Hallo!
Die Steuerung unserer Waschmaschine ist durchgeschmort, daher haben wir uns dem elektrischem Anschluss in dem Neubau angenommen, an dem sie angeschlossen war.
Es sind zwei 16A-Sicherungsautomaten und zwei Steckdosen, beschriftet mit Trockner und Waschmaschine, vorhanden.
Von einem der beiden Sicherungsautomaten (16A) führten zwei Phasen und zwei Schutzleiter zu den beiden hintereinander geschalteten (!)Steckdosen für Waschmaschine und Trockner. Der Nullleiter wurde jedoch an der ersten Steckdose überbrückt und es führte nur ein Nullleiter zurück. Bei 230 V und 16 A Absicherung ergibt sich somit eine max. Last von 3.600 – 3.700 VA. Es wurde ein Querschnitt von 1,5 mm² für alle Leitungen verwendet.
Der zweite Sicherungsautomat wurde gar nicht verwendet, obwohl die entsprechende Doppelleitung zu den Steckdosen verlegt war.
Nun liegt die Leistungsaufnahme bei einem Durchschnittstrockner, z. B. von Siemens oder AEG, bei ca. 3.500 W. Eine Durchschnittswaschmaschine (1.200 bzw. 1.400 U/min) benötigt deutlich über 1.000 W.
Beide Geräte wurden selten gleichzeitig betrieben. Aber in diesem Fall offenbar so, dass beide unter Vollast gleichzeitig liefen.
Der Nullleiter in der Steckdose, an der die Waschmaschine angeschlossen war, schmorte, wurde in etwa dreimal so dick. Das Linkslaufrelais auf der Steuerungsplatine schmorte, und zwar so stark, dass selbst die Steuerungsplatine durchgeschmort war. Der Sicherungsautomat reagierte auch hierbei nicht!
Der Vermieter sagt nun, dass das alles fachgerecht angeschlossen war. Es wäre so wie beim „Prinzip E-Herd“. (???) - Es könnte gar nicht zur Überlastung führen.
Kann doch nicht sein?!
Vielen Dank für die Hilfe!
Hallo Werner,
der Sachverhalt ist mir im Detail nicht ganz klar, was die exakte
Verkabelung betrifft. Aber hier hat jemand offensichtlich ganz großen
Mist gebaut und jetzt hast du als Mieter einen nicht unerheblichen
Schaden. Also Beweise sichern, nichts verändern (auch nicht lassen),
da du beweispflichtig bist. Zuerst Detailfotos der Leitungsanschlüsse
machen.
Der Vermieter scheint ja hier schon die Kosten auf dich abwälzen zu
wollen.
Ich würde hier also einen Elektro-Installateurmeister meines
Vertrauens mit der Untersuchung der Schadensursache beauftragen. Wenn
von der Eigentümerseite hier ein Fehler passiert ist, hast du wohl
eindeutig Anspruch auf Schadensübernahme. Und der Kostenbereich liegt
bei einer defekten Elektronik, eventuell durchgebranntem Motor, im
Bereich mehrerer hundert Euro.
Ich würde so vorgehen und mir das nicht als normal in die Schuhe
schieben lassen.
Ps : Prinzip E-Herd - du kannst alle Funktionen gleichzeitig nutzen,
deshalb der entsprechende 3-phasige Anschluss mit 3 mal 16A
Absicherung.
Zu jeder WA und jedem Trockner installiert man heute eine separate
Leitung mit eigener Sicherung.
Gruss
T-Bird
Hallo!
Auch Hallo,
Von einem der beiden Sicherungsautomaten (16A) führten zwei
Phasen und zwei Schutzleiter zu den beiden hintereinander
geschalteten (!)Steckdosen für Waschmaschine und Trockner. Der
Nullleiter wurde jedoch an der ersten Steckdose überbrückt und
es führte nur ein Nullleiter zurück. Bei 230 V und 16 A
Absicherung ergibt sich somit eine max. Last von 3.600 – 3.700
VA. Es wurde ein Querschnitt von 1,5 mm² für alle Leitungen
verwendet.
Der zweite Sicherungsautomat wurde gar nicht verwendet, obwohl
die entsprechende Doppelleitung zu den Steckdosen verlegt war.
Das ist Murks, voralem wenn die Leitungen schon liegen…
Nun liegt die Leistungsaufnahme bei einem
Durchschnittstrockner, z. B. von Siemens oder AEG, bei ca.
3.500 W. Eine Durchschnittswaschmaschine (1.200 bzw. 1.400
U/min) benötigt deutlich über 1.000 W.
Beide Geräte wurden selten gleichzeitig betrieben. Aber in
diesem Fall offenbar so, dass beide unter Vollast gleichzeitig
liefen.
Damit wären dann über 19 A geflossen, was für 1,5mm² eindeutig zuviel ist. Theoretisch hätte der 16er Automat (nach entsprechender Zeit) fallen müssen.
Da er dies offenbar nicht getan hat, würde ich hier den Fehler sehen.
(was fürn Automat ist das ?, wie alt ?)
Der Nullleiter in der Steckdose, an der die Waschmaschine
angeschlossen war, schmorte, wurde in etwa dreimal so dick.
Das Linkslaufrelais auf der Steuerungsplatine schmorte, und
zwar so stark, dass selbst die Steuerungsplatine
durchgeschmort war. Der Sicherungsautomat reagierte auch
hierbei nicht!
Hierfür sehe ich jedoch nicht die Ursache in o.g. Murks.
Der Vermieter sagt nun, dass das alles fachgerecht
angeschlossen war. Es wäre so wie beim „Prinzip E-Herd“. (???)
- Es könnte gar nicht zur Überlastung führen.
Mit Prinzip „E-Herd“ meint er wohl das einphasige Anschließen eines Herdes der sonst normal mit 3 Phasen angeschlossen wird.
Dies ist in Altbauten durchaus üblich, da zum Herdanschluß eben keine 3 Phasen liegen.
Mit dem Satz „Es könnte garnicht zu einer Überlastung führen“ will er auf den 16A-Automat hinweisen, der eben bei >16A irgendwann auslösen sollte.
Tut er das nicht, hat u.U. der Vermieter ein größeres Problem als nur eine Mieter mit def. Waschmaschine. (Feuergefahr !)
Gruß
Jochen
Nachtrag
Damit wären dann über 19 A geflossen, was für 1,5mm² eindeutig
zuviel ist. Theoretisch hätte der 16er Automat (nach
entsprechender Zeit) fallen müssen.
Da er dies offenbar nicht getan hat, würde ich hier den Fehler
sehen.
Es kann natürlich auch der Schleifenwiderstand zu groß sein, so daß die 19A gar nicht geflossen sind…
Gruß
Jochen
(was fürn Automat ist das ?, wie alt ?)
Hallo Jochen!
Vielen Dank!
Der Neubau wurde vor in etwa 2 Jahren gebaut.
Ich schaue heute Abend mal nach dem Typ.
Gruss,
Werner
Hallo Jochen,
so ist das. Man hat die Absicht, am nächsten Tag zu antworten und dann wird man krankgeschrieben, hat keinen Zugriff auf die Arbeits-e-mail und das Passwort nicht…
Alle Sicherungsautomaten sind von Siemens Typ 5SX21 B16. Wie gesagt, 1 - 2 Jahre alt.
Sagt Dir dieser Typ etwas?
Gruß,
Werner