Wasserwellen ohne Wasser...?

Was waeren Wasserwellen ohne Wasser?
Was waeren Schallwellen im Vakuum?

Ihr koennt Euch sicher denken wie die naechste Frage lautet, also…
Was waeren elektromagnetische Wellen ohne Aether ???

Diese Frage ist sicher nicht neu, doch sie hat die Jahrhunderte ueberlebt, ohne dass eine befriedigende Antwort gefunden wurde. Heute haben wir das Internet und muessen unsere Ideen nicht mehr mit Postkutschen verbreiten. Was sagt Ihr also zum Thema Aether (Traegermedium fuer elektromagnetische Wellen)?
Marcus

Jetzt taucht er wieder auf, der Äther. Dabei hat doch Einstein schlüssig bewiesen, daß er nicht notwendig ist.
Unsere Raumfahrer haben auch keinen entdeckt.
Warum sollen elektromagnetische Felder Äther brauchen?

Aber ich bin ja nur der Physikdilettant

Herbert

Was waeren Wasserwellen ohne Wasser?
Was waeren Schallwellen im Vakuum?

Die richtige Fortsetzung müßte lauten: Was wären elektromagnetische Wellen ohne elektrische und magnetische Felder :wink:
Rossi

Was sagt Ihr also zum Thema Aether (Traegermedium fuer elektromagnetische Wellen)?

Der Analogieschluß vom Wasser auf das Licht führt tatsächlich zur Annahme eines Äthers, in dem sich elektromagnetische Wellen ausbreiten. Auch Einstein ist ursprünglich von dieser Hypothese ausgegangen, aber im Gegensatz zu vielen, denen es genügte, daß diese Theorie plausibel klingt, hat er versucht sie experimentell zu berstätigen.

Seine Überlegung war folgende:
Wenn ich mich mit einem Boot durchs Wasser bewege und ständig Wasserwellen emittiere, dann breiten sie sich vom Boot ausgesehen in Fahrrichtung langsamer aus, als nach hinten. Genauer gesagt wird die Geschwindigkeit des Bootes zur Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wasserwellen addiert bzw. substrahiert. Wenn wir uns mit der Erde durch einen Äther bewegen, dann müßte sich analog die Geschwindigkeit der Erde zur Geschwindigkeit des Lichtes addieren oder subtrahieren.

Er baute deshalb ein Experiment, mit dem die Lichtgeschwindigkeit in und entgegen der Bewegung der Erde um die Sonne gemessen werden sollte. Zu seiner eigenen Überraschung stellte sich dabei heraus, daß die Lichtgeschwindigkeit völlig unabhängig von der Richtung war, in der sie gemessen wurde. Dies aber ist mit einem ruhenden Äther unvereinbar. Auch ein bewegter Äther, mit dem wir einfach durchs All treiben, wie ein Blatt in einem Fluß, kommt nicht in Frage. Dann nämlich dürfte sich das Licht im All nicht mehr geradlinig ausbreiten, was im Wiederspruch zur beobachteten Bewegung der Gestirne un den seit 300 Jahren bekannten und immer wieder bestätigten NEWTONschen Gesetzen stehen würde.

Die Aussage dieses Experimentes war also so überraschend, wie eindeutig: Es gibt keinen Äther.

Damit aber nicht genug. Nachdem die Äthertheorie vom Tisch war, mußte eine neue Theorie her, welche die ungewöhnlichen Experimente erklären konnte. Anstatt die bestehende Theorie anzupassen, machte Einstein Nägel mit Köpfewn und krempelte die koplete Physik um, indem er die Relativitätstheorie entwickelte. Diese war so revolutionär, daß sie zunächst auf heftigen Wiederspruch stieß, aber Einstein lieferte auch gleich die notwendigen Versuche, um die Richtigkeit dieser Theorie zu bestätigen. An diesen Fakten kam kein Experte mehr vorbei und der Äther war endgültig erledigt.

Zusammenfassend haben wir auf der einen Seite Experimente, die der Äthertheorie wiedersprechen und auf der anderen Seite haben wir Experimente, die eine Theorie bestätigen welche die Äthertheorie ausschließt. Daraus mag jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

Hallo MrStupid,

Hatten dieses Experiment nicht Michaelson und Morley durchgeführt ? Eben mit dem Resultat, dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Richtungen konstant sei. Und Einstein - nachdem er seine theoretischen Überlegungen zur Relativitätstheorie veröffentlicht hatte - hatte standhaft behauptet, dass er keinen Schimmer vom angeblich „berühmtesten Negativ-Experiment der Physikgeschichte“ hatte ?

So oder so ähnlich hatte es mein ehemaliger Physikprofessor nämlich geschildert… und der hat es mit seinen 73 Jahren ja fast noch selbst erlebt ! Naja-nicht ganz. Er hat es um gut zwanzig Jahre verpasst, aber es würde mich doch sehr wundern, wenn er sich bei dieser Sache so sehr geirrt hätte ?

Gruss,
Jürgen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hatten dieses Experiment nicht Michaelson und Morley durchgeführt?

Oh, da hab’ ich mich tatsächlich geirrt (vermutlich, weil Michelson ebenfalls Albert heißt).

Eben mit dem Resultat, dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Richtungen konstant sei.

Entscheidend ist dabei, daß sie genau das Gegenteil beweisen wollten. So gesehen war das Experiment ein totaler Schuß in den Ofen. Anstatt die bis dahin anerkannte Äthertheorie zu bestätigen, hat das Experiment sie vom Tisch gefegt.

Und Einstein - nachdem er seine theoretischen Überlegungen zur
Relativitätstheorie veröffentlicht hatte - hatte standhaft
behauptet, dass er keinen Schimmer vom angeblich „berühmtesten
Negativ-Experiment der Physikgeschichte“ hatte ?

Das halte ich für unglaubwürdig. Warum soll Albert Einstein, der zuvor selbst ein Verfechter der Äthertheorie war, plötzlich eine Theorie aufstellen, welche gänzlich ohne Äther auskommt und in der sich alle physikalischen Gesetze der Konstanz der Lichtgeschindigkeit beugen müssen, wenn er von diesem Experiment nichts wußte? Noch schwieriger ist die Frage zu beantworten, warum Einstein zehn Jahre nichts von einem Experiment gehört haben soll, das wie eine Bombe in sein Fachbegiebt eingeschlagen ist.

Albert Einstein war kein Gott und man sollte ihn auch nicht ueberschaetzen. Jeder kann sich irren, auch wenn er von der Menschheit bereits als Jahrhundertgenie abgestempelt wurde. Sogar einen Mr Stupid kann es passieren das Michelson-Experiment Einstein zuzuschreiben. Du hattest mir schon einmal eine Antwort geschickt, die mit den Worten begann: " Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Formeln aus Einsteins Feder stammen…" Warum kannst Du Dir nicht vorstellen, dass Einstein Fehler machte? Weil er ein Teil unseres Weltbildes ist oder sogar zu einer seiner Saeulen wurde? - Und wenn unser Weltbild eben noch nicht so ganz perfekt ist, weil es zuviele Dinge gibt (wie eben die elektromagnetischen Wellen oder die Gravitation), welche es nicht zu erklaeren vermag, – dann muss man wohl anfangen, sich die Saeulen unseres Weltbildes genauer anzusehen; -u.a. auch unseren Albert.
Nur mal als Denkmodell: Was waere, wenn der Aether zwar existiert, aber nicht in der Form wie Michelson sie vermutete, weshalb eben auch sein Experiment zum Nullergebnis fuehrte? Stellen wir uns die Erde vor wie ein Drahtgeflecht in der groesse eines Fussballs; dieser moege durch die Luft fliegen und sich dabei um (s)eine Achse drehen. Die Luft wuerde sich an seiner Oberflaeche mit dem Ball drehen und auch seine Vorwaertsbewegung mitmachen; ein mitbewegter Beobachter auf der Oberflaeche von der Groesse eines Flohs verspuehrt keinen Wind. Wenn …ich kqnn nicht yeiterschreiben hqbe etyqs iö Coöputer einen Virus oder yqs ist dqss
Marcus
Jetzt geht es wieder, aber eben waren ploetzlich meine Tasten nicht mehr funktionsfaehig; was war denn das? Ich kann mich nach diesem Erlebnis nicht mehr konzentrieren, schreibe morgen weiter

Warum kannst Du Dir nicht vorstellen, dass Einstein Fehler machte?

Natürlich kann ich mir das vorstellen. Beispielsweise hat er zunächst an den Äther geglaubt und ihn dann verworfen. Da sich beiden Ansichten wiedersprechen muß eine davon falsch sein. Ein anderes beispiel für einen krassen Irrtum Einsteins ist seine geradezu sture Ablehnung der Quantenmechanik. Auf diesem Gebiet hat er fast vollständig daneben gelegen (obwohl er ausgerechnet dafür seinen Nobelpreis erhielt). Der dritte wesentliche Irrtum war die Annahme eines stationären Universums, welches er mit der kosmologischen Konstante begründete. Daraus resultierte der vierte fehler, als er diese Konstante wegen der Urknalltheorie kurzerhand auf null setzte. Die Liste von Einsteins Irrtümern läßt sich noch eine Weise fortsetzen, aber ganz sicher sind ihm keine Anfängerfehler wie die Division durch Null unterlaufen. Selbst wenn er einen so dummen Fehler gemacht haben sollte, wäre dies nicht unentdeckt geblieben weil die Relativitätstheorie so intensiv geprüft wurde wie kaum eine andere.

Und wenn unser Weltbild eben noch nicht so ganz
perfekt ist, weil es zuviele Dinge gibt (wie eben die
elektromagnetischen Wellen oder die Gravitation), welche es
nicht zu erklaeren vermag, – dann muss man wohl anfangen,
sich die Saeulen unseres Weltbildes genauer anzusehen; -u.a.
auch unseren Albert.

Was glaubst Du wohl, warum man mit Millardensummen Teichenbeschleuniger, Gravitationswellendetektoren und andere Wissenschaftliche Großprojekte aus dem Boden stampft? Dieser Aufwand dient allein dem Zweck, unser Weltbild ständig zu überprüfen unbd weiterzuentwickeln.

Nur mal als Denkmodell: Was waere, wenn der Aether zwar
existiert, aber nicht in der Form wie Michelson sie vermutete,
weshalb eben auch sein Experiment zum Nullergebnis fuehrte?
Stellen wir uns die Erde vor wie ein Drahtgeflecht in der
groesse eines Fussballs; dieser moege durch die Luft fliegen
und sich dabei um (s)eine Achse drehen. Die Luft wuerde sich
an seiner Oberflaeche mit dem Ball drehen und auch seine
Vorwaertsbewegung mitmachen; ein mitbewegter Beobachter auf
der Oberflaeche von der Groesse eines Flohs verspuehrt keinen
Wind.

Diesen Fall habe ich bereits angedeutet. Er funktioniert nur, wenn der Äther nicht ruhend ist, sondern sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegt. Das aber würde bedeuten, daß sich das Licht nicht geradlinig ausbreitet, weil es vom bewegten Äther hin- und hergeweht wird. Das wiederum würde bedeuten, daß die Gestirne nicht da sind, wo wir sie sehen und alle Gesetze der Himmelsmechanik falsch sind. Das wiederum würde zu weiteren Problemen führen, weil die newtonsche Mechanik nicht nur durch Beobachtung, sondern auch durch die Raumfahrt bestätigt wurde.
Tatsächlich ist ein bewegter Äther so wenig mit unseren Beobachtungen vereinbar, daß man schon vor Jahrhunderten wußte, daß er ruhen muß und schließlich wurde auch dieser Fall (und damit der Äther selbst) experimentell ausgeschlossen.

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Hallo Marcus,

Dein Denkmodell finde ich so anregend, dass ich hierzu antworten mag …und ich hoffe, Mr. Stupid liest es auch, Eure ganzen Diskussionen machen mir ne Menge Spass:

Daß Energie und Materie dasselbe sind, verschiedene Erscheinungsformen von ein und demselben (die Frage, wovon, bringt nix) haben wir ja nun gelernt. Probier mal: Energie=Materie=Raum. Ich finde, die Stringtheorie sagt nix anderes:betimmte Schwingungsformen von Strings definieren die Masse von Teilchen. Also, es ist etwas schwer, sich von der Vorstellung zu verabschieden, daß Raum „etwas“ ist, auch Vakuum ist nicht „nix“. Dann wäre also Materie nichts anderes, als eine andere Erscheinungsform von Raum: in dem die Strings ein bestimmtes Schwingungsmuster haben, wenn Du so willst.Da hast Du Deinen Lichtaether, wenn Dir das hilft. Es ist dann also nicht ganz so, wie bei dem Fußball aus Drahtgeflecht: man muß nicht annehmen, dass sich der Lichtaether widerstandslos durch die Lücken im Drahtgeflecht bewegt …sondern die Erde ist selbst eine Welle, also bildlich gesprochen: vor der Erde, in Bewegungsrichtung, fangen die strings des Raumes an, zu schwingen, dahinter hören sie auf. „Materie“ bewegt sich…
Also, im sehr Kleinen ist das ja alter Käse: ein Elektron kann als Welle betrachtet werden, manche Experimente sind anders schlecht zu beschreiben. Wohl gemerkt, ich sage nicht: ein Elektron IST eine Welle. Ein Elektron ist ein Elektron ist ein Elektron …wir nehmen nur verschieden nützliche Beschreibungen.
Insofern liegst Du auch mit Deinen Ausführungen über Einstein völlig daneben… er hat von nix „die Wahrheit“ entdeckt, aber für ein paar Sachen verdammt gute Methoden zur Beschreibung.

Also nochmal, Materie ist nix weiter als Raum, in einer anderen
Vorkommensform. Das will Dir nicht in den Kopf, wenn Du Dir gerade mit dem Hammer den Daumen blau gehauen hast. Was denn, dieser harte Stahl ist nix anderes als „leerer“ Raum in einer anderen Schwingungsform? Na, ich denke, PVC kann auch ganz schön massiv sein, und doch ist es nur Gas, in anderer molekularer Anordnung.

Es geht doch immer um Denkgewohnheiten und Denknotwendigkeiten.
Das war selbst Mr. Einstein etwas zu ungewohnt, sich ein solches
Bild von Raum, Materie und Energie zu machen.- Ob ich „recht“ habe? Das ist einfach falsch gefragt. Die Herren Experten (und jetzt spreche ich Mr. Stupid an) sollten mal durchprüfen, ob sich hiermit die ganzen Befunde von Physik und Astrophysik nicht besser beschreiben lassen, als durch unsere Feldtheorien (ist ja auch nur ein Wort)…ich habe erstmal keine Widersprüche gefunden, sondern im Gegenteil ne Menge Möglichkeiten, Befunde halbwegs nachvollziehbar zu erklären…die Stringtheorie liefert dann den (total unanschaulichen) mathematischen Formelapparat dazu, ist halt eine andere Sprache (Computer reagieren auch nicht auf „please“, zweckmäßigerweise benutzt man ihre passende Sprache).Und natürlich, das möchte ich wohl meinen, ist Anschaulichkeit ein Kriterium für die „Güte“ einer Theorie (aber nur eines, und „Fachkenntnis“ kann doch nur meinen, daß wir unsere Vorstellungskraft wandeln und schulen können).
Ich denke, das ist auch nicht Metaphysik/Philosophie …das behaupten Leute immer, wenn sie anders als gewohnt denken sollen.

Also,es ist herrlich, was aus dem „neuen Aether“, sprich „Raum“ folgt, wenn wir ihm denn entsprechende Eigenschaften geben: Der Raum, das Universum, expandiert …weiß jeder…da bläht sich was auf, und es entsteht Gravitationsenergie (wenn alle Massen im Universum wieder zusammenstürzen würden, da würde ganz schön Energie frei)…definieren wir diese Energie mal mit dem Vorzeichen „negativ“. Zugleich „enteht“ Materie, definieren wir das mal als „positiv“ …ein Nullsummenspiel. Wie gesagt, eigentlich entsteht nicht Materie, sondern die Strings fangen bereichsweise an, (anders)zu schwingen, das nennen wir „Materie“.
Ich denke, der Urknall ist ganz gut bewiesen, aber es braucht wirklich nicht die „Materie in unendlicher Dichte“ zur Zeit Null und auch keine so riesige Explosionsenergie, daß diese (von Anfang an vorhandene)Materie jetzt noch, nach 14 Milliarden Jahren, auseinanderfliegt…der liebe Gott hat da wohl nur ein Ding eingerührt, was sich nachfolgend selbst (+ und - ist 0)
entwickelt …und wenn wir det janze beschreiben wollen, scheint
mir der „neue Aether“, was dasselbe wie „Raum“ ist, etwas besser
geeignet…aber das wäre noch zu prüfen. Wenn E = m x C2 eine feine Beschreibungsmethode war, an die wir uns gewöhnt haben, dann ist vielleicht Raum = Materie = Energie auch was, woran sich zu gewöhnend lohnend sein mag. Ebenso wie ich Stephen Hawkings mit viel Spaß gelesen habe, habe ich DAS ELEGANTE UNIVERSUM von BRIAN GREEN verschlungen …und alls diese String-Geschichten scheinen mir nichts anderes zu sagen, als dass eben
Materie nur eine andere Erscheinungsform von Raum ist…Raum ist „strings“ und deren Schwingungsmuster sind Materie oder Gravitonen oder Licht…und natürlich sind „strings“ auch nur ein
Bild zur besseren Beschreibung von etwas, das ist, wie es ist.-

Was ist dann außerhalb des Raums und vor dem (durchaus inflatorischen) Urknall? Na, ich denke, das ist wieder so eine falsche Frage: Bewegung ist was, das ich beschreiben kann.Also, was ist, bevor der Fußball sich bewegt: null Bewegung. Was kommt vor der Null, bewegungsmäßig? Wieso, dumme Frage … wenn ich über Bewegung rede, gibt es kein „davor“, es fängt eben bei Null an. Ich kann natürlich über den Fußballspieler reden, der tritt…aber das ist wirklich ein anderes Thema.

Für die Mathematiker unter den Lesern mag ich noch zufügen, dass der Urknall zu einem unbestimmten Ausdruck der Form null mal unendlich wird, wenn man sagt, die Materie-Erzeugungsrate sei proportional der Volumens-ÄNDERUNG des Universums: gesetzt auch, das Volumen würde, aufgetragen über der Zeit, wenigstens anfangs einen Kreisbogen beschreiben (vertikale Tangente in Null), dann fängt´s mit null Materie in null Volumen, in welchem aber die Materie-Erzeugungsrate unendlich ist, an… gibt auch einen schönen Urknall, aber man braucht keine unendliche Materiedichte zum Zeitpunkt Null. Über quantenphysikalische Mindest-Maße und -zeiten mag ich mich nicht streiten, die sind konzidiert, tuen nix zum vorgeschlagenen Prinzip. Und die Relativitätstheorie, Einstein sei Dank, „funktioniert“ in dem „neuen Äther“, sprich „String-Raum“, meine ich, noch genauso gut …?? Oder?

Jetzt versagt auch mein Computer, außerdem bin ich müde. Wenn was dran ist an dem, was ich hier schreibe, kann mir jemand zu einem Artikel in einer Zeitschrift verhelfen?

Danke für Deine Anregung „Maschendraht(Fußball)“…bin gespannt auf Antworten. Tue dies (e-mail-chatten) das erste mal.
Gruesse an gleichgesinnte Denker
Klaus

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Dann wäre also Materie nichts anderes, als eine andere Erscheinungsform von Raum

Diese Idee ist nicht neu. Bereits zu Einsteins Zeiten hat jemand (leider weiß ich nicht mehr wer) geäußert, Materie bestände nur aus Kräuselungen der Raumzeit. Das Problem ist wohl, daß wir noch nicht in der Lage sind, dies experimentell nachzuweisen (z.B. indem wir leeren Raum so krümmen, daß er zu einem Elemetarteilchen wird). Solange es aber keine Möglichkeit gibt, experimentell nachprüfbare Folgerungen aus diese Hypothese abzuleiten, taugt sie noch nicht einmal zur Theorie, auch wenn sie noch so schön klingt.

Dann wäre also Materie nichts anderes, als eine andere Erscheinungsform von Raum

Diese Idee ist nicht neu. Bereits zu Einsteins Zeiten …Solange es aber keine
Möglichkeit gibt, experimentell nachprüfbare Folgerungen aus
diese Hypothese abzuleiten, taugt sie noch nicht einmal zur
Theorie, auch wenn sie noch so schön klingt.

Danke Mr. Stupid, wie immer eine sehr solide Antwort …aber:
dem möchte ich heftigstlich widersprechen …insofern, Theorien werden nicht nur deduktiv erstellt. Die guten werden erstellt, bevor die Experimente vorliegen, und beweisen sich dann an Experimenten,die oft erst Jahre später möglich sind oder auch erst Jahre später ausgedacht werden…Auch
habe ich genau deswegen die Diskussion angefangen: nicht, weil ich glaube, unbedingt was Neues oder nur schön Klingendes zu haben (die steady state theorie und GUTH et al sind mir durchaus ein Begriff)…
Ich denke schon, daß sich manche offenen Fragen (Unstetigkeit im
Zeitpunkt Null, Blauverschiebung für Einstein-Ringe, „Phasenübergänge“ in der Universums-Entwicklung, Hubble-Konstante nahe eins, Vacuum-Energie…und auch die leidige Frage von „Wellen ohne Wasser“, was ja Marcus angesprochen hat, zusammen mit der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit) vielleicht ziemlich zwanglos (d.h. besser, als mit vorhandenen Theorien) erklären lassen, wenn man „die alte Hypothese“ Raum=Materie wieder aufnimmt, im Licht der inzwischen vorliegenden, neuen Erkenntnisse und Modelle (STRING-Theorie, z.B.).
Natürlich muß jede Hypothese darauf abgeklopft werden, ob sie (und wie einfach sie, Ökonomieprinzip)gesicherte experimentelle Daten erklärt/beschreibt/beinhaltet/voraussagt.

Meine Wunschvorstellung an werweisswas ist, daß sie eben solche Beitäge auslöst: welche Befunde werden so besser erklärt, welche
scheinen damit im Widerspruch zu stehen …Kann man denn aus „meiner“ Hypothese keine Folgerungen ableiten, die nachprüfbar wären? Ich denke, ganz im Gegenteil, es folgt eine ganze Flut von Konsequenzen, die abzuklopfen wären. Einige habe ich ja genannt (keine unendliche Masse zum Zeitpunkt Null, das Universum als Nullsummenspiel, u.a.,s.o.)- Ich will wirklich nicht zur Relativitätstheorie, Quantenmechanik etc „Unsinn“
sagen, das würde in der Tat zu garnichts taugen (außer meine Arroganz zu beweisen).Die dort erklärten (teilweise vorausgesagten und -für Teilchen und Zustände sehr hoher (Higgs)und sehr niedriger Energie (Gravitonen) noch ausstehenden) Experimente müssen natürlich mit dieser „neuen GUT oder TOE“ auch konform sein…
Eine Hilfe wäre schon, wenn jemand antwortet „verstehe nicht, was Du sagen willst“. Dies je konkreter, desto besser für mich.

Aber ich denke, und damit möchte ich Markus in die Seite treten, Zweifel und Neu-Denken sind erlaubt…(das sind nicht immer nur Wissenslücken, Mr. Stupid). Als Antwort wünsche ich mir Hinweise auf logische Fehler, Widersprüche zu gesicherten Daten (NICHT zu deren Interpretation) oder eben das Gegenteil. Ob neu / ob außerhalb des main stream Denkens…das ist mir nicht wichtig.

Konkret: die steady state scheint mir dann durchaus nicht widerlegt, wenn man eine Materieerzeugung proportional der VolumensÄNDERUNG des Universums annimmt. Kann mal jemand dazu was sagen?- Auch die von Einstein als „grösste Eselei meines Lebens“ widerrufene, kosmologische Abstoßungskonstante feiert
derzeit frohe Widerauferstehung (Bonn/Potsdamer-Schule)…also
warum nicht etwas, was jemand anders so ähnlich schon mal gedacht hat …
Konkrete Frage: Gesetzt, Raum ist Materie ist Energie, was folgt daraus für eine Interpretation des Albert A. Michelson - Versuchs ? Ich hänge da, momentan, ein wenig… die Lichtentstehung findet garnicht im Bezugssystem Erde statt, sondern im „Bezugssystem“ Raum? Dann kann man natürlich die Relativgeschwindigkeit Erde zu Raum keinesfalls messen (und das wollte dieser Albert ja…)…und Licht hat dann natürlich immer dieselbe, nämlich Lichtgeschwindigkeit, auch von einem 200 000 km/sec fliegenden UFO ausgesandt…gut so, was weiter? Help…

und beste Grüsse
Klaus d. D.

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