Bei Wasserbomben geht beim Aufprall die meiste Energie in Verformungsenergie (Zerplatzen) über, weshalb der Getroffene angeblich nur nass, aber nicht verletzt wird.
Ab welcher Fallhöhe wird es dennoch gefährlich? Welche Größe spielt in Bezug auf Verletzungen überhaupt eine Rolle - Energie oder Impuls? Kann man dazu irgendwas rechnen, oder ist die Verformungsenergie eine zu unbestimmte Größe?
Habe letzte Woche eine Wasserbombe aus dem 2. Stock abgekriegt, und das war sehr schmerzhaft. Trotzdem habe ich im Netz nichts dazu gefunden.
Also bei so etwas komplexen kann man mit einfachen Berechnungen nichts rausbekommen. Da hilft nur Ausprobieren. Nimm doch irgendwas als Kopfersatz (vllt eine andere Wasserbombe) und wirf aus verschiedenen Höhen die Wasserbomben drauf. Ich hab das mal mit Kokosnüssen in unserem Haus gemacht (6 Stockwerke)
Bei der Berechnung würde die Härte des Gesichtes und die Geschwindigkeit und Masse der Wasserbombe eine Rolle spielen.
Man muss mit der Gegenkraft des Gesichtes (=Härte) die negative Beschleunigung (=Abbremsen) der Wasserbombe errechnen. Durch die Masse der Bombe kennt man dann die wirkende Kraft.
Bei der Berechnung würde die Härte des Gesichtes und die
Geschwindigkeit und Masse der Wasserbombe eine Rolle spielen.
UND die Form von Kopf und Bombe UND die Verformbarkeit der Bombe!
All das kannst du praktisch nicht erfassen (außer vielleicht der Kopfform). Mithin hast du keine Chance, ein auch nur halbwegs reellese Ergebnis berechnen zu können. So bleibt es bei dem, was du ja schon sagtest:
Also bei so etwas komplexen kann man mit einfachen
Berechnungen nichts rausbekommen. Da hilft nur Ausprobieren.
Wenn die Gleichungen stehen ist die Berechnung meist
eindeutig.
Das Ergebnis ist auch reell.
Man sieht, dass Du Mathematik studierst: das Problem ist oft nicht die Gleichung selber, sondern die Werte, die einzusetzen sind. Genau da liegen die Probleme in der Praxis. Und genau deshalb, weil viele der Werte nur grob geschätzt werden können, führt eine tolle Berechnung dann zu gar nichts - das Ergebnis ist komplett unbrauchbar.
Gruß
loderunner
Wenn die Gleichungen stehen ist die Berechnung meist
eindeutig.
Das Ergebnis ist auch reell.
Man sieht, dass Du Mathematik studierst: das Problem ist oft
nicht die Gleichung selber, sondern die Werte, die einzusetzen
sind. Genau da liegen die Probleme in der Praxis. Und genau
deshalb, weil viele der Werte nur grob geschätzt werden
können, führt eine tolle Berechnung dann zu gar nichts
Hallo
Das mit dem Schmerz ist zwar etwas subjektiv und emotionelle Bestandteile wie das Beleidigtsein spielen mit hinein, aber dafür brauchst Du kein Internet. Weh tut weh, die Kleidung ist vorrübergehend unbrauchbar, und Zeit wurde Dir wahrscheinlich auch gestohlen.
Etwas anderes ist es, wenn Du etwas genaueres über den Schmerz erfahren möchtest. Du kannst dann ja im Forum Biologie oder Medizin schreiben.
MfG
Matthias
Cool, hast du Wasserbomben auf Kokosnüsse geworfen oder
Kokosnüsse auf Kokosnüsse? Und vor allem: Gab es interessante
Erkenntnisse? Wie war es?
Ich habe Kokosnüsse auf Beton geworfen^^
Beim ersten Stock passiert nichts. Beim zweiten auch nicht, einige rissen allerdings ein wenig auf.
Ausm dritten Stock rissen alle ein, aber die Form an sich blieb erhalten.
Der vierte zerlegte sie in mehrere Teile, aber ab dem fünften wurde es interessant
Die strukurelle Integrität blieb nicht mehr wirklich erhalten, beim fünften zersplitterten sie und ausm sechsten verteilten sie sich über den ganzen Hof.
Kann man eigentlich recht einfach ausprobieren, wenn man mal 20-30 Euro übrig hat, so teuer sind die nun auch nicht.
Das mit Kokosnuss auf Kokosnuss muss ich auch mal ausprobieren. Vllt auch Wasserbombe auf Kokosnuss, aber da passiert vllt bis zum sechsten Stock nichts außer nasse Kokosnüsse.
Melonen kann man auch nehmen, aber das ist etwas kostspieliger.
Sehr interessant, auch in Bezug auf mein Ausgangsproblem. Man könnte jetzt allgemein die Frage stellen: Welcher Anteil der potentiellen (bzw. dann kinetischen) Energie geht beim Aufschlag in Deformierungsarbeit des Wurfobjektes über (der Rest bleibt dann für Schädigung des Ziels übrig)? Sicherlich bei Wasserbomben mehr als bei Kokosnüssen, aber auch Kokosnüsse haben einen gewissen Prozentsatz, wie dein Experiment zeigt.
Aus anderer Quelle weiß ich, dass „Wasserbombe auf Windschutzscheibe“ letztere schon bei 10m Höhe zerstört hat. Ich bin mir nicht sicher, ob das eine rein energetische Frage ist, denn ich weiß, dass gerade bei Fragen der Durchschlagskraft auch der Impuls wichtig sein könnte.
Man sollte den Versuch abändern und eher auf die Zielobjekte achten. Allerdings wird es bei zu kleinen Zielen schwer mit dem Treffen. Ist dir bezüglich der strukturellen Integrität des BETONs irgendwas Interessantes aufgefallen?