Waschmaschine im Leerlauf

Meine Waschmaschine Privileg 122E lässt kein Wasser einlaufen - Programmrad läuft nach Drücken der Starttaste(egal welches Programm) einmal komplett leer durch, dabei startet 3 mal kurzzeitig ca. 1 sek beim Durchlauf der Abpumpprogramme das Abpumpen.
Ursache war vorher ein Programmstart mit versehentlich geschlossenem Wasserhahn, worauf die Haussicherung abgeschaltet hatte.
Bisher habe ich folgendes versucht:
Haussicherung wieder eingeschaltet - Programmstart verschiedener Waschprogramme mit geöffnetem Wasserhahn, Wasserschlauchzulaufsiebe an beiden Enden kontrolliert und gereinigt, Stecker für 10 min gezogen. In der Maschine nach einer Sicherung gesucht, aber nicht gefunden. Das Wassereinlaufventil öffnet nicht. Was könnte ich tun? Für einen Tipp wäre ich dankbar.
Die Daten:
Quelle AG Fürth, Prod-Nr. 466.048.6
Privileg Nr. 20013
Privileg 122E Typ PS145/116
Sicherung 10A
Serien-Nr. 201/31999
TN 635498

Hallo !

Die Sicherung(gemeint Stromkreissicherung der WM-Steckdose oder eine Fehlerstrom-Schutzschalter,der das ganze Haus stilllegte?)) löst NIE aus,wenn der Wasserhahn versehentlich zugedreht war und WM eingeschaltet wurde !
Das müsste dann stunden- oder tagelang so gelaufen sein,dabei wird das Magnetventil womöglich zu heiss und verschmort = Kurzschluss.

Da nicht eingespült wird,kann das natürlich „nur“ das Magnetventil am Wasserzulauf sein.
Da aber das Programmschaltwerk? nicht mal auf das Einlaufen wartet,sondern gleich endlos durchdreht,ist das ein anderer Fehler.

Wenn man sich etwas auskennt(bitte nur dann!), kann man am Magnetventil die Spannung nachmessen.
Natürlich 2-polig ! Liegt 230 V an und es kommt kein Wasser,dann ist es kaputt(oder Wasserversorgung hat Macken,Hahn,Schlauch,Schmutzsiebe,Rückschlagventil).
Keine 230 V messbar,dann wirds wohl am Programmschaltwerk selbst liegen.
WM selbst hat KEINE Sicherung intern,moderne Geräte mit einer Elektronikplatine(statt Programmschaltwerk) könnten dort eine Feinsicherung(Glassicherung 5 x 20 mm)haben.

mfG
duck313

Hallo duck313,
vielen Dank für Deine Antwort zur Fehlereingrenzung.
Es war die Stromkreissicherung der WM-Steckdose, nicht der FI. Bemerkt habe ich das erst etwa 24 Std. später. Wasserversorgung ist einwandfrei, an den Magnetventilen liegt Spannung an.
Daher hat wohl das mechanische Programmschaltwerk irgendwie was abbekommen.

Hallo !

Kann an der Steuerung liegen,aber wenn Du es kannst,teste die Magnetventilspule auf Durchgang.

Netzstecker rausziehen !

Anschlussstecker am Ventil einseitig abziehen und Spule mit Ohmmeter durchmessen. Es muss sich ein bestimmter Wert ergeben,mehrere Kiloohm m.E.,sollte es sehr hochohmig,gegen unendlich sein,dann ist Spule durchgebrannt und unterbrochen.
Dann kann Spannung anliegen,es öffnet sich aber nicht.

Es wäre denkbar,überhitze Spule verursacht Kurzschluss und trennt dabei den dünnen Spulendraht auf. Dann wäre nach Sicherungswechsel der Kurzschluss weg,aber Magnetventil ist ohne Funktion.

mfG
duck313

Hallo duck313,

zunächst muß ich leider meine Aussage hinsichtlich anliegender Spannung an den Wasserventilen in Frage stellen bzw. revidieren, da ich mir mit der Verfahrensweise der 2-poligen Spannungsmessung unsicher bin und möglicherweise falsch gemessen hatte. Die dadurch entstandene Irritation tut mir leid. Eine neuerliche Messung mit je einem Stift an den beiden Anschlusssteckern der beiden Magnetventile ergab während der kompletten Programmdurchläufe „keine Spannung“. War diese Messung so richtig?
Zur Klarheit habe ich Bilder eingestellt.
URL=[http://www.directupload.net][IMG]http://s7.directupl…]
Die OHM-Messung ergab bei dem einem(für die Vorwäsche zuständigen, auf dem Bild linken)Magnetventil 2500 Ohm, bei dem rechten (Hauptwäsche) 20 Ohm.
Für die weitere Fehlereingrenzung wäre nun sicherlich wichtig, ob ich die Spannungsmessung korrekt durchgeführt habe, wenn nicht bitte ich nochmals um kurze Anleitung.
Schaltprogramm Bild1: http://s7.directupload.net/file/d/2972/iuypmazg_jpg.htm
Schaltprogramm Bild2: http://s1.directupload.net/file/d/2972/llp5l4fd_jpg.htm
Dankesgruß,
wandermalve

2 links scheinen nicht zu funktionieren, daher hier neuer Versuch:
http://s1.directupload.net/file/d/2972/os9z5kaa_jpg.htm
http://s7.directupload.net/file/d/2972/4eqw762e_jpg.htm

Hallo !

Ventil links ist mit Blau und weiß kontaktiert.
Ventil rechts mit braun und weiß.

Weiß ist also der gemeinsame Pol.

bei der Ohm-Messung muss man mindestens blau und braun abziehen,besser jeweils einzeln beide Stecker abziehen.
Also links Braun/weiß ab und dann mit Ohmmeter messen.
Das ergab 2500 Ohm,das erscheint mir OK.

Das andere soll nur 20 Ohm haben ? Da wüsste ich keinen Grund,warum.
Das spricht für zerstörte Wicklung.

Das würde ich ersetzen.

Spannungsmessung von blau gegen weiß und dann von braun gegen weiß.

Und mit zweipolig meine ich ein Multimeter oder besser einen Duspol.
Nur mit Phasenprüfer kann man nicht sicher sein,denn der zeigt ja nur Phase an,nicht den zweiter Leiter(Rückleiter,N-Leiter).

MfG
duck313

Gut, die Widerstandsmessung habe ich nochmals durchgeführt und komme auf das gleiche Ergebnis. Ich arbeite mit Multimeter Voltcraft Mt-52, das ich erst seit Kurzem habe und daher noch nicht so sicher damit. Ich habe mal zusätzlich eine Durchgangsprüfung der beiden Magnetventile gemessen. Dabei beschreibt die Betriebsanleitung Widerstände > 50 Ohm als nicht durchgängig - also auch mein linkes Ventil mit 2500 Ohm, während das rechte mit ca 20 Ohm als durchgängig deklariert wird.
Wieauchimmer ist mit Sicherheit eines, evtl. auch beide defekt und werde sie austauschen.
Gleichzeitig dürfte jedoch auch dem Schaltwerk etwas fehlen, da es durchläuft ohne auf die Verarbeitungen zu warten (Wassereinlauf, Trommelbewegung, Abpumpen).
Könnte es der Taktgeber sein? Ich messe beim Taktgeber über 9 Kiloohm, das kommt mir doch sehr hoch vor. Ich würde gerne wissen, wie ich das Schaltwerk bzw. den Taktgeber durchmessen kann und ob es Sollwerte gibt, an denen ich feststellen könnte, was defekt ist?

Gruß, die wandermalve