Meine Mutter hat altersbedingte Probleme mit dem Schliessmuskel (sie kann das Wasser eine 1/2 Stunde halten) Nun hat Sie mich gebeten die Communitiy zu fragen ob es nicht irgendwelche Therapien oder Alternativen gibt welche ihre Situation verbessern könnten…
Es gibt mindestens zwei mögliche Ursachen für die weibliche Inkontinenz. Zum einen eine Senkung der Gebärmutter infolge nachlassender Elastizität des sie haltenden Bindegewebes. Die gesenkte Gebärmutter behindert ein dichtes Schluessen der kurzen Harnröhre (Belastungsinkontinenz). Des weiteren gibt es die Dramginkontinenz, die durch eine Störung der Muskelaktivität in der Blasenwand entsteht. Es kommt zu gehäuftem Harndrang und Problemen, das drängende Wasser zurückzuhalten (Dranginkontinenz).
Die Belastungsinkontinenz kann mit einer Op behoben werden, die Dranginkontinenz medikamentös. Daneben gibt es Mischformen. Nicht zu vergessen mögliche Infektionen der Blasenschleimhaut und /oder der Harnröhre, die ebenfalls gehäuften Harndrang und unwillkürlichen Harnabgang verursachen können.
Ansprechpartner ist zunächst der Hausarzt, der dann ggf den weiteren Weg zu Urologe oder Gynäkologe bahnen wird.
Hallo Alex,
der Hausarzt sollte zunächst einen Urintest machen, ob eine Blasenentzündung vorliegt. Es gibt Medikamente, die die Haltefunktion des Blasenschließmuskels verbessern. Zusätzlich ist es gut bei einer Frau den Gynäkologen zu konsultieren, ob eine Senkung der Blase Zystozele oder Rektozele vorliegt. Evlt. kann dann auch eine Operation helfen, dies muß jedoch vorher genauer untersucht werden. Pauschale Antworten sind hier leider nicht möglich.
Also Hausarzt / Gynäkologe, ggf. Urologe.
MfG
neben dem - im Alter nicht mehr sehr erfolgversprechenden Beckenbodentraining - gibt es mittlerweile sehr erfolgreiche operative Tchniken, wie das „Tension free Vaginal Tape“. Ob und wie man sowas operiert muss aber der Gynäkologe oder Urologe vor Ort klären, da es verschiedene Ursachen der Unfähigkeit den Harn zu halten gibt und diese unterschiedlich therapiert werden.