Wasserauto

Hallo!

Ich habe da schon einige Artikeln im Internet gefunden (Dingel und co), die sich mit dem Wasseauto beschäftigt haben. Leider konnte ich bis jetzt aber noch keine Quelle oder Adresse finden, der so ein Auto bzw. Umbau anbietet.

Nun wollte ich fragen, wo ich eine entsprechende Adresse oder Ansprechperson finden kann, die so ein Auto oder Umbau auch vertreiben.

Hoffe da kann mir jemand weiterhelfen.
Vielen Dank für jede Antwort.
Hubert

Hallo Hubert,

ich hab mir das alles durchgelesen.
Sorry, ich kann es nicht glauben, dass das funktionieren sollte.
Dagegen sprechen:
1.) Mit Strom durch Wasser trennt man H2O in H und O, das ist schon richtig. H (Wasserstoff) und O (Sauerstoff) zusammen ergeben aber Knallgas, das ist SEHR reaktionsfreudig (deshalb heisst es auch Knallgas) und daher SERH schwer zu händeln.
2.) Der Energieaufwand, um Wasser in seine Bestandteile zu zerlegen, ist ähnlich hoch wie die Energieausbeute von Knallgas. Es bleibt also keine nennenswerte Energiemenge übrig, mit der das Auto dann fährt.

Gruß
BT

Hallo,

1.) Mit Strom durch Wasser trennt man H2O in H und O, das ist
schon richtig. H (Wasserstoff) und O (Sauerstoff)
zusammen ergeben aber Knallgas, das ist SEHR
reaktionsfreudig (deshalb heisst es auch Knallgas) und daher
SERH schwer zu händeln.

das ist nicht wirklich ein Problem. Da O2 und H2 an unterschiedlichen Stellen entstehen, ist das getrennte Sammeln leicht möglich.

2.) Der Energieaufwand, um Wasser in seine Bestandteile zu
zerlegen, ist ähnlich hoch wie die Energieausbeute von
Knallgas. Es bleibt also keine nennenswerte Energiemenge
übrig, mit der das Auto dann fährt.

es bleibt nicht nur „keine nennenswerte Energiemenge“ übrig. Es bleibt gar nichts übrig. Jeder Prozessschritt hat Verluste, so dass du mit dem Verbrennen des H2 nicht genug Strom erzeugen kannst um die gleiche Menge H2 zu generieren, geschweige denn dass man auch noch was zum Antrieb eines Autos abzweigen könnte.

Gruß, Niels

Hallo!

Ich habe da schon einige Artikeln im Internet gefunden (Dingel
und co), die sich mit dem Wasseauto beschäftigt haben. Leider
konnte ich bis jetzt aber noch keine Quelle oder Adresse
finden, der so ein Auto bzw. Umbau anbietet.

Ja warum wohl?

Weil es nicht funktioniert.
Weil es zwei Sorten von solchen „Erfindern“ gibt:

  1. Die, die daran glauben, so was mal zu konstruieren. (sog. „Spinner“)
  2. Die, die wissen, das es nicht geht, aber trotzdem daran Geld verdienen wollen. (sog. „Betrüger“)

Hallo Hubert,

Wasser ist ein Verbrennungsprodukt, also die chemische Energie ist quasi schon raus. Willst Du mit Wasser fahren, dann müsste es erst in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt werden. Dabei wird mindestens so viel Energie benötigt, wie anschließend bei der Reaktion zu Wasser wieder frei wird. Würde man das Wasser weglassen und die Energie direkt zum Antrieb des Fahrzeugs verwenden, dann käme man sicher weiter.

Wenn Du an so was glaubst, dann hätte ich ein Perpetuum Mobile 2. Art für Dich zum grübeln:

Eine Wärmepumpe kühlt Wasser von 10°C auf 1°C ab. Mit der gewonnenen Energie wird ein beliebiges anderes Medium von 10°C auf 25°C erwärmt. Dieses andere Medium kann z.B. ein Butan-Pentan-Gemisch oder auch ein Ammoniak-Wasser-Gemisch oder sonstwas anderes sein. In diesem Temperaturbereich kann eine Wärmepumpe, wenn optimal konstruiert durchaus mit einer Leistungszahl von 7 (!) arbeiten. Das heist, 1KW Antriebsenergie erzeugt 7 kW Wärmeenergie im Medium. Wenn es Dir gelingt auch nur mit einem Wirkungsgrad von 20% Antriebsenergie (z.B. Strom) aus der Temperaturdifferenz von 35 auf 20°C zu gewinnen (z.B. durch Aggregatzustandsänderung an einer Turbine), dann kannst Du damit die Wärmepumpe antreiben und hast Strom übrig!
Obwohl das ganze sehr logisch klingt, wird es wegen der fehlenden Arbeitsfähigkeit (Entropie) des erwärmten Mediums nicht funktionieren. Die enthaltenen Energiemenge (Enthalpie) bezieht sich nämlich auf den Nullpunkt (-273,15°C), die nutzbare Energie, auch Arbeitsfähigkeit oder Entropie genannt, bezieht sich aber auf die im System erreichbare Temperaturdifferenz. Der theoretisch mit dieser Temperaturdifferenz erziehlbare Turbinenwirkungsgrad liegt hier deshalb geschätzt bei 10%. Du kannst Dir ja mal die notwendigen Formeln ergoogeln und es dann genau Ausrechnen. Da kommst Du wenigsten von den Gedanken an das völlig absurde Wasserauto weg.

Mit freundlichen Grüßen
Schubtil

Hallo Niels,

Es bleibt gar nichts übrig.

das weiß ich.
Ich wollte aber dem Ursprungsposter nicht die gute Laune verderben.

Gruß
BT

Das reine Wasserauto wird es nicht geben, aber es soll ein Auto mit 90% Wasser und 10% Diesel/Benzin Auto geben. Und das soll funktionieren.

lg
Hubert

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