Normalerweise arbeiten Waschmaschinenpumpen mit Spaltpolmotoren. Das Drehfeld für den innenliegenden Kurzschlußläuferanker wird hier mit Hilfe der Spaltpole aus dem Hauptfeld erzeugt. Diese Spaltpolwicklungen bestehen aus Kupfer ziemlich großen Querschnitts und sind mit meist nur 1-2 Windungen im Blechpaket des Motors eingelassen (2 Stück gegenüberliegend) Sollte es solch ein Motor sein, kannst Du einen defekten Betriebskondensator schon mal ausschließen. Angesichts des großen Querschnittes ist es bei diesem Motor auch höchst unwahrscheinlich, daß die Hilfswicklung durchbrennt. Es könnte sich aber auch um einen Kondensatormotor mit Hilfwicklung handeln. Hierbei ist jedoch nicht ohne weiteres zu sagen, was jetzt genau defekt ist. Es gibt zwei Möglichkeiten (die Du auch schon erwähntest). Entweder der Betriebskondensator ist defekt; und zwar so, daß er sehr hochohmig, beziehungsweise nicht mehr leitfähig ist. Oder aber die Hilfswicklung ist „durchgebrannt“. In diesen beiden Fällen wäre es wie ein Wechselstrommotor ohne Hilfsphase. Folge: Drehrichtung = Anwurfrichtung und kaum Drehmoment. Die Möglichkeit, daß der Kondensator einen Schluß hat besteht kaum, da dann kein Drehfeld entstehen könnte und die Welle keine Umdrehung mehr machen würde. Von Hand wäre sie dann kaum noch drehbar! Steht kein Leistungsschild oder Typenbezeichnung auf dem Motor? Wenn nicht, erstmal sehen um welche Motorart es sich handelt. Viel Spaß.
Hallo Stefan,
wie Tobias in seiner ANtwort schon schreibt:
Diese Teile sind ausnahmslos Spaltpolmotore.
Wenn ich mal ausschliesse, dass Du versuchst einen 50Hz-Motor an 60Hz zu betreiben (was nur bei älteren Teilen geht) dann gibt es wenig, was da kaputtgehen kann: Ich hatte bisher folgende Fälle:
Wicklung hochohmig -> Zu wenig Leistungsaufnamhme (hört man oft - wenigstens im MW-Bereich deines Radios, spratzelt nämlich wg. Funkenbildung
Wicklung niederohmig wg. Überhitzung (das riecht man i.A.) -> hohe Leistungsaufnahme aber geringes Feld
Gefressene Sinterlager -> Hoher Widerstand beim Drehen der Achse