Wasserumwälzpumpe bzw. Elektrowasserpumpe

Hallo!

Hat jemand Erfahrung mit dem Austausch der Wasserumwälzpumpe bzw. Elektrowasserpumpe bei Mercedes E-Klasse W211? Es soll lt. Google z.B. Pumpen von Johnson geben (CM30 und CM90) die 3 x so viel Wasser pumpen als die Originalpumpe. Hat jemand so eine Pumpe schon mal verbaut und kann mir seine Erfahrung mitteilen? Bringt das wirklich was in Bezug auf Leistungssteigerung bzw. verbessertes Motorverhalten? Oder ist hiervon eher abzuraten und wenn ja, warum? Zudem stellt sich die Frage, ob der Austausch ohne Probleme funktioniert oder ob die Pumpe zusätzlich zur „alten“ in dem Kreislauf mitverbaut werden muss. Was muss beachtet werden?

Danke für eure Antworten!

Gruß J.James

Hallo!

Keine Erfahrung und auch keine Ahnung…

Aber die Wasserpumpe bei Auto`s ist ist eine verbesserungswürdige Konstruktion.

Normalerweise sollten die Wasserpumpen so konstruiert sein,
dass sie auch bei niedriger Drehzahl die ev. von einer vorherigen Autobahn- Vollgasfahrt aufgestaute Wärme zuverlässig abtransportieren. Was aber auch nur soweit sinnvoll ist, wie der Kühler die Wärme abgeben kann.

Der konstruktionsbedingte Nachteil einer konventionellen Wasserpumpe, die also über einen Riemen angetrieben wird, und somit Motordrehzahlabhängig ist,
ist,
dass die bei hohen Motor- Drehzahlen eine viel zu hohe Förderleistung bringt,
Das kann eine Antriebsleistung im einstelligen KW- Bereich bedeuten, was dann an der Motorleistung fehlt,
oder in Ausnahmefällen Kavitationserscheinungen an der Wasserpumpe hervorrufen, besonders, wenn man im Sommer reines Wasser als Kühlmittel benutzt.
Soweit mir bekannt ist, nimmt die Leistungsaufnahme einer Wasserpumpe stark überproportional zur Drehzahl zu, ich glaub mit der 3. Potenz.

Also Sinn macht das nur, wenn die herkömmliche Wasserpumpe gegen eine elektrische ersetzt wird,
aber beachte die Kosten und die Störanfälligkeit.
Und man braucht auch einiges Vertrauen an die vernünftige Funktion des Produktes,

Grüße, E !

Hi

deswegen verbauen ja einige Hersteller bei grösseren Motoren oder hochwertigeren Fahrzeugen 2 verschiedene Wasserpumpen und das schon seit mitte der 90 Jahre .

warum Mercedes mit Ihren Verkaufspreisen immer Vorreiter ist , aber technich oft 10 Jahre hinterher hinkt , kann ich nicht beantworten.

Als Opel mit der Kombi herkümmliche Flügelpumpe , Riemenantrieb und zusätzliche Elektropumpe zum nachklühlen bei stehenden Motor 1994 damit auf den Markt kam , entpuppte sich die Elektropumpe im 2,5 Liter 6 Zylinder als grosser Schwachpunkt .
Das man bei Opel eine Delco Pumpe verbaut und im freien Handel Bosch und Barum Pumpen erhältlich sind mit verstärkten Lager hat sich ja wohl inzwischen herum gesprochen .
Beim Opel einmal eine Pumpe vom freien Markt als Ersatzteil eingebaut und nie wieder ärger mit dem altbekannten Opel Problem

Toni

Hi Toni!

deswegen verbauen ja einige Hersteller bei grösseren Motoren
oder hochwertigeren Fahrzeugen 2 verschiedene Wasserpumpen und
das schon seit mitte der 90 Jahre .

Mein alter VW-Bus Bj. 1985 hat auch eine el. Zusatzwasserpumpe,
aber darum geht es hier nicht,
soweit ich das verstanden habe, bzw. vermute.
Ich denke, es soll die Hauptwasserpumpe durch eine elektrische ersetzt werden.
Das kann durchaus Sinn machen, zwecks Kraftstoffeinsparung.

Grüße, E !

Ich denke, es soll die Hauptwasserpumpe durch eine elektrische
ersetzt werden.
Das kann durchaus Sinn machen, zwecks Kraftstoffeinsparung.

Grüße, E !

hi
willst du jetzt das Perpedum Mobile Erfinden ?
entweder nimmt die Wasserpumpe Ihre Energie von dem Riemenantrieb , oder sie nimmt es aus der Elektroversorgung.
diese wiederum wird von der Lichtmaschine gespeisst die logischerweise dann mehr Energie liefern muss und deswegen belastet wird , somit der Drehwiederstand erhöht wird .
heisst die Energie die durch die fehlende Wasserpumpe eingespart wird , muss die Lichtmaschine mehr leisten.
Gewinn = 0

Toni

Hallo,

Als Opel mit der Kombi herkümmliche Flügelpumpe ,
Riemenantrieb und zusätzliche Elektropumpe zum nachklühlen bei
stehenden Motor 1994 damit auf den Markt kam , entpuppte sich
die Elektropumpe im 2,5 Liter 6 Zylinder als grosser
Schwachpunkt .
Das man bei Opel eine Delco Pumpe verbaut und im freien Handel
Bosch und Barum Pumpen erhältlich sind mit verstärkten Lager
hat sich ja wohl inzwischen herum gesprochen .
Beim Opel einmal eine Pumpe vom freien Markt als Ersatzteil
eingebaut und nie wieder ärger mit dem altbekannten Opel
Problem

War 1994 nicht der Zeitraum des großen Einkäufers und „Einsparers“ Ignacio Lopez bei OPEL ? Damals haben die auch wider besseren wissens die billigsten Spann/Umlenkrollen eingekauft, was aus den ZR-Intervallen wurde, ist ja schon lange Bekannt…

MfG

War 1994 nicht der Zeitraum des großen Einkäufers und
„Einsparers“ Ignacio Lopez bei OPEL ? Damals haben die auch
wider besseren wissens die billigsten Spann/Umlenkrollen
eingekauft, was aus den ZR-Intervallen wurde, ist ja schon
lange Bekannt…

MfG

Ja und Nein ,
Ist zwar korrekt das dieser " Komiker" in der Zeit bei Opel war , aber das Problem mit Zahnriemen Intervallverkürzungen betraf aber nur die Zukaufmotoren.
z.b. den obig erwähnten 2,5 Liter 6 Zylinder , der von Vauxhall kam und in England gebaut wurde
Die Motoren die aus Deutschland kamen , wie z.b den 2.0NE , der blieb nach wie vor bei 120.000 km und das ohne Probleme .
Aktuell sieht es ja nicht besser aus , die in Deutschland gefertigten , ( fast nur noch OPC ) laufen wie die besagten Schweizer Uhrwerke und die Zukaufbruddeller , aktuell von Holden , sterben wie die Eintagsfliegen .

Toni

Hallo,

Aktuell sieht es ja nicht besser aus , die in Deutschland
gefertigten , ( fast nur noch OPC ) laufen wie die besagten
Schweizer Uhrwerke und die Zukaufbruddeller , aktuell von
Holden , sterben wie die Eintagsfliegen .

Hm. MEin polnischer Handwerker hat einen 1,3er oder 1,4er Combo mit Dieselmotor und da hat er schon eine teure Steuerkettenreparatur hinter sich. Was issen da los ?

Aus meiner Perspektive sind Steuerketten (wenn sie hart genug sind) eine „Motorlebensdauereinrichtung“, mal abgesehen von den neumodischen billigen Spannbügeln und Schwingungsdämpfern aus billigem Plastik.

MfG

Hallo,
doch es gibt einen Energiegewinn.

Die uebliche Pumpe nimmt bei hoher Drehzahl mehr Energie auf asl noetig, und pumpt damit Wasser um, das vielleicht gar nicht so stark gepumpt werden muesste.

Die elektrische Pumpe pumpt oft weniger (Einsparung) und manchmal mehr (etwas weniger Einsparung). Ausserdem pumpt sie (dynamic efficient) manschmal gar nicht, was eine hoehere Leistung an die Raeder bringt.

http://www.auto-illustrierte.ch/markenspecials/bmw-s…

Gruss Helmut

Hallo zusammen! Erstmal Danke für eure regen Antworten. Aber die Pumpe die im Moment im Mercedes ist, ist bereits eine Elektrowasserpumpe. Es ging um einen Austausch gegen eine stärkere Elektrowasserpumpe (wie z. B. Johnson CM30 oder CM90). Frage ist, ob der Austausch ohne Probleme machbar ist und vor allem was das bringt bzw. verändert, wenn die 3 x mehr Wasser pumpt als die bisherige. Spriteinsparung, mehr Leistung oder, oder.

Gruß J.James

Aber

die Pumpe die im Moment im Mercedes ist, ist bereits eine
Elektrowasserpumpe. Es ging um einen Austausch gegen eine
stärkere Elektrowasserpumpe (wie z. B. Johnson CM30 oder
CM90). Frage ist, ob der Austausch ohne Probleme machbar ist
und vor allem was das bringt bzw. verändert, wenn die 3 x mehr
Wasser pumpt als die bisherige. Spriteinsparung, mehr Leistung
oder, oder.

Gruß J.James

Moin,

ohne auf Mercedes speziell einzugehen: Bei Kreiselpumpen nimmt die Leistungsaufnahme mit der Fördermenge zu. Wenn du jetzt also eine Pumpe mit dreifacher Fördermenge einsetzen willst hast du einen deutlich höheren Leistungbedarf der Pumpe, der letztendlich über die Lichtmaschine vom Verbrennungsmotor aufgebracht werden muss.

Ausserdem kann der höhere Wasserstrom dazu führen, dass es in den Kühlwasserkanaälen im Motor zu Kavitation oder Erosion kommen kann, auch wenn du vernünftigerweise im Sommer den Korrosionsschutz (Frostschutz kann mehr als nur vor Frost schützen :smile: ) im Motor drin lässt.

Eine vielleicht schon vorhandene Pumpe könntest du durch Drosselblenden auf der Druckseite oder abdrehen des Impellers auf den gewünschten Betriebspunkt einstellen; beim Neukauf würde ich die original vorgesehenen Werte Druck und Fördermenge beibehalten.

Eine Verbrauchsverbesserung oder Leistungserhöhung des Motors sehe ich nicht.
*************

Sehe ich nun doch: ich habe mal gegoogelt und gesehen, dass einige aufgeladene Motoren einen Niedertemperaturkreislauf zur Ladeluftkühlung haben, ganz wie die Großmotoren.

Da kann es Sinn machen, durch höhere Fördermengen die Ladelufttemperatur zu senken um so die Leistung zu erhöhen.

Aber das gehört in den Bereich Tuning und da sollte man ganz genau wissen was man tut; größere Kühler und eine Anpassung des Gesamtsystems sind vermutlich erforderlich.

Ein hoher Ladeluftdruck führt zu hohen Zünddrücken und dies kann im Extremfall zum Wegfliegen der Kopfdichtung und mechanischer Überlastung des Motors führen.

Gruß

heavyfuel