Weberknechtphobie

Hallo,

ich stimme dir völlig zu.
Das „Sich von der Masse abheben“ ist hier sicherlich eine Triebfeder.
Bei der UP denke ich aber auch eher an eine Überkompensierung.
Zwischen einer Spinnenphobie und der Haltung der vormals gefürchteten Tiere im Haus läge ja noch ein breites Sprektrum an Zwischenlösungen, die aber offenbar nicht gefunden werden konnten/wollten/sollten.
Sollten wir der Familie jetzt folgerichtig anraten, dem Kind eine Weberknecht-Zucht zu überantworten?
Ich selbst kann grundsätzlich gar nicht gut vertragen, Tiere „eingesperrt“ zu sehen und meide daher sogar Zoos wie die Pest. Machen mich traurig, die Dinger, so hat eben jeder seine Klatsche…:wink:
Schönen Restsonntag!
Jo

1 „Gefällt mir“

Hallo Maria.

Das mit den Tipps ist schwierig, wie man mit Phobien umgeht, weiß Jule vielleicht besser.

Scheinen ja doch irgendwie in deiner Familie zu liegen die Phobien und da wird es schwierig, denn wer eine Phobie überwindet, schafft sich leicht eine Neue.

Du hast die Schlangenangst deiner Mutter wohl auf Spinnen übertragen und deine Tochter überträgt sie jetzt auf Weberknechte.

Und unter Umständen ist es leichter, mit einer Phobie zu leben, als dauernd dagegen anzugehen.

Aber ich will gern noch was dazu sagen.

Spinnenangst, ist eigentlich etwas Normales. Sie sind uns total fremd, so fremd, wie es eigentlich nur noch ein Allien sein könnte.

Das gilt im Prinzip für alle Wirbellosen, aber da gibt es große Unterschiede. Ein Mai- oder meinetwegen auch Mistkäfer, dick, rund und gemütlich kommt unserem Gefühl weit näher, als etwa ein Tausendfüßler oder Skorpion.

Unser Verstand sagt uns, dass Spinnen in Mitteleuropa harmlos sind und dass wir sie in Ruhe lassen sollten, aber wenn wir versuchen, sie zu lieben, geht das schief.

Spinnenangst wie Pferdeliebe gehört darüber hinaus fast zum Normalverhalten pubertierender Mädchen, die Gründe sind sexuell bedingt. Das mit den langen, dünnen Beinen ist ein Hinweis.

Mit Erlangen der sexuellen Reife hört das häufig wieder auf, wenn es nicht zu wichtig gemacht wurde.

Das wäre dann mein erster Tipp. Nicht zu ernst nehmen. Weder mit Angst, Hektik und Panik reagieren, noch mit übertriebener Freundlichkeit.

Das ruhige sichere Verhalten der Eltern ist es, was einem Kind Sicherheit gibt.

Wenn also so ein „gespenstiger“ Weberknecht auftaucht, ein Glas drüber stülpen, ein Papier drunter schieben und ihn zum Fenster hinaus befördern. Mit Sicherheit und Gelassenheit und ohne viel Gedöns.
Und bloß nicht erschrecken, wenn mal was schief geht, also etwa der Weberknecht im letzten Moment abhaut, oder so.

Notfalls auch das Kind aus dem Zimmer schicken, vor allem dann, wenn einem selber schon wieder das Herz im Hals schlägt.

Noch was, soweit mir bekannt fressen Vogelspinnen lebende Beute, Heimchen und so. Ich persönlich mag Heimchen gern. Ich würde mein Kind also nicht zusehen lassen, wenn ich die Spinne füttere.

Gruß, Nemo.

2 „Gefällt mir“

Hallo RSNemo,

Den meisten, wenn auch nicht allen, geht es um Prestigegewinn,
das deutsche Wort dafür ist Angeberei. :smile:

wie viel Prestige ist da aber wirklich drin?
Kauf und Haltung einer Vogelspinne dürfte preislich unter dem vieler anderer Tiere liegen. Beliebtes Haustier „Katze“: Anschaffungspreis (okay, rechnen wir den hier mal weg - Katzen bekommt man durchaus geschenkt), Katze kastrieren lassen, Kosten für Katzenfutter und Spielzeug, mit der Katze zum Tierarzt, durch die Katze beschädigte Gegenstände ersetzen, entsprechend auch die Auswahl einer geeigneten Wohnung… ist meist deutlich teurer als das, wofür man bei einer Vogelspinne aufkommen muss…
(Freundin von mir ist Katzen- und Vogelspinnenhalterin; eindeutig, welche Tierart mehr Kosten verursacht, auch aufs Individuum umgerechnet.)

Besonders selten und damit prestigeträchtig sind Vogelspinnen auch nicht - kann man in jeder Zoohandlung kaufen (wenn nicht vorrätig, wird bestellt).

Wenn ich mit irgendwas darstellen wollte, einen besonders ausgefallenen Geschmack nebst viel Geld aufweisen zu können, würde ich mir jedenfalls nicht zu diesem Zweck eine Vogelspinne, einen Gecko o.ä. kaufen.

Bei einem Rassehund oder gar einem Ara - teuer in Anschaffung und Unterhalt - könnte ich die Sache bzgl. Prestige deutlich mehr verstehen.

Bei giftigen, „ekligen“ und/oder gefährlichen Tieren kommt
dann noch die Botschaft dazu: „Schaut her, ich habe keine
Angst vor diesen Tieren, vor denen ihr alle euch gruselt, ich
bin anders, mutiger, besser als ihr.“

Kommt zum Teil hinzu.

Natürlich kommen auch sado-masochistische Züge voll zum
Einsatz, etwa wenn man Schlangen mit lebenden Mäusen füttert.
Die sind nämlich wirklich „süß“, die Mäuse, weil sie mehr
unserem Niedlichkeits-Schema entsprechen.

Meinst du?
Andere fleischfressende Tiere sind auch weit verbreitet - Hund und Katze. Die werden nur meist „bequem“ aus der Dose oder Schachtel gefüttert, teilweise auch mit zu dem Zweck erhältlichen tiefgekühlten Mäusen und Stubenküken.
Es gibt auch Leute, die den „Wert“ eines Tieres nicht an der Niedlichkeit festmachen.
Persönlich sehe ich am Verfüttern lebender Mäuse übrigens nicht mehr derartige Züge als beim Essen eines Schnitzels.

Dass man sich das weitgehend nicht eingesteht und dann die
ulkigsten Gründe erfindet, ist nunmal Menschenart.

Nun ja, so kann man natürlich immer einen Grund dafür finden - entweder man gibt es zu, dann stimmt’s, oder man gibt es nicht zu, dann ist es ebenso ein Beweis :wink:

Dass Prestgigegewinn (Angeberei) letztendlich der
Fortpflanzung dient und somit sexuelle Gründe hat, sollte man
hier nicht verschweigen.

Und was ist mit denen, die ein solches Tier halten, und bestenfalls wissen Eltern nebst Freund/Freundin (nicht im sexuellen Sinne, sondern „Kumpel“) davon?
Soll auch öfter vorkommen, dass potentielle Partner durch bestimmte Tiere verschreckt werden.
Hunde und Katzen scheinen sich da mehr zur Kontaktaufnahme zu eignen.

Viele Grüße,
Nina

1 „Gefällt mir“

Hi,

es geht doch nicht darum wieviel ein Tier gekostet hat oder wie teuer die Haltung ist, sondern darum zu zeigen “schau, ich halte Tiere, vor denen sich viele Menschen ekeln. Einen Hund oder eine Katze halten kann ja jeder. Meine Tiere sind gefährlich, giftig, anders, sie könnten Menschen töten, wenn sie wollten, aber ich habe keine Angst vor denen, sondern streichle sie sogar“. Ach, ich kanns nicht genau ausdrücken, aber in Nemos Posting ist alles prima erklärt :smile:

Gruß
Steffie

2 „Gefällt mir“

Hallo Steffie,

okay; unter „Prestige“ hatte ich vor allem finanziellen Aufwand verstanden. Es gibt eben durchaus Tiere, die gerne zum „Angeben“ gehalten werden, weil die Haltung finanziell aufwendig ist und viel Platz erforderlich ist.
Und das mit der auffälligen Giftigkeit/Gefährlichkeit trifft nun auf Vogelspinnen nicht zu - Imker oder Hundebesitzer zu sein, hätte da genauso oder mehr „Prestige“ diesbezüglich.
(Wobei es dabei natürlich auch wieder darauf ankommt, wie dies von anderen eingeschätzt wird; gibt schließlich genug Menschen, die Vogelspinnen als sehr giftig einschätzen.)

Viele Grüße,
Nina

Hi Nina,

Und das mit der auffälligen Giftigkeit/Gefährlichkeit trifft
nun auf Vogelspinnen nicht zu

ok giftig vielleicht nicht, das passt wohl eher zu bestimmten Schlangensorten. Aber „eklig“ passt für viele Menschen schon zu einer Vogelspinne. Ich denke, Menschen, die Spinnen, Schlangen, Reptilien oder von mir aus auch Ratten halten, wollen sich einfach von Haustierhaltern, die „übliche“ Tiere wie einen Hund, eine Katze oder Kaninchen halten, abgrenzen. Einfach anders sein, kein Tier besitzen, das jeder süß findet, sondern ganz im Gegenteil: Tiere halten, die bei den meisten Menschen Abstoßung hervorrufen. Das finden sie wohl cool, wollen vielleicht auch ein bisschen provozieren, einfach anders sein als andere - ich weiß es nicht, ich kann’s ebenfalls nicht verstehen. Dass sie die Tiere einfach nur schön, interessant und spannend finden, trifft wohl nicht auf alle zu, wie die Fragestellerin beweist. Sie musste ja zuerst ihre Phobie besiegen, was sie dennoch nicht davon abhielt, die Tiere anzuschaffen.

Gruß
Steffie

2 „Gefällt mir“

Hallo Maria,

die klassische und grundsätzlich erfolgreichste Art, mit einer Spinnenphobie umzugehen, ist die Konfrontationstherapie.

Obwohl es dir bei dir selbst ausreichend gut gelungen ist, rate ich trotzdem davon ab, solche Aktionen im Selbstversuch zu machen - vor allem bei Kindern. Konfrontation bei einer Phobie ist eine hochgradig angstauslösende Sache, die angemessen gelenkt und aufgefangen werden muss. Sonst kann der Schuss böse nach hinten losgehen. In einem Mutter-Tochter-Verhältnis kann das schlimmstenfalls mit einem tiefgreifenden Vertrauensverlust einhergehen - das würde ich persönlich nicht riskieren wollen.

Hinzu kommt, dass die Angst vor einer Spinne manchmal tatsächlich nur das ist: Die Angst vor einer Spinne. Ebenso gut kann sie aber auch die Manifestation einer ganz anderen unbewussten anderen Angst sein. Hier braucht es einen therapeutischen Prozess, um diese zu entdecken und damit eine Chance zu haben, sie aufzulösen.

Würde man in einem solchen Fall nur die Angst vor der Spinne therapieren, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die eigentliche Angst schnell andere Ausdrucksformen sucht. Das an anderer Stelle beschriebene Phänomen, dass sich bestimmte Ängste manchmal nach der Pubertät von selbst erledigen, gehört ebenfalls in diese Ecke.

Deshalb: Eine Möglichkeit wäre, einfach nichts zu tun. Und damit meine ich auch NICHTS. Keine mütterlichen Therapieversuche mehr, keine Verharmlosung, noch nicht mal eine Thematisierung. Wenn Kind keine Kartons anfassen mag, bleiben sie eben stehen, wo sie sind. Und wenn Kind dich bittet, Spinnen abzusammeln, dann tu das einfach kommentarlos.

Eine professionelle Therapie ist immer möglich. Auch erst im Erwachsenenalter, wenn die Phobie für deine Tochter dann noch Thema wäre.

Und noch ein Tipp: Ganz eventuell ist diese Spinnenangst auch als Möglichkeit erkannt worden, Aufmerksamkeit zu bekommen. Damit behaupte ich nicht, dass deine Tochter dies bewusst tut. Ich würde - wenn überhaupt - eher den umgekehrten Weg für wahrscheinlich halten, dass deine Tochter durch Zufall entdeckt hat, dass sie in ihrer Angst Beachtung findet. Vielleicht spielt auch ein wenig Eifersucht auf dein Verhältnis zu deinen Spinnen eine Rolle. In manchen Zeiten sind Kinder da sehr sensibel :smile:.

Heißt: Gib ihr Aufmerksamkeit ganz abseits von Ängsten und Spinnen. Und ignoriere ihre Spinnenängste so gut du kannst.

Schöne Grüße,
Jule

Dass sie die Tiere einfach nur
schön, interessant und spannend finden, trifft wohl nicht auf
alle zu, wie die Fragestellerin beweist. Sie musste ja zuerst
ihre Phobie besiegen, was sie dennoch nicht davon abhielt, die
Tiere anzuschaffen.

Hallo,

Mooooment! Ich lasse mir nicht unterstellen, ich hätte meine Phobie nur deshalb besiegen wollen, um mir „eine coole Vogelspinne“ zum Angeben anzuschaffen!
Meine erste Spinne, die ich mir vor nunmehr fast 17 Jahren angeschafft habe, war mein letzter Schritt zum Besiegen der Phobie! Es gehörte sozusagen zur Therapie.
Es war wie der Tag im Kaufhaus eines Agoraphobikers, wie das Fahrstuhlfahren im Burj Al-Arab eines Klaustrophobikers…

Nie, nie hatte das was mit Angeberei zu tun. Aber durch dieses Tier lernte ich die Vogelspinnen „lieben“. Beschäftigte mich mit den verschiedenen Arten, lernte über Verhalten, Anatomie etc.
Die Spinnen stehen im Wohnzimmer, da ich eine Wohnküche habe, empfange ich Besuch nur dort. Fast keiner meiner Besucher bekommt die Terrarien überhaupt zu Gesicht oder weiß auch nur von ihrer Existenz.

Aber ICH erfrue mich an ihnen. Freue mich, wenn eine aus ihrem Bau kommt und rumkrabbelt, beobachte fasziniert die Häutung…

Nicht immer ist der Grund für alles Tun Angeberei.

Das war mein Wort zum Sonntag :smile:
Liebe Grüße
Maria

1 „Gefällt mir“

Hallo!
Danke für die Antwort.

Zuerst zum Fressen. Meine Tochter hat damit überhaupt kein Problem. Die Heimchen stehen halt immer irgendwo rum, früher hat sie sie auch mal beobachtet, aber inzwischen… Die Spinnen mag sie mehr. :smile:

Wenn Weberknecht-Alarm ausgerufen wird, gehe ich halt in ihr Zimmer und schnapp sie mir. Aber mit der Hand, dieses Glas- und Paierzeug ist mir zu umständlich.
Gedöns mache ich dabei wirklich nicht. :smile: Töchterlein bleibt dabei interessanterweise aber immer im Zimmer und guckt zu.

Und dann setze ich sie (die Knechte des Webers, nicht meine Tochter) ans Küchenfenster. Da das offen ist, können sie sich aussuchen, ob rein oder raus. :smile:

Die einzigen Spinnen, bei denen mich noch mein angeborenes Gruselgefühl überkommen würde (glaube ich), sind diese riesigen Schwarzen mit den langen Beinen. Aber Kreischen würde ich auch da nicht mehr. :smile:

Vielen dank nochmals
Maria

Hallo!

JA, das stimmt. Vogelspinnen gehen nicht auf Jagd. Sie sitzen immer am selben Fleck und warten auf Beute. Kommt was vorbei, wird draufgehüpft.
Deswegen finden viele Leute Vogelspinnen „langweilig“. Wenn die sich am Tag mal um sich selbst dreht, ist das schon ein Übermaß an Aktivität. :smile:

Liebe Grüße
Maria

Hallo!

Ich versuche
es mit Spaß, lasse die Tierchen mit lustigen Stimmen
„sprechen“, sage Dinge wie: „Guck mal, der hat’nen grünen Hut
auf!“ und ähnlichen Blödsinn, nüscht hilft.

Also, wäre ich Deine Tochter, dann käme ich mir da ziemlich verarscht vor.

Ich habe selbst eine veritable Spinnenphobie. Am meisten genervt haben mich immer die Leute, die versucht haben, mir zu zeigen, wie harmlos die Viecher „eigentlich“ sind, wie nützlich und vor allem wie schön. Für mich ist das aber eine Vertauschung von Ursache und Wirkung - genauso, als würde man jemandem, der keine Erdbeeren mag, versuchen zu erklären, daß Erdbeeren „eigentlich“ gut schmecken.

Mir war es immer wichtig, daß andere Leute mein Gefühl der Angst ernstnehmen und zu respektieren. Wenn jemand mit so einem Blödsinn versuchen würde, mich zu einem Augenkontakt mit einer Spinne zu nötigen, würde das eher das Gegenteil bewirken, weil ich das G3efühl hätte, derjenige versteht nicht im geringsten, was ich in diesem Augenblick eigentlich empfinde.

Gruß,
Max

Hugh!

Also, nein, ich denke nicht, dass meine Mutter meine Liebe zu Reptilien beeinflusst hätte. Seit ich denken kann, finde ich die toll. Was da allerdings so im Unterbewusstsein abgelaufen ist, kann ich dir auch nicht sagen.

In der Schule war ich dann auch folgerichtig in der AG „Junge Aquarianer“. Manchmal brachte der AG-Leiter eine seiner Schlangen mit.
Beim ersten Mal legte er diabolisch grinsend einen Beutel hin und sagte: MAch mal auf!
Ich öffnete das Ding vorsichtig und wurde einer wunderschönen Schlange ansichtig.
Leider war der Herr von mir sehr enttäuscht, da ich nicht wie erwartet losschrie und vom Beutel wegsprang, sondern wie gebannt hineinstarrte und rief: „Oh, so eine schöne Schlange“! Damals war ich ca. 9 - 10 Jahre alt.

Und nein, niemand empfahl mir die Anschaffung einer Spinne, war meine eigene Idee. Ich war damals auch nicht mein Püschologen, deshalb dauerte es auch zwei Jahre statt 2 Tage.

Aber es gibt schlimmere Leute als mich. Manche studieren das sogar und verbringen ihr Leben auf dem Boden kriechend in irgendwelchen Dschungeln und freuen sich wie Bolle, wenn sie was finden! :smile:

Maserati, aha… kann man das essen? :wink:

Liebe Grüße
Maria

Hallo!

Vielen Dank für deine tolle Antwort!

Wie es aussieht, kann man da wohl im Moment wirklich nichts machen.
Beachtung findet sie aber durch diese Angst ganz bestimmt nicht. Denn ich mache es schon so, wie du sagtest: Ich gehe ins Zimmer, sammle den kleinen Kerl ein und setze ihn am Küchenfenster ab.

Nur manchmal wirds kompliziert - als sich einer in ihrer Puppenstube häuslich eingerichtet hatte. Außerdem hatte ich da Angst, ihn zu zerquetschen…

Meine Spinnen bekommen nicht mehr Aufmerksamkeit als meine Tochter, so durchgeknallt bin ich dann doch nicht! :wink: Meistens sind sie eh nicht zu sehen.
Und wenn mal eine ihre Nase raustreckt, ist meine Tochter die erste, die ruft:" Guck mal, die SPinne ist draußen!"

Naja, meine GEdanken gingen in Richtung Konfrontationstherapie, aber du hast recht. Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt eher kontraproduktiv!

Ganz liebe Grüße und vielen Dank!
MAria

Hallo Maria,

Und wenn mal eine ihre Nase raustreckt, ist meine Tochter die erste, die ruft:" Guck mal, die SPinne ist draußen!"

Das KÖNNTE ein Hinweis darauf sein, dass deine Tochter auch Angst vor den Vogelspinnen hat oder dass das möglicherweise ihre eigentliche Angst ist. Da sie aber weiß, dass du diese Spinnen magst und sie sich keine Blöße geben will, lässt sie ihre Angst an einer anderen Stelle raus.

Kinder tun eine Menge, um ihren Eltern zu gefallen oder sie nicht zu belasten. Eine entsprechende Frage würde sie dir mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ehrlich beantworten (falls das tatsächlich stimmen sollte).

Ist ihr Umgang mit den Vogelspinnen wirklich unbefangen? Zeigt sie ihren Freunden oder anderen Besuchern begeistert die Tiere? Hält sie sich gerne bei den Spinnen auf?

Nur eine Idee.

Schöne Grüße,
Jule

3 „Gefällt mir“

ganz tolle Antwort!
sehr gut auf den Punkt gebracht!

Sternchen*

LG tunefish

Hallo!

DAdrauf bin ich noch gar nicht gekommen! Hmm, ich hatte noch nie den Eindruck, dass sie Angst davor haben könnte.

Bei ihrem Geburtstag hat sie ihren Freundinnen die Terrarien gezeigt (wie gesagt, die Spinnen sieht man fast nie).

Da die Tiere im Wohnzimmer stehen, hält sie sich zwangsläufig oft bei ihnen auf.
Die terrarien stehen auf meinem riesigen Schreibtisch, da hat sie letzens auch ihre Hausaufgaben dran gemacht. Von daher…

Sie sagt aber selbst, dass sie braune oder unbehaarte Vogelspinnen eklig findet.
Unsere sind ja ziemlich „kuschelig“.

Trotzdem ist das einen Gedanken wert!
Vielen Dank,
Maria :smile:

Hallo Maria,

noch eine Idee: Falls es räumlich möglich wäre, könntest du ja vielleicht mal vorschlagen, die Spinnen aus dem Wohnzimmer in dein Schlafzimmer umzusiedeln.

Vielleicht mit der Begründung, dass sich Besuch öfter mal fürchtet oder so. Möglicherweise zeigt sich an der Reaktion deiner Tochter, ob sie die Vorstellung, die Tiere nicht mehr dauernd um sich zu haben, Gefallen fände?

Schöne Grüße,
Jule

Huhu,

nun, das wird schwierig. Isch 'abe nämlisch gar kein Schlafzimmer. :smile:

Aber wie gesagt, ich habe nicht den Eindruck (!), dass sie da irgendwelche Berührungsägste hätte.

Schönen Abend!
MAria