ich würde gerne das Wasser, das in meiner Wohnung in der Küche aus der Leitung fließt, analysieren (lassen), da der Eigentümer der Wohnung mir keine Auskunft zum Material der Rohre geben kann.
Kann mir jemand empfehlen, wo man solch eine Wasseranalyse zuverlässig und günstig machen lassen kann?
Kann man auch selbst zuverlässig analysieren? (Zwar sind eher Mathematik und Physik meine Stärken, in Chemie war mein Lehrer nicht fähig oder gewillt, mich zu motivieren. *g*)
Ich weiß inzwischen, dass man zwei Wasserproben analysieren sollte: eine Probe des Wasser, das mehrere Stunden in der Leitung stand, und eine Probe von „frischem“ Fließwasser.
Auf welche Stoffe sollte man das Leitungswasser testen (lassen)?
Meistens liest man Kupfer, Eisen, Blei, Nickel, Cadmium und Mangan.
Die Berliner Wasserbetriebe schreiben allerdings über „bis zu 250 verschiedene Inhaltsstoffe“, wollen aber für die Analyse von zwei Wasserproben pro Inhaltsstoff €20,- bis €30,-.
Bei 250 verschiedenen Inhaltsstoffen würde die Analyse theoretisch €6.250,- kosten. Dafür kann ich mir auch rund 25 Jahre lang Mineralwasser kaufen, nur das Wasserschleppen würde ich mir sparen.
Aber auch eine Wasseranalyse auf sechs verschiedenen Inhaltsstoffe würde bei den Berliner Wasserbetrieben €150,- kosten. Ist das überteuert?
Kann mir jemand empfehlen, wo man solch eine Wasseranalyse
zuverlässig und günstig machen lassen kann?
günstig ist relativ.
Eine ordentliche Analyse anzufertigen ist sehr aufwendig und erfordert einen erheblichen Maschinenpark und erfahrenes Personal und beides kostet.
Kann man auch selbst zuverlässig analysieren?
Kaum. Zumindestens, enn die Betonung auf ‚zuverlässig‘ liegt. Grund, siehe oben.
Mit den käuflich zu erwerbenden Teststreifen kriegt man günstigstenfalls eine halbquantitative aussage und wenn Querempfindlichkeiten existieren, sind die Ergebnisse Makulatur.
Ich weiß inzwischen, dass man zwei Wasserproben analysieren
sollte: eine Probe des Wasser, das mehrere Stunden in der
Leitung stand, und eine Probe von „frischem“ Fließwasser.
Soweit richtig.
Auf welche Stoffe sollte man das Leitungswasser testen
(lassen)?
In Deinem Fall solltest Du auf Blei und ev. Kupfer und Zink testen lassen.
Meistens liest man Kupfer, Eisen, Blei, Nickel, Cadmium und
Mangan.
Das sind so die heimlichen Stars
Die Berliner Wasserbetriebe […], wollen aber für die Analyse
von zwei Wasserproben pro Inhaltsstoff €20,- bis €30,-.
Das ist ein ordentlicher Preis und durchaus gerechtfertigt.
Bei 250 verschiedenen Inhaltsstoffen würde die Analyse
theoretisch €6.250,- kosten. Dafür kann ich mir auch rund 25
Jahre lang Mineralwasser kaufen, nur das Wasserschleppen würde
ich mir sparen.
Du kannst Dir auch eine HiFi-Anlage für 250.000 € ins Wohnzimmer stellen und die nächsten 394 Jahre Disco sparen
Was um alles in der Welt möchtest Du denn testen lassen?!
Aber auch eine Wasseranalyse auf sechs verschiedenen
Inhaltsstoffe würde bei den Berliner Wasserbetrieben €150,-
kosten. Ist das überteuert?
Auch das wäre noch OK, aber wie gesagt, bei Dir dürfte hauptsächlich Blei relevant sein.
Bei 250 verschiedenen Inhaltsstoffen würde die Analyse
theoretisch €6.250,- kosten. Dafür kann ich mir auch rund 25
Jahre lang Mineralwasser kaufen, nur das Wasserschleppen würde
ich mir sparen.
Du kannst Dir auch eine HiFi-Anlage für 250.000 € ins
Wohnzimmer stellen und die nächsten 394 Jahre Disco sparen
Was um alles in der Welt möchtest Du denn testen lassen?!
Das weiß ich eben nicht. Ich würde gerne so umfassend testen, dass ich nach der Analyse sicher sein kann, ob ich mein Leitungswasser bedenkenlos als Ersatz für mein bisheriges Mineralwasser verwenden kann. Ich trinke täglich zwei bis drei Liter stilles Mineralwasser. Das Leitungswasser ist ja das am strengsten kontrollierte „Lebensmittel“ in Deutschland, liest man immer wieder. Welche Risiken allerdings die Wasserleitungen in meinem Ost-Berliner Plattenbau darstellen, kann mir wohl oder übel erst eine Analyse an meinem Wasserhahn sagen.
Du sagst mir nun hauptsächlich Blei, doch wie sieht es mit Kupfer und Zink, Eisen, Nickel, Cadmium und Mangan aus?
Du sagst mir nun hauptsächlich Blei, doch wie sieht es mit
Kupfer und Zink, Eisen, Nickel, Cadmium und Mangan aus?
bedenklich ist doch nur die Strecke vom kommunalen Netz bis zu Deinem Hahn.
Da wären dann im ungünstigsten Fall Bleirohre verarbeitet.
Cadmium ist in den Rohrmaterialien nicht mehr verarbeitet, es sei denn es sind uralte PVC-Rohre drin. Die enthielten bis vor rund 30 Jahren Cd-Salze als Stabilisatoren.
Mangan und Eisen sind unkritisch, sie machen sich höchstens im Geschmack bemerkbar. Dito Kupfer.
bedenklich ist doch nur die Strecke vom kommunalen Netz bis zu
Deinem Hahn.
Da wären dann im ungünstigsten Fall Bleirohre verarbeitet.
Cadmium ist in den Rohrmaterialien nicht mehr verarbeitet, es
sei denn es sind uralte PVC-Rohre drin. Die enthielten bis vor
rund 30 Jahren Cd-Salze als Stabilisatoren.
Naja, dieser Plattenbau dürfte älter als 30 Jahre sein. Wer weiß, was damals in der DDR verbaut wurde?
Mangan und Eisen sind unkritisch, sie machen sich höchstens im
Geschmack bemerkbar. Dito Kupfer.
Danke für die Information! Bisher hat mir noch niemand gesagt, dass Mangan, Eisen und Kupfer gesundheitlich unbedenklich sind. Da ist wohl wie bei jedem Geschäft viel Panikmache dabei.
Also nen Experte bin ich nicht ganz!
Aber es gibt Set´s die eine Durchführung quantitativ leicht und schnell möglich machen! Einfach ne Wasserprobe etwas versetzten und je nachdem nach wieviel Tropfen etwas ausfällt kannst du deine Wasserstärke und evtl. Verunreinigungen feststellen!