Wasserfluß durch Druckunterschied auch unter Wasse

Wenn der Austrittspunkt eines Schlauches tiefer liegt als der Eintrittspunkt, fliest Wasser. Funktioniert das auch wenn der Austrittspunkt unter Wasser ist ? Ich möchte ‚oben‘ Wasser ansaugen, es durch einen längeren Schlauch führen und im selben Gefäß unterhalb der Ansaugstelle austreten lassen. (ohne permanennt laufende Pumpe) Geht das ?

Hallo Max,

Wenn Du einen (wassergefüllten) Schlauch in 2 Wasserbehälter hängst, bestimmt der Unterschied der Wasserspiegeln die Flussrichtung. Wie weit der Schlauch unter Wasser ist, spielt da keine Rolle.

HTH,
Pürsti

Danke Josef,
das war klar.
Ich möchte allerdings in ein Schwimmbad eine Tauchpumpe hängen, sagen wir mal Ansaugtiefe 10 cm unter der Oberfläche. Dann den Schlauch (200Meter)in Ringen auf ein Dach, und das Schlauchende wieder ins Becken, austritt 40 CM unter der Oberfläche. Wenn die Pumpe angesaugt hat und das Wasser fließt, will ich die Pumpe ausstellen. Das Wasser soll weiter laufen (schön langsam). Beim leerpumpen von Regenfässern geht das, aber als Kreislauf ?

Hallo

Wenn du das schaffst dann hast du ein Perpedum Mobile erschaffen.

Da der Druck in ein und dem selben Becken immer gleich ist kann kein Wasser fließen.

Mfg Stefan

Hallo,

Ich möchte allerdings in ein Schwimmbad eine Tauchpumpe
hängen, sagen wir mal Ansaugtiefe 10 cm unter der Oberfläche.
Dann den Schlauch (200Meter)in Ringen auf ein Dach, und das
Schlauchende wieder ins Becken, austritt 40 CM unter der
Oberfläche. Wenn die Pumpe angesaugt hat und das Wasser
fließt, will ich die Pumpe ausstellen. Das Wasser soll weiter
laufen (schön langsam).

Durch die Reibungsverluste wird der Kreislauf schnell zum stehen kommen.

Du kannst dir leicht überlegen, dass du irgendeine Energiequelle brauchst, um das Wasser zu transportieren. Im fall des Abpumpens einer Regentonne kommt die Energie daher, dass das Wasser insgesamt an Höhe verliert - in deinem Fall geht das aber nicht, da der Wasserspiegel oberhalb des Schlauchanfangs ist.

Grüße,
Moritz

Hallo!

Ich möchte allerdings in ein Schwimmbad eine Tauchpumpe
hängen, sagen wir mal Ansaugtiefe 10 cm unter der Oberfläche.
Dann den Schlauch (200Meter)in Ringen auf ein Dach, und das
Schlauchende wieder ins Becken, austritt 40 CM unter der
Oberfläche. Wenn die Pumpe angesaugt hat und das Wasser
fließt, will ich die Pumpe ausstellen. Das Wasser soll weiter
laufen (schön langsam). Beim leerpumpen von Regenfässern geht
das, aber als Kreislauf ?

Wenn Du Josefs Antwort genau liest, weißt Du dass das nicht geht. Es kommt nicht darauf an, auf welchem Niveau das Ende des Schlauchs liegt, sondern auf welchem Niveau der Wasserspiegel liegt. Wenn also beide Schlauchenden ins selbe Gefäß führen, läuft da gar nichts, da der Wasserspiegel jeweils derselbe ist.

Michael

Hallo Fragewurm,

Ich möchte allerdings in ein Schwimmbad eine Tauchpumpe
hängen, sagen wir mal Ansaugtiefe 10 cm unter der Oberfläche.
Dann den Schlauch (200Meter)in Ringen auf ein Dach, und das
Schlauchende wieder ins Becken, austritt 40 CM unter der
Oberfläche. Wenn die Pumpe angesaugt hat und das Wasser
fließt, will ich die Pumpe ausstellen. Das Wasser soll weiter
laufen (schön langsam). Beim leerpumpen von Regenfässern geht
das, aber als Kreislauf ?

Da gibt es grundsätzlich zwei Probleme:

  1. die Höhendifferenz zwischen Wasserspiegel und höchstem Punkt in deinem Kreislauf, darf nicht über 10m betragen. Das Problem ist der Dampfdruck des Wassers.

  2. Du willst dein Wasser erwärmen, dadurch sinkt die Dichte des Wassers. Nun willst du aber leichtes Wasser dazu „überreden“ sich unter das kalt zu bewegen …

Deine Idee, mit einem Schlauch, also beide Enden im selben „Gefäss“, funktioniert nur unter bestimmten Bedingungen. z.B. wenn in einem See eine kalte Wasserschicht über einer wärmeren liegt oder bei einer Süsswasserquelle am Meeresboden.

MfG Peter(TOO)

Das geht bei richtiger Anordnung!
Hallo Max.

Ich möchte allerdings in ein Schwimmbad eine Tauchpumpe
hängen, sagen wir mal Ansaugtiefe 10 cm unter der Oberfläche.
Dann den Schlauch (200Meter)in Ringen auf ein Dach, und das
Schlauchende wieder ins Becken, austritt 40 CM unter der
Oberfläche. Wenn die Pumpe angesaugt hat und das Wasser
fließt, will ich die Pumpe ausstellen. Das Wasser soll weiter
laufen (schön langsam). Beim leerpumpen von Regenfässern geht
das, aber als Kreislauf ?

Viele Auqarium Umwälz-/Heiz- und Filter-Kombinationen funktionieren so. Ich nehme an, Du willst mit den Ringen die in der Sonne auf dem Dach liegen, die Wassertemperatur erhöhen. Du musst dann nur dafür sorgen, dass der Strang der vom Dach zurück ins Becken führt, etwas kühler ist (z.B. im Schatten liegt) als das Wasser in den Ringen UND in dem Strang, der auf das Dach führt. Dann läßt der Dichteunterschied das Wasser zirkulieren.
Also z.B. folgende Anordnung würde funktionieren:
Schlauch vom Becken auf das Dach in der Sonne. 100 m in Ringen auf dem Dach in der Sonne, dabeben, 100 m in Ringen abgedeckt im Schatten. Dann mit dem Schlauch wieder zurück ins Becken auch im Schatten. Nehmen wir nun an das Wasser hat im sonnenbeschienenen Teil 40°C und verliert im schattigen Teil 5 K. Dann hast Du eine konstante Zirkulation. Früher nannte man das in Wohnhäusern ‚Schwerkraftheizung‘!
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim

Hallo Alexander,

Also z.B. folgende Anordnung würde funktionieren:
Schlauch vom Becken auf das Dach in der Sonne. 100 m in Ringen
auf dem Dach in der Sonne, dabeben, 100 m in Ringen abgedeckt
im Schatten. Dann mit dem Schlauch wieder zurück ins Becken
auch im Schatten. Nehmen wir nun an das Wasser hat im
sonnenbeschienenen Teil 40°C und verliert im schattigen Teil 5
K. Dann hast Du eine konstante Zirkulation. Früher nannte man
das in Wohnhäusern ‚Schwerkraftheizung‘!

AFAIK funktioniert die „Schwerkraftheizung“ derart, dass unten das Wasser erwärmt wird und dann nach oben steigt (so ist es zumindest in meinem Elternhaus). Max hingegen will oben das Wasser erwärmen. D.h. in den 2 Leitungen vom Becken zum Dach soll das warme Wasser absinken und das kalte Wasser aufsteigen.

Mfg,
Pürsti

Gedankenexperiment!
Hallo Pürsti.

Stell Dir ein größeres U-förmiges Glasrohr vor, voll Wasser und mit beiden Enden in einem Gefäß unter Wasser.
Jetzt bringst Du eine Trennwand so an, dass der eine Schenkel von der Sonne aufgeheizt wird, und der andere nicht. Also das Wasser in dem einen Schenkel ist wärmer als in dem anderen. Jetzt beginnt eine kontinuierliche Zikulation, solange die Sonne durch Energiezufuhr dafür sorgt, dass das Wasser in dem einen Schenkel wärmer ist als in dem anderen.
Das Gleiche habe ich Harald vorgeschlagen. Der gesamte Schlauch ist das U-Rohr. Die beiden 100 m Ringe mit dem Zu- und Abfluss sind die beiden Schenkel. Eine Seite soll durch die Sonne wärmer gemacht werden als die andere. So könnte das funktionieren. Und genau so funktioniert das in Deinem Elternhaus!
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim

Hallo Alexander,

Stell Dir ein größeres U-förmiges Glasrohr vor, voll Wasser
und mit beiden Enden in einem Gefäß unter Wasser.
Jetzt bringst Du eine Trennwand so an, dass der eine Schenkel
von der Sonne aufgeheizt wird, und der andere nicht. Also das
Wasser in dem einen Schenkel ist wärmer als in dem anderen.
Jetzt beginnt eine kontinuierliche Zikulation, solange die
Sonne durch Energiezufuhr dafür sorgt, dass das Wasser in dem
einen Schenkel wärmer ist als in dem anderen.

Ah, jetzt verstehe ich. Das Wasser soll also nicht erst auf dem Dach, sondern bereits in der Zuleitung erwärmt werden. Ja, das könnte funktionieren…

Danke für die Aufklärung,
Pürsti

Vielen Dank für Eure Ausführungen,
da es ja ‚vielleicht‘ funktioniert, werde ich es also ausprobieren.
Das Beschatten des 2. Ringes ist kein Problem und über 10 Meter komme ich auch nicht.
gruß
Max

Viel Spaß bei der unnützen Arbeit. Es funktioniert nicht. Das sollte herausgekommen sein, in diesem Thread. Das Wasser das in das Becken zurückfließt muß kälter sein als das hochfließende. Es funktioniert nur mit einer Pumpe. Anregung: Pumpe installieren und mit einem Sonnenkollektor die Pumpe antreiben. Vorteil: kein Energieverbrauch (aus der Steckdose).

Trotzdem wirst du aber das Problem haben, dass der Schlauch einen unheimlichen Druck aufbaut, da das Wasser sehr schnell erwärmt wird. Uns hat es mal beim Kleinschwimmbeckenfüllen den Schlauch zerrissen…

Gruß Elmar

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hmm und warum nimmt das aufgeheizte Wasser nicht den Weg des geringsten Widerstandes und läuft gleich nach unten weg (bzw. drückts unten raus)?
Selbst wenn es funktioniert: Also sagen wir 20m Schlauch windet sich 5m in die Höhe(1.Seite). Auf der anderen Seite ist meinetwegen das gleiche (wegen der Schwerkraft). Der Schlauch erhitzt sich auf der 1. Seite und die Schwerkraft bewirkt, dass das Wasser in Richtung 2. Seite läuft. Bei der 1. Seite muss kaltes Wasser aus dem Becken gezogen werden! Wenn das dann weiterläuft habe ich irgendwann auf der 2.Seite warmes Wasser, mit dem ich nichts anfangen kann.

Was man hier bauen will, ist fast ein Perpetuum Mobile.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Elmar,

Was man hier bauen will, ist fast ein Perpetuum Mobile.

Aber nur „fast“, da ja Energie (von der Sonne) zugeführt wird.

Hmm und warum nimmt das aufgeheizte Wasser nicht den Weg des
geringsten Widerstandes und läuft gleich nach unten weg (bzw.
drückts unten raus)?

Die (eher uneffiziente) Methode, die ich mir vorstellen kann, ist folgende:

Man heizt das Wasser im Zulauf unmittelbar über den Becken (z.B. mittels Parabolspiegel) auf. Das warme Wasser strömt nach oben und gibt Wärme ab. Das abgekühlte Wasser sinkt dann wieder nach unten. Es müsste sich aber ausgehen, dass das abgekühlte Wasser noch immer ein bisschen wärmer als das Wasser im Becken ist und somit das Wasser erwärmt. So habe ich zumindest Alexander verstanden.
Was nicht gehen wird, ist (wie bei Sonnenkollektoren am Dach) das Wasser am höchsten Punkt zu erhitzen.

Pürsti

Hallo Elmar,

Viel Spaß bei der unnützen Arbeit. Es funktioniert nicht.

Prinzipiell funktioniert es schon, aber nicht ganz so einfach wie beschrieben.

Das
sollte herausgekommen sein, in diesem Thread. Das Wasser das
in das Becken zurückfließt muß kälter sein als das
hochfließende.

Nein, das ist keine Bedingung. Bedingung ist, dass das Wasser in der ansteigenden Wassersäule im Mittel wärmer ist als das in der fallenden. Das setzt voraus, dass die Erwärmung nicht am höchsten Punkt des Kreislaufes stattfinden darf und es muß sich etwas abkühlen, bevor es wieder absteigt. Das kühlere Wasser der fallenden Wassersäule kann dann ja immer noch deutlich wärmer sein als das unten im Becken und könnte demzufolge sehr wohl das Becken aufheizen.
Das ließe sich dadurch lösen, dass man das auf dem Dach erhitzte Wasser noch einige Meter aufsteigen läßt und am obersten Punkt mit einer Kühlvorrichtung etwas abkühlt. Da man dann aber leicht an die 10-m-Grenze kommt und sich oben auch bald Luftblasen sammeln würden, würde das Ganze so auch nicht wirklich funktionieren. Sobald sich oben eine Luftblase gebildet hat, kommt der Kreislauf zum erliegen. Abhilfe schafft ein Wärmetauscher, der sich unten im Becken befindet und den Heizkreislauf vom Beckenwasser trennt. Dann ist die maximale Höhe der Wassersäule des Heizkreislaufes unbegrenzt und am obersten Punkt des Kreislaufes kann man einen offenen Ausgleichsbehälter anbringen, wie man es von alten Schwerkraftheizungen kennt. Da die Konvektionsströmung nur sehr schwach ist, muß man natürlich recht großkallibrige Rohre verwenden, um den nötigen Wärmedurchsatz zu bekommen. Es dürfte also sehr lange dauern, bis man den zusätzlichen Aufwand an gesparten Stromkosten für die Pumpe wieder raus hat.

Jörg

Was man hier bauen will, ist fast ein Perpetuum Mobile.

Aber nur „fast“, da ja Energie (von der Sonne) zugeführt wird.

Hmm und warum nimmt das aufgeheizte Wasser nicht den Weg des
geringsten Widerstandes und läuft gleich nach unten weg (bzw.
drückts unten raus)?

Die (eher uneffiziente) Methode, die ich mir vorstellen kann,
ist folgende:

Man heizt das Wasser im Zulauf unmittelbar über den Becken
(z.B. mittels Parabolspiegel) auf. Das warme Wasser strömt
nach oben und gibt Wärme ab. Das abgekühlte Wasser sinkt dann
wieder nach unten. Es müsste sich aber ausgehen, dass das
abgekühlte Wasser noch immer ein bisschen wärmer als das
Wasser im Becken ist und somit das Wasser erwärmt. So habe ich
zumindest Alexander verstanden.
Was nicht gehen wird, ist (wie bei Sonnenkollektoren am Dach)
das Wasser am höchsten Punkt zu erhitzen.

Hallo Pürsti!
Genau so ist es! Du hast es verstanden.
Dann braucht man nämlich eine Umwälzpumpe.
Gruß Alexander.

Es dürfte also sehr lange dauern, bis man den zusätzlichen
Aufwand an gesparten Stromkosten für die Pumpe wieder raus
hat.

Hallo Jörg.
Es war nur von Effektivität, nicht von Effizienz die Rede. Es ging ums Prinzip. Natürlich ohne Luftblasen. Wie man bei den Aquarium Filter-/Heizkombinationen von einem Perpetuum mobile sprechen kann ist mir schleierhaft. Man führt doch laufend Wärme zu!
Gruß Alexander.