Hallo,
hausmodernisierung steht an.
baujahr 1982. wand aus 36er poroton. viele fenster.
laut energiepaß liegt der berechnete energiebedarf bei 294kWh
pro m² und jahr.
Das entspricht also knapp 30liter Öl pro m³ und Jahr. Ganz schon viel.
Ich brauche etwa 6-7 Liter pro m² und Jahr (Äquivalent) und es ist
nicht gerade kalt im Haus 
Ein Niedrigergiehaus ist nun mal nur mit der großen Dämmkeule zu haben.
der tatsächliche verbrauch liegt bei 116kWh (was am kachelofen
und an den unbeheizten räumen liegen dürfte).
Das kannst du ja zukünftig trotzdem weiter so machen.
Heizenergie wird aber im Laufe der Jahre immer teurer, egal
welche Art von Heizung man betreibt.
Ich würde meine Gasheizung auch nicht mehr gegen was anderes
eintauschen wollen. Ist eben sehr komfortabel.
der energieberater empfiehlt eine neue heizung (pellets) und -
trotz der großen fensterflächen - eine außendämmung mit 12cm
polystyrol.
Die Fensterflächen haben natürlich auch etwas höhere Verluste
als eine gut gedämmte Wand. Es gibt aber auch den sogenannten
solaren Gewinn. Wenn bei mir die Sonne richtig scheint, brauche
ich auch bei tiefen Außentemp. gar keine Heizung, weil die eher
kleinen Fenster nach Süden paar hundert Watt reinlassen. Das reicht.
Das bringt aber tatsächlich nur was, wenn die Fenster hochwertig
sind und die Sonne auch tatsächlich reinscheinen kann.
Wenn es durch alle Löcher zieht, dann kannst du das vergessen.
Meine Hausbaufirma hat absichtlich keine Gurtzüge (nur Kurbeltrieb)
im Programm gehabt, weil die nicht dicht zu bekommen sind.
mit der neuen heizung bin ich sofort einverstanden (momentan
werkelt ein uralter ölbrenner vor sich hin dessen steuerung
seit jahren ärger macht).
Ja, das bringt etwas Einsparung und natürlich auch Komfort.
Aber wirklich nachhaltig sparen kannst du nur durch signifikante
Verbesserung der Bausubstanz. Also durchgehende Dämmung ohne
Schwachstellen wie Kältebrücken und zugige Löcher.
nach allem was ich bis jetz gelesen habe (u.a. auch die
verunsichernden ausführungen von konrad fischer
http://www.konrad-fischer-info.de/2139bau.htm), hab ich kein
gutes bauchgefühl bei der wärmedämmung.
Diese Argumente haben sicher zum Hintergrund, daß am Bau viel gefuscht
wird. Ansonsten macht sich der Typ nur wichtig und verunsichert mit
Halbwahrheiten und auch bauphysikalischen Schwachsinn die Leute.
man liest ja da viel darüber daß die berechneten einsparungen
bei weitem nicht erreicht werden,
Ich bin immer wieder darüber glücklich, mit einem Bruchteil der
Heizkosten auszukommen, im Vergleich zum „normalen Verbrauch“.
Oft wird als Faustformel angegeben, daß Warmwasser am Gesamtverbrauch
ca. 10% ausmacht. Bei mir sind es ca. 40%, weil eben die Heizung
rel. wenig benötigt. Das ist Beweis genug, daß es geht.
daß stärkere dämmungen gar nicht sooo viel bringt („wenig
dämmung bringt viel, viel dämmung bringt wenig mehr“ stand mal
irgendwo geschrieben),
Hat Loderunner schon gut beschrieben.
Je mehr man schon gespart hat, desto weniger bleibt als weiterer
Spareffekt drüber. Wenn man aber einmal die Sache anfängt, dann ist
die Kostendifferenz zwischen 12cm und 18cm Dämmung sicher gering.
In dem Moment also nicht das techn. sinnvoll Machbare aus zu
schöpfen wäre dumm.
Jetzt bischen isolieren und in 10 Jahren dann nochmal ran …?
daß WDVSe nach einigen jahren probleme mit veralgung und
schimmel machen…
Schimmelprobleme habe ich nicht. Muß auch nicht sein.
Natürlich können unsachgermäße Ausführung und falsches
Nutzungsverhalten zu Problemen führen. Wer sich vorher schlau macht,
vermeidet grobe Fehler.
In dem Fall auch nicht nur Handwerkern trauen, weil die keine
Ing.-Ausbildung haben und oft genau soviel von Bauphysik verstehen,
wie die Kassiererin im Supermarkt. Im Zweifelsfall doch richtige
Sachverständige ran holen. Kosten zwar Geld, aber Baufusch ist unter
Umständen unbezahlbar.
ich frage mich, ob ein austausch der verglasung und/oder eine
abdichtung der fenster (durch die’s teilweise schon ziemlich
zieht) nicht mehr bringt, ohne die ästhetik zu zerstören.
Ja, wenn’s zieht geht nun mal die Wärme mit raus. Das ist nicht neu.
Solange du einen Ofen beheizt, muß auch bischen Zuluft sein.
Wenn der Ofen aus ist, dann nicht mehr. Permanete Zugluft kann
erhebliche Wärmemengen transportieren. Auch wenn die Verlustleistung
nur gering ist, es zieht ja 24h am Tag durch die Ritzen.
laut berechnung macht das zwar relativ wenig aus, aber ich
trau den zahlen nicht ganz.
Was macht wenig aus? Die Zugluft, oder was?
die meinungen hier im archiv und überhaupt bezüglich
wärmedämmung gehen ja weit auseinander.
Gegen Wärmedämmung an sich kann keiner was haben.
Es ist aber schon so, daß die anfallenden Kosten eine Wärmedämmung
unter Umständen derzeit noch nicht wirklich rentabel machen.
Wenn man mit dem Geld bei aktuellen Energiepreisen 20 Jahre
heizen kann, lohnt es nicht wirklich. Da aber Energie regelmäßig
teurer wird, kommt früher oder später der Punkt, wo man wohl doch
ran muß.
Deshalb glaub ich nicht, daß ich hier jetzt viel schlauer werde 
Da hier bisher alle antworten in eine Richtung gehen, sollte
es evtl. doch zum schlauer werden verhelfen :-?)
trotzdem würden mich mal eure aktuellen meinungen bzw.
erfahungen zum thema interessieren.
Gruß Uwi