Wassertropfen an Fensterscheiben - Neubau

Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin in diesem Brett mit meinem Anliegen richtig.

Vor 3 Monaten sind wir in unser Haus (Neubau) eingezogen. Das Haus hat eine gute Dämmung (Kfw60 Standard). Nun haben wir - seitdem es draußen kälter ist - das „Problem“, dass morgens die meisten Fensterscheiben im nass sind. Ich versuche mal „nass“ etwas näher zu beschreiben. Auf den Fensterscheiben (Innenscheibe) bilden sich im unteren Bereich Wassertropfen.

Ich frage mich woher das kommt. Klar ist in einem Neubau noch Feuchtigkeit vorhanden. Wir lüften allerdings 2 mal am Tag mit weit offenen Fenstern und Durchzug und heizen ansonsten bei dieser Witterung durchgehend (Raumtemperatur, außer im Schlafzimmer nachts, überall zwischen 20 und 21 Grad Celsius).

Ich hoffe wir machen nichts falsch oder haben uns für die falsche Kombination an Dämmung, Fenstern usw. entschieden. Ich kenne diese Tropfen an Fensterscheiben nämlich nur von früher aus unserem schlecht gedämmten Haus mit Einfachverglasung.

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

Viele Grüße

Samira

Ich hoffe wir machen nichts falsch oder haben uns für die
falsche Kombination an Dämmung, Fenstern usw. entschieden.

Das habe ich bei zwei Neubauten auch erlebt und es hat sich beide Male mit der Zeit von selbst erledigt. Konsequent und richtig lüften ist notwendig.

Das liest sich schonmal gut. Dann müssten wir einfach nur weiter schön fleißig lüften.

Ich habe halt ein wenig Bedenken ob irgendwas nicht richtig gelaufen ist. Ich muss dazu erwähnen, dass wir nur eine 2-Fach-Verglasung haben. Dementsprechend sind wohl die Fensterscheiben bei so einem Wetter ziemlich kalt. Kein Wunder also, dass sich Kondensat absetzt.

Wäre das bei einer guten 3-Fach-Verglasung auch der Fall? Und wenn nicht wo würde die feuchte Luft sich dann absetzen?

Gruß

Samira

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an der kältesten Stelle
Hallo Samira!

Die Luftfeuchtigkeit kondensiert an der kältesten Stelle im Raum. Insofern solltest Du froh sein, dass dies die Fenster sind (Die hat man im Blick und kann sie auch mal abwischen). Wäre das eine Raumecke hinter einem Schrank oder eine Kältebrücke an einer anderen vielleicht auch noch schlecht zugänglichen Stelle, hättest Du bald Schimmelprobleme.

Man unterschätzt häufig, wieviel Restfeuchte in Neubauten noch vorhanden ist und wie lang sie sich hält. Ordentlich heizen und einmal öfter lüften sind da angesagt. Ich würde mal ein Hygrometer anschaffen, das erinnert einen ab und an mal daran.

Grüße
kernig

Ich habe halt ein wenig Bedenken ob irgendwas nicht richtig
gelaufen ist. Ich muss dazu erwähnen, dass wir nur eine
2-Fach-Verglasung haben. Dementsprechend sind wohl die
Fensterscheiben bei so einem Wetter ziemlich kalt. Kein Wunder
also, dass sich Kondensat absetzt.

Bei uns lief im ersten Winter das Wasser von den fenstern, dass wir Tücher auf die Fensterbank legen mußten.

Wäre das bei einer guten 3-Fach-Verglasung auch der Fall? Und
wenn nicht wo würde die feuchte Luft sich dann absetzen?

Am dann kältsten punkt der Außenhaut, wenn Du Pech hast wäre das eine Kältebrücke an der Wand.

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Ich würde mal ein
Hygrometer anschaffen, das erinnert einen ab und an mal daran.

Hi,

so ein Hygrometer wird gerade für kleines Geld bei einem Kaffeeröster verkauft - nur als Tip :wink:

Grüße

Chris

@Nordlicht und kernig
Hallo ihr beiden,

danke für eure Antworten! Das beruhigt mich dann doch. Dann bin ich froh, dass unsere Wände gut gedämmt sind und somit die Fenster die kälteste Stelle sind :smile: Da müssen wir wohl durch.

Leider geht öfter Lüften nur am Wochenende, da wir beide berufstätig sind. Wie das so ist verlassen wir früh morgens das haus und kommen erst spät abends wieder zurück.

Nochmal ein dickes Danke an euch.

Gruß

Samira

Moin,Entfeuchtergranulat aus dem Baumarkt. Aber wenn es im Backofen reaktiviert wird bitte in der Küche ausgiebig Lüften sonst bleibt die Feuchtigkeit im Haus und man hat nichts gewonnen.
Tür zu kälteren Räumen geschlossen halten. Nach dem Duschen Badezimmertür zu, Heizung aus und min.5 Minuten Fenster völlig geöffnet. Beim Kochen Küchentür schließen, Abluftlüfter ein oder Fenster auf. Umluftlüfter bringen nichts. Zusätzlich immer wieder Stoßlüften, am besten mit Durchzug. Wäsche nicht in der Wohnung trocknen. Nicht zu viele Wasserverdunster wie Pflanzen, Aquarien etc.
Dringend anzuraten wäre bei einem Neubau als Niedrigenergiehaus eine mechanische Abluftanlage.

vnA

Hallo Samira,

alles völlig normal.

Wir konnten auch nur zweimal täglich lüften, haben versucht immer quer zu lüften, damit es einen richtigen Durchzug gibt und haben immer Tücher auf die Fensterbretter gelegt.

Das Kondenswasser beim lüften immer entfernen und neue trockene Tücher auf die Fensterbretter.

Zur Kontrolle haben wir Hygrometer aufgestellt.

Je kälter es draussen ist desto trockener ist es auch draussen und desto effektiver ist auch das Lüften.

Bitte nicht auf Dauerkippen stellen!

Im nächsten Winter ist alles erledigt.

grüße
dragonkidd

Moin,Entfeuchtergranulat aus dem Baumarkt.

Wusste ich gar nicht, dass es sowas gibt. Werde ich mal nach schauen. Danke.

Dringend anzuraten wäre bei einem Neubau als
Niedrigenergiehaus eine mechanische Abluftanlage.

Was ist für dich ein Niedrigenergiehaus? Alle Neubauten sind heutzutage Niedrigenergiehäuser nach ENeV.

Gruß

Samira

Was ist für dich ein Niedrigenergiehaus? Alle Neubauten sind
heutzutage Niedrigenergiehäuser nach ENeV.

Genau die meine ich. Im Gegensatz dazu An-, Aus-, Umbauten bei denen die Dichtigkeit nicht konsequent vollzogen wurde (Blow-Door-Test). Da hat noch etwas Luft die Chance das Innere des Hauses zu erreichen.

Gruß

auch Gruß

Samira

vnA

Trockenwohner
Hallo Samira,

als dereinst noch mit Kalkmörtel gemauert wurde, der beim Abbinden Wasser freisetzte, gab es den ‚Beruf‘ des Trockenwohners.
Die hatte nichts anderes zu tun, als in den unverputzten Neubauten zu leben (hausen) und zu heizenheizenheizen und dabei zu lüftenlüftenlüften, damit diese Nässe (es war mehr als Feuchtigkeit) aus dem Haus zu kriegen.

Heute nutzt man andere Mörtel (wenn überhaupt) es bleibt aber trotzdem vom Verputzen, Tapezieren, Streichen … ziemlich viel Wasser im Gebäude, das erst mal raus muß.

Richtig trocken wird ein Gebäude erst nach rund einem Jahr.

Gandalf