Wasserbett mit Fernwärme heizen?

Hallo!
Dies ist ein Doppelposting, da im Brett „Wohnkultur“ anscheinend keine Praktiker wohnen!

Der Energiebedarf eines Wasserbettes liegt lt. Herstellerangaben bei ca. 1,1kWh/a, d.h. grob gerechnet bei ca. 50€/a.
Da ich eine Heizungspauschale für die Fernwärme zahle, möchte ich die Fernwärme zur Wasserbettheizung nutzen.
(z.B. Rohrleitungsschlange und darüber Metallplatte in Holzrahmen bündig eingelassen. Ein Proportionalventil und ein Temperaturregler mit PT100 sind vorhanden.)

Meine Fragen:

  1. Sind normale E-Wasserbettheizungen gesteuert oder geregelt, d.h. haben sie Temperaturfühler oder werden sie nur über die variable Heizleistung gesteuert?
  2. Wie warm werden E-Heizungen an der Aussenseite?
  3. Muss ich eine Übertemperaturabschaltung einbauen oder verträgt eine Matraze auch mal 60 Grad Vorlauftemp. an der Heizungsstelle?
  4. Noch zu 1: Wenn sie Temperaturfühler haben => Wird die Wassertemperatur gemessen oder die Heizungstemperatur?

Ich weiss nicht, ob überhaupt schon mal jemand an so eine Möglichkeit der Beheizung gedacht hat, aber ich möchte die Sache mal hier zur Diskussion stellen und hoffe auf Antworten oder Einwände.

mfg
Martin

Hallo Martin,

na ja, eigentlich ist die Idee an sich nicht schlecht, aber:

  • Heizungen (Warmwasser) sind fest zu installieren, wird mit einem Bett nicht gehen
  • manchmal wackelt ein Bett *g*, wie schließt du die Rohre flexibel und sicher an?
  • was ist mit der Installation (Entlüftung, weil waagerecht, wie?)

Dies nur meine Gedanken dazu, ich habe wirklich nichts gegen die Idee, die ist gut, jedoch sicherheitstechnisch bedenklich (Bauvorschriften für Heizungsanlagen?).

Gruß
André

Hi!
Danke schon mal für die Antwort!
Am Kopfende des Bettes befindet sich ein Versorgungsschacht zum Heizungskeller.
Aus der Wand sollen Anschlüsse (mit Absperrhähnen) herausschauen, an denen flexible, wärmebeständige Schlauchverbinder angeklemmt werden. Das alles wird dann nicht sichtbar im Bettfuss sein.
Die Entlüftung sollte nicht das Problem sein, da in der Etage darüber noch Heizkörper sind, die regelmässig entlüftet werden.

Martin

Hallo,
wie André halte ich den direkten Anschluß an die Heizung
auch für bedenklich. Das Wasser im normalen Heizkreislauf
ist auch eine ziehmliche Brühe.
Wenn überhaupt, dann würde ich einen Wärmetauscher und
separate Umwälzpumpe empfehlen. Das spart einigen Ärger
und löst auch das Problem der zu hohen Vorlauftemp.

Ansonsten werden die Wasserbetten sicher geregelt.
Mit 60°C Vorlauftemp. würde ich aber auf keinen Fall
reingegehen (Dafür wird so ein Wasserbettt nicht ausgelegt sein). Bedenke dabei auch , daß das Wasserbett kein Heizkörper
ist. Die Oberfläche ist im Vergleich zur Wassermenge winzig.
Die Innentemp.wird nicht homogen sein. Eine Regelung wird
so schwierig, weil kein vernüftiger repräsentativer Meßpunkt
da ist (auf der einen Seite kalt und am Einlauf schon über 50°C).

Was das Messen der Temp. angeht, macht es natürlch nur Sinn,
die Wassertemp. zu messen. An der Heizung selbst gibt es keinen
vernüftigen Meßpunkt. Da ist ein rel. großer Temp.-gradient
vom Heizdraht bis zur Oberfläche.
Gruß Uwi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,
ich weiss nicht ob du mich oder ich dich falsch verstehe:
Ich möchte nicht das Bett direkt heizen, sondern prinzipiell einen speziellen Heizkörper (Wärmetauscher mit Metallplatte obenauf) unter das Bett legen.
Ich denke, dass auch eine handelsübliche Elektroheizung für Wasserbetten eine relativ hohe (>50 Grad) Aussentemperatur hat und dass deshalb die Vorlauftemperatur unkritisch ist.
Ob das Wasser des Heizkreislaufs sauber ist oder nicht, sollte dabei keine Rolle spielen (Wärmetauscher Rohr-d>10mm).

Ansonsten Danke für die Überlegungen…
Martin

Hallo nochmal,

ich weiss nicht ob du mich oder ich dich falsch verstehe:
Ich möchte nicht das Bett direkt heizen, sondern prinzipiell
einen speziellen Heizkörper (Wärmetauscher mit Metallplatte
obenauf) unter das Bett legen.

Das habe ich wirklich falsch verstanden (eben nicht
aufmerksam genug gelesen).

Ich denke, dass auch eine handelsübliche Elektroheizung für
Wasserbetten eine relativ hohe (>50 Grad) Aussentemperatur
hat und dass deshalb die Vorlauftemperatur unkritisch ist.

Das muß nicht sein. Der Wärmewiderstand zwischen
Heizungsoberfläche und Wasserbett wird rel. gering sein.
Dann ist der Wärmegradient auch klein (nur wenige Grad).
Allerdings kann man bei Heizung mit Wärmetauscher von den gleichen Überlegungen ausgehen. Letztendlich spielt ja nicht
die Vorlauftemp. die Rolle, sondern die Temp. an der Grenzfläche
zwischen Wasserbett und der Oberfläche des Wärmetauschers
(z.B. Metallplatte). Bis über 50°C wirst Du das Bett ja wohl
nicht aufheizen wollen.
50°C sollten aber noch noch nicht problematisch sein, wenn man
so ein Wasserbett sowieso mind. bis auf Köpertemp. aufheizen
können soll.

Ob das Wasser des Heizkreislaufs sauber ist oder nicht, sollte
dabei keine Rolle spielen (Wärmetauscher Rohr-d>10mm).

Klar, ist so.
Gruß Uwi