Hallo!
Ich bin nun in eine Wohnung mit Wasserboiler gezogen. Es ist eine 1-Zimmer-Wohnung und der Boiler versorgt die Dusche und die Waschbecken in Küche und Bad. Es handelt sich hierbei um einen älteren Siemens-Boiler, bei dem sich nicht die Temperatur, sondern nur Stufen (0 bis IV) einstellen lassen.
Ich wohne allein, dusche einmal täglich und wasche alle zwei bis drei Tage auf. Ansonsten brauche ich kein warmes Wasser (keine Waschmaschine vorhanden). Was ist am besten: Den Boiler immer kurz vor der Nutzung anzuwerfen oder ihn ständig auf Temperatur zu halten? Mir geht es v.a. um meine Stromrechnung. Im Moment zahle ich 15 Euro Abschlag und es wäre schön, wenn es nicht viel mehr werden würde. Mein Vormieter hatte laut Energiewerke einen noch geringeren Abschlag, er muss wohl nie geduscht haben 
Wäre über Tipps und Hinweise in der Benutzung dieses Monstrums sehr dankbar!
Grüße,
die Lidscha
Was ist am besten: Den Boiler
immer kurz vor der Nutzung anzuwerfen oder ihn ständig auf
Temperatur zu halten?
Warmhalten ist immer teurer als bei Bedarf anzuwärmen - die Verluste sind proprotional zur Temperaturdifferenz.
Das einzige Problem ist der Komfortverlust durch das Einschalten - das lässt sich mit einer Zeitschaltuhr aber halbwegs in den Griff bekommen.
LG
Stuffi
Hallo,
kurz gesagt: je länger das Ding kalt ist umso weniger verbrauchst du. Du solltest also nur soviel Energie reinstecken, wie du zum Duschen brauchst. Drehst du zu weit auf, wird das Wasser zu heiß, du musst beim Duschen viel Kaltwasser zumischen. Somit bleibt der Boilerinhalt warm und gibt deshalb langsam Energie durch die Isolierung ab. Wieviel das ist, hängt vom Temperaturgefälle zwischen innen und außen ab. Im Winter heizt du damit den Raum (sparst also etwas heizkosten, im Sommer heizt du ihn ebenfalls was sicher nicht erwünscht ist).
Wir machen das so:
Morgens vor dem Duschen wird eingeschaltet auf „mittel“ (wir haben warm-mittel-heiss). Nach 15 Minuten ist er warm und dann wird wieder auf null geschaltet. Die 80 Liter reichen anschließend locker für 2 Personen zum Duschen.
Auf welche Stufe du den Boiler stellst, musst du selber ausprobieren. Er sollte wie gesagt möglichst niedrig eingestellt werden, so dass du so viel wie möglich vom aufgewärmten Wasser verbrauchst (also fast nur Warmwasser entnimmst anstatt eine große Menge kaltes Wasser zuzumischen und dann im Boiler viel heißes zurücklässt). Alles wirst du nicht verbrauchen können, da sich das warme Wasser im Boiler zT mit dem neu einströmenden kalten Wasser mischt und es zum Ende hin immer kälter wird.
Das Aufwaschwasser kannst du evtl sparsamer mit einem Wasserkocher heiß machen. 2 Liter kochendes Wasser ergeben ca. 6 bis 7 Liter Aufwaschwasser. Das ist besser als den großen Boiler aufzuheizen.
Ein moderner Boiler verliert im Normalbetrieb ca. 1 kWh pro Tag (Normalbetrieb dürfte so bei 55°C Wassertemp und 20 Grad Raumtemp liegen). Diese kannst du vermutlich auf 0,1 bis 0,2 reduzieren. Sparst also pro Tag im günstigsten Fall so ca. 20 Cent. Je nach Alter des Boilers auch etwas mehr.
Gruß, Niels
Hallo,
Das einzige Problem ist der Komfortverlust durch das
Einschalten - das lässt sich mit einer Zeitschaltuhr aber
halbwegs in den Griff bekommen.
da der Boiler auch die Dusche versorgt, handelt es sich wohl um ein größeres Gerät (60-80 Liter). Da kann man nicht so einfach eine Schaltuhr montieren.
Gruß, Niels
da der Boiler auch die Dusche versorgt, handelt es sich wohl
um ein größeres Gerät (60-80 Liter). Da kann man nicht so
einfach eine Schaltuhr montieren.
Alles eine Frage der Schaltuhr…
LG
Stuffi
Hallo,
Alles eine Frage der Schaltuhr…
ohne Zweifel gibt es Schaltuhren für diese Zwecke. Meist sind die elektrischen Zuleitungen aber nicht zugänglich. Außerdem muss das (da „Kraftstrom“) von einem Elektriker gemacht werden. Das meinte ich mit „nicht so einfach“.
Gruß, Niels