Hallo Simone,
also bei einem Grundschulkind fände ich es sehr übertrieben
jeden Tag zu duschen.
Das finde ich auch. Allerdings auch bei Erwachsenen. Aber jeder soll wissen, was er mit seiner Haut und seinen Haaren anstellt
.
Auch jeden Tag über dem Waschbecken oben
und untenrum.
Für mich war das als Kind Routine, und selbstverständlich. Eben weil ich es auch bei meinem Eltern mitbekommen habe. Das Waschbecken wurde zum waschen benutzt und die Wanne zum baden. Hat vieleicht auch etwas mit Sparsamkeit zu tun, da das warme Wasser aus dem Durchlauferhitzer kam. Bei meinen Freundinnen im Nachbarhaus galt das gleiche Prinzip, nur wurde da nicht morgens, sondern abends gewaschen. War dort vielleicht auch ein Zeitfaktor, denn sie waren ein fünf Personen Haushalt und wir nur zu dritt.
Meine Jungs werden nach Bedarf gewaschen, je
nachdem wie viel sie draußen rumgetobt haben und sie es nötig
haben. Im Sommer öfter im Winter weniger. Die
Schweißausbildung ist bei den Kindern ja noch nicht mit uns
Erwachsenen zu vergleichen. Einmal in der Woche ein Vollbad
mit Nägelüberprüfung.
Ich denke das tägliche Duschen kommt dann etwas später, wenn
die Pubertät anfängt. Ich denke, dass sich das aber dann schon
einspielt. Die Kinder lernen ja von Ihren Eltern. Und wenn sie
das vorgelebt bekommen, ist das glaube ich kein Problem (Hoffe
es mal so
).
Ich hoffe das auch, denn z.Zt. beobachte ich das bei der Tochter meines Freundes. Sie lebt überwiegend bei der Mutter und ist halt so oft es die Regelung erlaubt und manchmal auch öfter, bei ihrem Vater. Zwar entickelt sich langsam ein etwas näheres Verhältnis zwischen ihr und mir, aber grundsätzlich halte ich mich aus vielen Themen bewußt heraus. Ihr Vater und ich leben auch noch in getrennten Wohnungen.
Bisher kann ich mich in zweieinhalb Jahren nicht daran erinnern gesehen zu haben, daß sie sich wäscht, vom Händewaschen abgesehen, wo ich ihr aber erst mal vorgemacht habe wie das geht. Bei Ihr landete der Schmutz nämlich nicht im Wasser, sondern im Handtuch
. Das regelmäßige Zähneputzen hat sie zum Glück prima drauf. Sie wirkt auch nicht wie ein schmuddeliges Kind, ich bin trotzdem etwas verwirrt. Vor allem, wenn ich sie nach einer Woche immer noch mit dem selbstklebenden Tatoo-Schmetterling auf der Stirn wiedersehe. Auch ist ihre Mutter alles andere als eine Person, von der man behaupten könne, sie kümmere sich nicht um die Belange des Kindes und wahrscheinlich sollte ich mir gar keine Gedanken machen. Aber „früher“ als wir noch nicht dem täglichen Duschzwang erlegen sind, war doch vieles anders und irgendwie auch unkomplizierter.
Viele Grüße
Avera