Wasserpumpe zu schwach

Hallo,

zur Zeit verrichtet eine Gardena Tauchpumpe (6000l/h, 0,5bar, 220W laut Kartonaufdruck) die Arbeit des pumpens aus einem in einem Keller gelegenen Brunnen. Leider ist entweder die l/h oder bar Angabe nicht ausreichend um über eine Distanz von ca. 20m und einen Höhenunterschied von ca. 8m das Wasser „vernünftig“ zu pumpen. wenn man den Schlauch noch 2m „höher“ in eine Regentonne umleiten möchte kommt kein Wasser mehr aus dem Schlauch, sprich an irgendeiner Stelle ist das „zu schwach“. Nun war die erste Idee eine Pumpe mit Vorfilter und Ansaugschlauch (NoName, hier leider nur die Angaben 650W der Pumpe bekannt - die Einschränkungen von wegen Aufpassen, das immer Wasser im System ist und das nicht leerläuft sind bewusst und man könnte damit leben)zu holen, was auch vom Baumarktmitarbeiter als „besser als die Tauchpumpe“ zugesichert wurde. Leider kam beim ersten Anschluss und nach Anleitung befüllter Pumpe und Vorfilter noch weniger Wasser am Schlauch raus als mit der Tauchpumpe. Gibts hier irgendeinen Trick oder ist die Pumpe ggf. wirklich schwächer als so eine Tauchpumpe?

Nun die Frage auf was für Werte es ankommt damit am Ende noch ein normal „vernünftiger“ Druck rauskommt? Ist hier die „l/h“ Angabe oder die „bar“ Angabe der wichtigere Faktor?

Gruß
h.

Moin,

zur Zeit verrichtet eine Gardena Tauchpumpe (6000l/h, 0,5bar ,
220W laut Kartonaufdruck)

über eine Distanz von ca.
20m und einen Höhenunterschied von ca. 8m das Wasser
„vernünftig“ zu pumpen.

wenn die Angaben der Pumpe wirklich so stimmen, dann kann die Pumpe nur 5 m hoch pumpen und ist nicht für 8 m ausgelegt.

Um vernüftig pumpenzu können, sollte ein Ausgangsdruck von ca. 2 - 3 bar gegeben sein, mehr ist nicht verkehrt.

Gandalf

Wasserpumpe viel zu schwach!
Wahrscheinlich steht die Förderhöhe sogar auf dem Karton.

Ich rate Dir nur: kaufe jetzt keine Pumpe mit 0,8 Bar sondern eine mit deutlichen Leitungsreserven: 2 oder besser noch 3 Bar, also 20 oder 30 Meter Förderhöhe, weil dann als nächstes das Wasser vorne lustlos aus dem Schlauch plätschert und du nicht mit der Düse spritzen kannst.
Lass Dich bitte im Fachhandel gut beraten, sonst ärgerst Du Dich ein zweites Mal.

Der Schwimmerschalter, der die Pumpe vor dem Trockenlaufen schützt, sollte am besten gleich im Pumpengehäuse integriert sein.

Moin!
Für Deine Zwecke wäre warscheinlich so etwas eher geeignet:
http://www.hitmeister.de/gartenbewaesserung/t-i-p-ga…
Gruß Walter

Hi,

zu Deiner letzten Frage: entscheidend ist der Ausgangsdruck (bar) der Pumpe. Der Volumenstrom (l/h) sagt etwas über die Förderleistung (diese Angabe gilt aber nur, wenn Druckverluste vernachlässigt werden können).

Zuverlässiger funktioniert eigentlich eine Tauchpumpe, denn die verzeiht auch kleine Undichtigkeiten (es leckt dann halt irgendwo). Steht die Pumpe über der Flüssigkeit und muss das erste Teilstück im Saugbetrieb überwunden werden, können kleine Undichtigkeiten zu einer erheblichen Minderleistung führen, da nun Luft angesaugt wird. Im schlimmsten Fall kommt es zum Abriss der Flüssigkeitssäule - dann wird überhaupt nicht mehr gefördert.
Ich würde mich in einer solchen Situation lieber auf eine Tauchpumpe verlassen…

Nun noch zum nötigen Ausgangsdruck der Pumpe:
Wie von Gandalf bereits angedeutet: um einen Höhenmeter zu überwinden, wird ein Druck von 0,1 bar benötigt. D.h., Deine Gardenapumpe dürfte eigentlich nur 5m Höhe überwinden können. Dass sie doch mehr schafft, liegt einfach an den Sicherheitsreserven, die ein guter Hersteller immer einbaut. Wenn der Druck durch die Höhe schon „verbraucht“ ist, kommt der Wasserstrom zum erliegen - bei 5m Höhe dürfte also gar nichts mehr aus dem Schlauch kommen.

Zusätzlich zum Druckverlust durch die Höhendifferenz muss man noch den Druckverlust durch die eigentliche Schlauchleitung berücksichtigen.

http://www.jakob-eschbach.de/de/service/tabelle-druc…

Deine Gardenapumpe hat einen Nennförderstrom von 100 l/min. Wenn Du nun die oben verlinkte Tabelle anschaust, siehst Du, dass auf 100m Schlauchlänge bei diesen Schläuchen mit 42mm Innendurchmesser (C42) schon 0,6bar Druck verloren gehen - auf 20m also 0,12bar.
42mm wird Dein Schlauch aber nicht haben - Gartenschläuche haben eher 25mm oder noch weniger. Entsprechend ist auch der Druckverlust deutlich größer - rechne hier lieber mal mit 0,5 bis 1 bar.

Also: 8m Höhe = 0,8bar Druckverlust
20m Schlauchlänge noch einmal 0,5 bar Druckverlust.

Sind wir schon bei 1,3bar Druckverlust. Da ja auch noch etwas aus dem Schlauch herauskommen soll, reicht das aber nicht.

Die von Gandalf und Rold empfohlenen 2 - 3 bar Ausgangsdruck sind also eine sehr vernünftige Größe.
Die NoName-Pumpe würde ich dem Baumarktmitarbeiter für seine schlechte Beratung um die Ohren hauen…

Gruß Stefan

Ahoi!

Zuverlässiger funktioniert eigentlich eine Tauchpumpe, denn die verzeiht auch kleine Undichtigkeiten…

Möchte noch ergänzend hinzufügen, das Pumpen so gut wie immer eine nicht unerhebliche Geräuschkulisse produzieren. Die bei einer Tauchpumpe 3 bis 5 Meter unter der Erde aber niemand mehr hört.
Bei meinem eigenen Haus und Garten würd ich niemals was oberirdisches benutzen, egal was man dabei sparen könnte: meine Ruhe ist mir mehr wert.

lg, mabuse