Hallo,
ich habe von wasserführenden Holzöfen für das Wohnzimmer gehört. Die werden dann an die Heizung angeschlossen, und unterstützen so die Heizung und sparen Heizöl.
Hat jemand Erfahrung mit so einem Ofen?
Hallo,
ich habe von wasserführenden Holzöfen für das Wohnzimmer gehört. Die werden dann an die Heizung angeschlossen, und unterstützen so die Heizung und sparen Heizöl.
Hat jemand Erfahrung mit so einem Ofen?
Hallo,
meine Eltern haben so etwas in der Küche. Keinen Ofen, sondern einen Holzherd, also mit Backofen und Herdplatte. Der Herd hat einen eingebauten Wärmetauscher, wenn der Herd geheizt wird, wird auch das Wasser heiß.
Man braucht natürlich noch eine zusätzliche Umwälzpumpe, da die Heizung normalerweise im Keller steht und der Herd oben, das warme Wasser aber natürlich nach oben steigen will und nicht nach unten zur Heizung.
Funktioniert meines Wissens seit über 20 Jahren.
Gerhard
Halo !
meine Eltern haben so etwas in der Küche. Keinen Ofen, sondern
einen Holzherd, also mit Backofen und Herdplatte. Der Herd hat
einen eingebauten Wärmetauscher, wenn der Herd geheizt wird,
wird auch das Wasser heiß.
Du schreibst „Wärmetauscher“. Wohin geht denn die Wärme? Abgeführt durch das Wasser ?
Man braucht natürlich noch eine zusätzliche Umwälzpumpe, da
die Heizung normalerweise im Keller steht und der Herd oben,
das warme Wasser aber natürlich nach oben steigen will und
nicht nach unten zur Heizung.
Da sollte es auch nicht hin! Es sollte in den normalen Heizwasserkreislaf.
Welche Firma stellt denn so etwas her?
Sind dort Wasserzufluß und -ausfluß angebaut?
mfgConrad
Hallo !
Um mit so einem Herd Gewinn zu machen, also die Heizkosten zu verringern, muß der Ofen Tag und Nacht in Betrieb sein. Bei voller Leistung. Und das kostet sehr viel Heizmaterial.
Denn : Kühlt dieser Ofen über Nacht ab, läuft weiterhin das Heizwasser der normalen Heizung durch den Wärmeaustauscher und wärmt diesen. Das heißt, die Heizung gibt nachts oder während nicht bewohnter Zeit, sehr viel Wärme an den Ofen ab.
Also muß der Ofen durch ein By-pass-ventil und zwei Absperrventile vom Hauptkreislauf getrennt werden können.
Ich habe selbst einen Kamin mit Wärmeaustauscher für die Heizung. Dieser Wärmeaustauscher erfüllt seinen Zweck nur bei vollem Feuer im Kamin. Da man abends die Ventile auflassen muß, geht nachts also sehr viel Heizungswärme verloren. Auflassen muß man die drei Ventile, um den Wärmeaustauscher nicht der Gefahr auzusetzen, dass er uns um die Ohren fliegt, da der Kamin noch nachheizt. Bzw das Sicherheitsventil abbläst und das Wasser täglich nachgefüllt werden muß.
Alle diese Spielereien, mit irgendetwas Wärme zu erzeugen, taugen nicht viel. Man sollte den Küchenherd ordentlich heizen und die Türen zum Flur auflassen. Diese Wärme bringt mehr, als sämtliche Wassertöpfe im Ofen.
mfgConrad
Hallo Gerhard!
Keinen Ofen, sondern einen :Holzherd, also mit Backofen :und Herdplatte.
Küchenherde mit Backofen haben regelmäßig unter der mit Gußeisenringen verschlossenen Kochfläche nur einen winzigen Brennraum geringer Höhe. Will man Holz mit ordentlichem Wirkungsgrad verbrennen, muß vor allen Dingen Holzgas verbrannt werden, statt in den Schornstein zu gehen. Um das Holzgas nutzbar zu machen, braucht der Ofen oberhalb des glühenden Holzes Zuluft und genügend Platz, damit sich das Holzgas mit der Zuluft mischt und verbrennt. Dafür ist aber in den üblichen Küchenherd-Konstruktionen mit Backofen gar kein Platz, so daß ein großer Teil des Energiegehalts von Holz ungenutzt in die Abluft geht.
Solche Herde fressen gemessen an der Heizleistung sehr viel Brennmaterial und sind zum Heizen eigentlich gar nicht geeignet. Immerhin soll darauf auch im Sommer gekocht werden. Es kommt also nur darauf an, eine schnell warm werdende Kochfläche zu erhalten und Raumheizung ist eher unerwünscht. Deshalb ist es eine Verballhornung des holzbeheizten Küchenherds, das Ding mit Wärmetauscher auszustatten und davon eine nennenswerte Unterstützung der Hausheizung zu erwarten. Bringt nicht viel, schade um den Installationsaufwand.
Gruß
Wolfgang
Welche Firma stellt denn so etwas her?
Sind dort Wasserzufluß und -ausfluß angebaut?
mfgConrad
Hier: http://www.sbs-heizkessel.de/news/index.asp
Thx
Hallo Gerhard!
Keinen Ofen, sondern einen :Holzherd, also mit Backofen :und Herdplatte.
Küchenherde mit Backofen haben regelmäßig unter der mit
Gußeisenringen verschlossenen Kochfläche nur einen winzigen
Brennraum geringer Höhe.
Der mir bekannte Herd nicht, gesicherte Daten kann ich nicht bieten, aber der Brennraum ist ca. (HBT) 35 cm x 25 cm x 30 cm, Holzscheite hergestellt aus Drittelung eines gespaltenen 1m-Rundholz passen leicht rein. Nach oben ist genügend Platz.
Will man Holz mit ordentlichem
Wirkungsgrad verbrennen, muß vor allen Dingen Holzgas
verbrannt werden, statt in den Schornstein zu gehen. Um das
Holzgas nutzbar zu machen, braucht der Ofen oberhalb des
glühenden Holzes Zuluft und genügend Platz, damit sich das
Holzgas mit der Zuluft mischt und verbrennt. Dafür ist aber in
den üblichen Küchenherd-Konstruktionen mit Backofen gar kein
Platz, so daß ein großer Teil des Energiegehalts von Holz
ungenutzt in die Abluft geht.
Solche Herde fressen gemessen an der Heizleistung sehr viel
Brennmaterial und sind zum Heizen eigentlich gar nicht
geeignet. Immerhin soll darauf auch im Sommer gekocht werden.
Es kommt also nur darauf an, eine schnell warm werdende
Kochfläche zu erhalten und Raumheizung ist eher unerwünscht.
Stimmt, in meinem Fall gab es den Nebeneffekt, daß die Küche zu warm wurde.
Deshalb ist es eine Verballhornung des holzbeheizten
Küchenherds, das Ding mit Wärmetauscher auszustatten und davon
eine nennenswerte Unterstützung der Hausheizung zu erwarten.
Bevor man urteilt, sollte man die Fakten kennen. In meinem Fall war nicht die Unterstützung der Heizung der Zweck, sondern der Holzherd als Kochgerät. Die Unterstützung der Heizung war ein Nebeneffekt.
Bringt nicht viel, schade um den Installationsaufwand.
Doch, bringt einiges. Im Frühling und Herbst konnte auf die Heizung ganz verzichtet werden.
Gruß
Gerhard
Halo !
meine Eltern haben so etwas in der Küche. Keinen Ofen, sondern
einen Holzherd, also mit Backofen und Herdplatte. Der Herd hat
einen eingebauten Wärmetauscher, wenn der Herd geheizt wird,
wird auch das Wasser heiß.Du schreibst „Wärmetauscher“. Wohin geht denn die Wärme?
Abgeführt durch das Wasser ?
Ja
Man braucht natürlich noch eine zusätzliche Umwälzpumpe, da
die Heizung normalerweise im Keller steht und der Herd oben,
das warme Wasser aber natürlich nach oben steigen will und
nicht nach unten zur Heizung.Da sollte es auch nicht hin! Es sollte in den normalen
Heizwasserkreislaf.
Welche Vorstellung hast du von dieser Installation? Das im Herd erwärmte Wasser kannst du nicht einfach an den Kreislauf für die Heizkörper anschließen. Das ganze System muß natürlich so eingerichtet sein, daß zum einen nicht das von der Heizung erwärmte Wasser in den Herd gepumpt wird, nicht kaltes Wasser vom ungeheizten Herd in die Heizung gepumpt wird. Es muß ein Notfallsystem vorhanden sein, damit ein Überdruckventil öffnet, falls das Wasser im Herd zu heiß wird…
Gerhard
Hallo !
Um mit so einem Herd Gewinn zu machen, also die Heizkosten zu
verringern, muß der Ofen Tag und Nacht in Betrieb sein.
Nein, warum? Es kommt natürlich immer auf das Gesamtsystem an. Wenn du viel heißes Wasser im Speicher der Heizung hast, müßtest du natürlich enorm viel im Holzherd schüren.
Daher muß man hier seine Heiz- und Schürmethoden anpassen.
Bei
voller Leistung. Und das kostet sehr viel Heizmaterial.
Denn : Kühlt dieser Ofen über Nacht ab, läuft weiterhin das
Heizwasser der normalen Heizung durch den Wärmeaustauscher und
wärmt diesen.
NEIN, natürlich nicht! Das wäre ja Unsinn. Mithilfe von Umwälzpumpen und Ventilen wird zum Einen nur Wasser aus dem Holzherd verwendet, wenn dieses wärmer als das Wasser im Speicher der Heizung ist. Zum Anderen wird natürlich verhindert, daß warmes Heizungswasser den Herd aufheizt.
Das heißt, die Heizung gibt nachts oder während
nicht bewohnter Zeit, sehr viel Wärme an den Ofen ab.
Nein
Also muß der Ofen durch ein By-pass-ventil und zwei
Absperrventile vom Hauptkreislauf getrennt werden können.
Das muß es sowieso
Ich habe selbst einen Kamin mit Wärmeaustauscher für die
Heizung. Dieser Wärmeaustauscher erfüllt seinen Zweck nur bei
vollem Feuer im Kamin. Da man abends die Ventile auflassen
muß, geht nachts also sehr viel Heizungswärme verloren.
Auflassen muß man die drei Ventile, um den Wärmeaustauscher
nicht der Gefahr auzusetzen, dass er uns um die Ohren fliegt,
da der Kamin noch nachheizt. Bzw das Sicherheitsventil abbläst
und das Wasser täglich nachgefüllt werden muß.Alle diese Spielereien, mit irgendetwas Wärme zu erzeugen,
taugen nicht viel. Man sollte den Küchenherd ordentlich heizen
und die Türen zum Flur auflassen. Diese Wärme bringt mehr, als
sämtliche Wassertöpfe im Ofen.
Kommt drauf an, welchen Herd man hat.
Gerhard
Nein, warum? Es kommt natürlich immer auf das Gesamtsystem an.
Wenn du viel heißes Wasser im Speicher der Heizung hast,
müßtest du natürlich enorm viel im Holzherd schüren.
Hast du wenig drin, bringt es keine Wärme!
Daher muß man hier seine Heiz- und Schürmethoden anpassen.
Also nachts regelmäßig nachheizen?
NEIN, natürlich nicht! Das wäre ja Unsinn. Mithilfe von
Umwälzpumpen und Ventilen wird zum Einen nur Wasser aus dem
Holzherd verwendet, wenn dieses wärmer als das Wasser im
Speicher der Heizung ist. Zum Anderen wird natürlich
verhindert, daß warmes Heizungswasser den Herd aufheizt.
Also benötigt man dann für diesen Herd eine komplizierte Regelung!
Ich denke, Kohle und Holz werden bei dem Herd teurer, als gas oder Öl für die normale Heizung.
mfgConrad
Welche Vorstellung hast du von dieser Installation? Das im
Herd erwärmte Wasser kannst du nicht einfach an den Kreislauf
für die Heizkörper anschließen.
Einfach nicht, aber, wie Du selbst bestätigt hast, mit zwei Absperr- und einem Bypassventil.
Das ganze System muß natürlich
so eingerichtet sein, daß zum einen nicht das von der Heizung
erwärmte Wasser in den Herd gepumpt wird, nicht kaltes Wasser
vom ungeheizten Herd in die Heizung gepumpt wird.
Was für ein Aufwand!
Es muß ein
Notfallsystem vorhanden sein, damit ein Überdruckventil
öffnet, falls das Wasser im Herd zu heiß wird…
Warum Notfall? Wenn die Ventile abends geschlossen werden und der Herd nachheizt!
mfgConrad
Also,
ich habe mich jetzt beim einem Heizungsspizialisten erkundigt.
Mann sollte den Ofen über einen Wärmespeicher an die Heizung anstellen. Damit kann überflüssige Wärme gespeichert werden. Diese Wärme gibt der Speicher dann an die Heizung bei Bedarf ab.
Wenn der Ofen richtig angeschlossen wurde, kommt auch keine Wärme aus dem Kreislauf zurück in den Ofen.
Vielen Dank für die vielen Hinweise!