Hallo, Ich baue gerade mit meiner Freundin ein älteres Haus um, in dem im DG ein kompletter Holzdielenboden Verlegt ist. Wir haben in der zukünftigen Küche erstmal alles mit OSB Platten verlegt um eine komplett Ebene Fläche zu schaffen. Anschließend wurde im Selben Raum eine Trittschalldämmung und ein Sogenannter Klick PVC Boden verlegt der damit auch Wasserdicht ist. Leider mussten wir zwischen Wand und den beiden Böden ca. 2-3 cm Platz lassen da an dieser Stelle die neuen Heizungsrohre Verlaufen. (Die wurde ebenfalls nachgerüsstet). Meine Frage daher, sollte ich diese ritze mit Silikon oder so Ausfugen? Oder ist dies hinter der Küchenzeile überhaupt nicht notwendig? Die Küche wird am 9.9.13 eingebaut und ich würde dies gerne davor noch erledigen, fall es erforderlich ist. Wer kann mir hier ein paar Tipps geben? Vielen Dank mal im Voraus
Hallo,
Meine Frage daher, sollte ich diese ritze mit Silikon oder so Ausfugen?
Entweder du läßt es offen oder machst es halbwegs Wasserdicht.
Letzteres wird sich bei größeren Wassereinbrüchen bezahlt machen, die z.B. Rohrbrüche oder kaputte Schläuche entstehen könnten.
Dann sollte es aber rundum rel. dicht sein und möglichst an geeigneter Stelle einen Bodengulli geben, wo das Wasser reinlaufen kann.
Oder ist dies hinter der Küchenzeile überhaupt nicht notwendig?
Zwingend ist es nicht, solange du mit feucht wischen auskommst.
Wer kann mir hier ein paar Tipps geben?
Abdichten von breiten Fugen nur mit Silikon ist suboptimal.
Besser wären Dichtbänder und Dichtmanschetten z.B. von PCI
http://www.pci-augsburg.eu/produkte/produktsysteme.h…
Wie das Zeugs am besten verarbeitet wird, ist da auch bei PCI zu finden.
Allerdings hätte man das vorher unter den Bodenbelag mache sollen und kritische Flächen evtl. auch gleich mit elastischer Gummihaut (Lastogum) gesichert.
Gruß Uwi
Hallo „Rudelrocker“ (wohl nicht Dein Familienname?).
Um Deine Anfrage ergänzend zu beantworten:
1.) Ein leimlos verlegter PVC-Boden ist nicht wasserdicht. Von dem Gedanken muss man sich verabschieden, denn die Wasserdichtigkeit ist nicht die Aufgabe derartiger Fußbodensysteme. Diese Anforderung können sie auch nicht erfüllen.
2.) Küchen sind keine Nassräume. Insofern sind hier auch keine Abdichtungsmaßnahmen wie beispielsweise vorsorglich bei Bädern bei Holzbauweise zu treffen. Wenn, dann muss man die Abdichtung unterhalb des Oberbelages einbringen. Auf dem Oberbelag hat die Abdichtung nichts zu suchen!
3.) Die sogenannte „Abdichtung“, wie sie die Bauherren und/oder Mieter verstehen, ist eine reine „Angst-Abdichtung“, wie ich sie in meiner beruflichen Tätigkeit immer wieder vernehme. Umkippende Wassereimer und auslaufende Spülmaschienen laufen sich als Argumentationsgrundlage hier den Rang ab.
Richtig ist, dass ein solcher Fall ein Wasserschadensereignis ist, welches durch eine Hausratversicherung (soweit vorhanden) mit allen Konsequenzen meist abgedeckt ist.
4.) Das Ausfugen mit Silokon, insbesondere bei schwimmend verlegten Fußbodenelementen (so wie Du es beschrieben hast), ist kontraproduktiv. Schwimmend verlegte Fußbodenelemente (und um eine solche handelt es sich ja bei Dir) benötigen auf jeden Fall eine funktionstüchtige Randfuge zu allen festen Bauteilen.
Ist diese nicht vorhanden (und die meisten Dichtstoffe haben ein sehr begrenztes Stauch-/Dehnungsvermögen), dann ist das notwendige Ausdehnungsbestreben der schwimmend verlegten Konstruktion eingeschränkt bis aufgehoben.
Um es mit anderen Worten zu beschreiben: Du würdest „den Teufel mit dem Beelzebub austreiben“.
Nachteile werden mit anderen, noch größeren Nachteilen nicht beseitig.
-.-.-.-.-.-.-
In der Hoffnung, einen Denkanstoß gegeben zu haben: Klaus
eintretendes Wasser in eine Holzbalkendecke kann schwere Bauschäden hervorrufen.
Da ist ihre Konstruktion schon sehr abenteuerlich und es ist fast sicher das es langfristig zu schäden kommt.
Eigendlich müsste der Fussbodenaufbau neu gemacht werden, damit die Konstruktion sicher wird.
Alles andere ist mehr oder weniger MURKS
MfG
Lutz Zywicki Handwerksmeister mit Bauhausdiolom aus Potsdam