Hallo zusammen,
Huhu
wir wohnen in München wo das Wasser ja bekanntermaßen so hart
ist, dass man davon abbeißen kann. *g*
Wir überlegen nun, ob es notwendig ist, einen Wasserenthärter
einzubauen.
unbedingt nötig ist es nicht
Ich hab schon etwas gegoogelt und hier quer gelesen allerdings
sind die Threads alle etwas älter.
Vielleicht hat ja jemand Ahnung und kann mir weiterhelfen:
- Laut Stadtwerken ist der Härtegrad des Wassers ca. bei 15
Grad dH
geht noch bei mir hier sind es um die 21°dH
Es wird ausdrücklich von Wasserenthärtern abgeraten.
Kann man solchen pauschalen Empfehlungen glauben?
nicht unbedingt
Zitat:
M-Wasser befindet sich im so genannten
Kalkkohlensäuregleichgewicht.
Stimmt
Auf metallischen Rohrwerkstoffen
bildet es eine korrosionshemmende Schutzschicht aus.
Das heißt
für Sie: Eine Wasserbehandlung (Enthärtung mit
Ionenaustauscher, Dosierung von Phosphaten oder Silikaten oder
ähnlichem) ist im Haushaltsbereich nicht nötig.
Stimmt ist nicht nötig. Aber wenn es um komfort und Energieeinsparung geht sieht schon anders aus.
Nehmen wir mal an du besitzt eine Kombi-Heizungsanlage mit Warmwasserbereitung. Dann bildet sich auch eine s.g. Schutzschicht auf den Wärmeüberträgern. Das kann zu einem erheblichen Energieverlusst führen
- Wasserhähne sind nach einigen Monaten so verkalkt, dass man
die Filter in Essig reinigen muss. Der Wasserkocher ca. nach
jeder 3. Benutzung. Nur als Anhaltspunkt.
Wir haben neue Leitungen und machen uns Gedanken, ob wir die
schützen müssen.
Die Leitungen sind nicht das Problem aber immer da wo Temperaturen ab 60°C auftreten oder da wo Wasserreste eintrocknen, zB an der Duschwand, Armaturen, Fliesen usw
- Hersteller von Wasserenthärtern versprechen eine
Energiekosteneinsparung von bis zu 12 %, was ist davon zu
halten?
naja da wird gerne etwas übertrieben
- Stimmt es, dass dann im gesamten Haus destiliertes Wasser
fließt?
Nein
Das ist ja aber nicht Trinkwassergeeignet und wir trinken nur
Leitungswasser.
Durch den Ionenaustauscher werden die Härtebildner Kalzium und Magnesium zwar total entzogen, aber das „entkalkte Wasser“ wird dann mit „nichtentkalktem Wasser“ auf eine härte von 7°dH wieder verschnitten. Sonst hätte man u.a. Probleme Seifenrückstände abzuspülen.
Wie würdet ihr das bewerten?
Ich tendiere dazu, das doch nicht zu machen, nachdem ich den
Hinweis der Stadtwerke gelesen habe.
Vorteile= weniger Waschmittelverbrauch, keine oder nur geringste Kalkablagerungen auf Armaturen, Wärmeüberträgern, Energieeinsparung möglich, mehr Komfort.
Nachteile= Anschaffungskosten, Unterhaltskosten Strom „noch“ vernachlässigbar und bei einem Einfamilienhaus ca 1 bis 2 Sack a.25Kg Regeneriersalz ( ca 20-30 Euro/Jahr Gesamtkosten geschätzt) je nach Wasserverbrauch.
Eine Nachdosierung mit Mineralstoffen ist unter Umständen je nach Rohrleitungswerkstoff und Wasserqualität erforderlich.
Da die Ionen ja ausgetauscht werden ergibt sich ein höherer Natriumgehalt des aufbereiteten Wassers.
Aber keine Angst wenn du morgens ein paar Krümmel Salz auf dein Frühstücksei streust nimmts du etwa genausoviel Natrium zu dir, als ob du 2 Badewannen voll Wasser austrinkst.
Das Salz wird im Ionenaustauscher nur zun Regenerieren des Austauscherharzes benutzt und zum Abfluss „fast vollständig“ ausgespült
Für Hilfe, Links etc. wäre ich dankbar 
Bernd