Waschmaschinenmotor als Garagentorantrieb?

Hallo,

ich beabsichtige, einen Garagentorantrieb selbst zu bauen. Die Mechanik dürfte für mich kein größeres Problem darstellen, ich weiß bereits, wie ich das mache. Das, was mir größeren Respekt einflößt, ist die Motorsteuerung. Als Motor werde ich einen Waschmaschinenmotor verwenden.

Meine Fragen: wird der Motor einer handelsüblischen Waschmaschine (4,5 kg Wäsche, Privileg) normalerweise direkt mit Netzstrom (220 V) betrieben oder sitzt da noch ein Trafo davor?

Darf ich (der Motor auf einer Kunststoffplatte ohne Erdkontakt) einfach mal ein bißchen Netzstrom und Nulleiter an die Kontakte legen, um zu gucken, wo ich + und wo - anschließen muß, um welches Ergebnis zu erzielen?

Ich besitze ein Multi-Meßgerät. Sollte ich evtl. damit den Motor vorab „durchmessen“ um auf diese Weise zunächst herauszufinden, wo ich den Strom anschließen sollte - und wo besser nicht? Wie mache ich das?

Gibt es für sowas möglicherweise Anleitungen im Netz (hab gerade schon gegoogelt, aber nichts Brauchbares gefunden)?

Gruß, Uwe

Hi…

Meine Fragen: wird der Motor einer handelsüblischen
Waschmaschine (4,5 kg Wäsche, Privileg) normalerweise direkt
mit Netzstrom (220 V) betrieben

Ja. Da Du Dich offensichtlich mit Elektrik kein bisschen auskennst, kann ich Dir aber nur folgenden Rat geben: Laß es sein.

Entweder hole Dir jemanden, der sich auskennt, um den Motor anzuschliessen (sollte nicht lange dauern, ist also auch nicht teuer, wenn Du einen Elektriker dafür bezahlst), oder verwende einen anderen Antrieb, zB einen Scheibenwischermotor, der mit wesentlich ungefährlicheren 12 V läuft.

genumi

Hallo,

das Spiel mit Netzspannung ist für viele Bastler das letzte Spiel. Deine Formulierungen machen mehr als deutlich, dass Du dich nicht einmal ansatzweise mit der Materie auskennst oder auch nur versuchen willst, dir ein wenig der benötigten Theorie und insbesondere der netten Dinge zum sicheren Umgang mit Strom anzueignen. Das Experiment, einfach mal irgendwo ein paar Kabel an einen Motor zu halten kann ganz böse ausgehen, und ich denke mal, dass Du dir abgesehen von der Problematik mit der Elektrik auch nicht im Geringsten darüber klar bis, was so ein Waschmaschinenmotor an Kraft entfaltet und wie gefährlich es wird, wenn die angeschlossene Mechanik hierfür nicht angemessen ausgelegt ist, und was passiert, wenn Endschalter nicht perfekt funktionieren, …

Es gibt fertige Garagentorantriebe mit Funkfernsteuerung und allem Schnickschnack für bezahlbares Geld, die erprobt und laiensicher montiert werden können. Die funktionieren dann auch zuverlässig, ohne dass man Angst und bange sein muss, dass einem das Tor um die Ohren fliegt oder plötzlich der schwere Motor auf dem Beifahrersitz liegt.

Gruß vom Wiz

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Hallo Uwe,
mit einem Waschmaschinenmotor hast du dir so ziemlich den kompliziertesten Motor überhaupt ausgesucht. Ein Waschmaschinenmotor beinhaltet in der Regel in einem Gehäuse einen Waschmotor mit geringer Drehzahl und zwei Drehrichtungen und einen Schleudermotor mit hoher Drehzahl. Selbst für einen Elektriker der nicht täglich damit zu tun hat, wird es ohne Schalt- und Anschlußplan schwierig so einen Motor anzuschließen.

Selbst wenn sích der Motor bei deinen Versuchen drehen sollte, heißt das noch lange nicht, daß er richtig angeschlossen ist. Es kann dir passieren, daß du eine Menge Zeit in die mechanische Umsetzung steckst und dann brennt dir der Motor nach kurzer Zeit durch.

Zu dem Thema Sicherheit im Umgang mit elektrischen Anlagen haben ja die anderen schon das nötige gesagt und ich möchte dem nichts hinzufügen.

Gruß
Waldemar

hallo.

Darf ich (der Motor auf einer Kunststoffplatte ohne
Erdkontakt) einfach mal ein bißchen Netzstrom und Nulleiter an
die Kontakte legen, um zu gucken, wo ich + und wo -
anschließen muß, um welches Ergebnis zu erzielen?

im prinzip geht natürlich alles, aber allein die formulierung dieser frage läßt nur einen tip zu: FINGER WEG!

gruß

michael

Hallo Uwe,

dein ausgewählter Motor ist leider sehr unpassend für dieses Unterfangen.

Günstige 2 Phasen Motoren bekommst du bei Ebay auch für 10 Euro.
Wenn du aber noch dazu rechnest das du ein Gehäuse, 2 Taster, 2 Endschalter, 2 Schütze, 1 Sicherheitsleiste oder Lichtschranke, 1 Sicherung, 1 Hauptschalter und noch die Kabel benötigst wird dich dein Unterfangen leider schnell sehr teuer kommen.

Von Prnzip her muss alles über den Hauptschalter abschaltbar sein.
Danach kommt die Lichtschranke oder Sicherheitsleiste des Tores (Gegen einklemmen) , die auch alles abschaltet.
Danach deine 2 Taster für auf, die jeweils über die Enschalter Laufen (Wenn das Tor offen ist soll es ja nicht noch weiter auf fahren, bzw zu, nicht noch weiter zu fahren) die dann auf die Schütze oder Relais laufen die den Motor ansteuern.

Es härt sich alles sehr einfach an, aber die Abschaltungen müssen passen, die Absicherung, das Getriebe auf den Motor, die elektrische Verkabelung, der Hauptschlater etc. in richtiger Höhe, die Erdung usw.
Das wirrst du ohne vorkenntnisse schwer selbst machen können und wirst wahrscheinlich nur dich und andere gefährden.

Solltest du selbst versuche mit 220 Volt machen benütze nach möglichkeit immer einen Trenntrafo oder FI (Conrad 140 Euro) und immer vorher alles sehr gut erden und die Erdung überpüfen.
Eine Platte aus Kunstoff ist dafür natürlich sehr falsch.
Nicht die Isolation, sondern die gute Erdung und Absicherung ist dein Freund.

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Solltest du selbst versuche mit 220 Volt machen benütze nach
möglichkeit immer einen Trenntrafo oder FI (Conrad 140 Euro)

Hallo und danke für die Antwort. Was bedeutet „FI“?
Gruß, Uwe

Was ich weiß

Ja. Da Du Dich offensichtlich mit Elektrik kein bisschen
auskennst, kann ich Dir aber nur folgenden Rat geben: Laß es
sein.

Wie ein E-Motor funktioniert, ist mir prinzipiell klar. Nur hätte ich eben gern gewußt, ob die 220 V direkt an den Motor gehen oder vorher transformiert werden. Interessant wäre auch zu wissen, ob der Wechselstrom vorher in Gleichstrom umgewandelt werden muß.

Ich lerne schnell, und bin dabei nicht sonderlich risikofreudig (Stromschläge mit 220 V sind schmerzhaft, ich weiß, übrigens aus eigener Erfahrung :wink:. Das Selbstkonstruieren des Antriebes, auch des elektrischen und elektronischen Parts möchte ich gern selbst erfahren. Keine Sorge, ich bin nicht völlig doof!

Gruß, Uwe

Solltest du selbst versuche mit 220 Volt machen benütze nach
möglichkeit immer einen Trenntrafo oder FI (Conrad 140 Euro)

Hallo und danke für die Antwort. Was bedeutet „FI“?
Gruß, Uwe

Fehlerstrom Schutzeinrichtung.

F = Fehler
I = Strom

Grob und schnell gesagt: Er vergleicht den eingehnden mit den ausgenden Strom. Ist dort eine Differenz (Weil Strom zum Beispiel über deinen Körper abfliesst) schaltet er die Spannung frei.

Grüsse

Wie kommst Du denn DArauf??

oder
auch nur versuchen willst, dir ein wenig der benötigten
Theorie und insbesondere der netten Dinge zum sicheren Umgang
mit Strom anzueignen.

Anstatt direkt aus dem Nähkästchen zu plaudern, heißt es: „laß es besser gleich“ mit erhobenem Zeigefinger! Tsss, tsss!

Wie kommst Du denn DArauf?? Ganz im Gegenteil: ich bin sehr erpicht darauf, auch in Punkto „sicherer Umgang mit Strom“ dazuzulernen.

Gruß, Uwe

im prinzip geht natürlich alles, aber allein die formulierung
dieser frage läßt nur einen tip zu: FINGER WEG!

Was ist denn so schlecht formuliert, daß Du mich offenbar für einen so großen Dummkopf hältst?

Gruß, Uwe

Schalt- und Anschlußplan

und einen Schleudermotor mit hoher Drehzahl. Selbst für einen
Elektriker der nicht täglich damit zu tun hat, wird es ohne
Schalt- und Anschlußplan schwierig so einen Motor
anzuschließen.

ok, einen Schalt- und Anschlußplan für den Motor zu bekommen, sollte eigentlich nicht so problematisch sein, oder? Internet bzw. Schaltungsdienst Lange lassen grüßen. Werde mal schauen, was ich auftreiben kann.

Gruß, Uwe

Was du vergißt:
Hi,

Ich lerne schnell, und bin dabei nicht sonderlich
risikofreudig (Stromschläge mit 220 V sind schmerzhaft, ich
weiß, übrigens aus eigener Erfahrung :wink:.

Sie können auch töten. Es hängt vom Weg des Stromes ab.

Das Selbstkonstruieren des Antriebes, auch des elektrischen und
elektronischen Parts möchte ich gern selbst erfahren.

Wenn du dafür Sorge trägst, daß nur du alleine irgendwelche „Erfahrungen“ machst, kein Problem. Aber wenn fremde Menschen zu Schaden kommen, dann darfst du evtl. gesiebte Luft atmen.
Nimm einen Motor, der mit einer Schutzkleinspannnung betrieben werden kann. An einer guten Steuerung hast du schon genug zu werkeln.

Keine Sorge, ich bin nicht völlig doof!

Das ist nicht das Problem. Du bist völlig unerfahren, das ist das Problem. Und du bist resistent gegen gute Ratschläge, das ist das nächste.

mfg Ulrich

hallo uwe.

Was ist denn so schlecht formuliert, daß Du mich offenbar für
einen so großen Dummkopf hältst?

ich halte dich ganz und gar nicht für einen großen dummkopf, aber ich meine, ohne jegliches fachwissen und daraus folgend noch weniger erfahrung auf diesem gebiet sollte dein erstes „projekt“ nicht diese größenordnung haben.
ein paar fragen in einem forum zu stellen reicht m.e. nicht aus, um zu einer sicheren umsetzung zu gelangen.

eine sichere umsetzung wäre aber sehr empfehlenswert. wenn dir irgendwann die bude abfackelt, weil dein motor mitten in der nacht beschließt, sich einzuschalten, am anschlag blockiert und die sicherung dummerweise nicht anspricht, und wenn dann noch rauskommt, daß die brandursache ein selbstgebastelter garagentoröffner war, kriegst du keinen cent von der versicherung.

zum text: „ein bißchen strom“ kannst du nicht „einfach mal“ an „+ und -“ legen. mit der leichtigkeit dieser formulierung an den motor heranzugehen kann gefährlich werden.
und „welches ergebnis“ du mit dem „bißchen“ strom erzielst, kannst du so nur sehr begrenzt herausfinden. außer der drehrichtung (und evtl. stromaufnahme mit dem multimeter) kriegst du ohne weitere meßmittel nix raus.

gruß

michael

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Hallo Uwe,

im prinzip geht natürlich alles, aber allein die formulierung
dieser frage läßt nur einen tip zu: FINGER WEG!

Was ist denn so schlecht formuliert, daß Du mich offenbar für
einen so großen Dummkopf hältst?

Kein Problem.
Zitat:

Darf ich (der Motor auf einer Kunststoffplatte ohne
Erdkontakt) einfach mal ein bißchen Netzstrom und Nulleiter an
die Kontakte legen, um zu gucken, wo ich + und wo -
anschließen muß, um welches Ergebnis zu erzielen?

  1. ein bißchen Netzstrom ist nicht, da ist immer der entsprechende Strom dahinter, entsprechend dem Leitungsschutzsachlater

  2. ein bißchen Netzstrom und Nulleiter. Das Passt nicht zusammen. Zudem sollte man den Neutralleiter nicht nur ein bischen anschliessen.

  3. wo ich + und wo -. Da kannst du lange danach suchen. Bei Wechselstrom gibt es keine feste polarität, deshalb auch die Bezeichnung Wechsel strom.

MfG Peter(TOO)

Darf ich (der Motor auf einer Kunststoffplatte ohne
Erdkontakt) einfach mal ein bißchen Netzstrom und Nulleiter an
die Kontakte legen, um zu gucken, wo ich + und wo -
anschließen muß, um welches Ergebnis zu erzielen?

nun, du hast irgendwo mal gefragt, was an der frage denn so komisch sei, dass man denke, du bist doof.

Ich besitze ein Multi-Meßgerät. Sollte ich evtl. damit den
Motor vorab „durchmessen“ um auf diese Weise zunächst
herauszufinden, wo ich den Strom anschließen sollte - und wo
besser nicht? Wie mache ich das?

ehm…das ist die 2. frage, die dich nominiert.

Gibt es für sowas möglicherweise Anleitungen im Netz (hab
gerade schon gegoogelt, aber nichts Brauchbares gefunden)?

und das die 3.

eine elektrikerausbildung dauert 3.5 jahre. was denkst du, wie lange dieses forum braeuchte. allein an deinen fragen erkennt man die unkenntnis. jeder vorschlag hier um forum wuerde dich in gefahr bringen.
deine fragen haben nichts mit dummheit zu tun. aber wenn du das ganze umsetzt, wuerde ich meinen, ja.

ich hoffe mal, die ganzen warnungen helfen irgendwie, dass du erstmal ein wenig liest, bevor du bastelst…so ein, zwei buecher.

lebendige gruesse:smile:
rene

Uwe,

kann mich nur anschließen an den Tipp, es lieber von einem Fachmann machen zu lassen. Selbst wenn Du jetzt einige Erklärungen erhältst, glaube ich nicht, dass Du dann bis zum erfolgreichen Ende kommst. Und mit ‚erfolgreich‘ meine ich nicht nur ein arbeitendes System zu fabrizieren, sondern auch die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu erfüllen.

Wie ein E-Motor funktioniert, ist mir prinzipiell klar. Nur
hätte ich eben gern gewußt, ob die 220 V direkt an den Motor
gehen oder vorher transformiert werden. Interessant wäre auch

Übrigens: Es handelt sich seit 1993 um 230 V, nicht mehr um 220 V. Waschmaschinenmotoren brauchen keinen Trafo, sondern sind normalerweise Einphasen-Asynchronmaschinen, bei denen durch Kondensator eine künstliche 2. Phase erzeugt wird.

Dieter

Stimmt…
Ja, Du hast Recht. Das war natürlich unter aller Kanone formuliert. Jetzt seh ichs ein! :smile:

Gruß, Uwe

Danke…
Hallo Michael,

ich werde mir nun erstmal einen Schaltplan des Motors besorgen und schauen, ob ich davon etwas begreife. Ggf. frag ich dann nochmal hier in einem neuen, späteren Thread.

Danke für Deine Antwort.

Gruß, Uwe

sind normalerweise Einphasen-Asynchronmaschinen, bei denen
durch Kondensator eine künstliche 2. Phase erzeugt wird.

Ja, ein entsprechender „dicker“ Kondensator hängt da mit dran.

Gruß, Uwe