Wassertemperatur einer Anlage

Wir haben vor kurzem eine Beschwallungsanlage für Teiglinge geliefert. Mit dieser Anlage werden Brezeln mit einer Art Dusche mit Zuckerwasser beduscht. Das Zuckerwasser zirkuliert hierzu über eine Dusche-den Teigling-Tank-Pumpe-Dusche. ca.3000l/min Tankvolumen ca. 1200l. Wir schaffen es mit unsere Heizleistung von 60KW in ca. 2,5h den das Wasser auf 95° aufzuheizen. Werden aber nun die Pumpen eingeschaltet sinkt die Temperatur innerhalb ca. 1h auf 86° ab was dem Kunden zu wenig ist. Diese Abkühlung erfolgt auch ohne Teiglinge d.h. nicht der Kontakt zum Teigling ist das Problem sondern der Energieverlußt bei der Zirkluation.
Der Tank sowie der Rücklauf ist isoliert. Der Duschbereich ist geschlossen. Hat jemand eine Idee wie der Wärmeverlußt zu veringern ist bzw. kann man anhand des Temperaturverlußtes auf zusätzliche Heizleistung schließen

Hallo Mirie73,

ich dachte immer Brezeln werden mit Lauge behandelt und nicht mit Zuckerwasser - aber das nur nebenbei.

Hier meine Gedanken zum Problem:
Ihr heizt erst im Tank auf und geht dann mit dem erwärmten Fluid in die Anlage. Wenn du sagst, die Brezeln werden beduscht, stelle ich mir entweder Düsen vor, oder ein Schwall, auf jeden Fall legt das Fluid eine Strecke durch die Luft bis zum Teigling zurück. Auf dieser Strecke kühlt es sich ab, keine Ahnung wieviel. Nun entnehmen die Teiglinge dem Fluid Wärme. Die Teiglinge entnehmen aber auch Fluid. Wird dieses als kaltes Fluid koninuierlich oder auch diskontinuierlich ergänzt? Das wäre eine weitere Abkühlung.
Schließlich gelangt das Fluid in einen Auffangraum ggf. über ein Siebband, falls kontinuierliche Anlage.
Hier wird dem Fluid nun durch das Metall jede Menge Wärme entzogen.
Kann man nicht statt nur das Fuid im Tank vorher aufzuheizen die Anlage mit dem strömenden Fluid (ohne Teiglinge)vorher warmfahren?
Wahrscheinlich ist benötigte „Anheizleistung“ deutlich größer als die „Dauerheizleistung“
Ich würde noch einmal nachrechnen welche Wärmemenge benötigt wird zum Aufheizen des Fluides, zum Aufheizen der Rohrleitung und der weiteren Metallteile und was die Teiglinge an Wärme entnehmen, bzw. an kaltem Fluid ergänzend zu erwärmen ist. Dabei sind die erforderlichen Aufheizzeiten unbedingt mit zu berücksichtigen, sowie die Verluste.
Bei der Regelung sollte man noch einmal kontrollieren, wo sitzt der Temperaturfühler, gibt es ggf. eine bessere Position, sodass die Regelstrecke schneller wird? Was macht die Stellgröße während der ganzen Zeit, wird 100 % geheizt, oder taktet der Regler? Sind alle Phasen geschaltet?
Ich hoffe, ich konnte ein paar Hinweise geben und bin gerne bereit weitre Fragen zu beantworten.
Viele Grüße
Udo Mai

Hallo Mirie,
3000 l/min bei einem Tankvolumen von nur 1200 l erscheinen mir unrealistisch. Das ist die Pumpleistung ohne Gegendruck, vermute ich mal.
Wenn alle Leitungen, der Tank und der Duschbereich gut isoliert sind, und mit gut meine ich auch gut (Wärmedurchgangszahl ermittelt, Oberflächen und Verluste daraus berechnet?), dann habt ihr ein Wärmeleck. Der Duschbereich wird belüftet? Die Pumpen sind thermisch isoliert? Eigentlich bringen auch die Pumpen zusätzliche Wärme in den Kreislauf. Das Problem dürfte hier liegen: Der Duschbereich arbeitet aber auch wie ein Verdampferkühler; beim Verdampfen entzieht der Wasserdampf dem Kreislauf erhebliche Wärme. Wenn der Teil über dem Duschbereich geringes Luftvolumen hat, ist er irgendwann auf 95 Grad aufgeheizt. Es sei denn er ist nicht gut isoliert und die Verlustwärme über alle Oberflöchen sowie durch ausgetauschte gewärmte Luft übersteigt die zugeführte Heizleistung von 60 kW.
Kann man die zirkulierende Menge eventuell sinnvoll reduzieren? Ansonsten ist der zusätzliche Wärmebedarf über eine Erweiterung der Heizung zuführbar. Das Problem ist eigentlich gar nicht komplex. Die zusätzliche benötigte Wärmemenge pro Zeit entspricht der Flüssigkeits-Masse * spezifische Wärme *Zeit für die Abkühlung (also 1 Stunde) * delta T also 9 Grad, (Rohre und anderes Material mal vernachlässigt)die müsst ihr zusätzlich wieder in gleicher Zeiteinheit zuführen. Ist die Temperatur bei 86 Grad dann stabil oder sinkt weiter?

Weitere Fragen?

Kann ich leider nicht weiterhelfen, keine Idee!

Hallo,
ihr müßt eine regelbare Heizung einbauen
Jürgen

Hallo mirie73,
nur ganz kurz, da ich etwas in Zeitdruck bin:

In wie weit ist gesichert, dass die Wasserumlaufmenge den angegebenen Wert nicht überschreitet

Wird die Tankzulauftemp. gemessen, wenn ja lässt sich über Q=m*cp*dT berechnen ob die Heizleistung richtig bemessen ist

Ist sichergestellt, dass Tankzulaufwasser nicht durch einen hydraulischen „Kurzschluss“ ohne ausreichenden Heizflächenkontakt wieder in den Umlaufkreis gelangt.

Ich denke das sind mal ein paar Denkanstöße. Ich hoffe ich konnte helfen.

Freundliche Grüße

Ich denke das der Zulaufweg zu lang ist. Ihr müst die Temp. erhöhen.