Wasserversorgung defekt statt Warmes Wasser kaltes

Folgende Sachlage:

Ich wohne in einem Hochhaus in der 14. Etage. (von 16).
Per Zufall bin ich über eine Anzeige in der lokalen
(halbwegs seriösen) Sächsischen-Zeitung gestoßen mit
folgendem Wortlaut:

„Wasser aus dem Duschkopf muss sich nach spätestens
zehn Sekunden oder höchsten fünf Litern auf 45 Grad
Celsius aufgewärmt haben. Ansonsten gelte die
Warmwasserzufuhr als defekt, sagt der Sprecher des
Deutschen Mieterbunds, Ulrich Ropertz. Der Vermieter
habe in diesem Fall Anspruch auf eine Reparatur. Diese
müsse der Vermieter übernehmen und bezahlen.“

Diese Tatsache ist bei mir absolut! nicht
gewährleistet. Teilweise muss ich mehr als EINE Minute
den Warmwasserhahn voll aufdrehen bevor warmes Wasser
rauskommt. Ich habe es jetzt nicht genau gemessen
welche Temeperatur nach 10 Sekunden erreicht sind, aber
unter 45 Grad ist es definiv. Ich würde schätzen ca. 25
Grad und es wird dann nach einer Weile wärmer. Ich habe
auch keine genaue Messung wieviel Wasser da aus meinem
Wasserhahn kommt, aber bestimmt summiert sich da ganze,
da es fast vor jedem Duschgang notwendig ist. In
manchen Fällen wird es schneller warm, falls in der
nähren Umgebung meiner Wohnung jemand Warmwasser
benötigt hat.

Auf dieser Grundlage habe ich mich bei meinem Mieter
beschwert. Letzten endes habe ich mit dem üblichen
blabla abspeisen lassen mit der Aussage:

„Eine Anlaufzeit von ca 1 Minute ist jedoch durchaus
zumutbar in Hochhäusern, es muß dann jedoch die
vollständige Wärme erreicht sein und nicht erst nach
einer Minute lauwarm werden.“ (Aussage Kundenbetreuer)

Diese Aussage stimmt wohl auch eher nicht. Ich muss
dafür noch genauere Messungen durchführen.

Ich sehe es nun jetzt nicht mehr ein solch hohen Kosten
dafür aufzubringen, nur weil ich in einer oberen Etage
wohne. Meine Nachzahlung an Mietnebenkosten ist enorm
hoch. Mein Wasserverbrauch ist sogar höher als der
meiner Freundin die noch eine Waschmaschine besitzt. Er
ist sogar immer noch höher, obwohl ich 2-3 mal die
Woche im Fitnessstudio duschen gehe!

Sind Sie (oder die anderen Experten) der Meinung, dass
ich Aussicht auf Erfolg habe? Gibt es irgendwelche
gesetzlichen Grundlagen dafür ?

Vom technischen Aspekt ist alles logisch für mich.
Allerdings sehe ich es nicht ein die höheren Kosten
ohne Entschädigung zu tragen. Aus meiner Sicht sollte
es darauf hinauslaufen, da es schlicht unmöglich ist
binnen 10 sekunden das warme Wasser zu haben. Das wäre
viel zu teuer in der Umsetzung, als mich als einzelnen
zu entschädigen.

Vielen Dank

Hallo,
Ich bin zwar kein Experte für Mieterrecht und Hausinstallationen, sondern vom Fach der Wasserversorgung bis zum Wasserhauptzähler, aber möchte Ihnen trotzdem meine Meinung zu Ihrem Problem mitteilen.
Aus meiner Sicht ist in dem Haus, wo Sie wohnen keine ausreichende Zirkulationsleitung der Warmwasserleitung vorhanden. Eine Zirkulationsleitung fördert das Wasser (egal ob warm oder kalt) im Kreislauf, so dass ständig der Kreislauf in Bewegung ist. Auch wenn kein Wasserverbrauch ansteht. Dadurch ist immer warmes Wasser an allen Stellen des Kreislaufes vorhanden. Ist die Pumpenleistung für diese Zirkulation zu gering oder der Querschnitt des Rohres zu klein, kühlt dieses Wasser schnell wieder ab. Natürlich muss diese Zirkulationsleitung auch richtig isoliert sein, ansonsten wird wohl nur der Versorgungsschacht erwärmt, aber nicht Ihr Warmwasser. Ich hoffe, ich konnte Ihnen wenigstens etwas weiter helfen.

MfG

Hallo, leider kann ich Dir da nichts zu sagen
Gruß
stefan:
Folgende Sachlage:

Ich wohne in einem Hochhaus in der 14. Etage. (von 16).
Per Zufall bin ich über eine Anzeige in der lokalen
(halbwegs seriösen) Sächsischen-Zeitung gestoßen mit
folgendem Wortlaut:

„Wasser aus dem Duschkopf muss sich nach spätestens
zehn Sekunden oder höchsten fünf Litern auf 45 Grad
Celsius aufgewärmt haben. Ansonsten gelte die
Warmwasserzufuhr als defekt, sagt der Sprecher des
Deutschen Mieterbunds, Ulrich Ropertz. Der Vermieter
habe in diesem Fall Anspruch auf eine Reparatur. Diese
müsse der Vermieter übernehmen und bezahlen.“

Diese Tatsache ist bei mir absolut! nicht
gewährleistet. Teilweise muss ich mehr als EINE Minute
den Warmwasserhahn voll aufdrehen bevor warmes Wasser
rauskommt. Ich habe es jetzt nicht genau gemessen
welche Temeperatur nach 10 Sekunden erreicht sind, aber
unter 45 Grad ist es definiv. Ich würde schätzen ca. 25
Grad und es wird dann nach einer Weile wärmer. Ich habe
auch keine genaue Messung wieviel Wasser da aus meinem
Wasserhahn kommt, aber bestimmt summiert sich da ganze,
da es fast vor jedem Duschgang notwendig ist. In
manchen Fällen wird es schneller warm, falls in der
nähren Umgebung meiner Wohnung jemand Warmwasser
benötigt hat.

Auf dieser Grundlage habe ich mich bei meinem Mieter
beschwert. Letzten endes habe ich mit dem üblichen
blabla abspeisen lassen mit der Aussage:

„Eine Anlaufzeit von ca 1 Minute ist jedoch durchaus
zumutbar in Hochhäusern, es muß dann jedoch die
vollständige Wärme erreicht sein und nicht erst nach
einer Minute lauwarm werden.“ (Aussage Kundenbetreuer)

Diese Aussage stimmt wohl auch eher nicht. Ich muss
dafür noch genauere Messungen durchführen.

Ich sehe es nun jetzt nicht mehr ein solch hohen Kosten
dafür aufzubringen, nur weil ich in einer oberen Etage
wohne. Meine Nachzahlung an Mietnebenkosten ist enorm
hoch. Mein Wasserverbrauch ist sogar höher als der
meiner Freundin die noch eine Waschmaschine besitzt. Er
ist sogar immer noch höher, obwohl ich 2-3 mal die
Woche im Fitnessstudio duschen gehe!

Sind Sie (oder die anderen Experten) der Meinung, dass
ich Aussicht auf Erfolg habe? Gibt es irgendwelche
gesetzlichen Grundlagen dafür ?

Vom technischen Aspekt ist alles logisch für mich.
Allerdings sehe ich es nicht ein die höheren Kosten
ohne Entschädigung zu tragen. Aus meiner Sicht sollte
es darauf hinauslaufen, da es schlicht unmöglich ist
binnen 10 sekunden das warme Wasser zu haben. Das wäre
viel zu teuer in der Umsetzung, als mich als einzelnen
zu entschädigen.

Vielen Dank

Hallo,

ich bin kein Jurist und kann somit zu der genannten 10 Sekunden-Frist nichts sagen.
Technisch sollte aber mal etwas überprüft werden. Ich gehe davon aus, dass in dem Haus eine zentrale Warmwasserversorgung existiert und eine Warmwasser-Zirkulationsleitung verlegt ist. In dieser Leitung sitzt eine Zirkulationspumpe, die das WW immer in einen Kreislauf schickt. Diese Pumpe könnte defekt oder aber zu klein ausgelegt sein, wovon ich fast ausgehe. Eine Prüfung ist relativ einfach und kann von jedem Installateur durchgeführt werden. Also einfach mal der Hausverwaltung / dem Vermieter vorschlagen.