„And how alluring and unfailing have been the ways of the movement of nations through the Hindu-Kush and Pamir!“
Was soll bei ways of the movement of nations
genau ausgedrückt werden: Im Sinn von Entwicklung der Nationen?
gruß
rolf
„And how alluring and unfailing have been the ways of the movement of nations through the Hindu-Kush and Pamir!“
Was soll bei ways of the movement of nations
genau ausgedrückt werden: Im Sinn von Entwicklung der Nationen?
gruß
rolf
Hallo Rolf,
„Und wie verlockend und unerschöpflich waren die Wanderwege der Völker durch den Hindukusch und den Pamir!“
Bezieht sich wohl auf die arischen Einwanderer und all ihre Nachfolger - Alexanders Truppen, die Hephtaliten, Turkvölker, Moguln usw. usf.
Freundliche Grüße,
Ralf
Hallo Ralf,
"Und wie verlockend und unerschöpflich
bin ich nicht ganz einverstanden
das ist „geographisch“ zu verstehen:
es gibt nur wenige Pässe, die sich „anbieten“. Zwangsläufig" muss sie jeder nehmen.
Auch heute noch
waren die Wanderwege
der Völker durch den Hindukusch und den Pamir!"
lese ich als „Wanderungen“ (Völkerwanderung)
Bezieht sich wohl auf die arischen Einwanderer und all ihre
Nachfolger - Alexanders Truppen, die Hephtaliten, Turkvölker,
Moguln usw. usf.
da sieht man einmal öfter:
ohne Kontext keine Übersetzung
viele Grüße
geli
Hallo Geli,
bin ich nicht ganz einverstanden
das ist „geographisch“ zu verstehen:
… und wie würdest (Du mit geographischem Verständnis) ‚alluring and unfailing‘ übersetzen? Sicher käme für ‚unfailing‘ auch ‚zuverlässig‘ in Frage. ‚Zwangsläufig‘ wohl kaum - da müsste dann schon ‚unavoidable‘ oder ‚inevitable‘ stehen.
lese ich als „Wanderungen“ (Völkerwanderung)
Für ‚Völkerwanderung‘ ist eigentlich der Begriff ‚migration / emigration of nations‘ üblich. Ich gehe jedoch davon aus, dass ‚movement of nations‘ bewusst anstelle ‚migration of nations‘ gewählt wurde, weil letzteres vor allem mit der germanischen Völkerwanderung in der Spätantike in Verbindung gebracht wird.
Nun wäre ‚Wege der Völkerwanderungen‘ wohl exakter übersetzt als das von mir gewählte etwas freiere ‚Wanderwege der Völker‘, zugegeben. Immerhin war nach einer Übersetzung gefragt, nicht danach, den stilistisch vielleicht nicht sonderlich geglückten Satz zu verbessern. Ich vermute übrigens, dass er von Rolfs Lieblingsautor Aurobindo stammt (also nicht von einem englischen Muttersprachler) was eine gewisse leichte Unbeholfenheit des Ausdrucks erklären würde.
Bezieht sich wohl auf die arischen Einwanderer und all ihre
Nachfolger - Alexanders Truppen, die Hephtaliten, Turkvölker,
Moguln usw. usf.
Deswegen hatte ich statt ‚zuverlässig‘ das von Dir monierte ‚unerschöpflich‘ für ‚unfailing‘ gewählt. ‚Verlockend‘ waren die Wege über Pamir und Hindukusch für die Eroberer und Siedler, ‚unerschöpflich‘ aus Sicht der sesshaft gewordenen Einwohner Nordindiens, die sich immer wieder mit Neuankömmlingen konfrontiert sahen.
da sieht man einmal öfter:
ohne Kontext keine Übersetzung
Nein. Ohne Kontext keine Garantie auf bestmögliche Wiedergabe des Sinnes. Ohne Kontext aber auch keine fundierte Kritik einer Übersetzung.
Freundliche Grüße,
Ralf
Hallo Ralph
Ich finde die Übersetzung schon gut. Ein Land kann verlockend und seine Weiten unerschöpflich sein, eben wie es diese Region kennzeichnet.
Es ist übrigens ein Satz aus Roerichs „Altai-Himalaya“. Roerich war Russe, deshalb könnte sein Englisch vielleicht etwas ungenau gewesen sein.
gruß
rolf
… und wie würdest (Du mit geographischem Verständnis)
‚alluring and unfailing‘ übersetzen? Sicher käme für
‚unfailing‘ auch ‚zuverlässig‘ in Frage. ‚Zwangsläufig‘ wohl
kaum - da müsste dann schon ‚unavoidable‘ oder ‚inevitable‘
stehen.
Hallo, Ralf,
da die Pässe die einzigen Zugwege durch jene Gegenden sind würde ich in diesem Fall das „unfailing“ auch mit „unausweichlich“ übersetzen.
Grüße
Eckard
Hallo Eckard,
da die Pässe die einzigen Zugwege durch jene Gegenden sind
das ist eine Begründung, die Du Du nicht dem Text selbst entnimmst. Wie schon gesagt - es geht um Übersetzung, nicht darum, die vielleicht etwas ungeschickte Ausdrucksweise des Autors durch freie Übersetzung zu korrigieren.
würde ich in diesem Fall das „unfailing“ auch mit
„unausweichlich“ übersetzen.
Da steht nun einmal nicht ‚inescapable‘ oder ‚unshirkable‘, sondern ‚unfailing‘. Und das heisst definitv nicht ‚unausweichlich‘ oder ‚zwangsläufig‘. Es ist eine adjektivische Bildung zu ‚to fail‘, also entweder ‚versagen, scheitern‘ oder ‚misslingen‘ bzw. ‚mangeln‘. Entsprechend unfailible - nicht-versagend, nicht-misslingend bzw. zuverlässig. Bzw. unfailible - nichts ermangelnd, unerschöpflich.
Freundliche Grüße,
Ralf
da die Pässe die einzigen Zugwege durch jene Gegenden sind
das ist eine Begründung, die Du Du nicht dem Text selbst
entnimmst.
Ich darf erneut widersprechen, Ralf, ich entnehme dies direkt dem Text.
Hindukusch und Pamir sind nun einmal Gebirge. Wege durchs Gebirge bezeichnet man gemeinhin als Pässe, sie bilden damit unweigerlich(sic!) den Zuweg.
Aber sei es drum.
Gruß
Eckard