WDVS aus welchem Material Sinnvoll?

Hallo,

ich bin Bauherr eines Hauses und habe erfahren das viele Wärmedämmverbundsysteme auf Dauer Schimmel verursachen und nicht empfehlenswert sind, kann mir jemand sagen aus welchem Material man dabei zumindest das kleinere Übel hätte.

Viele Grüße

Darius

Guten Abend!

ich bin Bauherr eines Hauses und habe erfahren das viele
Wärmedämmverbundsysteme auf Dauer Schimmel verursachen…

Das Haus hat nasse Füße, die Belüftungseinrichtungen sind schadhaft oder es gibt gar keine, die Fenster sitzen in der falschen Wandebene, Montagepfusch als Folge fehlender Planung und Bauaufsicht - in solchen Fällen mutieren Häuser schon mal zur Schimmelpilzzucht. Es sind leider keine Ausnahmen, auf dem Gebiet wird unglaublich viel Murks verzapft. Stets ist unsachgemäße Ausführung der Wärmedämmung die Ursache von Schimmelbildung, nicht die Wärmedämmung als solche.

Schon beim Vorbeigehen, ohne die Häuser je von innen gesehen zu haben, ist leider bei der Mehrzahl der nachträglich gedämmten Privathäuser auf Anhieb zu erkennen, dass ahnungslose Murkser (können durchaus Handwerksbetriebe gemacht haben) am Werk waren. Dass die Fenster in der Wandebene sitzen, in der sie auch vorher saßen, ist der Standardfehler bei mindestens 9 von 10 Häusern. Lüftungsanlagen werden kaum irgendwo nachgerüstet und dass nach wie vor Erdreich im unmittelbaren Kontakt mit dem nicht isolierten Sockel oder Keller liegt, ist ebenfalls trauriger Standard. Durch solche Halbheiten entstehen Gerüchte, wonach Wärmedämmung für Schimmel verantwortlich sei. Tatsächlich ist eine sachgerecht ausgeführte Dämmung mit den erforderlichen begleitenden Maßnahmen der wirksamste Schutz gegen Schimmel in Wohnräumen.

Alte Häuser mit undichten Fenstern sind im Betrieb teure Energiefresser. Aber in solchen Häusern schimmelte so leicht nichts. Das Schimmelelend beginnt erst mit Sanierungshalbheiten. Meistens werden erstmal neue, dicht schließende Fenster eingebaut. Damit ist die Fugenlüftung schon mal unterbunden. In Raumecken bildet sich Schimmel und den Bewohnern wird erzählt, sie müssten besser lüften. Tatsächlich wurde die zuvor vorhandene Lüftung gerade weggebaut, ohne für eine neue Lüftung zu sorgen. Im nächsten Schritt wird die Fassade mit Styropor gedämmt. In die Fensterlaibungen kommt gar nichts oder nur eine nutzlose Alibischicht, weil die Fensterrahmen nicht mehr Auftrag ermöglichen. Dass die Fenster nach außen gesetzt werden müssen, wissen Bauherrn und Handwerker oft nicht. Manche wollen es auch nicht wissen, weil damit nämlich Aufwand einher geht, innen neue Fensterbänke fällig werden und auch niemand einsehen will, dass die gerade neu gekauften Fenster falsch montiert wurden.

Um den Pfusch zu vermeiden, müsste man sachkundigen Rat holen und womöglich planen - nee, geht gar nicht :frowning:

Gruß
Wolfgang