Wie würdet ihr sagen ,ist die Erklärung ,dass alles auf der Welt aus einem Urstoff gemacht sei mit der weiteren These,dass alles durch Götter geschaffen sei vereinbar.?
Zweierlei Thesen,die mal ein berühmter Philosoph aufgestellt hat.
ER behauptete,dass beides von Richtigkeit sei ! Aber wie ist dieser Widerspruch vereinbar? Was meint ihr?
Gruss
Wie würdet ihr sagen ,ist die Erklärung ,dass alles auf der
Welt aus einem Urstoff gemacht sei mit der weiteren These,dass
alles durch Götter geschaffen sei vereinbar.?
Zweierlei Thesen,die mal ein berühmter Philosoph aufgestellt
hat.
ER behauptete,dass beides von Richtigkeit sei ! Aber wie ist
dieser Widerspruch vereinbar? Was meint ihr?
Wo ist da der Widerspruch ? Die Götter können doch einen Urstoff verwendet haben, um die Welt daraus zu schaffen, oder nicht ?
Gruss
Marion
Eigentlich schon,aberworaus bestehen dann die Götter und wieso verwendet(es war übrigens Thales von Milet) er gleichermassen eine theozentrische als auch eine naturwissenschaftliche Erklärung?
Hallo Mia,
Eigentlich schon,aberworaus bestehen dann die Götter und wieso
verwendet(es war übrigens Thales von Milet) er gleichermassen
eine theozentrische als auch eine naturwissenschaftliche
Erklärung?
Losgelöst von Thales würde ich sagen, daß das unterschiedliche Probleme sind - einmal die Frage, was das Substrat aller Dinge ist, daß durch alle Veränderungen erhalten bleibt, also im Endeffekt eine eher naturwissenschaftliche Fragestellung, und dann die Fragestellung, was verursacht, daß diese Substanzen eine bestimmte Form annehmen bzw. angenommen haben, oder warum dieses Substrat überhaupt existiert.
Zu Thales speziell: wie bei allen Vorsokratikern ist die Textbasis für eine Interpretation mehr als dürftig, außer ein paar Stellen aus Aristoteles Metapyhsik und einigen wenigen anderen Schriften gibt es keine Quellen, und auch diese Stellen sind natürlich nur Interpretationen aus zweiter Hand. Es ist nicht klar, daß Thales das Wasser als Prinzip alles Seienden annimmt (das ist Aristotles’ Interpretation), was man eindeutig aus den Aussagen bei Aristoteles entnehmen kann, ist nur, daß er annimmt, daß die Erde auf dem Wasser schwimmt, und in gewisser Weise aus dem Wasser entstanden ist - was bei der Quellenlage zuerst einmal aber nur den Schluß nahelegt, daß dieses Entstehen bei Thales im Sinne der damaligen nahöstlichen Schöpfungsmythen (Babylon, Bibel, Ägypten), nachdem die Erde gewissermaßen ‚im Wasser‘ entsteht, nachdem Wasser und Himmel geschieden sind. Das Wasser dewegen sowas wie der substantielle Ursprung aller Dinge ist, ist dadurch noch nicht ausgesagt, dies bewegt sich alles eher noch im Bereich der Mythologie.
Zum theozentrischen Teil: die überlieferten Aussagen von Thales beziehen sich nicht darauf, daß die Götter die Welt erschaffen haben, sondern auf die ‚Seele der Dinge‘, nach Aristoteles scheint Thales einen Panpsychismus zu vertreten:
„Einige sagen aber auch, daß sie [die Seele] im Universum eingemischt sein, weshalb vielleicht auch Thales glaubte, daß alles voll von Göttern sei“ (Aristoteles, de anima A5 , 411a7)
Danach sind auch aus normaler Sicht ‚unbelebte‘ Gegenstände beseelt, Thales scheint als Beispiel einen Magneten gewählt zu haben, der trotz seiner scheinbar ‚unbewegten‘ Natur Bewegung zustandebringen kann (‚Bewegung‘ hat wohl im griechischen Denken seiner Zeit einen recht engen Zusammenhang mit Seele und Geist, man denke nur an den späteren aristotelischen ersten Beweger).
Viele Grüße
Stephan
Eigentlich schon,aberworaus bestehen dann die Götter
warum nicht aus eben diesem Urstoff ? Das würde auch erklären, warum wir die Götter in allem „erkennen“ können.
und wieso
verwendet(es war übrigens Thales von Milet) er gleichermassen
eine theozentrische als auch eine naturwissenschaftliche
Erklärung?
wieso nicht ?
Wenn man von der Annahme ausgeht, dass es mehr auf dieser Welt gibt als das, was die Wissenschaft (bislang) erklären kann und die Götter anders wirken, als wir es uns vereinfacht mit Hilfe von Religion erklären wollen steht diesem Ansatz nichts im Wege.
Gruss
Marion
Der berühmte Philosoph hat recht!
Alles im materiell-dinglichen Universum, einem geschaffenen Universum zu einem bestimmten Zweck, ist aus dem Urstoff Äther gemacht (nicht zu verwechseln mit dem chemischen Mittelchen!).
Wie der durchaus bekannte Max Planck, Sprengstoffpreisträger!, einst zutreffend sagte, bestehen die Atome, die Bestandteile der Atome, - aus Geist!!!
Und so ist der Licht-Äther, der Raum-Äther und die Zusammenklumpungen der Planeten und Sonnen im Grunde aus dem einen, ewigen und überall zugleich anwesenden GOTT. Der Seine materiell-dingliche Schöpfung erstellte, um Seinen ursprünglichen Geist-Geschöpfen eine Läuterungsmöglichkeit und somit eine Rückkehroption zurück in Seine Geistige Schöpfungsunendlichkeit zu ermöglichen. Viele Geister (Menschenseelen) haben diese Option bereits genutzt. Auch ich habe dieses vor und bin auch als Kandidat dafür angenommen.
Übrigens, wenn der letzte geschaffene Geist im materiell-dinglichen Kontinuum wieder zurückkehrt, wird die dann nutzlos gewordene materiell-dingliche Schöpfung beendet und wieder vergeistigt werden. Zu neuen Aufgaben, Zielen, Äonen.
Aber, wir befinden uns damit wieder in einer anderen vorhandenen Ewigkeitserklärung, der christlichen Erfüllung in Gottes Geist.
Der Alte damals, er hatte recht. Und der damalige wie jetzige Gott hat ihn damals schon begnadet, diese Vision zu erschauen.