindes Vertrauen von Beginn an birgt hohe Risiken.
Aber in der Praxis ist es wirklich so. Die gute Oma, die einen Teil des Geldes in z. B. Phoenix hat, oder Aegis, ist wirklich glücklich. Die Oma, die nur Goldenes Sparbuch und einen offenen Immobilienfonds hat, deren Auszahlungsplan jetzt wirklich an die Depotsubstanz geht, meint, das wäre eben so heutzutage. Obwohl erstgenannte Oma trotz aller Mühe meinerseits NICHTS verstanden hat von dem, wie diese Alternativen im Innern funktionieren, ist sie eine glückliche Kundin. Ich bin mir schon bewußt, daß ich da Verantwortung trage.
Und auf der anderen Seite gibts die Kunden, die Rat suchen, dann vorsichtshalber Bedenken äußern, dann aber doch alles unterschreiben, und wenn eine Änderung notwendig wird, diese aber verhindern. Und wieder verhindern. Und wieder nichts tun. Und heute mit immer noch 50% Verlust mir die Schuld daran geben wollen. So geschehen beim Aktienboom. 1999 der Tip, schrittweise Aktiendepotanteile in Phoenix und Quadriga zu wandeln, 2000 der eindringliche Rat hierzu, 2001 die feste Aufforderung hierzu. Noch 2002 ging vieles zu retten. Aber jetzt abwarten, bis zumindest die Einstandskurse wieder erreicht sind. Hier entscheidet der Kunde danach, was ER versteht, was ER für geboten und vertretbar hält. Wer ist nun der glückliche Kunde? Die erstgenannte Oma oder der letztgenannte aufgeklärte, selbstbestimmende Kunde?
Deshalb meine ich, ein gewisses Maß an Vertrauen gehört dazu zu einer glücklichen Berater-Kunde-Beziehung. Auch wenn Kunde mal wirklich nicht vestehen kann. Vielleicht ist er schon Experte für Molekularbiologie. Da kann und muß ich ihn doch nicht noch dazu zum Finanzexperten qualifizieren!
Gruß
Boris

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Martin,

Hallo ihr beiden,
ich gehe auch davon aus, das Boris das in einem anderen
Zusammenhang meint.

Nein, meine ich so wie ich es sage.

Ich gebe dir auch Recht, das ein Kunde der
nicht kritisch hinterfragt, ein gefundenes Fressen für
Betrüger wäre.

Du hast Recht!

Nochmal zum Beratungsthema. Wenn ein Kunde eine Anlage nicht
versteht, sich damit nicht identifiziert, nicht nachvollziehen
kann und diese Anlage einzig dem zweck tätig viiiiel Geld zu
verdienen (weil im das der Berater gesagt hat), dann sollte
der Kunde als auch ein seriöser Berater die Finger davon
lassen und lieber Dinge anbieten, die für den Kunden klar und
nachvollziehbar sind.

Martin ein Beispiel. Du beauftragst einen Elektriker, Dir eine neue Sauna anzuschließen. Dieser will eine 6mm² Zuleitung verlegen. Du läßt Dir doch sicher erklären, warum genau dieses Kabel?
Denn wenn das Kabel zu dünn wäre, dann könnte es heiß werden. Könnte das Haus entzünden! Du könntest an Rauchvergiftung sterben!! Deine ganze Familie ist in Gefahr!!! Selbst der Feuerwehrmann könnte Opfer werden !!!
Wenn ich einem Kunden (Warum nicht Oma?) das Star Hedge AS Indexzertifikat (WKN A0AMSY) empfehle, er solle 1000 EUR investieren (ein sehr, sehr gutes Produkt!), dann muß ich ihm das Verkaufsprospekt von 237 Seiten aushändigen. Er muß mir quittieren, daß er ALLES darin VERSTANDEN hat und keinen weiteren Beratungsbedarf mehr sieht. Welcher realen Gefahr ist dieser Kunde hierbei wirklich ausgesetzt?

Ich meine also allen Ernstes, ohne Vertrauen geht es nicht optimal!!! Wirklich nicht. Man kan doch nicht in jeder Beratung den Kunden erst qualifizieren. Und der qualifizierte Kunde hat doch sowieso das Internet und Direktbanken und … . Und hier gelten diese Vorschriften ja doch nicht.

Also, ein Kunde, der glücklich werden will, scheint um ein gewisses Restrisiko nicht umhinzukommen.

Liebe Grüße

Martin

Gruß
Boris
und schöne Ostern noch. Ehrlich.