Wenn in einem alten Haus aus den späten 50ern noch Zinkleitungen verlegt sind, welche Belastungen (Auswaschung von Blei etc?) muss man da erwarten und wie bedenklich sind sie?
Wie sind ältere (10-15J.) alte Durchlauferhitzer in Bezug auf zB bakterille Belastung einzustufen? Kann man sowas ggf „säubern“ oder sollte man das ersetzen.
Kann eine Analyse durch das Gesundheitsamt Aufschluss darüber geben, ob solches Wasser soz. „baby/kleinkindfähig“ zum essen und trinken (Tischfilter) ist?
Wenn in einem alten Haus aus den späten 50ern noch
Zinkleitungen verlegt sind, welche Belastungen (Auswaschung
von Blei etc?) muss man da erwarten und wie bedenklich sind sie?
Das ist konfus!
a) Zinkleitungen kenne ich nicht, aber verzinkte Stahlrohre sind
seit Jahrzenten standard gewesen und unkritisch.
b) Zink und Blei haben rein gar nix miteinander zu tun.
c) Bleileitungen sollten in Trinkwasserinstallationen seit Jahrzehnten
nicht mehr vorhanden sein. Falls es noch tatsächlich Bleileitungen
gibt, die an Trinkwasserentnahmestellen führen (also z.B. nicht Klospülung),
dann sollte darauf gedrungen werden, diese auszuwechseln.
Wie sind ältere (10-15J.) alte Durchlauferhitzer in Bezug
auf zB bakterille Belastung einzustufen? Kann man so was ggf
„säubern“ oder sollte man das ersetzen.
Durchlauferhitzer haben keinen Speicher und werden also
regelmäßig von frischem Wasser durchflutet. Wo sollen da Keime
herkommen. Abgestandenen Wasser lässt man einfach abfließen,
z.B. nach Urlaub. Wenn man dann noch mal das Wasser mit über
60°C entnimmt, ist da keine Gefahr zu erwarten.
Kann eine Analyse durch das Gesundheitsamt Aufschluss
darüber geben, ob solches Wasser soz. „baby/kleinkindfähig“
zum essen und trinken (Tischfilter) ist?
Welches Wasser?
Wasser aus den normalen Trinkwasserleitungen ist in Dtl. eines
der am besten überwachten Lebensmittel.
Wasser für Kleinstkinder sollte abgekocht werden.
Falls lokal spezielle Belastungen vermutet werden, sollte das bei den
örtlichen Wasserwerken angefragt werden.
Im Zweifelsfall kann Wasser aus Flaschen (Mineralarm) für Kleinstkinder
verwendet werden, aber dann noch wichtiger - abkochen , weil Wasser
aus Flaschen tatsächlich eher mit Keimen behaftet sein kann.
Wasser durch irgend welche Filter laufen zu lassen ist eher eine
Gefährdung, weil sich in solchen Filtern bei nicht regelmäßiger
Wartung tatsächlich Keime anreichern können. Wer also meint, damit
sein Leitungswasser sicherer zu machen, ist oft auf dem Holzweg.
Gruß Uwi
Wenn in einem alten Haus aus den späten 50ern noch
Zinkleitungen verlegt sind, welche Belastungen (Auswaschung
von Blei etc?) muss man da erwarten und wie bedenklich sind
sie?
Hi
Trotz alter Bausubstanz und möglicherweise alten Rohren ist die Gefahr von möglichen Schwermetallen aller Art eher gering.
Selbst moderne Armaturen (Messing!) geben teilweise mehr Stoffe ans Wasser ab, als das gesamte (Blei)Rohr dahinter. Im Laufe der Jahrzehnte bilden sich relativ inerte Schichten im Rohr, die ein weiteres Auswaschen vermindern. Laut Wikipdeia ist die Gefahr höher bei weichem oder saurem Wasser, da sich weniger von der Schutzschicht bildet (das kannst du bei der Stadt erfragen).
Im Allgemeinen schätze ich die Gefahr für eine übermäßige Bleiaufnahme übers Trinkwasser eher gering ein, da gibts 1000 andere Stoffe in unserer Umgebung, von denen mehr Gefahr ausgeht (bezogen auf Blei, als auch auf sämtliche andere Stoffe, von Asbest über Formaldehyd bis hin zu modernen Weichmachern in Plastik…)
Kann eine Analyse durch das Gesundheitsamt Aufschluss
darüber geben, ob solches Wasser soz. „baby/kleinkindfähig“
zum essen und trinken (Tischfilter) ist?
Du wirst die Analyse wahrscheinlich selbst bezahlen müssen. Bis zum Hausanschluss garantiert der lokale Wasserversorger, dass das Wasser einwandfrei ist, was in deinem Haus passiert, ist nicht deren Sache.
Trinkwasser, insbesondere Leitungswasser, ist eines der risikoärmsten Lebensmittel (in Deutschland) überhaupt. Es gelten höhere Bestimmungen als für die meisten anderen Produkte, selbst in Bio-Gemüse kann mehr Gift sein, als im Glas Leitungswasser. Und selbst wenn die Rohre Stoffe abgeben sollten, bist du in jedem Fall auf der sicheren Seite, wenn du ein paar Liter Wasser am Morgen oder nach längerem Nichtbenutzen vorlaufen lässt. Dann ist das möglicherweise angereicherte Wasser raus. Die Stoffe (und auch Bakterien) brauchen nämlich Zeit, um sich anzureichern.
Wenn in einem alten Haus aus den späten 50ern noch
Zinkleitungen verlegt sind, welche Belastungen (Auswaschung
von Blei etc?) muss man da erwarten und wie bedenklich sind
sie?
Blei wird keines vorhanden sein.
Kann eine Analyse durch das Gesundheitsamt Aufschluss
darüber geben, ob solches Wasser soz. „baby/kleinkindfähig“
zum essen und trinken (Tischfilter) ist?
Schon komisch.
Du machst Dir Gedanken, ob ein Durchlauferhitzer bakteriell belastet sein könnte, bringst aber einen Tischfilter ins Gespräch.
Die können sehr schnell zu wahren Bakterienschleudern werden.
Unsere Reinwasseranlagen werden regelmäßig recht aufwendig gewartet, damit sie nicht versiffen.
Diese Art Pflege wirst Du bei einem Tischfilter nicht aufbringen (können).
Vergiss diese Dinger also ganz schnell wieder. So schlecht, wie das Wasser aus diesen Dingern ist, wird es aus Leitungen nie kommen!
Reine Zinkrohre kenne ich auch nicht.
Zink und Eisen sind in geringen Konzentrationen nicht schädlich, sondern Spurenelemente.
Bleirohre sind weniger gut.
Nach längerem Stillstand der Leitungen dementsprechend das Wasser laufen lassen, besonders nach Urlaub etc.
Das Wasser kann immer noch zum Putzen oder Blumengießen verwendet werden.
Erfrage mal bei deinem Wasserwerk die Härtegrade für deinen Wohnort.
Je höher, desto weniger Sorgen brauchst du dir im Prinzip zu machen.
Und kannst das dann beim Waschen auch berücksichtigen, damit deine Maschine nicht verkalkt.