Hi sanchri!
Bitte höre nicht den geistigen Dünnschiss den Fritze hier
immer
zum Thema FH abläßt.
Wie nett. Ich kann nicht erkennen, wieso Deine persönliche Meinung mehr wert sein sollte, als meine persönliche Meinung. Unterlasse also bitte in Zukunft derartige Wertungen.
Ich habe sowohl an einer FH als auch an
einer TU studiert und promoviere an einer „normalen“ Uni.
Ich
kann also, was den Vergleich der verschiedenen Hochschularten
angeht durchaus mitreden.
Mich würde in dem Zusammenhang mal interessieren, wieso Du mir eine persönliche Kenntniss der verschiedenen Hochschulen absprichst? Darum ging es aber in der Frage auch gar nicht.
In der Regel sollte einem Wechsel an die FH nichts im Wege
stehen,
In soweit stimmt Deine wissenschaftlich fundierte, wohl recherchierte Profiantwort noch. In der Tat kann man jederzeit die Hochschule wechseln …
die Prüfungen die Dein Freund bestanden hat werden
i.d.R. angerechnet, sofern die Inhalte einigermaßen
übereinstimmen.
… aber bereits da habe ich so meine Zweifel. Ich würde mich wie gesagt vorher genauer erkundigen. Sonst kann es da ein enorm böses Erwachen geben, gepaart mit großer Langeweile in der „Multiplizieren II“ Vorlesung an der FH.
Ich habe in meinem persönlichen Umfeld noch
keine Klagen von Wechslern gehört.
Ich schon jede Menge! Wir scheinen von verschiedenen Hochschulen zu sprechen.
Natürlich kann es trotzdem
sein, daß er die ein oder andere Prüfung nochmal machen muß,
letztlich hängt es ja immer von den Prof’s ab, bzw. von den
Noten die Dein Freund in der jeweiligen Prüfung hatte.
Die Noten sind nicht entscheidend. Die Professoren umso mehr. Leider, denn diese leiden vergleichsweise häufig am typischen „ach, würden mich die Uni-Kollegen doch bloss ernst nehmen“ Syndrom gepaart mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Profilneurose (ja, dafür darfst Du mich wieder fröhlich als Dünnscheisser beschimpfen).
Das Studium selber unterscheidet sich nach meiner eigenen
Erfahrung nur unwesentlich von dem an der Uni.
Erheblich. Vor allem in den Inhalten und in welchen Schritten vorgegangen wird. An der FH wird man wesentlich mehr gegängelt (leider meiner Erfahung nach ohne dabei besser beim Lernen gefördert zu werden). Das resultiert u.a. in
[…]
einem volleren Stundenplan
und
einen größeren Praxisbezug (z.B. 2 prakt. Studiensemester)
nennen.
Ja suuuper, diese Praxissemester. Gerade das erste ist eher ein Witz. Entweder, man lässt sich einfach eine Ausbildung als solches anerkennen, oder aber man wird mit einer Feile in der Hand mehr oder weniger zum Werkstattsklaven in Industrie und Mittelstand. Ausbildungsziel und Ausbildungserfolg klaffen also auch dort gewaltig auseinander. Mir hat noch niemand berichtet, er hätte wer weiss was für Tolle Erkenntnisse aus dem Grundpraktikum erlangt.
Es ist im übrigen ein Trugschluss, wenn FH-Studenten meinen, die Uni-Kollegen würden in ihrer (weit mehr) vorhandenen vorlesungsfreien Zeit (auch fälschlich als Semesterferien bezeichnet) ihren Bauch in die Sonne legen. Nein, diese Zeit wird gerade bei den Ing-Studenten massiv für Werkstudententätigkeiten genutzt. Dort wird man meistens genau so eingesetzt, wie Praktikanten von der FH. Allerdings, wie überhaupt vieles an der Uni nicht aufgrund von Zwang, sondern von freiem Willen und Eigeninitiative.
Die Qualität des Studiums, gerade im Bereich Bau-Ing.
ist nicht geringer als an einer Uni oder TU. Diese Aussage
wird
auch dadurch belegt, daß die meisten Unternehmen keinen
Unterschied mehr im Einstiegsgehalt zwischen Uni- und
FH-Absolventen machen.
Dieser Unterschied ist durchaus vorhanden, obwohl er nach wenigen Berufsjahren bereits verschwindend gering ist.
Gerade im Bereich Bau werden sogar
bevorzugt FH-Ingenieure eingestellt, da sie nicht die Aura der
Praxisferne umgibt.
Mir ist – ausser ein paar verschrobenen kleinen Klitschen – keine seriöse Firma bekannt, die Uni-Absolventen Praxisferne vorwirft.
Alles in allem ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer seine Selbständigkeit liebt, bei möglichst freier Entscheidung wenig konkret vorgekaut bekommen möchte und nicht zuletzt, wer die Anzahl der zu bestehenden Prüfungen minimieren will, der studiert an der Uni/TU.
Wer gerne jeden Schritt vorgeschrieben und kommentiert haben möchte und obendrein auf eine Unzahl von Prüfungen steht, der ist an der FH besser aufgehoben.
Diese Regel gilt nicht universell und kann im Einzelfall genau umgekehrt ausfallen. Daher sollte man sich nicht innerhalb von einer Woche zu so einem Schritt entscheiden, sondern sich die entsprechenden Hochschulen sehr genau anschauen, bevor man sich einschreibt.
Gruß
Fritze