Wasserschaden im Keller

Hallo - unser Haus ist 10 Jahre alt, wir wohnen in der Nähe eines Flusses.
Im Keller ist nur an den Innenwänden Feuchtigkeit hochgestiegen, etwa 50cm, am meisten an den zwei Heizkörpern.

Der Keller besitzt sonst keine Wasserzapfstellen, auch keine Toiletten, nur vom Verteiler im Heizraum (Gastherme)im Boden verlaufen die Leitungen zu den zwei Heizkörpern.
Im einzigen nicht gefliesten Raum haben wir den Boden entfernt: Es zeigen sich mehrere feuchte Stellen im Estrich, besonders aber in der Nähe des Heizkörpers.

Theorie 1: Das Wasser kommt vom Grundwasserspiegel, der jetzt im Dez/Jan. enorm angestiegen sei und drückt über die Bodenplatte oder undichte Stellen zwischen Bodenplatte und Außenmauern rein.
Theorie 2: Undichtigkeit im Sanitärleitungssystem, die sich langsam im Estrich verteilt. Der Druck an der Therme ist aber unverändert bei 1,5 bar.

Bautenschutzfirma, die uns zwei große Entfeuchter reingestellt hat (saugen je 10 ltr. pro Tag seit einer Woche) verfolgt eigentlich Theorie 1, sprich: pro Raum mehr ca. 10 Löcher bohren und mit Warmluft bzw. Absaugen den Estrich trocknen.
Aber nachdem ich jetzt die Feuchtigkeitsverteilung im Boden gesehen habe, bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Hallo Anton,

Nachdem Dein Anlagendruck gleich geblieben ist, und die Ausdehnungsgefässe von Gasthermen relativ gering bemessen sind und die meisten Heizungsbauer die Meinung vertreten: „Das wird schon reichen“, tendiere ich auch zu Theorie 1 (Grundwasserspiegel). Ganz sicher gehen, kannst du nur durch freilegen der Leitungen, durch eine Thermographie oder durch eine Druckprüfung des Heizungskreises.
Warum sich die Feuchtigkeit auch bei einem Wassereintritt von aussen an den rohrleitungen bemerkbar macht, ist relativ einfach erklärt. An den Hohlräumen im Bereich der Rohrleitungen kann sich das Wasser super sammeln, die Dämmung saugt auch noch etwas auf, und sorgt so dafür dass dieser Bereich immer „schön“ feucht bleibt.

Hallo,
kontrollieren ob der Druck in der Heizungsanlage konstant bleibt.Wenn es von der Wsserleitung kommen sollte lohnt sich ein Blick auf den Wasserzähler ( Wasseruhr)und einen Moment alle sich dort befindlichen „Rädchen“ im Auge behalten.In der Zeit darf natürlich kein Wasser gezapft werden.Dreht sich eines der Rädchen - meist sehr, sehr langsam- könnte es an der Wasserleitung -kalt, warm oder auch Zirkulation (wenn vorhanden) liegen.Das wiederum lässt sich einigermaßen eingrenzen in dem das Warmwasser, ebenso die zirkulation an der Therme abgedreht wird.Dann liegt es am kaltwasser.FRAGE: Welches Material ist für die Rohrinstallation verwendet worden? kupfer, PVC, verz. stahlrohr? Sollte das alles in „Heimarbeit“ kein ergebnis bringen,fachfirma- heizung/sanitär- beauftragen. Die sollten zu allererst einmal alle Rohrleitungssysteme abdrücken !!Vorschlag: Wenn eine Versicherung vorhanden ist,fragen ob die versicherung die kosten für einen „experten“ zur ROHRBRUCHORTUNG übernimmt. Das senkt auch die gesamtkosten für die versicherung, weil der mit seinen technischen möglichkeiten die eventuelle leckstelle punktgenau lokalisieren kann!! So muss nicht der gesamte fußboden im rohrverlaufbereich geöffnet werden.

Unter google " ROHRBRUCHORTUNG" eingeben, einen fachmann in der nähe suchen.

In einem hochwasser/ grundwasserhochstand gefährdetem gebiet würde ich überprüfen ob eine Drainage am haus liegt, ob die „Lauft“( funktioniert)und wohin das grundwasser abgeführt wird.Sollte keine drainage vorhanden sein, eine rund ums haus verlegen/ verlegen lassen und wasser ableiten in regenkanal oder so.

Hatte beim bau meiens hauses das gleiche problem,hab ne super lösung dafür entworfen.

Kommt nur vom Grundwasser. Inhalt einer Heizungsanlage mit Fertigheizkörper höchstens 15 ltr. mit Therme bei Einfamilienhäuser. Der konstante Druck am Manometer zeigt es ja auch an.
Gruss Heinz

Hallo,

wurde der Keller als sogenannte „weiße Wanne“ gebaut?
Wenn ja wurde ein Baufehler begangen.
Gibt es eine Drainage?
Wenn ja wie hoch steht im Schacht das Grundwasser?
Ist ggf. die Drainage verstopft??
Theorie 2 von Ihnen würde ich ebenfalls nicht weiter verfolgen da sehr unwahrscheinlich.

Tippe stark auf die Grundwasserthematik!!

Biite kurze antworten, danke

Hallo Anton,

ganz sicher bin ich mir da auch nicht, aber nach Deinen Schilderungen würde ich auf Theorie 2 tippen. So einen ähnlichen Fall hatten wir auch schon mal und da war die Undichtigkeit im Sanitärleitungssystem zu finden. Ich würde mir da noch mal eine andere Fachfirma dazuholen.

Lieben Gruß

Ina

Oh je…
hoffentlich hast du eine gute Versicherung.
Auch wir hatten bereits einen Wasserschaden aber im Bad im 1. OG…
Der Installateur der uns damals bveraten hat hat uns geraten mit der Versicherung und einer kompetenten Sanierungsfirma kontakt aufzunehemn!
Ganz wichtig ist die Quelle. (Bei uns waren es undichte Fliesenfugen in der Dusche!)
Hier kann mittels Feuchtemesung und Thermographie was gemacht werden.
Wenn die Feuchtigkeit von Außen kommt macht es nur einmal und dafür richtig.
Wie sieht es aus? Ht das Haus eine Wasserdichte Wanne als Keller? Wohl nicht…
Geh mal in bau.de und dort ins Forum…
Da sind Leute die kennen sich echt aus!

Ich hoffe, dass alles gut wird. Weiter kann ich Dir hier leider nicht helfen!
Sorry

Grüße ULI

Hallo Anton
Würde auch zu Theorie 1 tendieren, Habt ihr auch die Wasserleitung geprüft! Nach Deinen Angaben ist die Heizungsanlage dicht
grüße

Hallo Anton,

da der Druck im Heizungssystem gleich bleibt kommt nur Theorie 1 in Betracht.
Es sei denn, es laufen auch noch Wasserleitungen im Boden.
Dann rate ich den Wasserzählerstand zu beobachten, wenn kein Wasser(z.B. Nachts)gezapft wird. Wenn dieser unverändert ist, dann auch Theorie 1.

Gruß Klaus

bin leider kein rohrleger sondern elektriker

was genau ist jetzt die Frage?

Danke Daniel und allen anderen, heute kommt der Installateur, um die Leitungen zu prüfen?!

Die Frage war natürlich, was Ihr als die vermutliche Ursache anseht (Th. 1 oder 2), denn davon hängt einerseits die künftige Angst ab und andrerseits die Kostenfrage (Versicherung ist nur bei Leitungsschaden zur Stelle..).
In jedem Fall muss jetzt gründlich ausgetrocknet wrden, das ist uns schon klar, denn zwei der drei Räume dienen „Wohnzwecken“.

Ich werde weiter berichten.

Hallo, dies ist eine komplexe Sache, die einfach so nicht zu beantworten ist. Ist es ein Fertigkeller, oder wurde er gemauert, ist Iso von aussen angebracht, ist eine Sperrschicht beim mauern eingelegt worden,wurde Folie unter der Bodenplatte gelegt, usw. Die Heizung kann es nicht sein, denn dann würde ein Druckabfall entstehen.Dass am Heizkörper die meisste Feuchtigkeit entsteht ist, ist von der Sache her normal, weil hier ein abtrocknen stattfindet.Jetzt kommt wieder die Frage, liegt eine Entwässerung rund um das Haus, wäre wichtig, wenn ein Gewässer in der Nähe ist. All diese Dinge lassen von hier aus keine feste Ursachenaussage zu.
Hast Du noch eine Frage, dann bitte.
MfG. Hans-Peter Schmidt

Danke für die Hinweise:
Nun steht fest, dass alle Trinkwasser- und Heizungsleitungen dicht sind. Es war also Grundwasser-Eintritt.

Frage:

Hat jemand Erfahrung mit dieser Trocknung mit Heißluft mittels einiger gebohrter Löcher im Estrich?
Die Trocknung durch die Luftentfeuchter schreitet gut voran.
Muss diese Trocknung mit den Löchern im Boden wirklich sein?
Sind die vielen Öffnungen so dicht verschließbar, dass sie dem nächsten Grundwasseranstieg Stand halten?

Ist die Gefahr einer Schimmelbildung im Estrich so groß und so schlimm ???

Hallo, dies ist eine komplexe Sache, die einfach so nicht zu
beantworten ist.

…Jetzt kommt wieder die Frage,

liegt eine Entwässerung rund um das Haus, wäre wichtig, wenn
ein Gewässer in der Nähe ist.

Also, es beseht eine Drainage, aber ohne Anschluss an den Kanal und ohne Sickergrube. Damals sagte der Bauleiter, das mit dem Kiesbett müsse nicht sein, der Boden sei eh so weich und sandig, dass anfallendes Wassser weggeht… so ist unsere Erinnerung :

MfG. Hans-Peter Schmidt

Hallo, ich hatte viel mehr geschrieben wegen Ursachen, nenne mir doch mal deine E-Mailadresse, oder Rufe an 06039-41270

Hallo Anton !

Da bei euch der Heizanlagendruck nicht sinkt , was bei der angegebenen Litermenge sein müsste , ist es schon wahrscheinlich das ein Bauschaden vorliegt ! bei den Heizkörpern könnte das Mauerwerk so tief angebohrt sein , das Aussenwasser das drückt dort einfach besser durchkommt ! Fragt nach dem Grundwasserstand bei der Stadt nach und oder Nachbarn die einen gleich gebauten Haustyp haben nach angaben und Erfahrungen !

Hallo,

ein Leck im Wärme-,/Wasserverteilungssystem läßt sich immer zweifelsfrei feststellen.
Da in Ihrem Falle bereits eine Firma eingeschaltet ist, ist es ratsam,sich deren Vorgehensweise anzuvertrauen.

Wenn ich raten soll, dann halte ich eine Schwachstelle im Fundamentbereich für sehr wahrscheinlich. Damit wäre dann der Erste3ller des Bauwerkteils in der Verantwortung- wenn es diesen noch gibt..

LG
1PS

Nun danke ich allen, die mitdiskutiert haben.
Wir haben uns nach Einschaltung von Sachverständigen für folgendes entschieden:

  1. Die Undichtigkeit liegt wohl am Übergang der Außenbetonwände zur Bodenplatte, nur weiß keiner wo und wieviele.
  2. Der gesamte Estrich mit Fliesen musste entfernt werden, unter dieser Schicht, also auf dem Betonboden der Bodenplatte befand sich über den ganzen Keller verteilt Wasser und Feuchtigkeit (ca. 1-2 cm hoch); die Gefahr der Schimmelbildung, wenn wir nichts gemacht hätten, bestand also durchaus, leider.
  3. Nun wird die Methode des „Verpressens“ mit Harz durchgeführt, und zwar an dieser fast 40m langen Kante ringsherum, um alle evtl. Undichtigkeiten zu erwischen (das kostet!!).
  4. Da wir Angst haben, Wasser könnte wieder kommen, haben wir beschlossen, die Lage zu beobachten, sprich mindestens ein Jahr zu warten mit neuem Estrich, um die Dichtigkeit zu kontrollieren.
  5. Der schwarze Humor geht nun schon wieder soweit, dass man h o f f e n muss auf Hochwasser und Grundwasseranstieg, um zu sehen, obs dicht hält ..!!

Grüße an alle, die mit uns gelitten haben.

Hallo..

So´n Schiet! Vielleicht noch eine Anregung wegen dem Grund-/Oberflächenwassers.
Ist eine Drainage vorhanden? Falls nicht oder es ist nicht möglich eine Drainage ums Haus zu legen (weil baulich nicht möglich,…), dann hilft es auch, das Wasser mit Hilfe eines Schachts mit Pumpe (natürlich) in mittelbare ( d.h. unmittelbare Nähe ist gar nicht erforderlich) vom Haus zu halten. Man schläft doch besser.
Wir haben das bereits mehrfach erfolgreich angewendet.
LG
1PS

Hallo
Wenn der Wasserstand im Heizungssystem konstant ist,kommt die Feuchtigkeit nicht vom Heizsystem.Für Frischwasser Überprüfung besteht die Möglichkeit der Kontrolle über Nacht an der Wasseruhr.Wasservebrauch notierten und am Morgen überprüfen.Weitere Ferndiagnose ist hier schwierig.Eine Ortsbesichtigung wird empfohlen.Ich möchte nicht unnötige falsche Berichterstattungen abgeben.
Mit freundlichen Gruß
Der mahlower